Hi @FC2012 !
Ich habe mir zwischenzeitlich auch deinen anderen Thread durchgelesen und weiß nun mehr Details.
Ich denke, dass dein Mann ziemlich tief drin hängt. Mir kommt es so vor, als würde er indirekt nach Hilfe schreien (wie beschrieben), aber aus der Vergangenheit die Hilfsoptionen kennen und aus den gemachten Erfahrungen wissen, dass diese nicht ausreichen und seine Probleme lösen werden, selbst wenn er wieder danach greift.
An anderer Stelle hattest du geschrieben, dass du Angst davor hast, dass dein Mann längere Zeit in eine Klinik muss, da das eine finanzielle Katastrophe wäre. Wahrscheinlich sieht er selbst das genauso.
Deine Erzählungen wirken aber auf mich, als wäre das der einzige Weg, der deinem Mann helfen kann. Es kommt mir nicht so vor, als würde eine wöchentliche Paar- oder Einzeltherapie ausreichend sein.
Und es kommt mir auch so vor, als würde ein Klinikaufenthalt nicht ausreichen, wenn sich danach nichts grundlegendes in seinem Leben ändert, denn es wirkt so, dass er mit Frau, Kindern und Selbstständigkeit gnadenlos überfordert ist, darin untergeht und denkt, alleine dazustehen (auch wenn du deine Hilfe anbietest). Daher wahrscheinlich auch seine Flucht in sein Zimmer, wo er für sich ist, sich abschießt und der Realität entkommen kann.
Wie die anderen schon geschrieben haben: es ist wichtig, dass du dich um dich und deine Kids kümmerst, damit ihr nicht auf der Strecke bleibt und ebenfalls in diesem Strudel untergeht.
Für deinen Mann sehe ich persönlich auf Dauer nur eine Chance in einer längeren klinischen Abwesenheit und stationären Therapie mit darauf folgenden, gravierenden Änderungen in seinem beruflichen und privaten Alltag - dann begleitet von einer längeren, ambulanten Therapie.
LG
ZeroOne
16.07.2019 13:04 •
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