130

Alleine sein mit Depressionen, Einsamkeit

Kate
Zitat von Pilsum:

Das sehe ich grundsätzlich wie Du. Allerdings kann das schon in der Theorie nicht funktionieren.
Folglich erst recht nicht im praktischen Alltag.
Wir können meiner Ansicht nach deshalb nur ständig mit fairen Kompromissen versuchen,
der von Dir genannten Nächstenliebe ein Stück weit näher zu kommen.


Warum fängst Du nicht damit an und lässt mal was unkommentiert so stehen?
Und belässt dadurch dem anderen seine Vorstellungskraft, welche mit den Worten - wäre und würde - zum Ausdruck gebracht wurde. Womöglich ist die Vorstellung von einer zukünftigen heilen Welt das Einzige, was er derzeit noch hat.

LG Kate

22.05.2020 06:49 • x 5 #16


Pilsum
@LonelyWay

Guten Morgen,

leider denke ich, wir sind mit unseren Beiträgen sehr weit vom Thema
dieses Threads abgewichen.
Ich habe auch den Eindruck, wir finden keine gemeinsame Basis.
Da ich nicht verstehen kann, worauf Deine Beiträge grundsätzlich abzielen,
antworte ich zunächst nicht mehr darauf.

Dir wünsche ich einen schönen Tag

Bernhard

22.05.2020 08:18 • #17


A


Hallo Joachim-68,

Alleine sein mit Depressionen, Einsamkeit

x 3#3


S
Hallo Bernhard

Ich bin nicht durchgängig ein Trauerkloß und gerade im Internet und schriftlich ist es wesentlich einfacher sich zu unterhalten. Besonders wenn man sich ein Forum sucht mit Menschen ähnlicher Problemstellung, Interessenlage etc.

Bei mir im Dorf im Turnverein oder Chor wäre ich allerdings ein Fremkörper
(Ich denke das war das was Joachim-68 mit seiner ursprünglichen Aussage über das Alleinsein meinte)
Zitat von Joachim-68:
Alleine,
Ich denke die größten Probleme, die depressive Menschen haben. Ist die Einsamkeit.
Mit vielen Erfolg freue ich mich über die Dame an der Kasse. Ansonsten ist drei Wochen Stille.
Ich denke viele von Euch, wissen was ich meine. Mit keinem Reden können.
Mit mir könnt Ihr ohne Kosten reden. Über dieses Forum oder mehr.


Und doch ... einigeln ist eine gute Lösung.

Gerade wenn es mir besonders schlecht geht kann ich keine weiter Zurückweisung oder Nicht-Verstehen oder gute Ratschläge wie geh doch mal ein bisschen an die frische Luft gebrauchen.

Und Irren tue ich mich häufig

22.05.2020 09:52 • x 3 #18


S
@LonelyWay
Zitat:
Beispielsweise weiß jeder mit Depressionen geplagte Mensch sehr gut, wie sich normal sein anfühlt, denn er kam ja nicht mit Depressionen auf die Welt. Eine gute Zeitspanne im Leben waren diese auch normal.

Und dann gibt es noch die Menschen, die von Anfang an einsam und unglücklich waren ... und normal nicht wirklich nachempfinden können. Vielleicht kommt man nicht mit Depressionen zur Welt aber sie können sich durch emotionale und soziale Vernachlässigung schon so früh entwickeln, das sie das Leben prägen.
Grüsse

22.05.2020 10:06 • x 2 #19


L
Zitat von Pilsum:
@LonelyWay

Guten Morgen,

leider denke ich, wir sind mit unseren Beiträgen sehr weit vom Thema
dieses Threads abgewichen.
Ich habe auch den Eindruck, wir finden keine gemeinsame Basis.
Da ich nicht verstehen kann, worauf Deine Beiträge grundsätzlich abzielen,
antworte ich zunächst nicht mehr darauf.

Dir wünsche ich einen schönen Tag

Bernhard

Oder du möchtest dich darauf nicht einlassen, jedenfalls ziele ich darauf ab, dass ich deine Meinung nicht nachvollziehen kann und zeige dir auch, weshalb.
Dabei argumentiere ich mit allgemeinen Erkenntnissen und eigenen Rückschlüssen.
Du sagst immer nur, dass du es anders siehst, aber gibst nie genau an, wieso nicht. Du möchstest also offenbar deine Meinung haben, weswegen ich nachvollziehen kann, weshalb wir nicht weiterkommen.

Zitat:
Und dann gibt es noch die Menschen, die von Anfang an einsam und unglücklich waren ... und normal nicht wirklich nachempfinden können. Vielleicht kommt man nicht mit Depressionen zur Welt aber sie können sich durch emotionale und soziale Vernachlässigung schon so früh entwickeln, das sie das Leben prägen.
Grüsse

Ja, die gibt es auch.
Gerade da zeigt sich, dass Normalität sehr wohl etwas allgemein definierbares ist.

Für mich gibt es nichts Schlimmeres als die Frage, was schon normal ist.
Dabei ist die Frage doch ganz einfach zu beantworten: Normalität ist eine gesunde Entwicklung, unabhängig davon, was für eine Persönlichkeit man entwickelt.
Nur weil Menschen unterschiedlich sind, kann man sie deswegen nicht als nicht normal bezeichnen.

22.05.2020 13:19 • x 1 #20


Pilsum
@Strenia

natürlich ist einigeln hin und wieder mal eine geeignete Möglichkeit.
Allerdings nicht gegen Einsamkeit.
Zitat:
Gerade wenn es mir besonders schlecht geht kann ich keine weiter Zurückweisung oder Nicht-Verstehen
oder gute Ratschläge wie geh doch mal ein bisschen an die frische Luft gebrauchen.


Das gehört aber zum alltäglichen Leben. Zurückweisung ist nicht unbedingt etwas Schlimmes.
Man kann lernen, dass es eine verständliche Reaktion anderer Menschen ist.
Deswegen braucht man sich nicht immer schlecht fühlen.
Auch Du wirst hin und wieder mal Menschen zurückweisen. Dies ist Dein gutes Recht.
Kann man das Zurückzieh-Verhalten nicht auch eine Art von Zurückweisung verstehen?

Viele Grüße

Bernhard

22.05.2020 14:36 • #21


J
Alles schön und gut. Für viele Menschen ist ein Klinikaufenthalt und Therapie bestimmt sinnvoll und auch angesagt.
Nach über zehn Jahren mit meiner Erkrankung verspüre ich nur nach Hass gegen weiße Kittel oder Kliniken. Letztendlich konnte mein Problem angerissen, aber nie gelöst werden und mir geht es von Jahr zu Jahr immer und immer wieder schlechter. Ich glaube mittlerweile, der Doktor an der Brücke ist am besten!

25.05.2020 14:56 • x 4 #22


Ylva
Zitat von Joachim-68:
Alleine,

Ich denke die größten Probleme, die depressive Menschen haben. Ist die Einsamkeit. Deshalb gehen viele vor die Hunde und kommen nicht mehr klar. Genau wie ich.

Ich wollte das einfach mal sagen, das heißt aber nicht, das ich richtig liege.

Mit vielen Erfolg freue ich mich über die Dame an der Kasse. Ansonsten ist drei Wochen Stille.
Ich denke viele von Euch, wissen was ich meine. Mit keinem Reden können.
Mit mir könnt Ihr ohne Kosten reden. Über dieses Forum oder mehr.

Gruß
Joachim


Leider ist hier im Thread von Joachim eine (sinnlose) Grundsatzdiskussion losgetreten worden, und ich glaube, dass dies Joachim überhaupt nicht geholfen hat.
Ich habe absichtlich das, was Joachim ganz am Anfang geschrieben hat, hier nochmal reingestellt, um daran zu erinnern, worum es ihm eigentlich geht.
In erster Linie um die Einsamkeit vieler Menschen, die an Depressionen leiden.
Auch ich zähle zu dieser Gruppe und weiß, wie verloren man sich fühlen kann - noch dazu wenn Klinikaufenthalte und Medikamente keine Verbesserungen des seelischen Zustandes bringen.
Und irgendwann geht einem einfach die Kraft aus, um noch aktiv etwas dagegen zu tun.


Ich schicke dir liebe Grüße, Joachim!
Ylva

05.06.2020 11:51 • x 6 #23


Pilsum
Zitat von Ylva:

Leider ist hier im Thread von Joachim eine (sinnlose) Grundsatzdiskussion losgetreten worden, und ich glaube, dass dies Joachim überhaupt nicht geholfen hat.
Ich habe absichtlich das, was Joachim ganz am Anfang geschrieben hat, hier nochmal reingestellt, um daran zu erinnern, worum es ihm eigentlich geht.
In erster Linie um die Einsamkeit vieler Menschen, die an Depressionen leiden.
Auch ich zähle zu dieser Gruppe und weiß, wie verloren man sich fühlen kann - noch dazu wenn Klinikaufenthalte und Medikamente keine Verbesserungen des seelischen Zustandes bringen.
Und irgendwann geht einem einfach die Kraft aus, um noch aktiv etwas dagegen zu tun.


Ich schicke dir liebe Grüße, Joachim!
Ylva


Wobei ich mich manchmal frage.

Kommt die Einsamkeit eher durch eine Depression?
Oder kommt eine Depression eher durch eine lange Einsamkeit?

Wie mit dem Huhn.
Kommt das Huhn aus einem Ei?
Oder kommt das Ei von einem Huhn?

05.06.2020 19:39 • x 1 #24


Kate
Pilsum, die Frage (Antwort) gefällt mir ausgesprochen. Ich glaube es wäre einigen schon geholfen, sich einer Gruppe, singen malen tanzen etc. anzuschließen. Zumindest wenn die Einsamkeit zuerst da war und man das auch erkennt.

LG

05.06.2020 20:15 • x 1 #25


Pilsum
Zitat von Kate+:
Pilsum, die Frage (Antwort) gefällt mir ausgesprochen. Ich glaube es wäre einigen schon geholfen, sich einer Gruppe, singen malen tanzen etc. anzuschließen. Zumindest wenn die Einsamkeit zuerst da war und man das auch erkennt.

LG


Hallo Kate,

dann sind wir schon zwei Personen welche so etwas denken.

Viele Grüße

Bernhard

05.06.2020 21:51 • x 1 #26


M
Hallo Joachim,
meine Erfahrung ist, sich nicht auf andere Menschen und deren Gespräche versteifen, sondern sich einen treuen tierischen Begleiter suchen und raus in die Natur. Da triffst so viel tolle Menschen. Dadurch entstehen tolle belanglose Freundschaften. Man kann wieder echt lachen.
Hoffentlich erreichst du es auch

11.06.2020 22:42 • x 2 #27


Alexandra2
Ich war mein ganzes Leben schrecklich einsam und gehörte nirgendwo hin. Dieser Schmerz hat mich ewig begleitet. Ich habe gelitten wie ein Tier und wollte deshalb oft nicht mehr leben.
Zugehörigkeit war ein Fremdwort. Und doch habe ich mich trotzig anderen zugemutet, aber nicht als Abladeplatz. Die abgrundtiefe Einsamkeit blieb. Bis ich seit letztem Jahr andere Erfahrungen mache und die Isolation wegschmilzt. Das ist Ergebnis intensiver Therapie seit 4 Jahren.
Umlernen ist möglich, das hätte ich nie gedacht. Meine 7 Freundinnen haben diesen Prozeß mitgemacht, mitmachen müssen. Vieles haben sie nicht verstanden, sehr oft unglaublich viel Geduld und Verständnis gezeigt. Und ich habe gelernt, mich zurück zu nehmen und auch über mich zu lachen. Bei einem Kartenspiel bspw vergaß ich die Spielregeln immer wieder, während die mitspielenden Jugendlichen losprusteten, blieb meine Freundin seelenruhig und erklärte mir in jeder Runde die Regeln, eineinhalb Stunden lang. Nicht zu fassen, ich hätte das nicht gekonnt.
Andere brauchen genauso viele Chancen und Humor ist sehr hilfreich.

11.06.2020 23:17 • x 7 #28


Dani82a
Liebe @Alexandra2 ,

freu mich sehr für dich, dass du einen so großen Sprung nach Vorne gewagt und geschafft hast.

Ich selbst tue mich leider unendlich schwer damit, anderen Menschen zu begegnen. Für belanglose Gespräche über das Wetter oder Klatsch bin ich nie wirklich zu haben gewesen. Vielleicht schaffe ich das ja auch irgendwann, wieder mehr unter Menschen zu gehen und neue Bekanntschaften/Freundschaften zu schließen.

12.06.2020 19:49 • x 1 #29


A


Hallo Joachim-68,

x 4#15


Alexandra2
Liebe Dani82a,
Mir wurde klar, daß ein Aspekt meines Entwicklungstrauma die fehlende Zugehörigkeit in meinem Leben war. Das hält die Depression aufrecht.
Die ersten Kontakte waren banal, Alltagsgespräche halt. Im Laufe der Zeit wurden die Gespräche intensiver. Ich habs nicht gern, aber alles braucht seine Zeit. Alle brauchen Zeit zu vertrauen und meine Angst hat mit anderen nichts zu tun. Aber sie hindert daran, auf andere zuzugehen.
Liebe Grüße Alexandra

12.06.2020 20:38 • x 2 #30

Weiterlesen »




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag