Gestern am Montag ging gar nichts bei mir. Ich bin auch erst gegen 5 Uhr eingeschlafen - bis dahin nur leicht gedöst, mal eingedämmert. 1000 Gedanken und irgendwie nichts klares. Ich musste meinen Sohn kurz in die Stadt fahren und hab die Zeit genutzt, um mit unserer Hündin am Inn ne Runde zu laufen. als wir zurück waren, gg 10 Uhr. Bin ich ins Bett und erst um 16 Uhr wieder aufgestanden. Weil ich dann Abendessen vorbereitet habe und meine Freundin von der Arbeit abholen musste, da mein Auto gerade passender Weise kaputt ist und ich aber wie gesagt, mein Sohn in die Stadt musste.
Meine eigentlichen Gründe, warum ich in dieses Loch gefallen bin, scheinen sich hinten an zustellen. Denn jetzt sind plötzlich neue Themen da.
- Da ist noch immer das Thema Umschulung, wird es bewilligt oder nicht - das macht mir natürlich sorgen. Nachdem ich immer mehr Abstand zur Arbeit gewinne und mit mehr Leuten darüber rede, wird mir klar, dass es kein zurück mehr in meinen alten Beruf mehr geben kann. Ich kann mich nicht mehr um das Leben von anderen Familien kümmern! Das packe ich einfach nicht mehr.
Dennoch ist die Angst da, was ist, wenn die Rentenversicherung nein sagt - geh mal schön wieder arbeiten. Das Thema verfolgt mich auf jeden Fall.
- Das zweite Thema ist die Überlegung bzw. der Rat in die stationäre Therapie zu gehen. Ich habe 15 Jahre lang anderen den Weg gezeigt und nun muss ich es zulassen, dass man mir den Weg weist. Schwierig. Damit komme ich noch nicht so zurecht. Obwohl es schon im Alltag Situationen gab (kochen am Sonntag), bei denen ich froh gewesen wäre, nicht hier zu sein und lieber auf einer Station um der ich mich nur um mich kümmern muss. Der Gedanke an eine stationäre Therapie wird von mal zu Mal positiver.
Allerdings ist ja dann noch die Frage, wie schnell kann das ganze gehen? Haben die lange Wartelisten oder können die kurzfristig aufnehmen. Die Klinik hat nur 60 Plätze.
Alternative wäre Tagesklinik und natürlich die ambulante Therapie, bei einem Therapeuten der in 8 Monaten Zeit hat, wenn überhaupt.
- Und das letzte Thema sind meine Alltags-Schwankungen, von mal total super, bis total niedergeschlagen. Das macht mich echt fertig. Vor allem bin ich für meine Mitmenschen dadurch immer wieder nicht durchschaubar. Sie wissen dann manchmal nicht woran sie sind. Obwohl ich dann schon oft in guten Momenten versuche mich zu entschuldigen für mein Verhalten.
Heute ist der Dienstag recht gut gestartet. Obwohl ich recht spät gg 00.30 Uhr ins Bett bin (was aber kein Wunder ist), bi ich um halb acht wach geworden - aber noch bis halb neun liegen geblieben.
Ich bin dann aufgestanden und habe dann erst einmal den Haushalt geschmissen, so dass jetzt alles wieder Top hier ist. Und das fühlt sich auch gut an - wieder was geschafft zu haben. Nun muss ich noch ein wenig Papierkram erledigen und dann ist der Vormittag rum. Die Hälfte des Tages vorbei. Wie es dann weiter geht, weiß ich noch nicht - ich glaube ich muss Pizzateig ansetzen - heute soll es bei uns Pizza geben.
In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Tag!
P.S.: Mittlerweile entwickelt sich der Thread hier zu einem Tagebuch - ich müsste das wohl eigentlich in einem anderen Unterforum führen. Aber solange es niemanden stört, mache ich hier weiter.
Wer dazu gerne was sagen möchte, darf das gerne tun. Mir hilft es ungemein zum reflektieren. Danke!
19.10.2021 11:04 •
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