PatonDarkwood
- 11
- 1
Ich habe nichts dagegen wenn Möglichkeiten abgeklärt werden. In der heutigen Zeit muss man sogar eigentlich dankbar dafür sein, wenn man als Chipslette überhaupt Untersuchungen bekommt. Bei der Darmspiegelung konnte ich es sogar noch halbwegs nachvollziehen. Zwar weniger wegen Krebs, aber zB Morbus Crohn wird gerne durch Stress ausgelöst und hat die typischen Symptome die auch ich hatte. Hab das in meinem Jahrgang zweimal miterleben dürfen. Auch sonst nehme ich das Thema KRebs durchaus ernst. Ich gehe wegen meiner hellen Haut und meiner sich schnell verfärbenden Leberflecke einmal im Jahr auf eigene Kosten zur Vorsorge und lasse mir brav die Leberflecke rausschneiden. Auch als ein Urologe erst mal Hodenkrebs ausschließen wollte, hab ich nicht gezickt. Ist zwar selten, aber ich bin nun mal in dem entsprechenden Alter. Wo ich allerdings giftig werde ist, wenn man offensichtliches beiseite wischt und lieber nach irgendwelchen statistisch völlig abwegigen Krankheiten sucht. Das Magengeschwür rührt zB davon her (auch nach Meinung der Ärzte), daß ich mir gegen die Darmschmerzen ordentlich Schmerzmittel reingepfiffen habe. Hätte man also erst mal mir so etwas simples und praktisch Nebenwirkungsfreies wie Flohsamen empfohlen, wäre diese Erkrankung höchstwahrscheinlich gar nicht erst aufgetreten. Ebenso wie ich mich jetzt auf Dauer mit einer ziemlich schmerzhaften Prostataentzündung herumschlagen darf. Zumal die Krebsdiagnostik in dem Moment eigentlich sich hätte erledigen müssen, als man ein komplettes CT von Magen an abwärts gemacht hat. Natürlich ist so ein CT nie ein 100% Beweis, aber in Verbindung mit meinem relativ jungen Alter und meiner einwandfreien Familiengeschichte, war trotzdem jede weitere Maßnahme witzlos. Die statistische Wahrscheinlichkeit das ich beim Verlassen der Arztpraxis vom Auto überfahren werde dürfte um ein Mehrfaches höher liegen.
zum Thema Was Ärzte müssen bzw. dürfen:
Ärzte dürfen gar nichts. Es ist MEIN Körper. Sie haben mir ihre Meinung mitzuteilen und Vorschläge bezüglich der weiteren Diagnostik und Therapie zu machen. Dann entscheide ICH was gemacht wird. Alles andere ist, sowohl moralisch wie auch strafrechtlich, Körperverletzung. Vom Missbrauch des Vertrauensverhältnisses mal ganz abgesehen. Und das zB eine Prostatabiopsie teilweise ziemliche Risiken hat (schwere Infektion mit hohem Fieber plus allgemeines Anästhesie-Risiko) sei nur am Rande erwähnt. Das muss ja schließlich ich tragen und nicht der Arzt in seiner Selbstherrlichkeit.
zum Thema Wer weiß mehr:
Zuerst bin ich brav als Patient zum Arzt habe ihm meine Symptome mitgeteilt und woher es meiner Meinung nach herrühren könnte, habe aber ihm die Diagnose überlassen. Damit bin ich auf die Schnauze gefallen. Dann habe ich, Netz sei Dank, recherchiert und bin relativ fix auf plausible Erklärungen gestoßen. Als ich damit ankam, wollte der Arzt mir nicht glauben (es ging dabei um den Bluthochdruck, den ich mittels Messungen schon abgeklärt hatte). Das er dann Tests macht ist verständlich und vernünftig. Das er mich dabei aber wie einen dummen Schuljungen behandelt wohl weniger. Naja, als dann das Ergebnis raus kam sind ihm die Gesichtszüge entgleist und plötzlich hatte ich ihm zwei mal die Woche meine Werte mitzuteilen.
Mittlerweile recherchiere ich meine Erkrankungen, gehe zum Arzt, beschreibe meine Symptome und sage sonst gar nichts mehr. Beim letzten Mal war's ne Ringbandstenose. Ich hatte die Diagnose nach drei Minuten googlen. Der Hausarzt hat auf die Gelenke getippt, der Chirurg auf Rheuma und erst der Orthopäde kam dann drauf. Der Handchirurg der das dann operieren dürfte hat im übrigen ziemlich geflucht, wieso ich denn erst so spät auftauchen würde. Die Sehnen würden bald reißen, wenn nicht schnell operiert würde. Tja, ich hätte die Überweisung zu ihm auch gerne zwei Monate früher in den Hände gehalten.
Es mag arrogant klingen, daß ich mich schlauer gebe als ausgebildete Ärzte, aber ich kann auch nichts für, wenn Google bessere und schnellere Diagnosen ermöglicht als Inhaber der Approbation.
Natürlich werde ich einen Arzt außerhalb meiner Heimatstadt aufsuchen (so viel hab ich mittlerweile gelernt). Daher auch meine Anfrage bezüglich der beiden Großstädte. Was nichts daran ändern wird, daß mein Vertrauen zu den Göttern in Weiß leicht gestört ist und ich langsam einfach keine Energie habe mich wieder in die Tretmühle Was fehlt uns denn? zu schleppen.
Zitat von Steffi:Seit wann leidest Du denn unter dieser allgemeinen Angst und was hat die ganze Problematik Deiner Ansicht nach möglicherweise ausgelöst ?
Negative Eigenschaften die ich schon immer hatte. Irgendwann haben sie sich dann eben verselbständigt und sich immer weiter verstärkt (Teufelskreis halt). Der Druck hat sich nun mal in den letzten Jahren erhöht wie du schon anmerktest. Vielleicht war das der Auslöser. Die Anlagen dazu hab sich bei mir schon in der Pubertät gezeigt. Da konnte ich sie allerdings noch weitestgehend erfolgreich bekämpfen-
Zitat von Steffi:Wie stark - und wobei - beeinträchtigt sie Dich ?
Mittlerweile? So ziemlich bei allem. An manchen Tagen hab ich kaum die Kraft mein eMail-Fach zu leeren.