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Angst vor Wiedereinstieg in den Job

Lost111
Jedes verdammte Mal scheint es schwerer zu werden, wieder in den Job zu kommen.
Ich habe mich dazu entschlossen, ab dem 06.02. wieder arbeiten zu gehen.
Meine Geschäftsleiterin rief mich gestern an, aber ich ging nicht ans Handy.
Daraufhin schrieb sie mir eine SMS, ob ich schon wüsste, ob ich am Montag wieder den Dienst
antreten würde. Also musste ich eine Antwort formulieren. Und - Lost sagte: JA!
Wie geht es mir damit? Ich habe eine Scheixx-Angst! Ich würde da dann am Montag am liebsten
niemanden sehen, außer meiner lieben Kollegin natürlich; aber die Kollegin in der Verwaltung und die
Geschäftsleiterin muss ich mit meiner Gegenwart beglücken.

Die Angst hält sich zwar noch in Grenzen, aber ich weiß, dass sie von Tag zu Tag zunehmen
wird. OK, ich habe die Option, immer noch zum Arzt gehen zu können, wenn es nicht geht.
Aber ob ich das dann auch mache?
So, wie ich mich kenne, ziehe ich das durch, ohne großartig auf mich Acht zu geben.
D.h. im Klartext: auf in den Kampf!

Letzte Woche hatte ich auch endlich den Mut, in der Praxis meines HA anzurufen, um zu erfahren,
ob er was erreichen konnte bzgl. Therapieplatz. Wie bereits erwartet konnte er nichts bewegen.
Was mich - wieder einmal - zu der Erkenntnis kommen lässt, dass ich nichts wert bin; so
fühlt es sich an. WER bin ich schon?!
Somit liegt die Suche nach einem Therapieplatz nach wie vor auf Eis, da ich es nicht selbst schaffe,
mich darum zu kümmern. Also bleibt alles so, wie es ist.
Und wen interessiert es schon wirklich, wie es mir geht? Realistisch gesehen bleiben da
in RL nur sehr wenige Menschen übrig, denen etwas an mir und meinem Wohlergehen liegt.
Hier im Forum ist das zum Glück anders, und dafür bin ich nach wie vor mehr als dankbar!

02.02.2023 03:39 • x 1 #1


M
@Lost111
Hallo Lost,
ich würde sagen, deine Angst und dass du nicht ans Telefon gegangen bist zeigen, dass du noch nicht bereit bist.
Wie lange bist du schon krankgeschrieben?
Du schreibst auch, dass es jedes Mal schwerer wird wieder einzusteigen. Wie oft hattest du dir schon eine Auszeit genommen?

Ich war vor zwei Jahren schon mal wegen Burnout krankgeschrieben für 2,5 Monate und habe keinen Therapieplatz gefunden. Daraufhin bin ich wieder arbeiten gegangen aus Angst den Job zu verlieren und was sollte eine längere Auszeit auch nützen, dachte ich.
Heute bin ich seit zwei Wochen krankgeschrieben und meine Chefin hat mir gestern mitgeteilt, dass sie mich nicht wieder haben möchten. Kündigen können sie mich gerade auch nicht, also supi Situation. Aber diesmal habe ich in einer Instituts Ambulanz einen Therapeuten gefunden und komme demnächst im die Tagesklinik. Ich erhoffe mir davon eine Menge. Hast du in deiner Nähe auch eine Instituts Ambulanz oder Tageskliniken? Hast du die Möglichkeit eine Kur zu beantragen?

Lieben Gruß, Moni

02.02.2023 04:19 • x 2 #2


A


Hallo Lost111,

Angst vor Wiedereinstieg in den Job

x 3#3


Lost111
Zitat von Moni86:
ich würde sagen, deine Angst und dass du nicht ans Telefon gegangen bist zeigen, dass du noch nicht bereit bist.
Wie lange bist du schon krankgeschrieben?

Seit dem 25.10.2022. Aber weißt du, ich habe selber den Anspruch an mich selbst, es zumindest zu versuchen. Und ich habe es ja jetzt auch zugesagt. Also werde ich mich dem stellen. Mein HA sagte auch, dass ich jederzeit wieder vorstellig werden könnte, wenn es nicht geht. Also, ein Hintertürchen bleibt offen.

Zitat von Moni86:
Du schreibst auch, dass es jedes Mal schwerer wird wieder einzusteigen. Wie oft hattest du dir schon eine Auszeit genommen?

Nun ja, in den letzten Jahren waren es immer mal wieder 2 - 3 Monate, die ich nicht arbeiten konnte.
Letztendlich wurde mir mein langjähriges Aufgabengebiet nach meiner Krankschreibung letzten Sommer weg genommen sozusagen, womit ich nur schwer klargekommen bin (ohne jetzt näher darauf eingehen zu wollen).

Zitat von Moni86:
Heute bin ich seit zwei Wochen krankgeschrieben und meine Chefin hat mir gestern mitgeteilt, dass sie mich nicht wieder haben möchten. Kündigen können sie mich gerade auch nicht, also supi Situation.

Oh nein, das tut mir leid! Was wird denn da jetzt von dir erwartet? Gab es Gründe, warum sie dich nicht mehr weiter beschäftigen können? Ich würde nicht selber kündigen!

Zitat von Moni86:
Aber diesmal habe ich in einer Instituts Ambulanz einen Therapeuten gefunden und komme demnächst im die Tagesklinik. Ich erhoffe mir davon eine Menge. Hast du in deiner Nähe auch eine Instituts Ambulanz oder Tageskliniken? Hast du die Möglichkeit eine Kur zu beantragen?

TK habe ich bereits 2006 gemacht, und das hat mir auch sehr geholfen. Kann ich dir nur empfehlen!
Laut meiner Psychiaterin, die ich im Dezember letzten Jahres das letzte mal sah, besteht für mich die Möglichkeit eines stationären Aufenthalts (was ich ablehne), einer ambulanten Therapie in einer Klinik in meiner Nähe (wo ich immer noch am überlegen bin) und APP (ambulante psychiatrische Pflege). Ich bin so unentschlossen!

Ich werde jetzt auch versuchen, schlafen zu gehen. Danke für deinen Post und komm gut durch die N8!

LG Lost111

02.02.2023 04:42 • x 1 #3


M
Zitat von Lost111:
Seit dem 25.10.2022. Aber weißt du, ich habe selber den Anspruch an mich selbst, es zumindest zu versuchen. Und ich habe es ja jetzt auch zugesagt. Also werde ich mich dem stellen. Mein HA sagte auch, dass ich jederzeit wieder vorstellig werden könnte, wenn es nicht geht. Also, ein Hintertürchen bleibt offen.

Das Gefühl und den Anspruch an sich selbst kenne ich sehr gut. Ich hatte vor zwei Jahren auch Angst vor dem Wiedereinstieg. Aber damals war meine Chefin total lieb und ich habe mich schnell wieder eingearbeitet. Ich hoffe, das klappt bei dir auch gut und dass du das Hintertürchen nicht brauchst.
Zitat von Lost111:
Oh nein, das tut mir leid! Was wird denn da jetzt von dir erwartet? Gab es Gründe, warum sie dich nicht mehr weiter beschäftigen können? Ich würde nicht selber kündigen!

Ja, etwas komplexer das ganze. Meine Chefin hat ihre Kanzlei, hier auf dem Land vor Hamburg, ganz in meiner Nähe zum 31.12. an eine Kanzlei in Hamburg verkauft, samt Mitarbeiter. Das war für uns alle ein heftiger Schock und da ich mich von dem Burnout noch nicht erholt hatte und es mir zunehmend schlechter ging, dachte ich schon, dass ich den Wechsel nicht schaffe und bei der neuen Chefin hatte ich so ein schlechtes Gefühl. Ich habe es versucht, bin sogar das erste Mal nach sechs Jahren wieder Bahngefahren. Aber meine erste Therapiestunde hat mich aus der Bahn geworfen und ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr kann. Also nach drei Wochen wurde ich krankgeschrieben und jetzt ist die neue Chefin angepisst. Sie wollen mir wohl klar machen, dass sie mich nicht möchten. Aber durch die Übernahme können sie mich ein Jahr lang nicht kündigen. Ich werde ihnen den Gefallen nicht tun und selber kündigen, da ich sonst drei Monate kein Geld bekommen würde. Die Sperre beim Arbeitsamt hätte ich auch bekommen, wenn ich dem Übergang widersprochen hätte. Also hatte ich irgendwie keine Wahl.
Entschuldige, ist jetzt eine längere Geschichte geworden.

Ich drücke dir die Daumen, dass es für dich gut läuft!

Lieben Gruß, Moni

02.02.2023 05:06 • x 1 #4


Leon84
Zitat von Lost111:
Seit dem 25.10.2022. Aber weißt du, ich habe selber den Anspruch an mich selbst, es zumindest zu versuchen. Und ich habe es ja jetzt auch zugesagt. Also werde ich mich dem stellen. Mein HA sagte auch, dass ich jederzeit wieder vorstellig werden könnte, wenn es nicht geht. Also, ein Hintertürchen bleibt offen.


Ich kenne das mit der Angst auch sehr gut, die Frage schafft man alles, wie reagieren die Kollegen usw. Ich denke dass diese Gefühle ganz normal sind, weil man in der Depression auch sein Selbstwertgefühl und Selbstsicherheit verliert.

Ich hab es selber auch Angst wie ich nach meinem Burnout wieder angefangen habe. Ich bin da vielleicht kein Role Model weil ich nur nach 8 Wochen wieder begann, aber ich war definitiv noch nicht fit und voll leistungsfähig(vor allem kognitiv) - aber das Gefühl, man arbeitet wieder, hat eine normale Struktur, ich fühlte mich auf dem Weg der Besserung. Und ich hatte Glück mit meiner Firma die mir bei gleicher Arbeitszeit meine Tasks reduzierte und dadurch mehr Zeit gab.

Ich denke halt dass der Wiedereinstieg ein wichtiger Versuch ist um auf dem Weg der Gesundung voranzuschreiten. Und wenn es nicht klappt, es ergibt sich sicherlich wieder eine Möglichkeit später!

Wer nicht riskiert kann auch nix gewinnen....

Alles Gute und viel Glück für den Wiedereinstieg!

02.02.2023 09:28 • x 1 #5


Ziva
Hallü liebe Lost

Ich habe gerade deine neuen Beiträge hier gelesen.. und mir ist das hier aufgefallen:

Zitat von Lost111:
TK habe ich bereits 2006 gemacht, und das hat mir auch sehr geholfen. Kann ich dir nur empfehlen!

Wenn ich da jetzt so drüber nachdenke.. es steht doch eigentlich ausser Frage, wie dein nächster Schritt aussehen kann. Ich meine - es liegt auf der Hand, so klar wie nie zuvor.

Ein stationärer Aufenthalt kommt für dich nicht in Frage. Ist oke. APP auch nicht, auch ok. Die TK hat dir bereits einmal gut gefallen, sie hat dir geholfen und du empfiehlst das sogar weiter. Das fett geschriebene bitte so oft lesen, bis es in dir ankommt.

LOST! Hier ist dein Weg.

Ich finde irgendwie auch, dass das Zurück in den Job erstmal nicht der richtige Weg ist. Du hast Angst und du machst es, weil es von dir verlangt wird. Dein Körper verlangt aber Ruhe und Pause. Gönn es ihm und somit auch dir! Tu was für dich! Mach die TK. Es wird dir besser gehen, bestimmt und dann kannst du weitersehen @ Job und all sowas.

02.02.2023 09:42 • x 3 #6


Wuslchen
@Ziva genau den gleichen Gedanken hatte ich auch.

Liebe @Lost111, 2006 ist lange her, warum nicht erneut in die TK, wenn sie doch geholfen hat? Wieder arbeiten gehen ist totaler Quatsch, wenn du jetzt schon so darauf reagierst und tief in dir weißt du das auch.

02.02.2023 10:25 • x 2 #7


J
Liebe Lost,
wie wäre es, wenn du nur stundenweise wieder anfängst?
Kennst du das Modell?
Du kannst entscheiden, wie viele Stunden du dir anfangs zutraust und kannst langsam steigern.
Damit wäre der Einstieg viel einfacher.
Würde über deinen HA laufen.

02.02.2023 12:58 • x 1 #8


selly
Zitat von Lost111:
aber ich weiß, dass sie von Tag zu Tag zunehmen

Hallo Lost111

Mit so einem von Dir formulierten Gedanken blockierst Du Dich selber , weil Du Dein Gehirn beauftragst weiter steigende Angst zu haben.
Versuche doch mal Dich zu loben dass Du wieder zur Arbeit schaffst zu gehen und das alles gut werden wird .
Dein Innerstes hat bestimmt nicht umsonst auf die SMS mit Ja geantwortet.
Weil du Unterbewusst bestimmt weißt dass du das kannst.
Nur das Täufelchen will Dich blockieren und Dir sagen Deine Angst wird sich steigern - aber das findet nur in Deinem Kopf statt und ist nicht wie Wahrheit .
Du wirst es bestimmt gut hinbekommen.

Und solltest Du dann später auf Arbeit nach einiger Zeit merken es passt doch nicht- dann kannst Du immernoch die Notbremse ziehen.
Aber vielleicht unterschätzt Du Dich!?

02.02.2023 20:30 • x 3 #9


Lost111
Zitat von Moni86:
Also nach drei Wochen wurde ich krankgeschrieben und jetzt ist die neue Chefin angepisst. Sie wollen mir wohl klar machen, dass sie mich nicht möchten. Aber durch die Übernahme können sie mich ein Jahr lang nicht kündigen. Ich werde ihnen den Gefallen nicht tun und selber kündigen, da ich sonst drei Monate kein Geld bekommen würde. Die Sperre beim Arbeitsamt hätte ich auch bekommen, wenn ich dem Übergang widersprochen hätte. Also hatte ich irgendwie keine Wahl.
Entschuldige, ist jetzt eine längere Geschichte geworden.

Das ist aber ganz und gar nicht die feine Art und Weise! Krank ist krank. Also wirst du da noch ein Jahr bleiben und dir in der Zeit eine neue Stelle suchen? Ich finde das richtig fies, so mit den Mitarbeitern umzugehen. Aber wie du schon sagst - du hast keine andere Wahl. Was sagt denn dein Therapeut dazu, wenn ich fragen darf?


Zitat von Leon84:
Ich denke halt dass der Wiedereinstieg ein wichtiger Versuch ist um auf dem Weg der Gesundung voranzuschreiten. Und wenn es nicht klappt, es ergibt sich sicherlich wieder eine Möglichkeit später!

Wer nicht riskiert kann auch nix gewinnen....

Alles Gute und viel Glück für den Wiedereinstieg!

Danke dir! Ein Versuch ist es allemal wert, so sehe ich das auch. Ich habe ja gar keine Struktur mehr.
Ich schaue mal, wie die ersten Tage so werden.


Zitat von Ziva:
Ein stationärer Aufenthalt kommt für dich nicht in Frage. Ist oke. APP auch nicht, auch ok. Die TK hat dir bereits einmal gut gefallen, sie hat dir geholfen und du empfiehlst das sogar weiter. Das fett geschriebene bitte so oft lesen, bis es in dir ankommt.
LOST! Hier ist dein Weg.

Die ambulante Reha, die ich beantragen will, ist eine Art TK. Sie findet in einer Fachklinik für Psychotherapie, Psychosomatik und Verhaltensmedizin hier in der Nähe statt und ich bin dann von morgens bis nachmittags. Ich müsste nur den Antrag bei der DRV stellen...
Zitat von Ziva:
Ich finde irgendwie auch, dass das Zurück in den Job erstmal nicht der richtige Weg ist. Du hast Angst und du machst es, weil es von dir verlangt wird. Dein Körper verlangt aber Ruhe und Pause. Gönn es ihm und somit auch dir! Tu was für dich!

Meinst du wirklich? Ja, ich mache es, weil es von mir verlangt wird, damit triffst du genau den Punkt. Die wenigen mich umgebenden Menschen drängen mich dazu, weil sie meine Krankheit nicht ernst nehmen. Das fühle ich. Und deshalb fühle ich mich verpflichtet, meine Arbeit wieder aufzunehmen und mich durchzukämpfen. Weil es von mir erwartet wird.
Eine Denke, die nicht Jeder nachvollziehen kann, das ist mir bewusst. Aber ich kann gerade nicht anders.
Ich weiß, dass du es gut mit mir meinst, und dafür danke ich dir sehr! Aber ich muss es versuchen.

Zitat von Wuslchen:
2006 ist lange her, warum nicht erneut in die TK, wenn sie doch geholfen hat? Wieder arbeiten gehen ist totaler Quatsch, wenn du jetzt schon so darauf reagierst und tief in dir weißt du das auch.

Wie ich oben bereits @Ziva schrieb, ich muss es versuchen.
Du sagst dir jetzt sicherlich, man hat immer eine Wahl. Aber meinem Empfinden nach habe ich keine andere Wahl.


Zitat von Jump:
wie wäre es, wenn du nur stundenweise wieder anfängst?

Ja, eine Wiedereingliederung hätte ich beantragen können. Aber irgendwie war das nicht mehr in meinem Kopf, da ich eh nur 4 Stunden arbeite.

02.02.2023 20:44 • #10


Lost111
Zitat von selly:
Versuche doch mal Dich zu loben dass Du wieder zur Arbeit schaffst zu gehen und das alles gut werden wird .
Dein Innerstes hat bestimmt nicht umsonst auf die SMS mit Ja geantwortet.
Weil du Unterbewusst bestimmt weißt dass du das kannst.

Mit Selbstlob tue ich mich extrem schwer. Aber ich weiß vom Prinzip her schon, was du meinst.
Und ich weiß auch, was arbeitsmäßig auf mich zukommt (falls da nicht wieder was geändert wurde).
Wie aber bekämpfe ich die Angst?

Zitat von selly:
Und solltest Du dann später auf Arbeit nach einiger Zeit merken es passt doch nicht- dann kannst Du immernoch die Notbremse ziehen.
Aber vielleicht unterschätzt Du Dich!?

Das werde ich nur herauskriegen, indem ich mich dem stelle. Und das werde ich tun.

02.02.2023 20:51 • #11


selly
Zitat von Lost111:
Wie aber bekämpfe ich die Angst?

Indem Du mit Dir im folgenden Dialog bist, Dir sagst: „ ok Lost Du hast Angst das ist normal , aber die wird keine Macht übernehmen und ich werde das schaffen , es kann nichts passieren“
Denn auch dort warten nur Menschen die nicht besser sind oder unbedingt klüger sein müssen .
Das umso authentischer Du bist und sagst dass Du Dich freust wieder da zu sein, dass es dir sehr schlecht ging und Du aber versuchen möchtest wieder reinzukommen , dann wird es bestimmt Verständnis geben.

Und wenn nicht - gehen kannst Du immer noch - halte dir das vor Augen

02.02.2023 21:10 • x 2 #12


Lost111
Zitat von selly:
Indem Du mit Dir im folgenden Dialog bist, Dir sagst: „ ok Lost Du hast Angst das ist normal , aber die wird keine Macht übernehmen und ich werde das schaffen , es kann nichts passieren“

Ok, danke für den Tipp. Ich werde versuchen, mich am Montagmorgen daran zu erinnern.

Zitat von selly:
Denn auch dort warten nur Menschen die nicht besser sind oder unbedingt klüger sein müssen .
Das umso authentischer Du bist und sagst dass Du Dich freust wieder da zu sein, dass es dir sehr schlecht ging und Du aber versuchen möchtest wieder reinzukommen , dann wird es bestimmt Verständnis geben.

Das hört sich alles völlig plausibel an. Auf die Gedanken bin ich noch nicht wirklich gekommen.
Meine Geschäftsleiterin hat ein gewisses Maß an Verständnis und Anteilnahme, aber meine liebe Kollegin hat auf jeden Fall ganz viel davon.

Zitat von selly:
Und wenn nicht - gehen kannst Du immer noch - halte dir das vor Augen

Korrekt.

02.02.2023 21:30 • x 1 #13


Ziva
Zitat von Lost111:
Eine Denke, die nicht Jeder nachvollziehen kann, das ist mir bewusst. Aber ich kann gerade nicht anders.
Ich weiß, dass du es gut mit mir meinst, und dafür danke ich dir sehr! Aber ich muss es versuchen.

Ich verstehe das hier grad nicht.
Du möchtest was genau versuchen - die Beantragung der TK?
Es klingt für mich eher so, als möchtest du lieber arbeiten gehen.
Aber fällt dir das denn wirklich leichter? Die Arbeit, die Kollegen, die Chefin.. ist der Umgang damit leichter als die TK zu beantragen?

Liebe Lost - mal ehrlich - wofür willst du arbeiten gehen? Um es den anderen Recht zu machen? Um gut dazustehen? Damit alle denken Hey, Lost hat ihr Leben wieder im Griff. .. ja ehrlich - dafür?!

Ich hänge mich nun mal weit .. sehr weit aus dem Fenster..

Deine Lieben in deinem Umfeld sind überfordert. Sie sehen im Moment nur, dass du etwas nicht kannst, dass du überfordert bist, dass es dir nicht gut geht. Und sie wissen nicht, wie sie dir helfen können. Und deswegen schweigen sie. Weil sie dir keine Lösungen anbieten können.

DU kannst dein Leben für DICH - NUR FÜR DICH und für niemanden sonst! in den Griff bekommen.

Ja.. das klingt hart von mir. Tut mir auch leid. Aber ich weiß auch nicht, was ich sonst noch schreiben soll.
Die Chancen, dass es dir besser geht, sind da - diese TK-Chance liegt fast auf einem Silberteller für dich bereit und du ergreifst sie aber nicht. Das ist leider etwas, was ich nicht verstehe.

Ja ich weiß, in meinem Leben gibt´s hier und da auch Chancen, die ich nicht ergreife, ich bin also keinen Deut besser als du. Aber du bist mir wichtig.. so einfach ist das. Ich mag dich Lost. Und ich kann es nicht mitansehen, wie du leidest.

Möchtest du echt, dass das ganze immer und immer wieder so weitergeht wie bisher?
Arbeiten, krank schreiben lassen, versuchen zur Ruhe zu kommen und dann aus Druck wieder mit der Arbeit beginnen, was dich irgendwann wieder dahin führt, dass du dich krankschreiben lassen wirst. Das ist doch ein Kreislauf. Brich doch endlich aus Lost.

Und bitte hasse mich nicht für .. das hier.

02.02.2023 21:39 • x 5 #14


A


Hallo Lost111,

x 4#15


selly
Zitat von Lost111:
Ok, danke für den Tipp. Ich werde versuchen, mich am Montagmorgen daran zu erinnern. Das hört sich alles völlig plausibel an. Auf die Gedanken ...

Ich bin auch mal länger ausgefallen und dann mit dem Hamburger Modell wieder gestartet . Ich kenne die Gedenken, ich habe aber gemerkt , das diese schlechten Gedanken oft nur in meinem Kopf lebten, und zum Schluss alles viel leichter war und ich schnell wieder reingekommen bin in den Alltag .unsere Gedanken können im Negativen die Macht über uns haben, auch wenn es fernab der Realität ist.
aber sie können auch viel besser und angstfreier sein, indem wir versuchen uns anders zu steuern / in einen positiven verständnisvollen Dialog mit uns zu gehen.

Und sich auch einfach voll und ganz auf die Liebe Kollegin die sich schon freut zu konzentrieren

02.02.2023 21:42 • x 1 #15

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