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Absetzen von Antidepressiva - Erfahrungen

uniquenessy
Danke Serafina,

habe leider nichts passendes gefunden

30.03.2010 19:45 • #166


S
Versuch´s mal hier:

search.php

Wenn du da auch nichts findest, google mal. Viel Glück.

Serafina

30.03.2010 20:03 • #167


A


Hallo Fuelless,

Absetzen von Antidepressiva - Erfahrungen

x 3#3


Anima
Ich fasse dieses Thema noch einmal auf, da es mich ebenfalls betrifft.

Unabhängig vom Medikament möchte ich wissen, ob Ihr Euch auch einmal habt krank schreiben lassen, weil die Nebenwirkungen beim Ausschleichen einfach zu heftig waren. Ich möchte absolut nicht mehr mit der letzten Dosis wieder anfangen. Ohne das Medikament fühle ich mich weniger depressiv und ängstlich als vorher. Aber der Körper macht gerade eine harte Phase durch (Hitzewallungen, Bluthochdruck, Frieren, leichte Sprachstörungen, Augenzucken, hochaggressiv). Wie ein Junkie auf Entzug. Ich will da durch, allerdings ist alles, was mich stresst, ein Aggressor. Das ist nicht meine Natur. Ich nehme ja immer noch ein anderes Medikament und habe logischerweise auch da Angst vor dem Ausschleichen. Ich kann doch nicht mein Leben lang von Medikamenten abhängig sein, nur weil ich rezidivierend depressiv bin. Ich habe einfach das Gefühl, dass meine Persönlichkeit eine andere ist. Ich war vorher viel unternehmungslustiger und aktiver.

Zurück zum Thema:
Wie verhaltet Ihr Euch im Alltag und Beruf bei Nebenwirkungen vom Absetzen?

12.05.2017 11:20 • #168


Oleg07
Anima, das ist alles nicht so schlimmm...Wie schreibt Peter Gøtzsche , das Absetzen kann bis zu 9Jahren dauern, und, eigentlich, viel mehr schlimmer als bei Dro.. Er meinst hier die moderne SSRI.
Und meine persönliche Efahrungen sind eindach katastrophal. Die SSRI chronifizieren die Depression, dann, wie es betont Mark Rufer, sie lösen die Depression aus. Nicht zu fassen! Aber so schreiben die Profys. Und wir, die Patiente, sind am A... Es ist , leider, wahr, aber sehr traurig.

LG.


Oleg.

08.05.2018 14:37 • x 1 #169


B
Zitat von Fuelless:
SOoo, dann möchte ich jetzt mal etwas ausführlicher auf mein derzeitiges Befinden eingehen:

Ja, ich bin immer noch Nichtmehr-Raucher. Also zumindest keinen Tbk. Ich rauche jetzt immer noch so 1-2 Kräuteretten am Tag aber gab auch schon 2 Tage wo ich garkeine geraucht hab. Und das Craving ist auch fast kaum noch da. Aus dem riesigen kaum bezwingbaren Suchtteufel ist ein Sucht-Männchen geworden, das ab und an noch mal anklopft aber einem keine Angst mehr machen kann.

Ich bin geistig wieder richtig fit und die Müdigkeit ist kaum mehr da. Ich bin eigentlich sogar wesentlich fitter als vorher auf dem Aufputsch-Zeugs. Vorher war der Körper dadurch immer in einem permanenten Fight-or-Flight Modus, wozu er aber nicht geschaffen ist und was auf Dauer ziemlich an einem zehrt. Zum Schluss war es schon so, dass ich mich morgens trotz 20mg Amphetamin nochmal locker 2-3 h zum Schlafen aufs Ohr hätte hauen können, wenn ich mich nicht gezwungen hätte wach zu bleiben, in die Gänge zu kommen und nochmal 2-3 Tassen Kaffee zu trinken. Ein ungewohnter würde damit schon ne ganze Nacht durchtanzen können ohne müde zu werden. Ich hab auch artikulationstechnisch mit der Zeit stark abgebaut. Schriftlich hatte sich das nicht so deutlich gezeigt, da ich beim Schreiben die Zeit hatte die richtigen Worte zu finden, aber verbal war meine Sprache schon durchzogen von Ehm's, Öhm's und plötzlichen Satzpausen. Auch mein Denken wurde irgendwie sehr sprunghaft und inkohärent. Das alles ist jetzt wieder viel besser und ich kann wieder gerade Sätze sprechen und das Beste: Ich kann mich sogar daran erinnern was ich 3 Sätze vorher gesagt hab Oh man, ich war ganz schön kaputt, fällt mir jetzt im nachhinein immer mehr auf. Was mich aber immer noch plagt ist noch so ein leichtes Erkältungs-Gefühl und vor allem ganz fiese Rückenschmerzen wofür ich mir morgen mal nen Termin beim Chiropraktiker machen werde. Das ist ein wirklich fieser Schmerz, vergleichbar mit dem quitschenden Geräusch und dem damit assoziierten Gefühl, wenn man mit den Fingernägeln über eine Tafel kratzt. Wirklich sehr unangenehm das ganze. Ich wünsche mir, dass der es einfach mit einem festen Ruck und einem lauten Knacks vieleichtbeseitigen kann. Aber das ist wahrscheinlich zu einfach gedacht, aber es wäre wirklich sehr schön wenn dem so wäre. Worüber ich auch sehr froh bin ist, dass ich meine Mimik wieder vollständig zurück erlangt hab. Durch die Antidepressiva vorher hatte ich mit der Zeit irgendwie so ein maskenartig eingefrorenen Gesichtsausdruck, wie er auch z.B. beim Parkinsonismus vorkommt. Das kennt sicher jeder von uns Depressiven, das mit unseren eingerfrorenen Emotionen auch unsere Mimik einfriert. Der Unterschied: bei dem Antidepressiva induzierten Mimikverlust blieb dieser erhalten auch wenn ich sehr gut drauf war. Auch subtile Gefühle sind wieder voll wahrnehmbar und das zu Erfahren ist wirklich wunderschön. Diese gingen nämlich vorher einfach mit dem Medikamenten induzierten Transmitter-Synapsen-Sturm unter. Übrig blieb nur eine stumpfe chemisch-künstliche Glückseligkeit.

Ansonsten ist psychologisch wirklich sehr, sehr viel passiert, was ich ja schon in meinem vorigen Posting angedeutet habe. Was da alles passiert ist könnte echt ein ganzes Buch füllen, deshalb wüsste ich jetzt garnicht genau wo ich anfangen soll. Ich denke ich werde es für mich persönlich auch irgendwann mal alles aufschreiben und das dann vieleicht auch hier reinstellen. Die Quint-Essenz die ich daraus gezogen habe, könnte man meinem Posting zu Marsupilamis Thread Angst vor Rückfall entnehmen:

]
[/quote]

So das wars dann erstmal so weit!

mfg
Fuelless [/quote]

02.06.2019 13:28 • #170


M
Ich kann die schlimmen Erfahrungen mit dem Ausschleichen von Antidepressiva anhand meiner Erfahrung mit Mirtazapin, 15mg definitiv bestätigen! Bereits die Halbierung der Dosis wurde nach einer Woche problematisch. Ich bekam plötzlich ohne Anlass spontane Panikattacken. Die verschwanden nach ca. 1 Woche wieder. Ich wurde dann vorsichtig und habe jede Woche um 1/8 der Gesamtdosis reduziert. Nun bin ich fast 3 Wochen clean und mir geht es schlimmer, als vor der Einnahme, obwohl das Medikament keine Wirkung hatte, außer schläfrig zu machen, was schon nach 3 Wochen schon nicht mehr der Fall war. Ich muss fast jeden Abend fürchterlich weinen. Neulich war in der Bahn eine Asi-Familie mit kleinen Kindern, die furchtbar rumgeschriehen haben. Sowas nervt mich zwar grundsätzlich, aber an diesem Tag bekam ich so einen unbeschreiblichen Zorn, dass mich mein rationales Denken gerade noch davon abhielt, aufzuspringen und wer weiß was anzustellen. Es war Grauenhaft! Ich war nicht mehr ich selbst. Ich bin fassungslos. Zuvor war ich nur mittelschwer depressiv, aber keineswegs so reizbar. Gerade ist den Medien ein großes Thema dieser Flüchtling in Frankfurt, der das Kind ermordet hat. Ohne das irgendwie in Schutz nehmen zu wollen: Wenn dieser Kerl, wie geschrieben wird, in psychiatrischer Behandlung war, würde es mich nicht wundern, wenn er eine ähnliche Erfahrung mit einem Psychopharmakum gemacht haben sollte.
Ich glaube, ich werde noch lange brauchen, diese Erfahrung zu verarbeiten.

02.08.2019 14:06 • #171


G
Ich geb auch mal meinen Senf dazu. Hauptsächlich weil es mich ablenkt und ich dann nichts dummes tu. Ich nehme seit rund 2Jahren Antidepressiva. Nach anfänglichen probieren jetzt Milnaneurax 50 mg. Keine Ahnung ob das viel bringt da die Empfehlung bei 100mg liegt. Aufjedenfall sind mir im.Moment die Tabletten ausgegangen und ich wollte versuchen ob ich ohne auch klarkomme. Es sind jetzt rund 2 Wochen ohne.Bis jetzt ging es soweit. Die Absetzsymptome sind im Hintergrundrauschen nicht bemerkt wurden. Allerdings hat es mich gerade ziemlich heftig in die Depri-Hölle geschickt. So hat es mich schon sehr sehr lange nicht mehr erwischt. Ich habe gerade das Gefühl zu ertrinken und die letzte Welle schlägt über mir zusammen. Ich habe Angst und versuche meine Fassung nicht zu verlieren.Sprich die Antidepressiva helfen und ich brauche die weiterhin. Das muss am Montag gemacht werden. Jetzt gilt es durch die Nacht zu kommen.

22.09.2019 00:18 • #172


Hoffnung21
Hallo @Gucky65

Bitte probier sowas nicht einfach aus. Wenn du wissen möchtest, ob du dein Antidepressiva noch brauchst, dann solltest du laaaangsam ausscheichen und nicht einfach die Tabletten weg lassen. Dass die Empfehlung bei 100mg liegt kann dir egal sein. Jeder reagiert anders auf Medikamente. Aber ich glaube, das hast du jetzt schon selbst gemerkt.

VG Eis

22.09.2019 07:50 • #173


111Sternchen222
@ Gucy65
Ich hoffe du bist gut durch die Nacht gekommen. Ich wünschte ich hätte niemals den Gedanken gehabt mein Medi damals abzusetzen , dann wäre ich glaube ich jetzt nicht in so einer heiklen Lage. Mein Hirnstoffwechsel scheint ein Eigenleben zu haben, indem ich keine Rolle spiele, dass musste ich nun schmerzlich erfahren.Also doch wieder Medis und warten bis sie wirken.ich hasse es. aber wenn es so sein soll dass ich sie Lebenslang nehmen muss, dann bitte, ist das eben so.
Und du mach bitte keine Experimente und kümmer dich gut um dich, zur Not halt mit den Medikamenten bevor es ohne den Bach runter geht LG Sternchen

22.09.2019 08:18 • #174


bones
Zitat von Gucky65:
Ich geb auch mal meinen Senf dazu. Hauptsächlich weil es mich ablenkt und ich dann nichts dummes tu. Ich nehme seit rund 2Jahren Antidepressiva. Nach anfänglichen probieren jetzt Milnaneurax 50 mg. Keine Ahnung ob das viel bringt da die Empfehlung bei 100mg liegt. Aufjedenfall sind mir im.Moment die Tabletten ausgegangen und ich wollte versuchen ob ich ohne auch klarkomme. Es sind jetzt rund 2 Wochen ohne.Bis jetzt ging es soweit. Die Absetzsymptome sind im Hintergrundrauschen nicht bemerkt wurden. Allerdings hat es mich gerade ziemlich heftig in die Depri-Hölle geschickt. So hat es mich schon sehr sehr lange nicht mehr erwischt. Ich habe gerade das Gefühl zu ertrinken und die letzte Welle schlägt über mir zusammen. Ich habe Angst und versuche meine Fassung nicht zu verlieren.Sprich die Antidepressiva helfen und ich brauche die weiterhin. Das muss am Montag gemacht werden. Jetzt gilt es durch die Nacht zu kommen.


Geh in eine akutklinik.erzähl das denen. Die geben dann zur überbrückung dein Antidepressiva. Dürfte kein Problem darstellen. Oder geh zu ein Notfalldienst.auch da kann man dies bekommen. Falls du dein Arzt nicht erreichen kannst.
Bitte probier es nicht einfach so aus. Wie du merkst, ist es riskant.das kann fatale Folgen haben.

Wünsch dir alles gute

22.09.2019 09:16 • x 1 #175


G
ich habe es geschafft,wie immer. Ja es war sicher nicht die beste Idee aber trotzdem war es wichtig. Zum einen weiss ich das die Tabletten wirklich irgendwas tun zum anderen merke ich das ich wirklich nicht gesund bin. Ich habe mich nicht mehr gefühlt es wurde alles egalisiert und die Tiefe genommen. Ich habe funktioniert besser als jetzt aber es hat mir nicht geholfen Lösungen zu finden. Ich weiss das es für bestimmte Sachen keine Lösung,welche auch immer, gibt. Das ist ok da kenn ich das Finale. Andere Sachen haben Lösungen aber die Konsequenzen will und kann ich nicht tragen. Danke an Alle

22.09.2019 14:11 • x 1 #176


P

16.10.2020 16:35 • #177


A
Hallo Polly,
wieso musste das Medikament abgesetzt werden? Und weshalb hast du es bekommen?
Hört sich ganz nach Absetz-Symptomen an, aber weiterhelfen kann dir da nur dein Arzt. Der kann dir sagen, in welchem Zeitrahmen du beim Ausschleichen vorgehen kannst.
Als ich am Ausschleichen eines anderen Medikaments war, hatte ich auch sehr mit Schwindel zu kämpfen.
Bitte kläre deine Symptome mit einem Arzt ab, um ganz sicher zu gehen, woher deine Beschwerden kommen.

16.10.2020 17:33 • #178


Heideblümchen
Hallo @all, da der Threat schon mal besteht: ich nehme seit einem Jahr zum Schlafen 50 mg Valdoxan und 25 mg Quetiapin. Damit fühle ich mich mega gut eingestellt, habe noch nie in diesem einen Jahr eine einzige Einnahme versäumt und schlafe damit innerhalb von 10 Minuten ein, als hätte jemand den Stecker gezogen. Ich komme inzwischen morgens auch sehr gut aus den Federn, würde aber nachts nicht hören, wenn das Haus einstürzt.
Mein Neurologe hat noch mit keinem Wort erwähnt, dass ich mich irgendwann mit dem Gedanken anfreunden soll, die Medis auszuschleichen.
ABER: Was wäre, wenn? Die Dosis ist ja nicht wirklich hoch, ich fühle mich sehr wohl damit und frage nur aus Interesse, ob auch in dieser Dosierung damit zu rechnen ist, dass die elende Schlaflosigkeit und die Depression nach Absetzen wieder voll zuschlagen. Darf ich fragen, ob jemand damit Erfahrung hat, ob es Nebenwirkungen/Rückschläge gab? Klar, jeder Mensch ist anders und empfindet anders, aber schlägt ein Absetzen/Ausschleichen sehr zu Buche? Danke an euch für eure Erfahrungen!

20.10.2020 13:42 • #179


A


Hallo Fuelless,

x 4#15


M
Zitat von Heideblümchen:
Hallo @all, da der Threat schon mal besteht: ich nehme seit einem Jahr zum Schlafen 50 mg Valdoxan und 25 mg Quetiapin. Damit fühle ich mich mega gut eingestellt, habe noch nie in diesem einen Jahr eine einzige Einnahme versäumt und schlafe damit innerhalb von 10 Minuten ein, als hätte jemand den Stecker gezogen. Ich komme inzwischen morgens auch sehr gut aus den Federn, würde aber nachts nicht hören, wenn das Haus einstürzt.
Mein Neurologe hat noch mit keinem Wort erwähnt, dass ich mich irgendwann mit dem Gedanken anfreunden soll, die Medis auszuschleichen.
ABER: Was wäre, wenn? Die Dosis ist ja nicht wirklich hoch, ich fühle mich sehr wohl damit und frage nur aus Interesse, ob auch in dieser Dosierung damit zu rechnen ist, dass die elende Schlaflosigkeit und die Depression nach Absetzen wieder voll zuschlagen. Darf ich fragen, ob jemand damit Erfahrung hat, ob es Nebenwirkungen/Rückschläge gab? Klar, jeder Mensch ist anders und empfindet anders, aber schlägt ein Absetzen/Ausschleichen sehr zu Buche? Danke an euch für eure Erfahrungen!

Es gibt ein Forum, dass sich auf die Thematik Psychopharmaka spezialisiert hat: adfd.org.
Da kannst du dich wirklich umfangreich darüber informieren.

20.10.2020 17:19 • x 1 #180

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