BurnOut Stufe 9 - was bedeuten diese Stufen?

P
Hallo zusammen,
Habe mal ne Frage in die Runde. Nachdem meine körperlichen Symptome (Brustschmerz, Herzklopfen, Hyper/Hypotonie) keine organischen Ursachen ergaben, bin ich erstmal beruhigt. Nun muss ich noch meine seelische Verfassung auskurieren. Dazu nehme ich jetzt seit Montagabend das Citalopram. Bin nun etwas über die Wirkung (wenns denn schon eine ist) etwas irritiert.
Habe sehr starke Stimmungsschwankungen, die sich im hoch als normales ausgeglichenes Gefühl und im tief als grundlose aber längere Panikattacken manifestieren. Heute früh bin ich absolut hibbelig. Ist das normal?
Ich kann es net so richtig einordnen ob`s mir hilft oder nicht...

Viele Grüße
Plumps

09.09.2011 09:27 • #16


Pyxidis
Hallo Plumps,

Zitat:
Habe sehr starke Stimmungsschwankungen, die sich im hoch als normales ausgeglichenes Gefühl und im tief als grundlose aber längere Panikattacken manifestieren. Heute früh bin ich absolut hibbelig. Ist das normal?


das könnten Nebenwirkungen sein, wenn diese nicht besser werden, würde ich deinen Arzt kontaktieren.

Zitat:
Ich kann es net so richtig einordnen ob`s mir hilft oder nicht...


Das geht auch noch gar nicht nach 5 Tagen. Zwei bis drei Wochen bis sich eine Wirkung zeigt, mußt Du schon mindestens warten. Manchmal können es auch 4 sein. Hab ein bisschen Geduld.

Alles Gute
Scorpio

09.09.2011 09:33 • #17


A


Hallo Plumps,

BurnOut Stufe 9 - was bedeuten diese Stufen?

x 3#3


U
Denke auch das können Nebenwirkungen sein.
Bei mir hat es ca. nach 6 Wochen eine Verbesserung gebracht.

Nehme das Citalo seit 2 Jahren und merke keine Nebenwirkungen mehr.
Es hat mir aber sehr geholfen.


Geduld, Geduld!!!

09.09.2011 09:48 • #18


P
Hallo Scorpio,

vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ich nahm an, wenn das Nebenwirkungen sind (neben der gelegentlichen Übelkeit und Mundtrockenheit), dass es dann auch (schon) eine Wirkung gibt.
Vielleicht bin ich doch etwas ungeduldig...
Mann versucht sich eben irgendwie alles zu erklären.
Ich weiß, ich muss ruhiger werden.

Viele Grüße
Plumps

09.09.2011 09:54 • #19


Schlafmuetze
Hallo Plumps,

es ist ganz klar das du ungeduldig bist - sind wir vermutlich, in diesem Punkt, alle. Letztendlich will man ja was gegen diesen Zustand der einen quält unternehmen, jeder Tag den dieser Zustand weiter anhält, ist ein Tag zuviel.
Halte durch, es wird dir besser gehen - den ersten Schritt hast du getan.

In meinem Fall hat es sogar länger als die 4 Wochen gedauert, aber ich kann durchaus sagen, dass es mir nun wieder gut geht. Das wird auch dir passieren!

09.09.2011 09:59 • #20


P
Hallo zusammen,
bin auch mal wieder da. Eigentlich wollte ich seit letzter Woche hier über meine Fortschritte berichten, da es mir die letzte Woche ziemlich gut ging. Habe aller zwei Tage ne Radtour gemacht.
Aber leider hat`s mich seit Freitag wieder ganz schön runtergezogen. Unruhe, kalte Hände, Durchfall, Magendrücken. Kurzum - allgemeines Unwohlsein mit leichter Panik.
Nehme jetzt seit 2 Wochen 1x eine halbe Citalopram ein. Ab da (oder später) soll ja auch eine (positive) Wirkung spürbar sein. Aber ich habe das Gefühl, dass es gerade wieder abwärts geht.
Kennt jemand derartige Rückschläge?
Ist das Citalopram vielleicht nicht das Richtige für mich? Meine Psychologin sagte mir, man müsse ausprobieren, bei wem welches Medikament wie wirkt.
Habe erst Anfang November einen Psychiatertermin bekommen.
Bin bissl ratlos.
So, das wär erstmal genug gejammert.

Viele Grüße
Plumps

18.09.2011 15:35 • #21


S
Hallo Plumps,

es ist nicht ungewöhnlich, dass eine merkbare Wirkung erst nach 4-6 Wochen eintritt.

Die ersten Wochen waren bei mir auch sehr schwierig. Rückschläge und Panikattacken nahmen zu. Doch nach und nach konnte ich eine Verbesserung feststellen. Hab Geduld.

Wenn du das Gefühl hast, es wird auch nach längerer Zeit nicht besser, konsultiere deinen Arzt.

Alles Gute.

Serafina

18.09.2011 17:08 • #22


Steffi
Hallo Plumps,

hältst Du es für denkbar, dass Du Dich in den letzten Tagen - als es Dir gut ging - gleich wieder überfordert hast ?
Ich erinnere mich noch sehr gut an den Tag, an dem es mir während meines Burn Outs vor rund 10 Jahren plötzlich so gut ging, dass ich vor lauter Eifer den Keller aufgeräumt und geputzt habe. Ich hatte ein so gutes Gefühl.
Am nächsten Tag haute es mir erneut auf die Bretter - in einem nie gekannten Ausmaß.

Heute weiß ich, dass ich damals den falschen Schluss aus dem Wohlbefinden dieses Tages gezogen habe. Ich hielt mich für plötzlich gesund und war es nicht.
Die Strafe folgte auf dem Fuße.

Alle zwei Tage ne Radtour war vielleicht nicht das, was Dein Körper von Dir wollte.

Wegen der Dosierung des Citaloprams sprich unbedingt mit Deiner Ärztin. Citalopram wirkt meines Wissens anregend und antriebsteigernd. Vielleicht brauchst Du etwas anderes ?

18.09.2011 17:17 • #23


P
Zitat von Serafina:
Hallo Plumps,
es ist nicht ungewöhnlich, dass eine merkbare Wirkung erst nach 4-6 Wochen eintritt.
Die ersten Wochen waren bei mir auch sehr schwierig. Rückschläge und Panikattacken nahmen zu. Doch nach und nach konnte ich eine Verbesserung feststellen. Hab Geduld.

Hallo Serafina,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Ja, Geduld da muss ich mich wirklich bemühen. Mal schauen wie diese Woche läuft.

Zitat von Steffi:
hältst Du es für denkbar, dass Du Dich in den letzten Tagen - als es Dir gut ging - gleich wieder überfordert hast ?
Ich erinnere mich noch sehr gut an den Tag, an dem es mir während meines Burn Outs vor rund 10 Jahren plötzlich so gut ging, dass ich vor lauter Eifer den Keller aufgeräumt und geputzt habe. Ich hatte ein so gutes Gefühl.
Am nächsten Tag haute es mir erneut auf die Bretter - in einem nie gekannten Ausmaß.

Heute weiß ich, dass ich damals den falschen Schluss aus dem Wohlbefinden dieses Tages gezogen habe. Ich hielt mich für plötzlich gesund und war es nicht.
Die Strafe folgte auf dem Fuße.

Alle zwei Tage ne Radtour war vielleicht nicht das, was Dein Körper von Dir wollte.

Wegen der Dosierung des Citaloprams sprich unbedingt mit Deiner Ärztin. Citalopram wirkt meines Wissens anregend und antriebsteigernd. Vielleicht brauchst Du etwas anderes ?

Hallo Steffi,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Denkbar wäre es.
Ich weiß eben nicht so richtig, wie das Idealmaß an Aktivität für mich ist, da ich ja auch noch die Familie manage und die dann auftretende freie Zeit nicht mit grübeln verbringen möchte - mache ich Sport.
Irgendwie ist das komisch. Man horcht eben immer in sich hinein wie es einem geht. Das macht man wahrscheinlich so lange bis es irgend einen Schlüsselreiz (Zeitungsartikel über BurnOut oder Suizidstatistiken) gibt, der einen wieder in Panik versetzt. Die Folge: Magendrücken, Durchfall etc.
Habe auch das Gefühl, dass Leute die um meine Verfassung wissen, mich irgendwie ganz komisch angucken so, dass ich denke: was ist denn jetzt mit dir los.
Auch habe ich zwei Kollegen am Freitag getroffen, die mir Mut machten und sagten, ich solle mir wirklich Zeit lassen, es geht auch ohne mich ;). Aber danach ging es mir wieder schlechter.
Ich fühle mich irgendwie getrieben. Hibbelig.
Was haltet Ihr eigentlich von Tagesklinik? Sollte ich mich darauf einlassen? Mich würden dort hin und wieder Kollegen sehen

Viele Grüße
Plumps

19.09.2011 09:01 • #24


S
Hi Plumps,

empfehle Dir aus eigener Erfahrung eine stationäre Aufnahme. Du musst Dich, um zu Dir zu kommen, auch von Deinen Aufgaben als Familienmanager trennen.
Wenn Du Dich von Deinem Verantwortungsbewustsein und Deinen Ansprüchen an Dich selbst antreiben lässt, ist die Genesung zum Scheitern verurteilt.
Zumindest habe ich das selbst so erfahren.

Alles Gute von Schnubbel

19.09.2011 09:15 • #25


S
Hallo Schnubbel

dein Beitrag ist sicherlich nett gemeint, doch gleich einen stationären Aufenthalt zu empfehlen ist wohl etwas weit hergeholt. Plumps hat Familie, da ist das nicht mal so schnell zu regeln.

Serafina

19.09.2011 09:39 • #26


P
Zitat von Serafina:
Hallo Schnubbel

dein Beitrag ist sicherlich nett gemeint, doch gleich einen stationären Aufenthalt zu empfehlen ist wohl etwas weit hergeholt. Plumps hat Familie, da ist das nicht mal so schnell zu regeln.

Serafina

Ach ja, ich weiß auch net. Was ich sagen kann ist, dass ich mich nach sowas wie einer Kur sehne. Möglichst weit weg...
Meine Frau sagt, so lange ich nicht in die Tagesklinik will, so lang habe ich auch meine Krankheit noch nicht angenommen...
Irgedwie alles ziemlich verwirrend zur Zeit.

Naya mal schauen

Gruß Plumps

19.09.2011 10:03 • #27


JeanLucca
Hallo Plumps.

Zitat von Plumps:
Ich fühle mich irgendwie getrieben. Hibbelig.
Hibbelig - genau. So hab ich mich auch lange gefühlt. Selbst wenn aussenherum alles ruhig schien und ich wusste das ich gut davor war, blieb dieses Gefühl das irgendetwas noch fehlt.

Zitat von Plumps:
Was haltet Ihr eigentlich von Tagesklinik? Sollte ich mich darauf einlassen?
Ich bin aktuell in einer ambulanten Gruppentherapie und habe gemerkt, dass mir so ein wöchentlicher Termin zu wenig ist. Ich persönlich würde nicht nochmal versuchen die geringstaufwendige Therapie herauszupicken. Deshalb finde ich es gut das Du eine Tagesklinik nicht von vornherein ausschlägst. Ich habe jetzt noch keine Tagesklinik-Erfahrung, aber vom Prinzip läuft da ja genau solch ein Programm wie auf einer stationären Therapie, nur das Du Abends nach Hause gehst. Ich gehe in einem Monat auf eine stationäre Therapie, bin hier allerdings auch allein.

Kannst Du Pendeln? In eine Stadt weiter oder ist das zu weit bis zur nächsten Tagesklinik? Falls das überhaupt durch Deinen Kostenträger gedeckelt wird, wäre das ja vielleicht eine Möglichkeit.

Lieben Gruß, JeanLucca

19.09.2011 10:11 • #28


S
Lieber Plumps,

genau das meine ich. Du brauchst einen kurzen Stillstand in einem geschütztem, anderen Umfeld. Die Anmerkung von Serafina ist natürlich gerechtfertigt, doch ich habe auch 2 fantastische Kinder und eine liebe Frau und habe trotzdem diesen Schritt bereits gewagt und nicht bereut.
Es ist eine furchtbar schwere Zeit für alle Beteiligten, doch Du findest dort den Abstand den Du brauchst, um Dich selbst zu hinterfragen und mit dem Werkzeug, das du erhälst,
lernst Du Dich neu zu programmieren. Du sortierst Dich neu ein und kehrst mit einem gestärktem Ego in Deine Familie zurück.

Natürlich solltest Du das mit dem Arzt Deines Vertrauens besprechen. Für mich scheint es der Weg zu sein.

Alles liebe von Schnubbel

19.09.2011 12:11 • #29


A


Hallo Plumps,

x 4#15


P
Hallo zusammen,

mir geht`s wieder besser. Das Wochenende war aber echt besch...... Selbst Montagfrüh war noch bäh.
Morgen habe ich wieder einen Psychologentermin und am Freitag einen Termin beim Hausarzt. Da werde ich das mit der Kur forcieren.

Vielen Dank nochmal an alle für die einfühlsame Begleitung! Es tut gut wenn man mit seinen Problemen und Fragen hier Ansprechpartner findet!!!

Und ich glaube, dass ich bestimmt wieder mal Hilfe brauche oder Fragen habe.

Viele Grüße
Plumps - dem`s z.Zt. gut geht

20.09.2011 19:08 • #30

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