
Lost111
- 17144
- 43
- 5635
es fühlt sich gut an zu wissen, dass man nicht alleine in der Dunkelheit ist.
Zitat:Wir sind sehr stark, so stark, dass wir auch unsere Depressionen überwältigen könnten, dann kommt ein großes Aber! Es ist alllea zu viel, zu schwer, viel zu dunkel. Man weiß nicht welchen Weg man gehen soll um sich bessern zu können. Man ist mit sich einfach verzweifelt und Selbstwertgefühl? Kenne ich nicht!
Depressionen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke. Das muss man erstmal aushalten! Und da kann niemand wirklich mitreden, der das nicht kennt. Dieser tägliche Kampf mit sich selbst. Diese ständigen Selbstzweifel. Das Abwerten. Die ständigen drängenden dunklen Gedanken.
Viele haben schon einen langen Leidensweg hinter sich, gerade mit rezidivierenden oder chronischen Depressionen. Ich nehme mich da nicht aus. Im Laufe der Jahre habe ich mehr oder weniger gut gelernt, damit zu leben. Irgendwie.
Trotzdem ist es immer wieder ein Krampf, wenn ich merke, dass es nicht mehr geht und ich mich krank schreiben lassen muss. Da überlege ich immer lange - oft viel zu lange. Wie dieses Mal auch. Was hindert mich daran, morgen zum Arzt zu gehen? Darauf gibt es eine einfache Antwort: ich mich selbst. Deshalb schiebe ich das immer so lange auf, bis wirklich nichts mehr geht.
Momentan ist es echt ein Kampf morgens - ich komme kaum aus dem Bett, mir tut alles weh (das nicht am Bett liegt), alles ist zu viel. Zu hell. Zu laut.
Kaum bin ich in der Arbeit angekommen setze ich die Maske der netten und lächelnden Kollegin auf (also nur mal zum Verständnis: freundlich und kollegial bin ich immer ).
Zitat:Ich dachte auch ich wäre verrückt und bilde mir das alles nur ein! Bin ich anderst wie die anderen Menschen?! Jetzt weiß ich das es auch andere Menschen da draußen gibt die so TICKEN wie ich !
Du bist definitiv nicht alleine damit! Und das ist auch keine Einbildung.
LG Lost111