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Absetzen von Antidepressiva - Erfahrungen

G
Hi fuelless!
Danke für den Tipp, aber ich glaube nicht dass der Rest meines Schulenglisch (bin 21 Jahre aus der Schule raus) dafür ausreichen würde.
Ich möchte auch lieber gar nicht zu viel davon wissen, was kommen kann. Sonst bilde ich mir da vielleicht noch etwas ein...
Ich hatte zwischendurch schon was Merkwürdiges, z. B. hatte ich seltsame Muskelzuckungen im Mundboden, hat aber jetzt aufgehört.
Aber ich bin froh zu wissen, dass einiges passieren kann, es bewahrt mich vor Panik, wenn ich das dem Ausschleichen zuordnen kann.
SChöne Grüße! Heidi

24.10.2008 07:28 • #31


K
Ich habe mein Medikament ganz langsam ausgeschlichen .... habe am 07.10.07 mit täglich 20 mg die Therapie begonnen .... bis zum 13.07.08 .... danach 9 Wochen 20 - 10 im täglichen Wechsel .... dann 2 Wochen täglich 10 mg .... und dann 8 Wochen 10 - 0 im täglichen Wechsel .... und seit Montag ganz abgesetzt.

Der Anfang der Reduzierung war heftig .... Schlafstörungen .... Unruhe .... Herzrasen .... doch das alles hat sich ziemlich schnell gelegt .... die Lust auf S. kam auch wieder zurück ....

Wie es nun ganz ohne Medikament geht, kann ich noch nicht sagen, sind ja erst 3 Tage.

LG, Bärchen

30.10.2008 00:10 • #32


A


Hallo Fuelless,

Absetzen von Antidepressiva - Erfahrungen

x 3#3


G
Hi fuelless!
Wie immer verfolge ich interessiert wie es Dir geht.

Sag mal, hast du schon einmal mit (D)einem Arzt gesprochen, ob es sein kann/ darf, dass Du noch so langer Zeit noch immer Beschwerden hast?
Hast Du denn während der Einnahme auch etwas in Deinem Leben verändert, damit Du nicht wieder zurückfällst?

Also, ich muss ehrlich sagen, so ein starkes schei. Gefühl habe ich nie entwickelt.
Mir sind schon die Spitzen von Depression und Euphorie genommen, aber interesselos bin ich nicht geworden. Eher im Gegeteil:
Lust zu dekorieren habe ich nach wie vor, und inzwischen habe ich neue Bekannte und ein neues Hobby gefunden, was ganz toll ist.
Ich halte jetzt seit zwei Wochen 30 mg Citalopram und komme gut zurecht, also wird es bei mir noch lange dauern, bis ich von dem Zeug weg bin.

@Bärchen: Ich würde auch gern hören, wie es bei Dir weitergeht.

Alles Gute weiterhin bei Euch! LG Heidi

02.11.2008 16:17 • #33


G
Hey!
Wow, fuelless, Du hast ja einiges an Medis durch und hörst Dich schon ganz schön profimäßig an, aber das bleibt wohl nicht aus nach all dem.
Da kann ich nicht mitreden, ich habe nur Citalopram genommen, mein erstes Mittel mit dem ich auch gleich ganz gut klargekommen bin.
Nachdem, was Du beschreibst, hört es sich tatsächlich logisch an, dass die Absetzerscheinungen noch nicht vorbei sind.

Du scheinst ja auch sonst ganz klar, was Deine Planung zur Bewältigung der Krankheit angeht. Ich finde, das hört sich gut an.

Ich habe auch vor einigen Jahren das Rauchen aufgegeben, nachdem schon eine krebsvorstufe in der Lufröhre festgestellt wurde.
Es fiel mir sehr schwer, ich hatte tüchtig Entzugserscheinungen (hatte auch sehr stark geraucht).
Geholfen hat mir dann ein Nikotinpflaster, vielleicht hilft Dir das ja auch?
Ist nicht gerade billig, aber das Rauchen ist es ja auch nicht.

Also dann, machs gut, aber mach nicht zu viel auf einmal.
LG Heidi

03.11.2008 13:32 • #34


Fuelless
woar das hört sich ja gar nicht gut an mit der krebsvorstufe. ists denn jetzt wieder okay?! das ist doch das doofe, man muss erst total krank werden bevor man damit aufhört. aber soweit will ichs auf jeden Fall nicht kommen lassen. In meiner Familie gibt es nämlich einige Fälle von Lungenkrebs und einmal Kehlkopfkrebs. Im Moment wär ich damit jetzt glaub ich aber völlig überfordert noch das Rauchen aufzugeben, aber ich dachte mir vieleicht setz ich den 1.1. nächstes Jahr für den Rauchstop an. Einerseits ist es denke ich schwer damit aufzuhören, wenn es einem psychisch nicht so gut geht. Andererseits wenn es einem dann gut geht und man sorgenfrei ist, macht man sich nicht mehr so die Gedanken über seine Gesundheit und raucht weiter. Deshalb denk ich in 2 Monaten wär es ganz angebracht zudem ich ja dann wegen dem Urlaubssemester auch sonst nicht so den Stress hab. Also Nikotinpflaster haben geholfen? Werd ich mir merken. Rauchen ist doch echt total bääh und idiotisch wenn man es mal genauer betrachtet.

lg
Fuelless

03.11.2008 18:21 • #35


K
Eine gute Woche ohne .... ich fühl mich und und manchmal auch und

Ich kann nur bedingt schlafen und hab Kopfschmerzen .....


Na ja, abwarten .....

04.11.2008 14:25 • #36


Fuelless
edit: Ich wurde von der Administratur aufgefordert einen bestimmten Ausdruck zu editieren, da man anscheinend der Meinung ist man müsse durch Zensur die Schäfchen vor sich selber schützen. Um es sinngemäß wiederzugeben verwende ich dann einfach mal die englische Übersetzung, welche fachlich, politisch sowie kleinkariert korrekter ist und keinen Anstoss mehr erwecken sollte:

Congratulations to your first drug-free week!
(Ich finde da den Ausdruck Dro. im englischen viel ehrlicher, da er für Medikamente und Dro. steht)

haste auch schon so krasse Träume gehabt? Hab ich immer bekommen. Beim Citalopram hat das damals genau 7 Tage gedauert bis das Anfing, was von der Halbwertszeit auch so gut hin kommt. Die können irgendwie ziemlich verstörend sein, aber im Nachhinein betrachtet auch ziemlich cool, da sie so extrem intensiv, real wirkend und bizar sind. Manchmal konnte ich garnicht mehr unterscheiden ob ich träume oder es real ist. Das ist dann oft so wie so ein fiebriger halluzinierender Halbschlaf-Zustand.

...ja das mit dem Schlafen hat ich total vergessen zu erwähnen...hab ich auch ziemliche Probleme mit. Diese Nacht hab doch tatsächlich mal wieder keine Sekunde geschlafen. War dann heut Morgen Joggen und einkaufen und danach wollt ich mich nur mal ganz kurz ausruhen und Zack bin ich eingepennt. Hab jetzt 2 Stunden geschlafen, aber als ich kurz aufgewacht bin, sofort wieder aufgestanden, weil ich wollte eigentlich den ganzen Tag wach bleiben, damit ich heut abend mal früh um 9 oder 10 schlafen kann um wieder nen Rythmus zu bekommen. Aber naja mein circadianer Rhytmus ist völlig im Ar.. Ich versuch immer um 10 einzuschlafen. Dann werd ich unruhig und muss aufstehn und mich bewegen. Keine Ahnung irgendwie muss ich mich immer abends bewegen und kann das nicht stoppen. Wenn ich im Bett lieg muss ich immer mit den Beinen wippeln und dann find ich keine Ruh und spiel was Gitarre oder fang an zu Jonglieren, Hauptsache irgendwas wobei sich mein Körper bewegt. Dann schlaf ich wenn überhaupt so gegen 4 oder 5 ein, aber manchmal dann auch garnicht und dann schlaf ich tagsüber einfach ein und kann dann wiederum abends nicht Schlafen. Ich habs mit Baldrian probiert. Auf der Packung stand maximal 2, naja nach so ungefähr 15 stellte sich dann auch tatsächlich endlich ne leichte beruhigende sedierende Wirkung ein. Und was ist, kann trotzdem nicht schlafen. Habs dann 2 Tage mit 7,5mg Mirtazapin versucht. Wollte das so ne Woche nehmen um wieder nen Rhytmus zu bekommen. Hat auch super geklappt mit dem Schlafen, leider so gut, dass ich damit nach 14 Stunden Schlaf immer noch nicht aus den Federn wollte und am nächsten ganzen Tag völlig malle und verschallert im Kopf war. Ne dann lieber nicht. Hm wird wohl noch ne Zeit dauern bis sich das mit dem Schlaf wieder einstellt...

04.11.2008 16:18 • #37


K
Träume .... ja, jetzt wo Du es schreibst, fällt es mir auch auf .... es waren große Träume die letzten Tag, mit vielen Menschen und verschiedenen Orten ... alte Sachen vermischt mit ganz aktuellen .... seltsam real und doch weit weg.

Das werde ich mal weiter beobachten!

LG, Bärchen

04.11.2008 17:58 • #38


G
Hi fuelless!
Danke der Nachfrage, aber die Hautveränderung in der Luftrühre hat sich zurückgebildet.
Die HNO Ärztin sagte aber, dass man noch 4 Jahre ein erhöhtes Risiko hat an Kehlkopfkrebs zu erkranken und deshalb jährlich zur Kontrolle kommen soll.
Widerliche Vorstellung, aber die Zeit habe ich rum.

Deine Einstellung zum/gegen das Rauchen ist doch schon mal recht fortschrittlich.
Übrigens, ich war ja starke Raucherin.
Nach dem Aufhören hatte ich das Gefühl eine deutlichere Wahrnehmung zu haben. Zum einen meinte ich besser, klarer sehen zu können. Aber auch mein Geschmackssinn verbesserte sich rapide.
Da wird also noch mehr Realität auf Dich zukommen. Ohne Antidepressivas und Nikotin wirst Du so klar wie lange nicht mehr sein.
Für mich besteht auch keine Rückfallgefahr mehr, weil ich zwischenzeitlich auch Asthma bekam. Aber mein Freund, der mit mir zusammen aufhörte raucht oft wenn wir unterwegs sind. Überall bekommt er Zig. ausgegeben.
Mittlerweile finde ich das schon eklig.
Im Grunde genommen zieht man sich doch Abgase einer Verbrennung in die Lunge, ebenso gut könnte man ja auch an einem Schornstein oder Auspuff saugen, pfui!
Also, ich bin nicht wirklich so ein militanter Nichtraucher geworden, aber ich finde den Geruch nicht so toll, vertrage es auch nicht mehr, und ich finde es schade, wenn man aufgehört hat, dann wieder anzufangen.

@kleines Bärchen: Du hast eine sehr bildhafte Darstellung für Dein Empfinden gegeben, super .

Ach, ich wünschte ich wäre auch schon so weit wie ihr.
Aber nicht schlafen können muss ja doch ätzend sein.

04.11.2008 22:35 • #39


Fuelless
Zitat:
Nach dem Aufhören hatte ich das Gefühl eine deutlichere Wahrnehmung zu haben. Zum einen meinte ich besser, klarer sehen zu können. Aber auch mein Geschmackssinn verbesserte sich rapide.

das hört sich echt gut an! das mit dem klarer sehen: seid ich die Medis abgesetzt hab seh ich auch wieder viel klarer und nicht mehr so verschwommen. Gleichzeitig hab ich auch den Eindruck, dass meine optische Wahrnehmung intensiver ist, gleichzeitig intensivieren sich dadurch meine assoziierten Gefühle. Wenn ich jetzt z.B. joggen gehe und so das Herbstlaub und die Farben sehe scheint das alles viel intensiever zu sein und auch die Gefühle sind intensiever wenn ich die Natur so beobachte. Ich weiss nicht, hört sich vieleicht völlig pathetisch an, aber letztens beim Joggen ist vor mir ein kleines Eichhörnchen vor mir weggehoppelt und dieser Eindruck war viel intensiver und ich hab irgendwie vor Freude gestrahlt. Solche Kleinigkeiten wären vorher völlig an mir vorbei gegangen. Auch die Farben in der Natur scheinen irgendwie intensiver und lösen stärkere Emotionen aus. Vorher war alles irgendwie verschwommener und stumpfer. Wenn Du sagst das sich meine Wahrnehmung durch das Aufhören mit dem Rauchen noch weiter schärft ist das auf jeden Fall noch ein grosser Motivator dem auch nachzugehen. Danke dafür!

lg
Fuelless

05.11.2008 17:16 • #40


Fuelless
Hallo Avelarte,
find ich gut von DIr

...nur wie stellst Du dir das vor es über 5 Monate auszuschleichen ohne die Kapseln zu öffnen? Fluoxetin wär vieleicht ne Möglichkeit!?

puh ich konnte schon wieder die ganze Nacht nicht schlafen, aber so ein Schlafentzug kann auch ziemlich euphorisch machen, fühl mich im Moment irgendwie total high.

lg
Fuelless

06.11.2008 13:12 • #41


Fuelless
joa, das klingt doch ganz vernünftig!

06.11.2008 18:23 • #42


Fuelless
wie lang nimmst Du das denn schon?

06.11.2008 18:31 • #43


C
Hallochen...ich reihe mich auch mit ein...

Ich nehme seit 1 Jahr regelmäßig 100 mg Sertralin,da ich mich weitestgehend stabilisiert habe,habe ich mich vor 3 Wochen entschlossen,auf die Hälfte ,also 50 mg Sertralin,zu reduzieren...
Es begann genau den 1.Tag im Urlaub und ich habe seitdem absolut keine Absetzerscheinungen ... ,mir geht es genau wie mit den 100 mg Sertralin...

lg Sylvana

06.11.2008 21:56 • #44


A


Hallo Fuelless,

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C
Liebe Sabine,


viel Erfolg mit dem Ausschleichen...ich drücke Dir die Daumen,daß Du es ohne Antidepressiva schaffst...,ich denke JA ,Dein Plan zum Ausschleichen hört sich richtig gut und wohl überlegt an...

lg Sylvana

07.11.2008 12:03 • #45

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