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Ärzte unterstellen mir Angststörung

W
Hallo,

ich bin neu hier und möchte mich eben vorstellen bevor ich auf das eigentlich Thema komme. Ich bin 33 Jahre, weiblich und mir wird eine Angsterkrankung unterstellt.

Der Witz und das tückische an der Sache, die wollen mir ein hochmodernes Gift mit dem Namen Pregabalin unterjubeln.

Ich bin mehr als Antipsychopharmaka und befinde mich gerade mit der Unterstützung des Forums dabei, ein Benzo los zu werden, mit Erfolg.

Wichtig ist es, das ich mich dort an die 10% Regel halte und so komme ich einigermaßen Milde durch den Entzug, aber gerade deshalb ärgert es mich umso mehr das man mir nun ein weiteres stark süchtig machendes Medikament unterjubeln will.

Mich ärgert es enorm das ich noch Lamotrigin an der Backe habe, was für mich unnötig ist, das werde ich nach dem Benzoentzug und einer Erholungsphase angehen, da Lamotrigin auch langsam ausgeschlichen werden muss, werde ich dazu sicherlich auch 2-3 Jahre benötigen.

Ich werde in Zukunft weder ein Benzodiazepine, Antideprissiva oder gar ein Neuroepileptika nehmen sondern ich möchte Medikamentenfrei leben.

Dennoch vielleicht habt ihr Tipps für mich wie ich Skills finde die mir für meine Ärztlicherseits Diagnostizierte Angsterkrankung finde?

Grüße Windstrum

09.02.2020 21:47 • #1


Irgendeine
Ich kann dir bei deiner Ursprungsfrage zwar nicht helfen, aber ich kann dir sagen, dass, bis auf Benzodiazepine, all diese Medikamente nicht abhängig machen.
Man muss sie ausschleichen, ja, aber das bedeutet nicht, dass man süchtig danach ist. Eine Abhängigkeitsgefahr besteht nur, wenn das Medikament einen Kick verursacht und/oder ein Gewöhnungseffekt eintritt, so dass man die Dosis ständig erhöhen muss.

09.02.2020 22:16 • #2


A


Hallo Windsturm,

Ärzte unterstellen mir Angststörung

x 3#3


Krizzly
Hallo Windsturm,

du musst ja kein weiteres Medikament nehmen, wenn du nicht willst. In meinem Fall zumindest, ich habe auch eine Angsterkrankung, blieb diese Entscheidung immer mir überlassen?
Bist du denn in Therapie?

Liebe Grüße Krizzly

09.02.2020 22:18 • #3


W
Zitat von Krizzly:
Hallo Windsturm,

du musst ja kein weiteres Medikament nehmen, wenn du nicht willst. In meinem Fall zumindest, ich habe auch eine Angsterkrankung, blieb diese Entscheidung immer mir überlassen?
Bist du denn in Therapie?

Liebe Grüße Krizzly


Hallo,

vielen Lieben Dank für deine Antwort.

Ich könnte anders als andere gleich Morgen ein Therapieplatz haben, da nicht die Krankenkasse der Kostenträger wäre und somit auch ein Psychologe/in auf Privatkostenbasis in Anspruch genommen werden könnte.

Nun viele würden sich freuen, ich kann es nicht ich kann mein Leben nicht überall Ausbreiten. 1 Psychologin hat es geschafft das ich mich ihr soweit anvertrauen konnte und es wird vermutlich auch die einzige bleiben.

Meine Ärzte (ich bin bei keiner Psychaterin) in Behandlung möchten das ich eine Therapie mache, man drängt mich aber auch nicht, man akzeptiert das ich es nicht kann.

Stationär gehen auf eine Kriesenintervationstation ist für mich auch keine Lösung, eben weil ich weiß das dieses Vertrauen niemals so wäre das ich mein Inneres Offenbaren kann/könnte.

Im Stationären Rahmen, hat man ja nur bedingt Mitspracherecht was Medikamente angeht und ich möchte ungern ein weiteres Medikament, bzw. würde es auch Ablehnen.

Das wird noch spannend wenn ich Termin beim Neurologen habe und offenbare Pregabalin nicht probiert zu haben.

Es gibt 1 Medikament wo ich sage Okay das würde ich mir nochmals antun das wäre Keppra aber damit wird meine Neurologin glaub ich nicht einverstanden sein.

Ansonsten kommt für mich nichts anderes in Frage, wo ich sage das würde ich meinem Körper zuführen oder meinem Gehirn .

Grüße Windsturm

09.02.2020 22:47 • #4


Krizzly
Hast du dir denn über Alternativen Gedanken gemacht, wenn für dich Medikamente und Therapie nicht in Frage kommen? Oder war das quasi deine Frage hier?

Was für eine Angsterkrankung hast du denn? Wie äußert sie sich?

Sorry, so viele Fragen. Antworte natürlich nur, wenn du willst. Ich versuche nur, mir ein Bild von deiner Situation zu machen.

Liebe Grüße Krizzly

09.02.2020 22:52 • #5


Krizzly
Und noch eine Frage: Bei Ängsten soll ja eine Verhaltenstherapie gut helfen. Bei dieser Therapieform muss man sich, soweit ich weiß, ja nicht so sehr offenbaren wie bei einer tiefenpsychologischen oder analytischen Therapie. Wäre das vielleicht eher was für dich?

09.02.2020 22:56 • #6


W
Zitat von Irgendeine:
Ich kann dir bei deiner Ursprungsfrage zwar nicht helfen, aber ich kann dir sagen, dass, bis auf Benzodiazepine, all diese Medikamente nicht abhängig machen.
Man muss sie ausschleichen, ja, aber das bedeutet nicht, dass man süchtig danach ist. Eine Abhängigkeitsgefahr besteht nur, wenn das Medikament einen Kick verursacht und/oder ein Gewöhnungseffekt eintritt, so dass man die Dosis ständig erhöhen muss.


Ist nicht so wild, mein Fall ist im Grunde auch sehr kompliziert.

Klar magst du Recht haben, aber wie du schon sagst auch nicht Benzodiazepine gehören ausgeschlichen und im meinem Fall wurde dort mehr als Schnell vorgegangen. Ich habe Keppra 500mg genommen was man mir in der Klinik innerhalb von 3 oder 4 Wochen abgesetzt hat, mit heutigem Wissen durch das ADFD Forum würde ich niemals mehr so ein schnelles Reduzieren zulassen.

Ehe ich in irgendeiner Klinik oder gar nach Vorgaben eines Arztes (meiner Neurologin) reduziere, reduziere ich lieber Eigenständig genauso wie derzeit das Benzodiazepine ohne Ärztliche Vorgaben.

Ich bin sogar schon soweit für den Fall das ich Stationär soll, Lamotrigin zu Bunkern für den Fall der Fälle das man reduziert, ich würde dann nämlich die Differenz Eigenständig nachnehmen.

Ich bin durch den Benzodiazepine Entzug und das ADFD Forum einfach zu sehr geimpft. Niemals würde ich mir beim Absetzen eines Medikaments vom Arzt egal welcher Art Vorgaben machen lassen.

Grüße

09.02.2020 22:59 • #7


Irgendeine
Zitat von Windsturm:
Im Stationären Rahmen, hat man ja nur bedingt Mitspracherecht was Medikamente angeht und ich möchte ungern ein weiteres Medikament, bzw. würde es auch Ablehnen.

Auch das stimmt nicht. Kliniken dürfen gar nicht mehr zwangsmedizieren, nicht mal bei Gefahr im Verzug. Wenn du was nicht nehmen willst, nimmst du es nicht. Fertig.
Nur, wenn ein richterlicher Beschluss vorliegt, ist Zwangsmedikation möglich. Und die Hürden dafür sind hoch. Dafür muss man schon völlig ausflippen, sich nicht beruhigen lassen und mehrere S.uizidversuche starten. Es muss zwingend Selbst- und/oder Fremdgefährdung vorliegen. Glaub mir, ich hab's ausprobiert.

Zitat von Windsturm:
Es gibt 1 Medikament wo ich sage Okay das würde ich mir nochmals antun das wäre Keppra aber damit wird meine Neurologin glaub ich nicht einverstanden sein.

Ich verstehe nicht so ganz, warum du unbedingt Keppra nehmen willst?

09.02.2020 23:08 • #8


W
Zitat von Irgendeine:
Auch das stimmt nicht. Kliniken dürfen gar nicht mehr zwangsmedizieren, nicht mal bei Gefahr im Verzug. Wenn du was nicht nehmen willst, nimmst du es nicht. Fertig.
Nur, wenn ein richterlicher Beschluss vorliegt, ist Zwangsmedikation möglich. Und die Hürden dafür sind hoch. Dafür muss man schon völlig ausflippen, sich nicht beruhigen lassen und mehrere S.uizidversuche starten. Es muss zwingend Selbst- und/oder Fremdgefährdung vorliegen. Glaub mir, ich hab's ausprobiert.


Ich verstehe nicht so ganz, warum du unbedingt Keppra nehmen willst?


Man hat mir 2016 Stationär unterstellt ich würde mit meinem Leben spielen, gab mir Medikamente, die ich aber kurze Zeit später wieder Absetzte, 2 Jahre nicht nahm und man mich in einer anderen Klinik 2018 in 9 Wochen wieder damit einstellte.

Nun sitze ich auf 400mg Lamotrigin fest.

Keppra hatte ich in der Vergangenheit bereits und weiß das ich es einigermaßen Vertrag, Lamotrigin ist auch keine Dauerlösung mehr.

09.02.2020 23:20 • #9


W
Man unterstellt mir aber auch eine fehlende Krankheitseinsicht obwohl ich nichts habe was die Ärzte anders sehen.

Ich glaube wenn ich zum Arzt gehe, ploppt dort ein roter Button auf mit Gefahr.

09.02.2020 23:25 • #10


Irgendeine
Zitat von Windsturm:
Man unterstellt mir aber auch eine fehlende Krankheitseinsicht obwohl ich nichts habe was die Ärzte anders sehen.

Wie kommen die Ärzte denn dann überhaupt darauf? Muss ja irgendeinen Grund geben.

Zitat von Windsturm:
Nun sitze ich auf 400mg Lamotrigin fest. Lamotrigin ist auch keine Dauerlösung mehr.


Was ist das Problem mit Lamotrigin?
Ich hab das übrigens von heute auf morgen von 400mg auf 200mg reduziert und hatte keinerlei Absetzerscheinungen.

Zitat von Windsturm:
Keppra hatte ich in der Vergangenheit bereits und weiß das ich es einigermaßen vertrag


Warum willst du denn Keppra nehmen, wenn du doch gar nicht krank bist?

09.02.2020 23:43 • #11


Irgendeine
Zitat von Windsturm:
Mag hier nicht weiter den Therad sprengen. Hilft der Betroffenen nicht weiter Aber wenn du magst kannst du mir zu Pregabalin deine Meinung in meinem Beitrag schreiben .


Dann hier. Pregabalin macht nicht süchtig. Es ist kein Benzo, sondern ein Antiepileptikum und die machen nicht süchtig.

09.02.2020 23:45 • #12


W
Zitat von Irgendeine:
Wie kommen die Ärzte denn dann überhaupt darauf? Muss ja irgendeinen Grund geben.

Das frag ich mich auch immer noch, die sind einfach zu uneinsichtig und unterstellen mir eine Krankheit die ich niemals haben werde.



Was ist das Problem mit Lamotrigin?
Ich hab das übrigens von heute auf morgen von 400mg auf 200mg reduziert und hatte keinerlei

Niemals würde ich das so schnell reduzieren, ob es Abhängig oder nicht, aber auch Lamotrigin würde ich mit der 10% Methode ausschleichen, sitze dann vielleicht 2-3 Jahre, aber ich hatte im März 2019 einen heftigen Absturz durch den Benzodiazepine Entzug und der hat mich 3 Tage Lebensunfähig gemacht. Seitdem bin ich geimpft.

Ich würde das Lamotrigin gegebenenfalls ohne Ärztliche Begleitung ausschleichen, wenn meine Neurologin nicht dem langsamen Absetzen zustimmt.


Warum willst du denn Keppra nehmen, wenn du doch gar nicht krank bist?

Weil meine Neurologin gerne möchte das ich 2 Medikamente nehme, und bevor die auf die Idee kommt mir als nächstes ein schickes anderes Medikament andreht, nehme ich im schlimmsten Fall eher Keppra.

10.02.2020 00:01 • #13


Irgendeine
Zitat von Windsturm:
Niemals würde ich das so schnell reduzieren, ob es Abhängig oder nicht, aber auch Lamotrigin würde ich mit der 10% Methode ausschleichen, sitze dann vielleicht 2-3 Jahre, aber ich hatte im März 2019 einen heftigen Absturz durch den Benzodiazepine Entzug und der hat mich 3 Tage Lebensunfähig gemacht. Seitdem bin ich geimpft.

Benzos absetzen ist sch.eiße, weil sie abhängig machen. Lamotrigin nicht. Deswegen macht es auch nicht diese krassen Absetzerscheinungen. Ich hab schon einige Medis abgesetzt und hatte (bis auf eine Ausnahme) noch nie Probleme. Weil es eben nichts war, was abhängig gemacht hat.
Kannst ja mal 1-2 Tage versuchen es zu reduzieren. Wenn's nicht geht, kannst du ja immer noch auf die 10% Regel vorgehen.

Zitat von Windsturm:
Weil meine Neurologin gerne möchte das ich 2 Medikamente nehme, und bevor die auf die Idee kommt mir als nächstes ein schickes anderes Medikament andreht, nehme ich im schlimmsten Fall eher Keppra.


Warum wechselst du denn dann nicht den Arzt, wenn du so unzufrieden bist? Du bist der Meinung nicht krank zu sein, warum dann nicht deine bestehende Medikation selbstständig reduzieren und kein anderes mehr nehmen? Niemand zwingt dich, was zu nehmen.
Und niemand zwingt dich, zum Arzt zu gehen, wenn du deiner Meinung nach gar nicht krank bist.

10.02.2020 00:17 • x 1 #14


A


Hallo Windsturm,

x 4#15


W
Zitat von Irgendeine:
Benzos absetzen ist sch., weil sie abhängig machen. Lamotrigin nicht. Kannst ja mal 1-2 Tage versuchen es zu reduzieren. Wenns nicht geht, kannst du ja immer noch auf die 10% Regel vorgehen.

Die Reduzierung würde auffallen, weil ich ab und an mal (1-2mal) ambulant, Stationär öfter zum Blutspiegel Kontrolle antreten darf. Ich darf ohne zumindest der Meinung der Neurologin nichts absetzen, denn dann sitze ich wirklich irgendwo Zwangsmedikamentiert in der Geschlossenen, weil man meint ich bin nicht mehr Herr meiner Sinne, die Neurologin würde alles dafür tun um mich in so eine Unterkunft zu bekommen.

10.02.2020 07:36 • #15

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