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Antidepressiva haben mein Leben zerstört

Irgendeine
Kein Medikament ist ohne Nebenwirkungen. Manche sind schwer davon betroffen, andere haben gar keine.

Ich hab von meinem Antidepressivum (ein Noradrenalin- und Dopaminwiederaufnahmehemmer) und meinem ADHS-Medi (ein Amphetaminderivat) ziemlich starkes Händezittern. Das mag jetzt total banal klingen, aber es ist für mich persönlich sehr belastend und es behindert mich auch bei der Arbeit.
Mittlerweile bekomme ich 2 weitere Medikamente (ein Antiepileptikum und einen Betablocker) gegen das Zittern, die natürlich wiederum Nebenwirkungen haben.
Durch den Betablocker wirkt z.B. mein Asthmaspray nicht mehr so gut (beide Medis blockieren die selben Rezeptoren).
Zusätzlich habe ich häufig Dyskinesien, gegen die ich dann ein Notfallmedi nehmen muss (das sind Schmerzen, die sonst nicht auszuhalten ist), welches natürlich wiederum Nebenwirkungen hat. In meinem Fall Sehstörungen.
Die Libido ist insgesamt auch nicht besonders ausgeprägt.

Ist alles sch.. Und ich überlege auch oft, ob ich nicht alles radikal absetzen soll, um zu kucken, wie es mir ohne Medikamente geht. Und dann denke ich wieder daran, dass ich sogar mit Antidepressiva starke Antriebslosigkeit habe. Dass ich trotz Stimmungsstabilisator in tiefe Löcher falle. Trotz ADHS-Medi kann ich mich nur äußerst schwer konzentrieren usw.
Ich will gar nicht wissen, wie ausgeprägt diese Symptome wären, wenn ich das Zeug nicht nehmen würde.
Vor ein paar Monaten hat meine Psych versucht die Dosis des Stimmungsstabilisators zu halbieren. Das Ergebnis war ein Totalabsturz.

Also ertrage ich erst mal weiter die Nebenwirkungen bzw. versuche irgendwie einen Mittelweg zwischen Wirksamkeit und Ausgeprägtheit der Nebenwirkungen zu finden.
Bzgl. der Dosierungen hab ich von meiner Psych relativ viel Spielraum.

14.07.2020 15:22 • x 5 #61


M
@mutmacher
Interessantes Video über Antidepressiva, aber auch etwas erschreckend. Zumindest der Teil über die Pharmaindustrie. Die Medikamente wurden aggressiv durch Industrievertreter beworben. Man hat sich sehr hohe Gewinne versprochen. Ärzten wurden die Medikamente als Wunderheilmittel angepriesen. Nebenwirkungen wurden systematisch verschwiegen und später als sich die Fälle häuften vertuscht. Vertreter wurden systematisch geschult wie sie mit Ärzten umgehen sollten, die Bedenken gegen den Einsatz von Antidepressiva haben. Die Medikamente wurden in den USA systematisch für den Einsatz bei Kindern und Jugendlichen angepriesen, für den sie gar nicht zugelassen waren.

Was mir aber besonders in Erinnerung geblieben ist, ist die Schilderung über die Zulassung von Prozac. Die Zulassung wurde durch den Hersteller u.a. in Deutschland und in den USA (bei der FDA) beantragt. Die deutsche Zulassungsbehörde hat festgestellt, dass Prozac nicht wirksam ist und die Suizidalität erhöht. Das Medikament sei für die Behandlung bei Depressionen vollkommen ungeeigent. Als die FDA erfahren hat, dass die Zulassung in Deutschland verweigert wurde, hat sie beim Hersteller nachgefragt. Der Hersteller hat geantwortet: es ging bei der Ablehnung nur um Unklarheiten. Diese habe man beseitigen können und die Bedenken der deutschen Behörden seien damit ausgeräumt. Das war schlichtweg gelogen. Prozac wurde in den USA zugelassen. Durch Lobbyarbeit wurde der Zulassungsprozes in Deutschland erneut durchgeführt. Ein Jahr später wurde das Medikament schließlich auch in Deutschland zugelassen mit dem Verweis, dass es in den USA auch zugelassen ist

15.07.2020 14:40 • x 1 #62


A


Hallo Drik,

Antidepressiva haben mein Leben zerstört

x 3#3


M
Zitat von Drik:
Wurdest du je über bleibende Schäden von Psychopharmaka aufgeklärt? Ich nicht. Deswegen find ich den Titel auch nicht reißerisch weil es einfach so ist. Ich dachte ich kann mich hier mitteilen aber anscheinend nicht erwuenscht. Es gibt eben auch Menschen die wirklich zerstört werden von dem Sch. . Ist die Realität. Schau mal ADFD Forum vorbei.

Hallo Drik,
du hast sicher schon bemerkt, dass du hier in einem Forum gelandet bist, wo Psychopharmaka überwiegend verteidigt werden. Ich teile deine Meinung zu Psychopharmaka aber voll und ganz (bin auch selbst bei ADFD angemeldet). Viele hier sind der Meinung, dass sie nur mit PP überhaupt leben können. Mir geht es wie dir: PP (hier Mirtazapin) hat mir ganz neue zusätzliche Probleme beschert und keineswegs zur Genesung beigetragen. Meine Depressionen wurde ich jedes einzelne Mal aus eigeneer Kraft wieder los, aber die körperlichen Probleme, die mir dieses Zeug zuletzt beschert hat, habe ich nun ein Jahr später immer noch. Es ist für mich das bislang größte Ärgernis meines Lebens und in der Konsequenz spreche ich der gesamten Psychiatrie-Branche einfach die Kompetenz ab. An mir wird es keine Experimente mehr geben und mir ist auch egal, was andere davon halten.

Ich jedenfalls habe Methoden gefunden, meinem Ärger Luft zu machen und ein Umdenken anzustoßen. Mehr dazu gerne per PM, aber du kennst ja auch schon ADFD, insofern weißt du, dass wir da besser aufgehoben sind.

Gruß
Michael

15.07.2020 15:08 • x 1 #63


M
Zitat von Irgendeine:
dass man nicht darüber aufgeklärt wird (was ebenfalls nicht stimmt).

Ich gebe ihm Recht! Mei Arzt hat mir Mirtazapin als total gut verträgliches, modernes Medikament angepriesen und nichts von irgendwelchen Nebenwirkungen und Folgeschäden erwähnt. Erst dieses Jahr war ich wegen einer anderen Sache bei ihm und er fragte nebenbei, wie es mir sonst so ginge. Als ich ihm dann von den Problemen erzählte, meinte er ohne mit der Wimper zu zucken: Jaja, das ist bekannt, das sowas durch Mirtazapin auftreten kann, aber das geht auch wieder vorbei. Na toll! Jetzt hab ich den Salat und warte schon seit einem Jahr auf Genesung.

15.07.2020 15:22 • #64


Irgendeine
Zitat von Michael808:
Mei Arzt hat mir Mirtazapin als total gut verträgliches, modernes Medikament angepriesen und nichts von irgendwelchen Nebenwirkungen und Folgeschäden erwähnt.

Bei Mirta ist das Hauptproblem die bei vielen auftretende Gewichtszunahme. Ich nehme seit 6 Jahren Mirta und hab keinerlei Probleme damit. Im Gegenteil. Ich hab auch nicht zugenommen.
Zitat von Michael808:
Ich jedenfalls habe Methoden gefunden, meinem Ärger Luft zu machen und ein Umdenken anzustoßen.

Das ist ja sehr schön und freut mich auch für dich. Andere schaffen es eben aber (noch) nicht ohne Unterstützung.
Ich habe sehr viele Skills für alle möglichen Situationen gelernt. Aber selbst die härtesten reichen manchmal nicht aus.
Ich würde sehr gerne auf die Medis verzichten. Aber wenn der Preis dafür ein Totalabsturz ist, dann weiß ich nicht was besser ist.

15.07.2020 15:43 • x 1 #65


maya60
Zitat von mutmacher:
https://www.youtube.com/watch?v=Lr33sZkf6RY

Das Problem ist längst weltweit bekannt (nicht nur Suizidalität !)



Hallo mutmacher, danke für diesen Film! Er zeigt, was passieren kann, wenn gesunden Menschen einfach leichtfertig Antidepressiva verschrieben werden, um etwas zu erreichen, was gar nicht menschlich ist, nämlich eine immer gute Laune und eine immer hohe Leistungsfähigkeit.
Wenn außerdem in Pharmazie und Ärztepraxen die Geldgier regiert, so dass immer mehr dieser Medikamente verschrieben werden.

Schon in den 60er Jahren sangen die Rolling Stones einen song über Mama´s little helpers, nämlich darüber, dass sich Antidepressiva praktisch in jeder Handtasche zur Stimmungshebung fanden.

Verantwortungsbewusste Fachärzt*innen verschreiben Antidepressiva bei schweren Depressionen und - je nach individuellem Krankheitsverlauf auch schon bei mittelschwerer Depression.

Und da ist wirklich die Risiko/Nutzen-Frage entscheidend. Wenn der deutsche Anwalt im Film feststellte, dass er 30 Aktenordner mit 1 bis 2 Fällen hatte, wo Zoloft Suizidalität erzeugte, dann stehen dem Hunderte Millionen von Fällen gegenüber, wo Antidepressiva Suizid verhinderten (mit Zoloft kenne ich mich nicht aus.)

Die allermeisten von uns, die ernsthaft mit Depressionen zu tun haben, haben doch alle erst versucht, ohne Medikamente und wenn, dann mit pflanzlichen, ihre Depression zu beenden, neben psychotherapeutischer Hilfe.
Wenn das aber nicht reicht und das Leben immer mehr zusammenbricht, dann braucht es eben doch Antidepressiva und da retten die Millionenfach Leben.

Das bedeutet nicht, dass die Geschädigten egal sind oder zu vernachlässigen. Aber man kann sie auch nicht als Norm für Depressive nehmen, schon gar nicht, wenn sie gesund sind.

Liebe Grüße! maya

15.07.2020 15:59 • x 2 #66


Irgendeine
Beispiel Citalopram. Hilfte vielen Menschen super und sie haben wenig bis keine Nebenwirkungen. Bei mir hat es null geholfen und wegen zu schneller Aufdosierung sogar zu einem Suizidversuch geführt.

Wie ich schon sagte, kein Medikamemt ist ohne Nebenwirkungen. Zu viel Ibuprofen (und alle anderen Nicht steroidalen Antirheumatika) kann zu Nierenschäden führen. Paracetamol schädigt die Leber und würde so heute keine Zulassung mehr bekommen.
Es ist immer eine Risiko-Nutzen-Abwägung.

15.07.2020 16:10 • x 1 #67


mutmacher
@Maya
Was damals mama`s little helpers betraf, ging es nicht um Antidepressiva, sondern um Valium (heute Diazepam),
ein schnell wirksames Muskelrelaxans und kurzzeitiger Stimmungsaufheller.

15.07.2020 16:29 • #68


Alexandra2
Liebe @irgendeine
Das Zittern und Sehstörungen kenne ich auch. Mit Umstellung der höheren Dosis zur Nacht hält sich das Zittern in Grenzen. Eine Trinkmenge von 2,5l verringert es. Und Stress verstärkt es wieder.
Lithium und Bupropion in Höchstdosis nehme ich. Es ist überhaupt nicht an Absetzen zu denken, ich würde Ruckzuck im Stupor enden, sofern ich nicht vorher mein Ende beschloss...
Vielleicht kannst Du auch die Hauptdosis in die Nacht legen und/oder die Trinkmenge steigern?
Ich habe nur morgens tonisch-klonische Bewegungen, die danach ins Händezittern übergehen. Damit komme ich halbwegs zurecht.... Und ich wünsche Dir eine für Dich akzeptable Lösung, und daß sich das Zittern doch noch beeinflussen läßt
Liebe Grüße Alexandra

15.07.2020 18:41 • x 1 #69


M
Zitat von maya60:
Wenn der deutsche Anwalt im Film feststellte, dass er 30 Aktenordner mit 1 bis 2 Fällen hatte, wo Zoloft Suizidalität erzeugte, dann stehen dem Hunderte Millionen von Fällen gegenüber, wo Antidepressiva Suizid verhinderten

Ich habe das so verstanden: er hat 30 Ordner mit Unterlagen in denen Ärzte einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Zoloft und einem Suizid bzw. Suizidversuch hergestellt haben. Ein Fall hat jeweils ein oder zwei Seiten. Ergibt eine ganze Menge Fälle insgesamt. Im Film ab Minute 5.

15.07.2020 18:54 • #70


Irgendeine
Zitat von Alexandra2:
Vielleicht kannst Du auch die Hauptdosis in die Nacht legen und/oder die Trinkmenge steigern?

Was meinst du mit Hauptdosis? Ich nehme die 300mg Bupropion und 20mg Lisdexamphetamin morgens.
Die Sehstörungen krieg ich zum Glück nur vom Akineton, was ich ja nicht fest nehme, sondern als Notfallmedi.
Die krieg ich von Tavor übrigens auch.

Runterdosieren hab ich schon mal versucht. Hatte einen kompletten Zusammenbruch zur Folge. Meine Psych meint, dass mein Zittern mittlerweile psychogen sei. Ich merke allerdings auch, dass es weniger wird bzw. es mir nicht so auffällt, wenn ich gut abgelenkt bin. Außer natürlich bei feinmotorischen Tätigkeiten.

Die Trinkmenge steigern könnte ich mal versuchen. Wenn ich arbeite, trinke ich genug, wenn ich frei habe eher nicht.

lg

15.07.2020 18:57 • x 1 #71


Alexandra2
Liebe @irgendeine,
Die Dosis des Lithium 600mg war für morgens 2/3 und abends 1/3 vorgesehen. Jetzt ist die höhere Dosis spät abends und ich zitterte dann nachts mehr.
Bupropion bleibt bei 300mg morgens, aber vielleicht lässt es sich zur Hälfte abends nehmen, wenn man dann nichts nachts topfit ist?
Und die widerlichen Sehstörungen lassen sich laut Augenarzt nicht beeinflussen, sehr lästig das Ganze. Aber ich versuche die Sehstörungen als Indikator zu nehmen, daß ich die Belastungsgrenze überschritt und folglich viele Pausen einzulegen. Dabei versuche, ich das zu akzeptieren. Das ist sauschwer und oft nicht möglich. Aber ich bleibe dran, das positiv zu sehen ähm nehmen. Seufz, das ist so schwer....
Liebe Grüße Alexandra

15.07.2020 19:10 • #72


bones
Zitat von Michael808:
Hallo Drik,
du hast sicher schon bemerkt, dass du hier in einem Forum gelandet bist, wo Psychopharmaka überwiegend verteidigt werden. Ich teile deine Meinung zu Psychopharmaka aber voll und ganz (bin auch selbst bei ADFD angemeldet). Viele hier sind der Meinung, dass sie nur mit PP überhaupt leben können. Mir geht es wie dir: PP (hier Mirtazapin) hat mir ganz neue zusätzliche Probleme beschert und keineswegs zur Genesung beigetragen. Meine Depressionen wurde ich jedes einzelne Mal aus eigeneer Kraft wieder los, aber die körperlichen Probleme, die mir dieses Zeug zuletzt beschert hat, habe ich nun ein Jahr später immer noch. Es ist für mich das bislang größte Ärgernis meines Lebens und in der Konsequenz spreche ich der gesamten Psychiatrie-Branche einfach die Kompetenz ab. An mir wird es keine Experimente mehr geben und mir ist auch egal, was andere davon halten.

Ich jedenfalls habe Methoden gefunden, meinem Ärger Luft zu machen und ein Umdenken anzustoßen. Mehr dazu gerne per PM, aber du kennst ja auch schon ADFD, insofern weißt du, dass wir da besser aufgehoben sind.

Gruß
Michael



Ich muss dir da widersprechen. Es stimmt nicht, dass viele Hier nur der Meinung sind , dass man nur mit pp leben kann.
Es hilft vielen und sehr vielen bekommen bzw. hatten ein Rückfall beim absetzen. Deswegen nimmt man sie weiter hin bis dann auf absehbarer Zeit das ausschleichen beginnt. Das ist richtig.
Bei ADFD sind nur Leute drin die Probleme, was natürlich sehr traurig ist, haben mit pp. Ob es nun mit ausschleichen oder während der Behandlung von pp. Keiner ist dort der nur gutes berichten kann bzw nie Probleme mit pp hatte. Ich war auch mal dort angemeldet und dort war ich unerwünscht nur weil ich nicht deren Meinung war.

15.07.2020 19:17 • x 1 #73


Irgendeine
Zitat von Alexandra2:
aber vielleicht lässt es sich zur Hälfte abends nehmen, wenn man dann nichts nachts topfit ist?

Hm müsste ich mal probieren. Ich glaube, ich hab noch ein paar 150er.
Zitat von Alexandra2:
Und die widerlichen Sehstörungen lassen sich laut Augenarzt nicht beeinflussen, sehr lästig das Ganze.

Bei mir sind es Akkomodationsstörungen.
Besonders heftig war es, als ich mal für ein paar Tage Tavor als Festmedikation hatte.
Das Schlimme ist, dass ich dann keine Kontaktlinsen tragen kann, weil die Augen eben nicht schnell genug umschalten. Dadurch ist z.B. Lesen schwer. Mit Brille kann ich die Brille einfach absetzen.

15.07.2020 19:41 • x 1 #74


A


Hallo Drik,

x 4#15


M
Zitat von Irgendeine:
Bei Mirta ist das Hauptproblem die bei vielen auftretende Gewichtszunahme. Ich nehme seit 6 Jahren Mirta und hab keinerlei Probleme damit. Im Gegenteil. Ich hab auch nicht zugenommen.

Also sei mir nicht bös, aber ich habe mir mal einige deiner Beiträge in diesem Forum durchgelesen und davon bekam ich eher den Eindruck, dass du schon soviele PP genommen hast, dass du gar nicht mehr beurteilen kannst, welche Nebenwirkungen von welchem kommen. Nicht alle Nebenwirkungen sind einfach weg, wenn man das entsprechende Medikament absetzt. Und dann hast oder hattest du noch eine Psychiaterin, die dir einredet, dass du dir Symptome nur einbildest. Das ist das, was mich an dieser Industrie am meisten ärgert: Alles schön auf den Patient selbst schieben, damit jah die heiligen PP nicht in Verruf geraten. Tust mir ehrlich gesagt leid dafür, dass du sowas mit dir machen lässt (wahrscheinlich hast gar keine andere Wahl). Und deinen Freund kann ich bestens verstehen, wenn er es nicht gut findet, wie viele dieser Medikamente du nimmst.
Zitat:
Andere schaffen es eben aber (noch) nicht ohne Unterstützung.

Das ist m.E. gerade der Punkt! Ihr lasst euch einreden, dass ihr PP braucht. Aber je länger ihr sie nehmt, desto mehr schwindet die Chance, dass ihr sie wieder loswerden könnt und ihr lauft Gefahr, dass sich DURCH DEN KONSUM eure psychische Krankheit chronifiziert. Was macht ihr denn, wenn das eine Medikament nicht mehr wirkt? Dann müsst ihr irgendwann wechseln (was ja fortlaufend mit der Problematik des Aus- und Einschleichens verbunden ist). Irgendwann bleibt nichts mehr übrig, was ihr noch nicht hattet und ihr landet bei den MAO-Hemmern. Was ist dann, wenn die nicht mehr helfen?

Ich werde dich jetzt mit dem Thema in Ruhe lassen und hoffe für dich, dass du noch eines Tages heil aus der Nummer rauskommst. Aber mir ist es weiterhin ein Anliegen, möglichst viele Leute vor einer PP-Karriere zu warnen und das tun inzwischen auch einige Ärzte.

16.07.2020 07:49 • #75

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