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Arztbesuch Angst keine Arbeitsunfähigkeit zu bekommen

Dini86
Guten Morgen zusammen,

Ich mal wieder.
Kennt ihr auch das Gefühl?
Ihr habt einen Arzttermin und habt Angst das er euch nicht weiter krank schreibt?
Das er sagt, so langsam müssen sie aber mal wieder ran?
Ich habe eigentlich einen super Arzt mit mega viel Verständnis usw. Er hat auch gesagt das ich es selbst bestimme wann es bei mir soweit ist. Trotzdem habe ich jedesmal Angst davor das er sagen könnte, jetzt ist Schluss, es muss weiter gehen usw.
Was kann ich am besten dagegen tun?
Habt ihr irgendwelche tipps?

Wünsche euch einen schönen Tag

Dini

14.08.2020 07:26 • x 3 #1


A
Zitat von Dini86:
Was kann ich am besten dagegen tun?


Guten Morgen, liebe Dini!
Bleibe so ehrlich und authentisch wie möglich! Sage, dass du noch nicht so weit bist, um arbeiten zu gehen UND auch durchzuhalten. Die erste neue Arbeitswoche ist vielleicht machbar, das habe ich selbst erlebt. Doch dann fing meine Zählerei der Tage an, puh, gut, wieder einen Tag geschafft, immer in der Angst, erneut auszufallen. Und genau SO kam es. 8 Wochen hielt ich durch, dann war ich von einem Tag auf den anderen weg von dem redensartlichen Fenster.
Soll dir dein Arzt doch erst einmal beweisen, dass du arbeitsfähig bist.
Oft kommt solch ein Druck, ich müsste doch endlich wieder fit sein usw. aus uns selber.
Höre offen und kritisch in dich hinein, spiele ohne zu katastrophieren, das berufliche Szenario durch. Du kennst deine Arbeitsbedingungen. Mit diesem Wissen teste, ob du durchhalten kannst.
Magst du denn deine Arbeit oder ist sie eher eine Mischung aus Angst und Pflicht?
Wann hast du denn deinen Arzttermin?
LG von Mayke

14.08.2020 08:07 • x 3 #2


A


Hallo Dini86,

Arztbesuch Angst keine Arbeitsunfähigkeit zu bekommen

x 3#3


K
Liebe Dini,

ich kann dich sehr gut verstehen, mir ging und geht jedesmal wieder so. Ich schätze, du hast wie ich auch schon Momente erlebt, in denen ein Arzt eben keine Arbeitsunfähigkeit rausrücken wollte und was von am Riemen reißen oder sowas gefaselt hat.
Stell Dich mit möglichst breiter Brust der Siutation. Du bist diejenige, die Deine Lage am besten einschätzen kann. Und wenn Du fühlst, es geht nicht, dann geht es nicht. Und trotzdem, selbst, wenn ich erfolgreich war, quält mich das Gefühl, ich hätte mich ja mal zusammenreißen und zur Arbeit gehen können. Der Innere Antrei
ber ist ein echt fieses Schwein.
Ich drück Dir die Daumen, dass Du es packst.

14.08.2020 08:15 • x 3 #3


Heideblümchen
Guten Morgen Dem schließe ich mich an. Ein guter Arzt erkennt, wenn der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen ist. Natürlich ist es auch für einen selber schwer, diesen zu erkennen. Man zweifelt, hat Bedenken....alles völlig nachvollziehbar. Ich denke auch, dass es das Beste ist, in sich hinein zu hören. Macht es mir wirklich sehr viel Angst, wieder arbeiten zu gehen oder bin ich nur unsicher? Schaffe ich das? Hab ich - tief in mir drin - irgendwo Spaß an dem Gedanken, wieder tätig zu werden? Oder stresst und lähmt mich allein der erste spontane Gedanke daran schon? Dann wäre es besser, ehrlich zu sich und zu seinem Arzt zu sein und mit Überzeugung zu sagen: ich schaffe das nicht! Und dann muss er tätig werden und eine Arbeitsunfähigkeit ausstellen. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, dass der Arzt Möglichkeiten der Unterstützung aufzählt, was es für Alternativen gibt. Wie Mayke schon geschrieben hat: es bringt nichts, wenn man in ein paar Tagen/Wochen wieder am Boden ist, weil man sich überschätzt hat.....das muss echt abgewogen werden, genau überdacht werden. Und letztlich: keiner kann einen zwingen, etwas zu tun, was man sich nicht zutraut! Ich wünsche alles Gute und drücke die Daumen, eine vernünftige Lösung zu finden!

14.08.2020 08:21 • x 2 #4


Dini86
@Mayke1

Hallo Mayke

Zitat von Mayke1:
Bleibe so ehrlich und authentisch wie möglich! Sage, dass du noch nicht so weit bist, um arbeiten zu gehen UND auch durchzuhalten


Ja das aufjedenfall, eigentlich brauch ich auch keine Angst haben weil mir mein Arzt ja selbst gesagt hat das ich das entscheide wann es wieder so weit ist. Trotzdem hab ich immer so ein Kopfkino, was wenn er doch aufeinmal sagt. Es reicht!
Das sind alles Hirngespinste und immer dieses Kopfkino ist grausam.
Bin schlichtweg einfach noch nicht im Stande die ganzen Anforderungen auf der Arbeit durch zu stehen.

Zitat von Mayke1:
Oft kommt solch ein Druck, ich müsste doch endlich wieder fit sein usw. aus uns selber.


Ja das stimmt ich mache mir selbst manchmal viel zu viel Druck. Hab ja auch schon versucht mich mit der Arbeit auseinander zu setzten (in meinem Thread letzte Tage) aber ich bin einfach noch nicht bereit. Habe zuviel Baustellen auf einmal im Moment.

Zitat von Mayke1:
Magst du denn deine Arbeit oder ist sie eher eine Mischung aus Angst und Pflicht?


Ich habe immer gedacht das ich meine Arbeit mag aber zur Zeit weiß ich nicht ob das auch wirklich so ist. Habe träume und das ständig. Wie ich zb meinen Job kündige und allen in der Firma die Meinung geige usw.

Zitat von Mayke1:
Wann hast du denn deinen Arzttermin


Heute um 10 Uhr und dann habe ich um 12 Uhr zum Glück eine Therapiestunde. Irgendwie hat sich bei mir in den letzten Tagen verdammt viel angesammelt was mich irgendwie nicht klar denken lässt.

14.08.2020 08:25 • x 1 #5


A
Dann viel Glück und Erfolg heute und berichte mal, was du erreichen konntest!
Bin gespannt!
LG von Mayke

14.08.2020 08:53 • x 1 #6


Dini86
@Kürsche

Zitat von Kürsche:
Ich schätze, du hast wie ich auch schon Momente erlebt, in denen ein Arzt eben keine Arbeitsunfähigkeit rausrücken wollte und was von am Riemen reißen oder sowas gefaselt hat.


Ja ein Psychiater der das alles gar nicht verstehen konnte.

Zitat von Kürsche:
Stell Dich mit möglichst breiter Brust der Siutation. Du bist diejenige, die Deine Lage am besten einschätzen kann. Und wenn Du fühlst, es geht nicht, dann geht es nicht. Und trotzdem, selbst, wenn ich erfolgreich war, quält mich das Gefühl, ich hätte mich ja mal zusammenreißen und zur Arbeit gehen können.


Habe mich schon probiert mit der Situation Arbeit auseinanderzusetzen aber sofort Panik, Brustkorb schnürt sich zu, innere Unruhe, komische Träume bekommen. Das war ne Zeit lang weg und da ich dachte gut ich setzte mich mal wieder mit dem Thema auseinander da war alles wieder da.

Danke für deine Nachricht

@Heideblümchen

Zitat von Heideblümchen:
Macht es mir wirklich sehr viel Angst, wieder arbeiten zu gehen oder bin ich nur unsicher?


Nein unsicher würde ich nicht sagen. Ich merke einfach das ich noch nicht soweit bin. Das macht mich selbst fertig weil ich denke. Ich muss es doch einfach bald wieder schaffen.

Zitat von Heideblümchen:
Und letztlich: keiner kann einen zwingen, etwas zu tun, was man sich nicht zutraut! Ich wünsche alles Gute und drücke die Daumen, eine vernünftige Lösung zu finden!


Das stimmt und mein Arzt würde das auch nicht machen. Trotzdem habe ich dieses kopfkino und Male mir alles aus was passieren könnte wenn ich aufeinmal müsste usw
Schlimm. Ich denke mir warum kann mir nicht auch mal alles am Ar. vorbei gehen. Warum mache ich mir unnötige Gedanken. Wieso kann ich es einfach nicht abstellen.
Ärgere mich so sehr über mich selbst

14.08.2020 08:58 • #7


Heideblümchen
Zitat von Dini86:
das ich noch nicht soweit bin


das ist doch eine ganz klare Asage! Ich merke, DASS ICH NOCH NICHT SOWEIT BIN. Du hast nicht geschrieben, ich GLAUBE.....
Und warum ärgerst du dich über dich und deine Gedanken? Sie sind doch völlig NORMAL und nachvollziehbar! Jeder in dieser Situation, wirklich jeder macht sich Gedanken über das wie geht es weiter, hat Versagens-, Zukunfts-, Existenz-Ängste. Das ist völlig okay, Dini! Das Hauptproblem dabei ist immer, dass man nicht in die Zukunft schauen kann. Dass man unsicher ist, ob man den richtigen Weg wählt. Man hofft auf Zuspruch, Verständnis und Unterstützung von außen (Arzt), weil man (niemand!) nicht vorher weiß, ob alles so (gut) wird, wie man es sich erhofft. Hör auf dich und dein Bauchgefühl, Dini. Wenn du spontan das Gefühl hast: bäh, will ich nicht, dann willst du nicht. Der Moment wird kommen, wo du wieder genug Kraft und Antrieb verspürst, dass du sagen kannst: jap, jetzt bin ich bereit, es zumindest zu versuchen!

14.08.2020 09:07 • x 1 #8


Dini86
@Kürsche
@Mayke1
@Heideblümchen

Mein Arzt hat mich natürlich weiter krank geschrieben. Auf der einen Seite ein gutes Gefühl aber auf der anderen Seite denk ich mir, warum musste ich nur wieder so ein Drama machen. Mein Arzt findet auch gut das ich mich mit der Arbeit auseinandersetzte bzw es versuche und er sagt auch solange ich noch so eine Abneigung habe hat es auch keinen Sinn eine Wiedereingliederung zu machen.

Danke für euren Zuspruch
Jetzt mache ich mich auf dem Weg zu meinem Therapeuten

14.08.2020 09:47 • x 1 #9


Heideblümchen
Sehr gut, Dini! Und jetzt hast du Zeit und Gelegenheit, darüber zu sprechen und dich mit den positiven und negativen Gedanken, ob Arbeit ja oder nein, auseinander zu setzen. Mach dir eine Liste, + und -
Und denk gut darüber nach, was dir an der Arbeit generell gefällt, wo deine Stärken sind, die bald wieder gefordert werden wollen. Such nach deiner Energie, zu einer Entscheidung zu kommen. Und achte darauf, wann das erste Mal der Gedanke an das wieder-arbeiten-gehen keine negativen (Angst-) Gefühle auslöst, sondern, wann du diesen Gedanken wieder zulassen kannst. Er wird kommen, wenn vielleicht auch noch nicht jetzt....Alles Gute!

14.08.2020 09:52 • x 1 #10


Dini86
@Heideblümchen
Dankeschön.
Das ist auch ein guter Tipp mit der +- Liste
Da werde ich mich am Wochenende mal mit beschäftigen.

Vor ein paar Wochen musste ich einige Sachen in die Firma bringen (Firmenhandy, Schlüssel usw)
Meine Family hat mich unterstützt und die Sachen weggebracht.
Als die Sachen weg waren hatte ich ein unglaublich befreiendes Gefühl.

Naja alles andere wird die Zeit zeigen.

DANKE

14.08.2020 10:31 • #11


Heideblümchen
Immer einen Schritt nach dem anderen, Dini! Und du siehst, dass sich bei einigen Entscheidungen jetzt schon ein gutes Gefühl einstellt. Hör drauf! Das ist ein sehr guter Anfang!

14.08.2020 10:35 • x 1 #12


A
Zitat von Dini86:
warum musste ich nur wieder so ein Drama machen.


DAS kenne ich aber auch sowas von gut bei mir! Selbst bei einer Kleinigkeit mache ich ein Lamento darum, dass ich später, wenns vorbei ist, nur noch den Kopf schütteln kann. Es ist sicherlich aber auch ein Zeichen unserer Erkrankung, dass wir dieses Drama entfachen.

14.08.2020 10:38 • x 1 #13


Dini86
@Mayke1

Zitat von Mayke1:

DAS kenne ich aber auch sowas von gut bei mir! Selbst bei einer Kleinigkeit mache ich ein Lamento darum, dass ich später, wenns vorbei ist, nur noch den Kopf schütteln kann. Es ist sicherlich aber auch ein Zeichen unserer Erkrankung, dass wir dieses Drama entfachen.


Ja das ist einfach nur schlimm. Ich weiß jetzt schon das das nächste Drama die Krankenkasse sein wird. Hab unglaubliche Panik wenn die anrufen um sich zu erkundigen und habe schiss das die mir aufeinmal das Geld streichen oder mich zum MDK schicken und weiter geht immer und immer wieder dieses kopfkino und ich kann es einfach nicht abstellen.

14.08.2020 10:49 • #14


A


Hallo Dini86,

x 4#15


Dini86
@Heideblümchen
Ja ein Schritt nach dem anderen. Ich setze mich selbst unter Druck weil ich einfach immer alles sofort will oder von mir erwarte.

14.08.2020 10:51 • #15

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