Burn-Out beim Partner - ich kann nicht mehr

S
Generell entwickelt sich Medica`s Thread hier zu einem Liebeskummerthema.

Laßt uns wieder auf das eigentliche Thema zurückkommen, nämlich das Burn Out des Partners. Mittlerweile geht es nicht mehr darum.

Es ist jetzt alles gesagt zum Thema neue Liebe.

Serafina

14.09.2010 08:19 • #196


M
Nur kurz, weil zu erschöpft von 1000 neuen Eindrücken und einer langen Heimfahrt:
Ich bin nicht mehr die, die am letzten Freitag nach München losgefahren ist, sondern eine andere. Eine, die ihre Ziele und Wünsche wieder im Blickfeld hat. Durch einen Menschen verzaubert, der genauso tickt wie ich - und der mich wieder auf die normale, auf meine Spur gebracht hat. Wahrscheinlich war das das beste, was mir hätte passieren können.
Noch dazu - wir sind beide verliebt bis über beide Ohren. Können uns vorstellen, dass da was Ernstes draus wird... Also so richtig ernst.

Heute mittag dann die Abreise: Abschied unter Tränen - lange nicht mehr so geheult, ich wie er. Keiner wollte den anderen gehen lassen.
Das war kein Strohfeuer in den letzten Tagen, das brennt immernoch lichterloh. Auch, wenn ich hier bin und er 600 km weit weg. Werden uns so schnell es geht wiedersehen (November...) und bis dahin beide unsere Leben entrümpeln und aufräumen. Das haben wir beide nötig - nur jeder anders.
Den ersten Schritt heute habe ich getan - meinem (Ex)Freund reinen Wein eingeschenkt, bzw. es versucht - per mail wollte ich es nicht abschließend, also habe ich es nur angedeutet (aber deutlich genug, um es zu verstehen) und um ein Gespräch gebeten, er hats definitiv verstanden und antwortet darauf nur:
Zitat:
Nur wenn ich vorher weiss ob es aus ist - das gibt mir endlich den Gnadenschuss!

und weiter:
Zitat:
Ich werde die Konzert-Karten für Samstag in einer Woche (sollte ne Überraschung sein), dann online stellen.

Bestrafung wie immer. Schon traurig...
Es verletzt mich immer noch, aber ich muss zusehen, dass ich diesen restlichen Stachel schnell loswerde und mich wieder auf MEIN gerade wiederentdecktes Leben mit MEINEN Zielen konzentriere.


Trotz des Bewusstseins, dass wir uns im November wiedersehen und wir beide wissen, dass wir im Zweifel noch ganz viel Zeit (nämlich unser ganzes Leben) gemeinsam vor uns haben und dass wir den ganzen Tag in Kontakt standen - mich reißts grad echt hinweg...
Wieder alleine hier und grad voll zwischen allen Stühlen. Ich vermiss München waaaahnsinnig und gleichzeitig zieht sich mir der Magen zusammen, bis das Alte endlich abgeschlossen ist.

Wie bringt man sich selber wieder regelmäßiges Essen bei? Alleine? In München ging das voll gut, hier zu Hause wieder gar nicht... Hab Magenschmerzen, aber bring nix runter

15.09.2010 22:29 • #197


A


Hallo Medica,

Burn-Out beim Partner - ich kann nicht mehr

x 3#3


M
Ich hab noch so viel Arbeit vor mir... Vorallem an mir selber.
Ich fühl mich so zerbrochen, nach allem was war. Die 5 Tage in München haben mir gezeigt, wie schön das Leben sein kann - jetzt muss ich mir MEIN Leben HIER nur wieder genauso schön einrichten. Aber es fällt mir, so, so, so, so schwer.
Ich bin einfach generell nicht mehr gut zu mir selber - das ist das größte Problem.

Ich würde mich freuen, wenn dazu ein paar aufmunternde Ratschläge oder Kommentare kämen... Ihr habt mir schon so oft gut getan! Bis November ists noch lang hin... Außerdem muss ICH wieder auf die FÜßE kommen.
Hab in München gemerkt, wie sehr ich meinen Körper und mein Nervenkostüm heruntergewirtschaftet habe - keine Kondition mehr, dünn wie nie, alle Hosen zu groß, nervlich total überreizt. *schnief*

15.09.2010 22:33 • #198


T
du willst einen tip?
mein motto ist ja immer, ich müsste ein kind oder eine freundin von mir sein, dann gings mir gut!

sei einfach gut du dir, kümmer dich um dich. wie um eine liebe freundin. verstehst du?

fang das essen an, vielleicht mit babygläschen, die tun gut, wenn man sie essen mag!
oder mach dir mal eine gute suppe! gemüse, suppenhuhn, lange kochen lassen, vielleicht reis mit rein, wenn du das magst, die isst sich von alleine!
mal ne banane!

also liebe medica,
wie schon mal gesagt, i frei mi für di, i hobs gwusst, deees wird wos mit aich zwoa!
liebe grüße
tinerl

15.09.2010 22:44 • #199


M
Ich fühle mich so schlecht wegen meinem Exfreund... Das schlechte Gewissen und die Gewissheit, ihm weh zu tun, frisst mich auf.
Klar, er hat mir auch oft wehgetan - aber er ist krank, er konnte nichts dafür. Ich jetzt schon, ich tue es in vollem Bewusstsein und fühle mich einfach nur furchtbar dabei. Ich habe mir innerlich versprochen, für ihn da zu sein, ihm nicht auch nich weh zu tun - und nun?

15.09.2010 22:44 • #200


M
Zitat von tinerl60:

also liebe medica,
wie schon mal gesagt, i frei mi für di, i hobs gwusst, deees wird wos mit aich zwoa!
liebe grüße
tinerl


*schnief* Oimal bayrischer Dialekt und i heul scho wieda... Des is sooo weit weg und i hob so a Sehnsucht!
5 Tage nonstop geknuddelt und liebgehabt zu werden hat mir so gutgetan...

15.09.2010 22:47 • #201


M
Zitat von tinerl60:
du willst einen tip?
mein motto ist ja immer, ich müsste ein kind oder eine freundin von mir sein, dann gings mir gut!

sei einfach gut du dir, kümmer dich um dich. wie um eine liebe freundin. verstehst du?

l


Tinerl, Du hast so recht.
Ich hab meinem Münchner mal das Lied Krieger des Lichts von Silbermond geschickt, als es ihm so schlecht ging wie mir jetzt - jetzt hör ichs mir grad mal selber an.
Kennt das jemand? Falls nein - hier. Ich finde den Text immernoch sensationell.
Auch wenn ich schon wieder heulen muss dabei. Aber vielleicht hilfts ja, alles rauszulassen.

Zitat:
Sei wie der Fluss. der eisern ins Meer fließt
Der sich nicht abbringen lässt, egal wie schwer es ist
Selbst den größten Stein fürchtet er nicht
Auch wenn es Jahre dauert, bis er ihn bricht

Und wenn dein Wille schläft, dann weck ihn wieder
Denn in jedem von uns steckt dieser Krieger
Dessen Mut ist wie ein Schwert
Doch die größte Waffe ist sein Herz

Lasst uns aufstehen
Macht euch auf den Weg
An alle Krieger des Lichts
An alle Krieger des Lichts
Wo seid ihr
Ihr seid gebraucht hier
Macht euch auf den Weg
An alle Krieger des Lichts
An alle Krieger des Lichts
Das hier geht an alle Krieger des Lichts

Hab keine Angst vor deinen Schwächen
Fürchte nie deinen Fehler aufzudecken
Sei bedacht, beruhigt und befreit
Sei auch verrückt von Zeit zu Zeit

Lass dich nicht täuschen, auch wenns aus Gold ist
Lass dich nicht blenden,
erst recht von falschem Stolz nicht
Lerne vergeben und verzeihen
Lerne zu fesseln und zu befreien

Lasst uns aufstehen
Macht euch auf den Weg
An alle Krieger des Lichts
An alle Krieger des Lichts
Wo seid ihr
Ihr seid gebraucht hier
Macht euch auf den Weg
An alle Krieger des Lichts
An alle Krieger des Lichts
Das hier geht an alle Krieger des Lichts

Und er kennt seine Grenzen und geht trotzdem zu weit
Kein Glück in der Ferne, nach dem er nicht greift
Seine Macht ist sein Glauben um nichts kämpft er mehr
Und das immer und immer wieder,
deswegen ist er ein Krieger

Das ist ein Aufruf, und das hier geht
An alle Krieger An alle Krieger

Das ist ein Aufruf
Und dieser Aufruf geht an alle Krieger des Lichts
An alle Krieger des Lichts
Das hier geht an alle Krieger des Lichts

15.09.2010 22:55 • #202


M
So, letzter Post für heute - und eine erschreckende Frage, die sich mir auftut, nachdem ich meine eigenen Beiträge nochmal gelesen hab:
Hab ich ein HELFERSYNDROM?

15.09.2010 22:58 • #203


S
Das was du in München erfahren hast und dir merklich gut tat, ist okay! Du darfst dir das gönnen!
Du musstest viel einstecken, hast viel für ihn getan, hast dein Leben, so wie du es dir wünschst, geopfert um dich ihm aufzuopfern. Nun hast du Blut geleckt und gemerkt, dass es eben auch anders geht. Und weißt du was? Ich denke, dass dies eine sehr wichtige Erfahrung für dich war. Ist dies der Zeitpunkt, wo du sagst es reicht und ich brauche mehr?
Sag mal ICH, Medica! Du darfst das!

Hand aufs Herz. Stell dir die Situation vor, du könntest ohne jegliche Konsequenzen und ohne jemanden zu verletzen eine Entscheidung treffen. Wie sähe diese aus?

Zitat:
Ich habe mir innerlich versprochen, für ihn da zu sein, ihm nicht auch nich weh zu tun - und nun?

Liebe Medica, du machst euch beide nicht glücklich, wenn du dieses Versprechen lediglich aus Mitleid aufrecht erhälst. Stell dir ruhig mal folgende Fragen:
Was hast du davon? - Macht dich das glücklich?
Was hat er davon? - Macht ihn das glücklich? Das kann ich dir wahrscheinlich sogar beantworten. Es wird ihn glücklich machen. So lange bis er merkt, dass du dies nicht mehr bist und er versuchen wird unter deine Maske zu schauen. Und dann?

Zitat:
Hab ich ein HELFERSYNDROM?

Ein kurzes und klares JA.

15.09.2010 23:06 • #204


M
Zitat von Sandra:
Hand aufs Herz. Stell dir die Situation vor, du könntest ohne jegliche Konsequenzen und ohne jemanden zu verletzen eine Entscheidung treffen. Wie sähe diese aus?


Ich wäre besser jetzt als gleich in München, in seinen Armen - und hier daheim wäre schon alles geregelt und abgehakt. Vorbei der ganze Horror.
Wenn ich nur einen einzigen Wunsch frei haben dürfte - ich würde nicht eine Sekunde zögern!!

15.09.2010 23:38 • #205


F
Liebe medica !

Die Trennung von einem Menschen ist immer mit Schmerzen und Leid verbunden. Wenn man an der Vergangenheit festhält, sich ein schlechtes Gewissen einredet, welchen Anteil man selbst trägt, wenn man meint, den anderen verletzt zu haben, bleibt das Alte sicherlich hartnäckiger und es könnte passieren, diese Trennung endgültig loszulassen. Den Abschied sollte man bewußt vollziehen. Wer trägt jetzt den größeren Anteil? Er? Du? Er hat gemacht, du hast zugelassen. Nach Schuld zu suchen, macht keinen Sinn.

Deshalb ist es ja auch so wichtig, in der Gegenwart zu bleiben, in dem Jetzt und Hier. Ein schlechtes Gewissen würde dich völlig ausbremsen. Sicherlich braucht das Abschiednehmen auch Zeit, nur sehe ich bei dir, dass es ja schon eingeläutet wurde, bevor du hier geschrieben hast. Und nun stehst du vor Neuem, was sich gut anfühlt, kuschelig, warm. Dir wieder ganz viel Kraft verschafft. Schau nach vorne, nicht zurück. Genieße das, was du hast und versuche daraus Kraft zu schöpfen.

16.09.2010 07:45 • #206


S
Hallo Medica,

vllt hast du meinen Beitrag vom 14.09. überlesen.

Ich habe darum gebeten, diesen Thread nicht mehr für Beziehungs- und Gefühlsprobleme zu nutzen. Der eigentliche Grund deines Schreibens hier war ein anderer.

Es ist schön, dass du eine neue Liebe gefunden hast, jedoch gehört das jetzt nicht mehr hierher. Ich behalte mir vor den Thread zu schließen.

Serafina

16.09.2010 09:39 • #207


M
Mein Exfreund hat geschrieben... Ich zittere, habe schweißnasse Hände, mir ist schlecht. Ich pack das nicht.
Zitat:
Du hast bei mir alle Grenzen des guten Geschmacks überzogen.
Ich habe nichts zu sagen.

Gehe Deinen Weg !

Du hast mich verletzt, geflickt und dann zerschlagen.
Schähmen solltest Du Dich - und ein Leben lang errinnern.


Das tut so unendlich weh.

16.09.2010 10:31 • #208


G
Was willst denn jetzt machen. Dich schämen? Das ist doch alles nur heilloses Gelaber und hat übrigens nichts mit seiner Krankheit zu tun. Das ist sein Charakter und der ist ganz typisch in dieser E-Mail. Du Böse, Er Opfer! Mach dich von dem frei und lass es dabei bewenden.

16.09.2010 10:35 • #209


A


Hallo Medica,

x 4#15


M
Eine mail als Antwort, jetzt ist Schluss - alles weitere ignorieren. Ich muss da endlich rauskommen.
Zitat:
Lieber x.,

wieviel hast Du bei mir verletzt?
Ich bin dennoch wiedergekommen, immer und immer wieder. Ohne(!) es Dir zum Vorwurf zu machen. Und dazu stehe ich!!!
Aber ich habe erkannt, dass man auch mit Liebe nichts passend machen kann, was eigentlich nicht passt.

Ich möchte Dir nicht wehtun, das war nie meine Absicht.

Nein, ich werde mich nicht schämen - ich habe verdammt viel ausgehalten. Und ja, ein kleiner Teil wird immer in meinem Herz bleiben, denn so bin ich.
Es tut mir leid, dass Du mir nun nur noch Hass entgegenbringst.

Ich habe es ehrlich gemeint, als ich zurückgekommen bin - und ich meine es nun ehrlich, wenn ich trotzdem erkenne, dass WIR BEIDE einfach nicht zusammen passen. Nicht Du bist Schuld, nicht ich.
Es passt einfach nicht - nur wir haben zu lange versucht, es unbedingt passend zu machen. Aber man kann Menschen nicht so völlig ändern.

Auch ich brauche manchmal meine Zeit, Dinge zu kapieren. Das Hin- und Her dabei tut mir wahnsinnig leid. Es war Ausdruck meiner Gefühle, als ich zurückgekommen bin - die waren zu jeder Zeit ehrlich. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Ich hoffe, nein ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du Deinen Weg findest.

Medica

16.09.2010 10:44 • #210

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