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Arbeit nicht mehr zu schaffen !

Pessimist
Ich weiß . ihr habt ja Recht ! Ich bilde mir aber leider immer wieder ein noch Spielraum zu haben und eine Lösung zu finden !
Ist das alles eine Sch**** !

Stimmt, das ist auch alles nicht so wirklich gut .

Nicht ersetzbar . das ist es ja. Wenn ich um Hilfe bitte sagt der Chef immer, ich kann Dir keinen in deine Abteilung stellen, weil das niemand kann. Das klingt total krank, das ist mir schon klar. Und er hat es mir bei jeder Nachfrage gesagt.

Das hört sich derart bescheuert an, dass ich es mir fast gar nicht traue das hier zu schreiben, Ihr müsstet den Eindruck gewinnen, ich würde Euch an der Nase herumführen . leider ist das nicht der Fall ! Manno Mann .

26.08.2019 20:37 • x 2 #31


E
Ich kann dich wirklich verstehen, glaub mir.

Aber:
Der Laden gehört nicht dir.
Es ist dein Chef, in dessen Verantwortung er liegt.
Und wenn dein Chef nicht weitsichtig genug ist, jemanden als Ersatz für dich eingearbeitet zu haben, ist es eine unternehmerische Fehlentscheidung und liegt nicht in der Verantwortung des Arbeitnehmers.

Alles Gute dir

27.08.2019 06:09 • x 3 #32


A


Hallo Pessimist,

Arbeit nicht mehr zu schaffen !

x 3#3


Hoffnung21
Wenn du mal eine Zeitlang ausfällst, dann sieht dein Chef, was er an dir hat. Ich kann dir auch nur raten, dich krankschreiben zu lassen. Und noch ein kleiner Tipp von einem Burnout'ler: irgendwann zieht dein Körper selbst die Notbremse und das ist wesentlich härter als du dir das jetzt im Moment vorstellen kannst. 1,5 Jahre Arbeitsunfähigkeit sind da locker mal drin und DANACH kämpfst du jeden Tag weiter.

VG Eis

27.08.2019 06:17 • x 4 #33


mrsrobot
Wenn der Arbeitgeber einen Grund zu kündigen finden möchte, macht der das so oder so, egal ob krank oder nicht. Von daher sollte man sich die Liebe zum Arbeitgeber abschminken. Du hast einen Vertrag unterschrieben, nicht mehr und nicht minder, auch Du bist ersetzbar und Dein Name steht nicht oben an der Türe. Das ist nicht DEIN Business, von daher hör doch auf Dich so verhalten, als ob es das wäre. Sorry für den harschen Ton, aber ich lese und höre das so häufig, wenn Du selbstständig bist, sieht die Sache anders aus, aber Du bist doch nur angestellt. Das heißt doch nicht, das Du schlechte Arbeit leistet, wenn Du krank bist, bist Du krank und wenn nicht, dann mach soweit es Dir gelingt, wenn es nicht geht, dann mach was anderes. Das Leben ist zu kurz für solche Dinge.
PS: Du bist auch nicht Chef in dem Laden, wie andere vor mir auch schon geschrieben, versetz Dich in diese Lage, was Du dann an VErantwortung hättest, aber Du bist kein Chef dort, Du bekommst das Geld nicht, also lass es doch einfach. Du bist für Dich verantwortlich, mach was draus.

27.08.2019 06:35 • x 4 #34


J
Hallo,

das fiese ist: So eine Art von BO hat immer zwei Ebenen:

1. Dein persönlicher Umgang mit der Situation, der Belastung und dem Stress.
2. Die objektiv vorhandene Überlastung am Arbeitsplatz

Viele Maßnahmen, gerade wenn es in Richtung psychologische Hilfe geht, zielen auf den ersten Punkt. Das ist zwar richtig und hilfreich, löst aber nicht das Gesamtproblem. Außerdem zielt es wieder darauf, den Fehler bei sich selbst zu suchen, und das ist nur ein Teil der Wahrheit. Wenn man zusätzliche auf den Job angewiesen ist, ist die Liste der Optionen bei 2. relativ kurz.

Bei mir blieb aus dem ganzen BO-Vollprogramm am Ende ein Ansatz, der mir ein Stück weitergeholfen hat:

Engagiere dich nach Kräften in dem Bereich deines Jobs, für den du verantwortlich sein KANNST und WILLST. Für das, was dir zusätzlich aufgebürdet wird, übernimm KEINE Verantwortung. Das ist erstmal eine mentale Geschichte: Was lasse ich an mich ran, welche Probleme und Aufgaben ziehe ich mir an, und worein investiere ich meine Energie. So kann ich mich ein Stück weit abgrenzen. Was nicht reinpasst, kommuniziere ich klar. Dann hat der Chef die Möglichkeit, zu priorisieren. Aber ich ziehe mir den Schuh nicht an für die Dinge, die dann hinten runterfallen. Das passt meinen Chef natürlich überhaupt nicht, und er versucht es immer wieder. Aber wenn man sich sauber und sachlich aufstellt, hat er wenig sachliche Argumente.

Mir hilft das, deutlich mehr auszuhalten als früher. Zwei Haken hat das aber trotzdem: Man muss aufpassen, nicht in eine generelle Sch***egal Haltung zu verfallen. Denn dann leidet nicht nur das letzte bißchen Freude an der Arbeit, sondern auch die Arbeitsleistung und man wird angreifbarer. Und es ändert nichts an den miesen Arbeitsbedingungen.

Du hast ja schon geschrieben, dass du bei deinem Alter einen Neuanfang schwierig findest. Kann ich nachvollziehen. Dann müsstest du für dich eine Möglichkeit finden, irgendwie den Zustand für dich bis zur Rente erträglich zu gestalten. Vielleicht ist das mit der Abgrenzung ein Ansatz für dich. Stellt sich halt die Frage, wie weit dein Arbeitgeber das mit sich machen lässt, bevor du Konsequenzen zu befürchten hast.

12.11.2019 10:55 • x 2 #35


mrsrobot
Es ist wichtig, dass man die Abgrenzung übt und im Arbeitsleben probiert. Wenn Du das klar machst, wird sich zeigen, ob Dein Arbeitgeber mitspielt, wie vor mir auch geschrieben. Wenn es nicht sein soll, soll es sein, Du hast für Dich innerlich dann aber eine andere Haltung angenommen.

12.11.2019 19:03 • x 1 #36


S
Ich habe einen deutschen Meditations-Anbieter gefunden, der sich auf Arbeitsstress spezialisiert hat. Was hält ihr davon? Habt ihr schon Meditation bei Stress-Symptomen und Burnout eingesetzt?

19.11.2019 21:17 • x 1 #37


Alexandra2
Oh ja, es hat etwas Training gebraucht, bis ich es konnte. Zeitweise habe ich täglich meditiert, eine sehr gute Methode der Tiefenentspannung, die sehr gut hilft.

19.11.2019 22:28 • x 1 #38


L
Hallo Pessimist,

habe gerade mal deine Einträge etwas überflogen.

Wie geht es dir jetzt? Hat sich etwas geändert?

Gruß
laluna

09.01.2020 12:24 • #39


L
Zitat von Pessimist:
Im Übrigen habe ich schon professionelle Hilfe in Anspruch genommen. Fazit: Es überall in der Arbeitswelt das gleiche . und ich müsse mir unbedingt ein dickes Fell anlegen ! Gerade ich .



Diesen Satz habe ich mir mal herausgepickt und ich muss sagen, so etwas höre ich auch immer wieder. Es ist wohl so, aber wie will man damit umgehen, wenn man nun mal kein dickes Fell hat?

Gab es denn Ratschläge, wie man sich dieses aneignen kann?

Finde ich etwas befremdlich, wenn man mit solch einer Aussage stehen gelassen wird. Da verzweifelt man doch erst recht, oder nicht?

09.01.2020 12:28 • #40


Pessimist
Schönen guten Tag .

ja, es hat sich einiges geändert bei uns. Wir haben einen neuen, jungen Geschäftsführer und ein paar neue Leute im Laden.

Insgesamt wird schon darauf geachtet, dass man nicht mit der Arbeit überfordert wird ! Womit ich nur nicht so recht klarkomme ist die Tatsache, dass bei uns viele junge Leute grundsätzlich eine andere Einstellung zur Arbeit und zu Höflichkeiten haben, die mir völlig fremd sind ! Meine als Kind schon anerzogenen Werte sind scheinbar noch weniger wert als der Hundeköttel auf der Strasse !

Was die immer alle zu unserem neuen Chef rennen . für jeden Mist ! Das wäre mir persönlich zu peinlich und unangenehm !
Es ist gut in gutes Verhältnis zum Chef zu haben, aber ich muss deshalb nicht immer gleich auf seinem Schoss sitzen meine ich !
Scheinbar funktioniert das ganz gut, aber das ist eine andere Geschichte .

Insgesamt macht mir das alles nicht mehr so großen Spaß wie es damals einmal war ! Man muss nur gut labern können, dann kommt man auch weiter. Ich habe das nicht nötig . werde nächste Tage 57.

Ich mache mir schon Gedanken, wie ich da rauskommen könnte, obwohl es ja inzwischen sehr schwierig geworden sein soll !
Ich leider nachweislich seit gut einem viertel Jahrhundert an Depressionen, bekomme seit dem Antidepressiver, habe auch schon Gesprächstherapien hinter mir. Inzwischen habe ich die Dosis verdoppelt und seit etwa 1 1/2 Jahren bekomme ich vier verschiedene Medikamenten gegen Bluthochdruck !

Erwerbsminderungsrente . mit dem Geld würde ich klar kommen, ich brauch nicht viel, aber das werde ich wohl nie durchbekommen !?! Ich weiß nicht was man da machen kann, als immer nur krank schreiben zu lassen. Irgendwann ist doch damit auch mal Schluss und das war es dann !? Ich weiß es einfach nicht . weil ich noch nie krankgeschrieben war !

Und ein solch dickes Fell werde ich auch nie bekommen ! Dafür muss man kalt und abgebrüht sein . und das kann ich nicht !

Das Beste ist, ich sitze gerade zu Hause und es kommt eine WhatsApp rein . ich solle meinem Chef anrufen !

Bis später .

09.01.2020 13:05 • x 2 #41


L
Zitat von Pessimist:
Das Beste ist, ich sitze gerade zu Hause und es kommt eine WhatsApp rein . ich solle meinem Chef anrufen !


und so etwas ist sowieso Gift. Wenn man nicht mal in seiner Freizeit in Ruhe gelassen wird!

Bin gespannt, wie du dich nach dem Gespräch fühlst.

09.01.2020 13:11 • x 1 #42


mrsrobot
Ich finde, es kommt auf den Blickwinkel an, vielleicht sollten sich andere ein dünneres Fell zulegen?! Was ist falsch, was ist richtig? Oder vielleicht gibt es das nicht?

09.01.2020 17:21 • x 1 #43


Pessimist
Nabend .

es gab in diesem Sinne kein Gespräch. Er hat mich halt gefragt ob ich kommen könne . ein junger Kollege ist seit heute Mittag krank geschrieben. Er war auch erst da, konnte aber kaum sprechen. Man hat ihn gegen Mittag zum Arzt geschickt und mich dann halt angerufen.
Wir haben seit einigen Wochen einen neuen Kollegen und alleine kommt er in unserer Abteilung noch nicht zurecht ! In anderen Abteilungen sind auch ander krank. Komischerweise sind es aber immer die Gleichen ! Ich will jetzt nicht wieder damit anfangen !
Tja, morgen darf ich dann auch arbeiten obwohl ich eigentlich frei hätte, fange aber erst Nachmittags an.

Das sind Zustände . mannomann .

09.01.2020 22:37 • x 1 #44


A


Hallo Pessimist,

x 4#15


Pessimist
Brauche ich gar nicht lange überlegen ! Andere sollten sich ein dünneres Fell zulegen ! Dann hätten die nämlich mehr Empathie und wären rücksichtsvoller. Nur, das passt nicht in unsere heutige Zeit und schonmal gar nicht in unsere Ego-Gesellschaft !
Ich kann nicht so kalt und rücksichtslos sein ! Mein Fehler .

09.01.2020 22:40 • x 3 #45

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