Ende nächster Woche ist es endlich soweit. Hab im Tagebuch schon geschrieben, dass es mir momentan ziemlich schlecht geht und ich heute auch einfach von Arbeit abgehauen bin und hoffentlich bis zu meinem Termin krankgeschrieben werde, hab mich schließlich letzte Woche schon so gequält und irgendwann ist Schluss.
Ich freu mich auf die Klinik, weil ich weiß, dass ich wieder viel mitnehmen kann und es ist auch ein gutes Gefühl dort sicher sein und den ganzen Arbeitsdruck usw. nicht zu haben. Aber was ist danach? Letztes mal bin ich wieder von 0 auf 100 in die Ausbildung eingestiegen, lief vielleicht drei Wochen super und seitdem geht es wieder allmählich bergab. Ich kämpfe wirklich so sehr, aber irgendwie sieht das keiner. Ich bin verzweifelt, schließlich kann es ja nicht ewig so weitergehen. Wie lange wird mein Chef noch Verständnis haben? Irgendwann ist auch bei ihm Schluss.
Ich hab nur noch ein Jahr Ausbildung, aber irgendwann geh ich drauf bei dem Zustand. Es ist so schwer für andere verständlich zu machen. Deswegen kann ich es mir oft selbst nicht eingestehen, dass es mir nicht gut geht. Heute früh rief mich ne Freundin und Kollegin auf Arbeit an und hat schon an meiner Stimme gehört, dass es mir schei. geht. Sie sagte, wenn man mal krank ist, ist man krank, dann ist das aber auch wieder vorbei und abgehakt. Klar, versteh ich, aber doch nicht bei meiner Erkrankung?! Da kann ich nicht sagen übermorgen bin ich wieder gesund. Wie soll man das Nicht-Betroffenen nur verklickern? Ich mach mich doch nur selbst kaputt, weil ich versuche ein normales Leben wie andere zu führen, dabei verarsche ich mich doch nur selbst oder...
Wie soll es nur weitergehen?
25.05.2010 22:15 •
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