Cymbalta absetzen / ausschleichen - welche Dosis?

H
Hallo avelarte,

nein, haben wir nicht angesprochen. Man glaubt in der Klink, das, wenn ich mehr aus dem Bett käme und gegen mich mehr angehe würde das ohne Medikamente klappt.

Habe nächste Woche Mittwoch dort einen Termin, bis dahin muß ich mich entscheiden, ob ich wieder in die Tagesklinik will oder einen Schlafentzug bzw. Wachtherapie machen möchte.

LG
Hamsterbacke

18.02.2009 17:07 • #76


P
Hallo,
Ich habe 1 Jahr lang Cymbalta genommen, 60mg war mir zuviel, habe gezittert und bin auf Hochtouren gelaufen.
Dann habe ich umgestellt auf 30mg. Konnte aber nachts nicht gut schlafen, war zu zappelig.
Kam dann selbst auf die Idee , da es 15mg nicht gibt , aus der Kapsel die Hälfte herauszuschütten.
Nahm dann also im Wechsel 30mg und 15mg für ein Jahr. Einzige Nebenwirkung : Gewichtszunahme und Müdigkeit
ansonsten ging es mir gut.
Jetzt will ich es absetzen, habe auch davon gehört langsam auszuschleichen. Habe also 2Wochen nur 15mg genommen,
dann 2 Wochen nur jeden 2. Tag 15mg und dann gar nichts mehr. Dabei ging es mir auch sehr gut.
Plötzlich ist starker Schwindel aufgetreten, dazu kam Schwitzen und frieren, leichte Übelkeit und jetzt auch innere
Unruhe, die mich am meisten stört. Man fühlt sich so unruhig und hippelig. Das geht nun schon seit ca. 1-2 Wochen
so und ist auch noch nicht besser geworden. Denke, dass das alles Absetzerscheinungen sind, nur die Unruhe macht mir etwas zu schaffen, da dies damals auch mit ein Grund war, warum ich Cymbalta einnehmen musste.
Nehme nun bei Bedarf Lorazepam , halbe Tablette abends und schaue mal wie es weiter geht.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen beim Absetzen gemacht? Wie lange dauert es, bis die Symptome endlich verschwinden??

09.03.2009 22:58 • #77


A


Hallo Sancho,

Cymbalta absetzen / ausschleichen - welche Dosis?

x 3#3


S
Hallo Primel,

könnte es evtl. sein, daß die innere Unruhe überhaupt nicht mit dem Absetzen des Antidepressivas zusammenhängt, was sagt den dein Doc und warum setzt du Cymbalta ab ?

Bzgl. der tägliche Lorazepam Einnahme, ist diese Dosierung mit deinem Arzt besprochen ? Lorazepam hat ein hohes Suchtpotential, kann ziemlich schnell in eine Abhängigkeit führen !

Ich rate dir, die Medikation und die (wieder)aufgetretene innere Unruhe unbedingt mit deinem Arzt zu besprechen !!!

LG und sei hier im Forum herzlich willkommen.

sek

10.03.2009 06:23 • #78


Darkness
Hallo,

ich habe mal eine Frage...und zwar, wer hat denn Erfahrungen mit dem Medikament
Duloxetin gemacht?
Ich nehme es erst seit heute (30mg) und irgendwie bin ich innerlich total genervt...also
so richtig genervt...!
Es ist ein gemischtes Gefühl zwischen total genervt und innerlicher aggresivität...!
Wenn ich könnte, würde ich am liebsten alles kurz und klein hauen....(aber noch
kann ich mich beherrschen...)!
Doch warum ist das so? Zuerst war ich nach der Einnahme ein bischen müde, jedoch
nicht so lange und so knapp 3 Std. später fing das an, mit dem genervt sein...!
Will auch am liebsten meine Ruhe...nicht reden, nichts hören, nichts sehen...!
Kennt das vielleicht noch jemand?
Darkness

(Edit.Med)

23.03.2009 21:03 • #79


A
Mal auf die Schnelle:
Hab mal nachgeschaut bei den Nebenwirkungen.

Es kann schon sein, dass diese Gereiztheit vom Medikament kommt, obwohl sie
nur bei 1% der Patienten auftritt.

Vielleicht bildest gerade Du diese 1% Ausnahme.

Ich hoffe, dass sich hier noch andere zu Wort melden, die dasselbe Medikament genommen haben.
(Avelarte hatte es glaub ich auch, und Duloxetin wohl auch - vielleicht haben sie andere Erfahrungswerte).

Liebe Grüße, Alannis

23.03.2009 22:04 • #80


Darkness
Hallo Alannis,

vielen Dank für deine schnelle Antwort....!
Hm, ob ich zu den 1% gehöre....ich weiß nicht. Ich habe zuvor schon mehrere verschiedene
Antidepressiva ausprobiert, jedoch hatte ich bei keinem anderem gleich am ersten Tag der Einnahme
eine solche Genervtheit....meine Stimmung ist dementsprechend auch so richtig unten...!
Ich fühle mich eh die ganze Zeit schon innen total leer....aber so wie heute war es noch nicht,
zumindest nicht in letzter Zeit...!
Ich würde gerne, also ich habe irgendwie total das Bedürfniss mal wieder so richtig zu weinen,
aber es geht nicht....! Was Gefühle angeht, bin ich eh wie versteinert....jedoch ist da halt diese
genervtheit....diese aggresivität in mir....seit heute mittag....!
Hoffe, es lässt nach....!
Darkness

23.03.2009 22:31 • #81


P
Moin Darkness,

es ist ganz normal, daß man erst mal negative Nebenwirkungen spürt. Du nimmst Duloxetin ja gerade erst. Gib ihm 'ne Chance und ertrag einfach die Genervtheit für ein zwei Tage. Gesunde Menschen sind auch zwischendurch mal ultra genervt. Gerade wenn Du vorher emotionell versteinert warst, nimms erst mal als Zeichen, daß die Versteinerung durchbrochen wird, denn Genervtheit ist immerhin auch ne Emotion (man soll sich über alles freun was wächst ).

LG
Petra

24.03.2009 08:12 • #82


B
Hi,

ich schaue immer bei http://www.onmeda.de/ nach. Dort ist alles schön aufgelistet und einfach zu finden.

Hoffe es hilft dir

GlG Bev

24.03.2009 10:53 • #83


C
Hallo Darkness,
seit einen Jahr nehme ich Duloxetin. Zuerst fing ich wie du mit 30mg an. Die Nebenwirkungen waren erschreckend zu Anfang. Schwindel, Gereiztheit,
Zittern, Müdigkeit, schlechteres Sehen. Ich war total durcheinander. Nach 2 Wochen Einnahme ging es mir ließen die NW nach. Nach 4 Wochen steigerte ich
auf morgens 30, mittags 30. Auch dann anfänglich wieder Probleme wie schon genannt, aber nicht mehr so stark. Nach weiteren 4 Wochen nahm ich morgens 60, mittags 30. Und wieder 4 Wochen später morgens 90, mittags 30, also die Höchstmenge. Hatte mehr erwartet von der Einnahme. Duloxetin soll ja bei chron. Schmerzen helfen. Na ja. Mein Antrieb ist etwas besser, wenn ich erst mal die schwere Hürde geschafft habe, trotz ständiger Schmerzen, aufzustehen und Gymnastik zu machen.
Dez. war ich dann in REHA. Es wurde der Medikamentenspiegel bestimmt, der viel zu hoch war. Deshalb nehme ich jetzt wieder 60, 30.
Ich möchte auch nicht verschweigen, das ich 4 kg zugenommen habe und das meine Libido, wie es der Fachmann ausdrückt, gleich 0 ist.
NW habe ich keine mehr, soweit ich das beurteilen kann, weil durch meine vielen Schmerzen kann ich natürlich nicht mit Sicherheit sagen, ob das Duloxetin
tatsächlich keine NW hat. Fühle mich aber etwas stabiler als letztes Jahr und auch etwas ruhiger.
Leider habe ich auch Schlafprobleme, beim Einschlafen und Durchschlafen.
Vielleicht schreibst du mal deine Diagnose, und ob du berufstätig bist.
Falls du weitere Fragen hast stell sie und ich versuche dir zu antworten. Aber gib dem Medikament auch eine Chance.
Alles Gute Cym

24.03.2009 12:26 • #84


S
Hallo Darkness,
Duloxetin ist ein sogenannter kombinierter Serotonin- und Noradrenalinwiederaufnhamehemmer (kurz: SNRI) genannt.
Da dieses Antidepressiva auf Serotonin und Noradrenalin wirkt, K Ö N N E N durch diese Aktivierung beider Transmitter, evtl. vermehrt Nebenwirkungen auftreten.
Eine generelle Aussage wird es leider nicht geben, da jeder Mensch anders reagiert und andere Voraussetzungen hat.

Zum Anfang der medikamentösen Therapie ist eine Gabe von 30 mg zum heutigen Zeitpunkt die kleinste Duloxetin- Einheit meines Wissensstandes.
Nach Rücksprache mit deinem Doc, wird die Medikamentendosierung angepaßt evtl. erhöht und hoffentlich nach erfolgreicher Einnahme und Genesung wieder schrittweise abgesetzt.

Meiner eigenen Erfahrung nach, bilden sich diese oftmals doch sehr unangenehmen und durchaus heftigen Nebenwirkungen im Laufe der Einnahmezeit zurück, oftmals verschwinden NW komplett.

Ich selbst nehme nun wieder Duloxetin 120 mg / die, da bisher der Wirkstoff Duloxetin bei mir die besten Ergebnisse brachte, dies im Vergleich zu anderen antriebssteigernden Antidepressivas. Deshalb nehme ich die anfänglichen NW auf mich. Eine Gewichtszunahme kenne ich leider auch, obwohl ich nicht von einer vermehrten Appetitzunahme sprechen kann ?!? Ich akzeptiere jedoch manche NW, da mir Duloxetin unterstützend sehr hilft.

Wie bereits von meinen Vorschreibern genannt, solltest du eine gewisse Zeit (Minimun !!! 2 Wochen) abwarten.
Dies natürlich unter den Voraussetzungen, daß die Nebenwirkungen für dich akzeptierbar sind.
Da solltest du deinem Arzt vertrauen und das Gespräch mit diesem, über NW und sonstige Auffälligkeiten nicht scheuen.

Wie von der Vorschreiberin Duloxetin beschrieben, kann durch eine Blutabnahme, der Medikamentenspiegel in deinem Blut nachgewiesen und hierdurch eine adäquatere Einstellung erfolgen.

Auch können durch regelmäßige Blutabnahmen evtl. Abweichungen, Veränderungen des Blutbildes und anderer Parameter und NW kontrolliert werden.
Mein behandelnder Nervenklempner nimmt mir regelmäßig Blut ab. Dies ist jedoch von Arzt zu Arzt anders, meiner Erfahrung nach.

Vielleicht möchtest du mehr über dich und deine Symptomatik hier im Forum schreiben ?

LG und alles Gute

sek

24.03.2009 13:13 • #85


@-jürgen
Hallo Darkness

Ich nehme auch Duloxetin, habe vor einen Jahr mit 60mg angefangen, seit 6 Wochen bin ich auf 120mg, am Anfang habe ich auch nur Nebenwirkungen war genommen aber nicht die Wirkung.
Erst als ich damit aufgehört hatte ( natürlich ohne Arzt )
habe ich mitbekommen das mir Cymb. hilft.

Was die Nebenwirkungen betrifft so kann ich den Anderen nur zu pflichten, hab aber keine Angst das du nun alle hier beschriebenen Nebenwirkungen auch bekommst.

Das ist bei jeden unterschiedlich auch von der Intensität, eine große Rolle spielt dabei auch die Kombination mit anderen Medis.

Bei mir überwigen die Vorteile gegen über den Nebenwirkungen, also las dir Zeit.


LG Jürgen

24.03.2009 20:55 • #86


Darkness
Hallo,

WOW...vielen vielen Dank für die vielen Rückantworten...! Leider konnte ich gestern nicht online gehen,
aber dafür geht es heute!
Ich danke Euch echt für die vielen Aufklärungen bezüglich Duloxetin.
Es ist ja nicht so, das es mein erstes Antidepressiva ist, aber bisher hatte ich halt irgendwie noch nicht so
wirklich solche NW und vorallem so schnell...!
Wie gesagt, ich nehme es jetzt erst seit Mo., aber bisher geht es mir nicht wirklich gut damit.
Am ersten Tag kam ja diese Genervtheit und gestern kam dann noch zusätzlich dazu,
das ich mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hatte, die Verdauung absolut verrückt gespielt hat,
leichte Sehproblem habe und ich absolut überhaupt keinen Antrieb mehr verspüre.
Ok, dieser war schon davor recht wenig, aber jetzt bin ich am allerliebsten alleine,
und mag auch gar nicht reden oder irgendwas hören (z.B. wenn das Telefon klingelt, lass ich es fast immer
klingeln, weil ich einfach keine Lust habe zu reden).
So ca. 1 Std. nach der Einnahme, bin ich wie bematscht....also, könnt mich grade hinlegen und schlafen,
was aber irgendwie nicht funktioniert (komme nicht aus meinem Gedankenkarusell heraus, und kann daher
nicht abschalten).
Laut der Ärztin soll ich die ersten 7 Tage 30 mg nehmen und dann, also ab nächsten Mo. erhöhen auf
60 mg....! Hoffe nur, das die NW dann nicht noch schlimmer werden...!!!

Zur Zeit bin ich nicht berufstätig, bin krank geschrieben und mache eine amb. Therapie.
Diagnosen:
- rezidiv. depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode
- Essstörung (MS)
- SVV
- somatoforme Schmerzstörung

In der Klinik wurde mir gesagt, das ich noch eine Persönlichkeitsstörung habe (Borderline), jedoch weiß ich
nicht wirklich, ob das stimmt....! Ich kann mich zwar mit sehr vielem, was bei diesem Test gefragt
wurde identifizieren, aber ob es jedoch so ist....ich weiß es nicht....!

Ich hoffe nur so sehr, das ich irgendwie einen Weg finde...wieder normal zu leben, denn im Moment
sind einfach Tage/Zeiten dabei...da habe ich das Gefühl kein Land mehr zu sehen.
Ich schaffe es zum Glück zwar immer wieder, mich von diesen Gedanken zu entfernen, aber die Frage ob es
mal wieder normal sein wird ist und bleibt einfach quälend...!!!
Die Kraft jeden Tag aufs neue zu kämpfen und zu hoffen....verdammt anstrengend...!

Naja....was soll´s....! Ich werde (möchte) weiter berichten, wie es mir mit der Einnahme von Duloxetin
ergeht und ob und wie sich etwas verändert...!

Lg Darkness

25.03.2009 17:54 • #87


P
Gib dem Medikament eine Chance. Zieh Dir die Bettdecke über die Ohren, wenns nicht anders geht, aber halt ein bißchen durch. Wenn die Symptome nach einer Woche unverändert sind, dann noch mal zum Arzt, verändern sie sich und eines löst das andere ab, dann ist das durchaus normal. Kann auch zwei drei Wochen so gehen, gehört dann aber mit zum Eingewöhnen.

LG
Petra

25.03.2009 17:58 • #88


C
Hallo Darkness,
gib momentan einfach deinen Gefühlen und Bedürfnissen nach. Und erhöhe erst die Dosis wenn du mit der jetzigen klar kommst.
Vielleicht ist es nicht das richtige Medikament. Aber probiere es wenigstens 6 Wochen.
Deine Diagnosen sind ganz schön heftig. Ruh dich aus und habe Geduld mit dir.

Liebe Grüße Cym

25.03.2009 18:40 • #89


A


Hallo Sancho,

x 4#15


Trulla
Hallo!

Brächte mal Euren Rat...

Habe Cymbalta 30mg verschrieben bekommen, aber nach der 1. Tablette war mir 3 Tage lang übel und zwar so, dass ich nur diese 1 genommen habe und dann nach Absprache mit meiner Hausärztin dann auf Yentreve umgestiegen bin, da das der gleiche Wirkstoff ist, aber eben nur 20mg zum Einschleichen. Davon ist mir nicht mehr übel, aber ich habe seit dem das Gefühl im Hals, als ob da ein Bonbon steckt, außerdem kann ich nicht mehr schlafen, habe das Gefühl, ich bin ne Rakete direkt vor dem Abschuss, so nervös bin ich... Soll für den Übergang Tavor nehmen, aber von 1mg spüre ich eigentlich nicht viel, allerdings kann ich jetzt nachts so 5 Stunden schlafen. Dieses Halsgefühl und die Nervosität lassen mich jetzt überlegen, ob ich weiter nehmen soll, zu dem kommt meine große Angst vor der Zunahme, da ich vom letzten Antidepressiva knapp 20 Kg zugenommen habe (1999), die ich nie wieder los geworden bin...

Eigentlich gehts mir grad wieder besser und ich nehme das Antidepressiva nur, weil ich in 2 1/2 wochen einen neuen Job beginne und dann stabil bleiben möchte, habe im Moment aber eigentlich nicht wirklich das Gefühl, dass es notwendig ist...

Was nun???

Herzlichen Gruß, Trulla

26.03.2009 16:41 • #90

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