Erster Arbeitsstag im Jahr, Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.
Wie war es in den zwei freien Wochen? Also, ich hatte tatsächlich zweieinhalb Wochen, da ich mich vorher noch mit meiner Erkältung habe krankschreiben lassen.
Anfangs war ich halt schon wieder ziemlich durch, die Erkältung trug ihren Teil dazu bei.
Weihnachten mit der Familie war dann doch schön, nachdem mich die Vorbereitungen einige Energie gekostet hatten. In der vergangenen Woche ging es dann stetig bergauf. Ich habe wieder mal Brot gebacken, die Experimente mit dem Lehm veranstaltet, den Bastelstubenthread eröffnet und angefangen, zwecks Wohnzimmerumgestaltung ein Podest für meinen Sitzsack zu bauen und mich nach einem schönen Teppich umgesehen.
Die Fahrerei zwischen meinem Wohnort und dem meines Liebsten hat mir kaum was ausgemacht,(nervt mich sonst oft sehr), wir haben Silvester superschön gemütlich zu zweit verbracht und gestern abend noch eine minikleine Pizzeria mit echt gutem Essen entdeckt.
Ich war tiefenentspannt und bester Stimmung.
Heute hatte ich keine Lust, zur Arbeit zu gehen, dachte aber: ach komm, übermorgen ist schon wieder Wochenende. Aber halb sieben aufstehen war schon echt gemein!
Nun war absolut kein Stress bei der Arbeit, alle Kollegen da, nicht zu viel zu tun, aber auch keine Langeweile, alle gut drauf.
Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, die positiven Seiten zu sehen, als da wären: mein anständiges, regelmäßiges Gehalt, mein kurzer Weg zur Arbeit, mein guter Kontakt zu unseren Betreuten und das Team, mit dem es sich im Grunde gut arbeiten lässt.
Ich hatte Zeit, Urlaubstage zu beantragen, u.A. für meinen Workshop im April, auf den ich mich sehr freue, und um unsere Klangwiege mal wieder zu stimmen.
Trotzdem war ich froh, als ich endlich Feierabend hatte. Und kaum zu Hause angekommen, hab ich mir das Tablet geschnappt, bin darüber eingeschlafen, habe mir zwischendurch alles mögliche in den Wanst gestopft, darunter gefühlte 300 g Schokolade. Bin ins Netz abgetaucht, auch Forum, habe außer Spülmaschine anstellen absolut nichts gemacht.
Also same procedure. . .
Der Unterschied in meinem Befinden ist einfach so krass, wenn ich arbeiten muss und wenn ich frei habe, da ist ganz offensichtlich, wo der Haken ist. Gibt es bei einem Job auch so etwas wie das verflixte siebte Jahr? Das wäre es nämlich bei mir jetzt.
Also entweder finde ich zügig einen Weg des Umgangs mit meiner Arbeit, der noch Energie für mich übrig lässt - da habe ich Zweifel - oder ich muss mich trennen.
Wenn ich ersteres wollte, könnte eine Therapie vielleicht helfen, oder etwas in Richtung Coaching.
Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich mich doch längst innerlich verabschiedet. Was mir fehlt, ist eine Idee, wo es hingehen soll.
Noch fünf Stunden bis zum Aufstehen - ICH WILL NICHT
Gute Nacht
03.01.2020 02:29 •
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