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Aufmerksamkeitsdefizit und depressiv - Konzentrationsschwäche

schusi26
@Alexandra2

ich hab ein eigenes Zimmer im Haus, das ist nicht das Problem. Allein sein ist mein Problem. Das halte ich nicht tagelang aus

04.01.2024 17:31 • x 1 #136


schusi26
@Sifu

...ist leider so

Und ich denke immer stundenlang über so einen Mist nach, der mir dann wieder schlechte vibes beschert und mir absolut nix bringt.

Was macht eine einzige Person mit 48 Millionen Lottojackpot und wie kann man nur so ein Glück haben?

Warum stehen wir alle morgens im Stau bei Dauerregen , mit muffligem Face und ändern nichts daran?

Warum bin ich nicht in Barbados oder Curacao geboren und aufgewachsen?

Wann ertrinkt die letzte Malediven Insel?

Wieso setzt man noch guten Gewissens Kinder in diese Welt?
Warum wünsche ich mir da auch noch Enkel?

Was kann ich tun um etwas sinnvolles zu tun?

Warum muss ich mich zu allem zwingen. Woher nehmen andere die Lust für den Alltag

Warum steht unser Schlafzimmer dank Dauerregen wieder unter Wasser.

wieso wohne ich da wo ich wohne, ich will Tiere und einen Bauernhof

Warum ist mein Mann ein Drinni und ich ein Draussi? Wie konnte das passieren....

usw..usf

puhhh, und das sind nur wenige dieser sinnfreien Gedanken, und das geht so tagein tagaus

04.01.2024 17:44 • x 1 #137


A


Hallo Alexandra2,

Aufmerksamkeitsdefizit und depressiv - Konzentrationsschwäche

x 3#3


Alexandra2
Heute ist wieder ein umsonst -Tag: umsonst aufgestanden, versucht mich aufzuraffen, versucht mich abzulenken, umsonst. Ich hatte telefoniert, Wäsche gewaschen, Rückenyoga gemacht, mir Salat geschnippelt. Zu mehr war ich nicht in der Lage. Dabei gibt es soviel, das ich tun könnte. Die Antriebslosigkeit ist wirklich fies.
Mir ist klar geworden, daß mich die zweite unfreiwillige Isolation wegen dem Coronafall in der Familie sehr getriggert hat. Alle Gefühle der Isolation sind einbetoniert. Mental sind sie mir klar, aber abgespalten werden sie wohl immer die Depression am Laufen halten. Das ist schon ein großes Thema für die neue Therapeutin.
Ich kann nicht weinen, noch nie, das habe ich mir sehr früh abgewöhnt. Daher denke ich manchmal, wenn ich weinen könnte, täte es mir gut?
Vielleicht telefoniere ich Montag mit der Praxis; ich vermute seit längerem Wirkverlust der Medikamente. Wenn ich morgens so Mühe habe aufzustehen, ist eigentlich alles klar.
Ich könnte Montag auch Kontakt aufnehmen zur Vertretung der Therapeutin, mal sehen, das ist mir gerade auch zuviel...

06.01.2024 19:02 • x 2 #138


Ziva
Zitat von Alexandra2:
Ich hatte telefoniert, Wäsche gewaschen, Rückenyoga gemacht, mir Salat geschnippelt.


Zitat von Alexandra2:
Zu mehr war ich nicht in der Lage.

Liebe Alexandra,

ich finde, dass das, was du heute alles gemacht hast, schon recht viel ist. Lies es dir selbst noch einmal durch. Das sind vier Tätigkeiten und mindestens zwei davon sind körperlich sehr anstrengend. Mach dich nicht klein. Du hast heute viel geschafft.

06.01.2024 19:07 • x 7 #139


Alexandra2
bislang ist der Tag dunkel in meiner Seele, das kann ein Morgentief sein. Immerhin habe ich trotzdem etwas getan und warte auf Stimmungsaufhellung.
Ich verzettele mich, weil die Konzentration/ Aufmerksamkeit irgendwo spazieren geht, aber nicht bei mir ist. Das habe ich nur registriert. Beim Aufräumen springe ich von A nach B, ohne bei A fertig zu sein. Wenn ich dorthin zufällig zurückkehre, wundere ich mich, wer das da hingetan hat oder liegen ließ. An helleren Tagen finde ich das witzig, heute nicht. Aber wie lautet mein Motto: nicht nachdenken (geht sowieso nur holprig), einfach weitermachen...
Wie die neue Therapeutin mit mir weiter arbeiten will, ist mir schleierhaft. Mutig bin ich dabei auch nicht. Ich fürchte, es muss jetzt ums Eingemachte gehen: Triggerwarnung wo ist der Button?
Traumatisierung in der Kindheit und Gefühle hochholen.... Es sind von frühester Kindheit (vorsprachlich) an bis ich auszog bedrohliche Gefühle, die ich zwar mental in groben Zügen benennen kann, aber ich fühle sie nicht- ich weiß sie.
Nun mache ich weiter im Haushalt, ablenken...

08.01.2024 12:18 • x 5 #140


schusi26
Ich finde auch, dass du viel getan hast, ich habe Sa und So den halben Tag verpennt und nix getan. Verschwendete Lebenszeit und wieder schlägt das schlechte Gewissen zu.

08.01.2024 12:29 • x 2 #141


Alexandra2
@schusi26
Sich ausruhen ist wunderbar und keinesfalls Verschwendung. Sobald es Dir besser geht, siehst Du es auch so?

08.01.2024 20:46 • x 1 #142


Alexandra2
Ich habs geschafft und meine Ärztin angerufen und schnell einen Termin bekommen. Die krassen Stimmungswechsel sind unerträglich...

11.01.2024 19:15 • x 6 #143


schusi26
SUPER, weiter so ....

14.01.2024 18:52 • x 2 #144


Alexandra2
Nach dem Arztgespräch ist vorübergehend weitere Medikation notwendig. Nach 2 Tagen der zusätzlichen Tabletten ging das Zittern der Hände in Schlackern der Arme über, also habe ich es abgesetzt, und nach der Halbwertszeit wieder angesetzt. Und nun geht's. Das heißt, ich bin in der Lage, Kleinigkeiten zu tun, heute Schnee fegen und ein kleiner Einkauf. Danach brauchte ich eine Pause und schlief erstmal...
Die Hauptsache ist, es geht den Tag weiter mit Aktivitäten mit Pausen dazwischen. Das Leben schleicht an mir vorbei und ich möchte doch so einiges...
Möglicherweise ist mein Antidepressivas unversorgt, den Eindruck hatte ich von meiner neuen Psychologin. Medikinet und Ritalin sind wirkungslos. Elontril bekam ich von Ärzten in der Fachklinik.
Jedenfalls bin ich heute zufrieden mit den Unterbrechungen der Antriebslosigkeit, alle anderen Symptome sind auch da, quälen mich aber weniger.

19.01.2024 14:47 • x 2 #145


Alexandra2
A D S war gemeint.
Ich fühle mich, als ob ich gegen einen Bus gelaufen bin: nur halbwach, orientierungslos wenn ich mich nicht konzentriere, was auch nicht gut gelingt. Nach dem Aufstehen bin ich wieder müde. Ein Zustand im Halbschlaf, ätzend.
Trotz der korrekten Werte muss ich eine Glübirne umtauschen. Die gekaufte ist für Backöfen und die die ich brauche, nur für eine Salzlampe. Die gab es letzte Woche im Supermarkt und ist ein Weihnachtsgeschenk für meinen Sohn, ja jetzt schon. Er liebte seine Lampe...
Ich verstehe nicht, wieso dieselben Werte für die Salzlampe nicht funktionieren. Die Lampe selbst ist in Ordnung, ich habe sie getestet.
Ansonsten sind die Ängste über die Finanzen wieder groß, der Gasversorger langt doch ordentlich hin und eine Mieterhöhung nach der Dämmung folgt ab nächstem Monat. Natürlich ist der Januar finanziell immer ein Desaster. Als ich noch berufsätig war, war es keine große Sache- aber jetzt? Ich meine zu erinnern, 63% vom letzten Nettoeinkommen beträgt die Rente. Die EMRente ist zu hoch für eine Aufstockung, aber Wohngeld bekomme ich. Dafür muss ich den Folgeantrag stellen, wobei ich den Vermieter gebeten habe, mir die Mieterhöhung schriftlich mitzuteilen. Er wollte, daß ich das ausrechne- nein, das akzeptiert die Wohngeldstelle bestimmt nicht.
Die Preise hier sind explodiert, es gibt nichts, das davon nicht betroffen ist. Und da ab Montag wieder Streik (GDL) für mehrere Tage angekündigt ist, kommt es unweigerlich wieder zu Staus überall. Ich hätte auch gern 500Euro mehr...
Nein, es ist kein Neid, es ist Ärger über die Ungerechtgkeit, Renter so im Regen stehen zu lassen. Ich habe gearbeitet, bis es nicht mehr ging, habe den ganzen Mist der Privatisierung mitgemacht- es lohnt sich nicht, sich als Arbeitnehmerin zu verausgaben. Schwierig war es, weil mir der Beruf soviel Spaß gemacht hat und so wahnsinnig viel zu tun war. Tja...
Also jetzt ist es wohl das Morgentief, eigentlich ist das eher mittags? Jedenfalls bin ich viel zu lahm, um irgendetwas anzufangen- da bleibt nur abwarten, bis es etwas besser ist und ich wieder losgehen kann wegen der Glühbirne.
Inzwischen ist es hier fast so, wie als ich Kind war. Da musste man auch meilenweit laufen, Kaufhäuser und viele Läden sind geschlossen.

22.01.2024 11:23 • x 3 #146


B
@Alexandra2
Du hast mir aus der Seele gesprochen.Es wird immer schlimmer.Die ganzen Kosten sind kaum noch zu stemmen.
Man kämpft mit seiner Krankheit und fühlt sich im Stich gelassen.
Liebe Grüße, Birgitt

22.01.2024 19:01 • x 1 #147


Alexandra2
Ich hoffe die Negativschleife zu unterbrechen. Meine Ärztin hat ein A D S Medikament angesetzt, in der Hoffnung die Antriebslosigkeit und brain fog zu überwinden. Es ist etwas fummelig, eine exakte Dosierung zu schaffen, die verordnete ist nicht lieferbar, also stelle ich aus höher dosierten Kapseln eine Lösung her. Und gestern war ich nicht dauermüde, das fühlte sich toll an. Es ist noch nicht genügend Energie da, deshalb geht nur das Allernötigste.
Die Muskelspannung ist extrem hoch und verschiebt wieder Wirbel, aua. Hoffentlich klappt nächste Woche Schwimmen Sauna mit einer Freundin, das täte in jeder Hinsicht gut.
Wenn das Medikament wirken würde, könnte ich endlich wieder klar denken, mich erinnern (!) und mich nicht mehr wie ein aus der Zeit gefallener Zombie fühlen. Das wäre soooo schön. Jetzt spüre ich, wie sehr mich die Symptome belasten und schon so lange. Automatisierte Verdrängung hat auch Nachteile.

26.01.2024 09:25 • x 4 #148


Alexandra2
3 Tage mit dem neuen Medikament und die Welt sieht anders aus. Hoffentlich ist das keine Eintagsfliege...
Ich bin wach. Und agil, keine Schläfchen zwischendurch, kein Zwang zu Kleinigkeiten, das ist so befreiend, unglaublich entlastend. Sich aus freien Stücken entscheiden, das Gefühl ist so lang her, und einfach etwas zur Freude tun. Es soll ja Menschen geben, für die das normal ist
Ich kann mich konzentrieren, unangestrengt zuhören, aufmerksam sein ohne das ständige Geplapper im Kopf. Es ist unvorstellbar, wieviel Stress das immer ist. Und wieviel Kraft es kostet. Menschen die das nicht haben, können sich glücklich schätzen. Der Unterschied ist so riesig, dass ich es gar nicht fassen kann.
Heute habe ich den Kleiderschrank leergeräumt, geputzt, Kleidung neu zusammengestellt, Fotos gemacht, Kleidung aussortiert. Dafür habe ich in der Vergangenheit Wochen gebraucht, unfassbar.
Morgen geht's weiter mit Herstellung eines Zuschnitts für ein Kleid, das erste mal. Konfektionskleidung passt nie. Für eine Einladung zur Hochzeit im Sommer habe ich nichts passendes, bis dahin sollte ich eins geschneidert haben. Motivation, Antrieb, Zuversicht - alles da, ich werde es genießen, aber sowas von...Jede einzelne Sekunde

27.01.2024 23:14 • x 6 #149


A


Hallo Alexandra2,

x 4#15


Lobo
Das freut mich für dich .
Wie heißt das Medikament was bei dir gerade solche Wunder vollbracht hat?

Ich bräuchte was mir eine Hochstimmung macht nicht alles so teilsnahmslos hin nimmt,nichts Freude macht und innerlich nicht so tot und hohl anfühlt.

27.01.2024 23:22 • x 1 #150

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