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Antidepressiva haben mein Leben zerstört

Irgendeine
Zitat von Pessimist:
4 Millionen Menschen nehmen Antidepressiver ?


4-5 Mio. sind die Zahlen, die ich jetzt auf mehreren Seiten gelesen habe.

03.03.2020 22:30 • x 2 #31


Pessimist
Joooo . dann wird das schon stimmen. Ich dachte nur deshalb, weil längt nicht alles durchsickert.
Dennoch . es werden mehr werden, das ist aber nun nicht das Thema .

N8 zusammen !

03.03.2020 22:44 • x 1 #32


A


Hallo Drik,

Antidepressiva haben mein Leben zerstört

x 3#3


maya60
Zitat von Irgendeine:
Sehr viele gängige (somatische) Medis dürfen nicht mit Moclobemid kombiniert werden. Das ist ein großer Nachteil, gegenüber SSRI.


Bei Suizidalität und so Zappelphilippas wie mir und bei PTBS wie bei mir ist es offenbar auch nicht angesagt, wenn ich jetzt gerade mal darüber quergelesen habe online.

Aber bei vielen anderen vielleicht schon, wie Wikipedia berichtet?

Wissen da die Fachärzte zuwenig, weiß da Wikipedia zu wenig?

Ich weiß als Fachfremde garantiert zu wenig und wenn ich trotz guter Erfahrungen meinen Fachärzten nicht mehr vertraue, dann kann ich gleich einpacken, das ist doch das Problem.

Liebe Grüße! maya

03.03.2020 22:48 • x 2 #33


Irgendeine
Zitat von maya60:

Bei Suizidalität und so Zappelphilippas wie mir und bei PTBS wie bei mir ist es offenbar auch nicht angesagt, wenn ich jetzt gerade mal darüber quergelesen habe online.

Aber bei vielen anderen vielleicht schon, wie Wikipedia berichtet?

Wissen da die Fachärzte zuwenig, weiß da Wikipedia zu wenig?

Ich weiß als Fachfremde garantiert zu wenig und wenn ich trotz guter Erfahrungen meinen Fachärzten nicht mehr vertraue, dann kann ich gleich einpacken, das ist doch das Problem.

Liebe Grüße! maya

Das mit den Medis war auch nur ein Beispiel.

03.03.2020 22:59 • x 1 #34


D
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das PSSD die Hölle ist. Es gibt keine Heilung dafür. Auch wenn die Zahlen niedrig sind lindert das ja nicht das Leid der Betroffenen. Es gab auch Leute die es erst beim dritten Eindosieren von SSRIs bekommen haben. Mir geht es einfach nur darum andere davor zu bewahren.
Zur Studie oben; ich hab mal diesen Beitrag gefunden:

https://nlp-zentrum-berlin.de/infothek/.g-placebos

Daraus schnell zitiert:
Ein großes Problem von Antidepressivastudien besteht darin, dass es meist darum geht, einen möglichst signifikanten Effekt der Medikamente festzustellen. Studien, die zu einem anderen Ergebnis kommen, werden oft nicht veröffentlicht.

03.03.2020 23:07 • #35


maya60
Liebe Irgendeine, das war doch gar keine kritische Anmerkung gegen dich, sondern ich wollte nur auf die Grenzen von mir als fachfremdem Mitglied eines Selbsthilfeforums hinweisen.
Und auch darauf, dass ich nichts mehr hätte als nötige Hilfe, wenn ich weder meinen lebensrettenden Erfahrungen mit SSRIs vertraue noch meinen Docs, die mir bisher keinen Grund zum Misstrauen gaben, im Gegenteil.

Darum finde ich ja immer, dass man in einem Selbsthilfeforum sehr gut Erfahrungen austauschen kann, aber keine umfassenden Fachaussagen machen kann und kann natürlich auf Fachinfos verweisen, aber selbst für die habe ich dann nicht den fachlichen Überblick, ob die Schrott sind, sondern nur meine individuellen Erfahrungen als Patientin.

Liebe Grüße! maya

03.03.2020 23:14 • #36


Irgendeine
Zitat von Drik:
Auch wenn die Zahlen niedrig sind lindert das ja nicht das Leid der Betroffenen.

Das stimmt. Trotzdem hat es in der geringen Anzahl für den Großteil der Menschen keine Relevanz. So hart das auch klingen mag.
Zitat von Drik:
Drauß schnell zitiert:
Ein großes Problem von Antidepressivastudien besteht darin, dass es meist darum geht, einen möglichst signifikanten Effekt der Medikamente festzustellen. Studien, die zu einem anderen Ergebnis kommen, werden oft nicht veröffentlicht.

Und doch gibt es Studien, die beweisen, dass einige Wirkstoffe Placebos überlegen sind.
Ich sagte ja, dass ich von den ersten 2 nichts positives merkte. Von den letzten beiden schon. Scheint also irgendeinen Unterschied gemacht zu haben.
Natürlich weiß ich nicht, wie es mir ohne gehen würde, aber ich bin ehrlich gesagt momemtan auch nicht scharf drauf, es zu testen. Ich kriege mein Leben ja mit schon fast nicht auf die Reihe.

03.03.2020 23:22 • #37


Irgendeine
Zitat von maya60:
Liebe Irgendeine, das war doch gar keine kritische Anmerkung gegen dich, sondern ich wollte nur auf die Grenzen von mir als fachfremdem Mitglied eines Selbsthilfeforums hinweisen.

Oh, ich habe das auch gar nicht als Kritik vernommen. Tut mir leid, wenn es so rüberkam.
Zitat von maya60:
meinen Docs, die mir bisher keinen Grund zum Misstrauen gaben, im Gegenteil.

Da hast du leider mit den (Fach)ärzten mehr Glück. Ich hatte bis jetzt bei jedem das Gefühl, mir alles erkämpfen zu müssen.

03.03.2020 23:30 • x 1 #38


maya60
Mit Placebo sind die Wirkungen bei mir nicht beschreibbar.

Ein Placeboeffekt verliert sich außerdem ja wieder. Bei mir verliert sich die Wirkung bis auf das erste Mal nicht, aber manchmal brauche ich niedrigere und manchmal höhere Dosierungen.

Und wenn der so toll und überdauernd wäre, der Placebo, warum vertrug ich dann mein erstes SSRI sehr gut, von der Stimmungsaufhellung her sogar am besten, aber nach einigen Jahren trat leider denn doch ein Gewöhnungseffekt auf trotz hoher Wirksamkeitserwartung, den ich weder erwartet noch gewollt habe?

Warum würde ich mich dann mit der falschen Dosierung über- oder unterdosiert fühlen?

Warum würde ich dann so klar sagen, worin sich die Wirkung meines ersten und zweiten SSRI unterschieden und die nochmal zu meinem jetzigen SSNRI? Warum würde dann mein drittes unfreiwillig begonnenes A.D, ein SSNRI, jetzt (wegen Lieferengpässen des zweiten SSRIs), wo ich Verschlechterungsbefürchtungen hatte, teilweise noch besser anschlagen als das zweite SSRI, das ich schon gut fand?

Warum gibt es genau einen Aspekt, wofür ich Medikinet a.dult brauche, während alle anderen meiner stark ausgeprägten A.DHS-Symptome mit SSRI stark gelindert werden? Ist zwar jetzt eine andere Krankheit neben meiner Depression, aber es geht ja um Wirksamkeit oder Placebo.

Und warum soll ich alle Studien für gefälscht halten, in denen A.Ds Placebos bis zu ca 70% überlegen sind, obwohl ich dieselben Erfahrungen machte?

Soll ich dann meinen Docs nicht mehr trauen und mir selber auch nicht mehr, trotz guter Erfahrungen?

Wie käme ich dazu? Gar nicht!

Liebe Grüße! maya

03.03.2020 23:37 • x 1 #39


maya60
Zitat von Irgendeine:

Da hast du leider mit den (Fach)ärzten mehr Glück. Ich hatte bis jetzt bei jedem das Gefühl, mir alles erkämpfen zu müssen.


Jein, erst mit 49 Jahren gab es in D meine Diagnose A.DHS bei Erwachsenen als Ursache der Erschöpfungsdepressionen und drauf gekommen ist nicht mein Facharzt, sondern bin ich selber und der Fachdoc für A.DHS bei Erwachsenen, der erst hat für mich und mit mir die optimalste Medikation für A.DHS und Depression rausgekriegt in Jahren. Auch mein Kindheitstrauma habe ich selber gefunden und dass sich die schweren Depressionsepisoden in Sachen Auslöser und Art von meiner chronischen Erschöpfungsdepression in leichter bis mittelschwerer Form unterscheiden.

Selbstbeobachtung hat da genauso viel geholfen wie das Fachwissen des Docs. Aber dieses Fachwissen und auch das der Psychotherapeuten ist trotzdem riesig und unersetzlich für mich gewesen bis heute.

Liebe Grüße! maya

03.03.2020 23:55 • #40


S
Also ich kann dazu nur sagen, dass man mich ohne Antidepressiva schon längst vom Gleis hätte kratzen können.

Mich erinnert das Ganze hier an Masernimpfung verursacht Autismus.

Schöne Grüße
Martina

04.03.2020 10:30 • x 3 #41


A
Zitat von Drik:
Wenn du positive Erfahrungen gemacht hast ist es ja gut.


So durchgängig positiv sind meine Erfahrungen gar nicht, auch wenn ich für die Antidepressiva spreche, da sie vielen Betroffenen wirklich gut helfen. Bei mir haben sie nur einen Erhaltungseffekt eine echte Heilwirkung hatte ich nur von der EKT.

04.03.2020 13:59 • x 3 #42


D
Keine Ahnung wie man so ignorant sein kann. NOCHMAL ich hab nicht behauptet das Antidepressivas bestimmten Leuten auch geholfen haben. Es gibt aber auch die andere Seite. Der Vergleich ist BS sorry.

04.03.2020 14:01 • #43


D
Falschformulierung sorry. Ich weiß dass Antidepressivas Menschen auch helfen können. Es gibt auch die Kehrseite.

04.03.2020 15:54 • #44


A


Hallo Drik,

x 4#15


Irgendeine
Zitat von Drik:
NOCHMAL ich hab nicht behauptet das Antidepressivas bestimmten Leuten auch geholfen haben.

Nein, das hast du nicht. Aber du schreibst hier, dass Ärzte über bestimmte Nebenwirkungen nichts wüssten (was nicht stimmt) und dass man nicht darüber aufgeklärt wird (was ebenfalls nicht stimmt).
Zudem ist der Titel des Fadens unnötig reißerisch.

04.03.2020 17:51 • x 1 #45

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