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Das kleine Mädchen, der kleine Junge in Uns

Pilsum
Zitat von Kate:
Der Vergleich hinkt.
Aber ich weiß was Du meinst. Du kannst allerdings problemlos Dein Essen wegwerfen, ich mein Leben aber nicht.
Es lässt sich oftmals nicht dosieren, es überspült einen plötzlich wie eine Welle aus Wahrheiten die man nicht aushalten kann, aus Schmerz, Hoffnungslosigkeit, Elend.
Man bleibt zurück wie ein Häufchen Elend und hat Angst vor der nächsten Welle, der nächsten Therapiestunde, der nächsten Nacht.
Dann fällt es schwer an eine zukünftige Zufriedenheit zu glauben.

Aber ich denke heute zu destruktiv. Nicht mein Tag

Liebe Grüße Kate


Ja, mein Vergleich hinkt.

Vieles lässt sich leider nicht dosieren.
Gehört die Hoffnung aber nicht auf die positive Seite? Die Seite für die Zukunft?
Falls ja, gehört die Hoffnungslosigkeit nicht in die Reihe gemachter Erfahrungen und Prägungen.
Oder sehe ich auch das falsch?

26.12.2020 15:09 • x 2 #76


Kate
Zitat von Pilsum:
Gehört die Hoffnung aber nicht auf die positive Seite? Die Seite für die Zukunft?
Falls ja, gehört die Hoffnungslosigkeit nicht in die Reihe gemachter Erfahrungen und Prägungen.

Ich denke beides stimmt.
Und was möchtest Du damit sagen?

26.12.2020 15:15 • x 2 #77


A


Hallo Jedi,

Das kleine Mädchen, der kleine Junge in Uns

x 3#3


Pilsum
Zitat von Kate:
Ich denke beides stimmt.
Und was möchtest Du damit sagen?


Unsere Angst ist vermutlich unser stärkstes Gefühl.
Diese Angst können wir nur begrenzt beeinflussen. Jedoch bin ich sehr sicher, dass wir unsere Angst
mit der Bewertung von Hoffnungslosigkeit zusätzlich stark verstärken.
Der persönliche Glaube und die persönliche Überzeugung der Hoffnung jedoch, wirken unserer
Angst direkt entgegen.

26.12.2020 15:29 • x 3 #78


T
Zitat von Pilsum:

Wenn Dein inneres Kind also Deine Lebenserfahrungen nicht vorhanden wären.
Auf welcher Grundlage, mit welchen Erfahrungen, hättest Du dann Dein Leben aufgebaut?


Wenn ich diese Lebenserfahrungen nicht hätte, wären es andere. Wenn es bessere, sogar gute wären, wäre alles ok. Dann hätte man ganz natürlich seine Persönlichkeit festigen können, ohne dass das Kind immer noch eine Relevanz haben möchte.

26.12.2020 15:48 • x 2 #79


A
Kleiner Junge , in mir ist ein ganzer Kindergarten

26.12.2020 15:50 • x 2 #80


E
Zitat von Aquarell99:
Kleiner Junge , in mir ist ein ganzer Kindergarten

da lach ich gern mit

26.12.2020 16:29 • x 2 #81


A
Lass uns die inneren Kinder rauslassen

26.12.2020 16:30 • x 1 #82


E
Zitat von Aquarell99:
Lass uns die inneren Kinder rauslassen

jaaah, ich bin nur eins ... und *hüpfe vor Freude im Kreis herum

26.12.2020 16:40 • x 1 #83


A
Komm wir buddeln ein Loch im Sandkasten , tiefer als tief bis Grundwasser sprudelt , danach eröffnen wir ein Freibad

26.12.2020 16:44 • #84


E
Zitat von Aquarell99:
Komm wir buddeln ein Loch im Sandkasten , tiefer als tief bis Grundwasser sprudelt , danach eröffnen wir ein Freibad

yep und springen drin herum

26.12.2020 16:49 • x 1 #85


E
das hat Spaß gemacht!
Jetzt hat mein kleines Mädel Hunger und bekommt die Entenbrust mit Klößen

26.12.2020 16:52 • x 1 #86


A
Guten Hunger , kleines Mädel

26.12.2020 16:53 • x 1 #87


E
Zitat von Jedi:
Kann ich durchaus verstehen u. ich weiß von manchen, die die innere Kind Therapie vorzeitig abgebrochen haben,
aus unterschiedlichsten Gründen.
Einer war auch, dass sie keinen Zugang finden konnten !

Ich war eine komplette Verweigerin.
Ich wurde fast schon aggressiv, fand es extrem lächerlich.
Und dann gab es irgendwann einen Zeitpunkt, der stimmig war, an dem ich mich dem Thema angenähert habe- es ist noch gar nicht lange her.
Ich habe allerdings nicht mit einem Buch gearbeitet, sondern mit Gerüchen, Gefühlen, Fotos, etc...mir war zunächst nur wichtig, Zugang zu mir zu finden, was ist passiert, warum reagiere ich in Situationen so gar nicht und in anderen zu vehement, etc.

Ich hatte auch viele Gespräche mit einer meiner Schwestern, die eine Art Körpertherapie gemacht hat und davon sprach, sich zu bemuttern- ich war damals fast schon alarmiert, und ich wußte:
Wenn ein Thema auf so tiefe Ablehnung bei mir stößt (was mir ja nicht schadet), liegt da was im Argen.
Vielleicht war auch mein Leidensdruck zu groß, aber ich war bereit, hin zu schauen, und es war für mich wie eine Offenbarung, der Schlüssel zu mir, auch zu betrauern, was war, was niemals sein wird, diese Verzweiflung wahr zu nehmen, auszuhalten und zu wissen:
Der Schmerz war für die kleine Resi zu groß, die erwachsene hält das aus und kann es korrigieren, ich möchte nicht ins Detail gehen.

Ich bin tief davon überzeugt, daß es ohne die Anerkennung, was war und ist und ohne die Annahme des kindlichen Anteils in uns keine Heilung stattfinden kann, allenfalls eine Verlagerung des Leidens.

26.12.2020 17:08 • x 4 #88


Jedi
Liebe @Resi

Zitat von Resi:
Ich war eine komplette Verweigerin.
Ich wurde fast schon aggressiv, fand es extrem lächerlich.

Daran kann ich mich auch noch gut erinnern, umso war für mich erstaunlich, dass Du Dich doch damit beschäftigt hast.
So wie Du es auch hier in Deinem Beitrag beschrieben hast, leuchtet es mir völlig ein, wie Du Deinen Weg dahin gefunden hast.
Zitat von Resi:
dann gab es irgendwann einen Zeitpunkt, der stimmig war, an dem ich mich dem Thema angenähert habe- es ist noch gar nicht lange her.

Und Du schreibst das völlig richtig, es muss erst die richtige Zeit dafür dasein, bzw. es sollte sich stimmig anfühlen,
wenn man sich einem solchen Thema nähert.
----------------
Zitat von Resi:
Ich bin tief davon überzeugt, daß es ohne die Anerkennung, was war und ist und ohne die Annahme des kindlichen Anteils in uns keine Heilung stattfinden kann, allenfalls eine Verlagerung des Leidens.

Da bin ich ganz Deiner Meinung

LG Jedi

26.12.2020 18:01 • x 4 #89


A


Hallo Jedi,

x 4#15


Jedi
(Zitat von @Pilsum )
Wie findest Du denn, sollte man sich dem Thema auf bessere, hilfreichere Weise nähern?
----
(Zitat von @ClaraFall )
Vielleicht gar nicht? Vielleicht als Selbstverständlichkeit?

Ich glaube es ist ein schwieriges Thema.

Natürlich gibt es die kranken oder meinetwegen auch sehr schlechten Eltern, die in einer Form von Gleichgültigkeit oder Abwertung mit ihren Kindern umgehen und leben.

Doch ich bin fest davon überzeugt, dass die meisten Menschen ihre Kinder lieben und alles für sie tun.

-------
Ich stimme Clara zu, dass sicher die meisten Eltern ihre Kinder lieben (was auch immer man unter Liebe da versteht) u.
auch alles für sie tun wird.
Würde da auch Zustimmen, dass es kranke u. schlechte Eltern gibt, die selbst keine Empathie, für Niemand
empfinden u. über kein Mitgefühl verfügen !
Habe lange in meiner Therapie daran gearbeitet zu verstehen, wie Eltern in der Lage sind, ihr Kind mit
allmöglichen Gegenständen zu schlagen, die Wunden zu sehen u. dabei offenbar nichts zu empfinden.

Mir persönlich u. Dir Clara wäre es doch sicher nicht in den Sinn gekommen, unsere Kinder mit Feuerhaken u.
anderen Gegenständen blutig zu schlagen !
Das empfinde ich als hochgradig krank u. dann waren meine Eltern noch Gläubige Katholiken.
Später konnte ich mir nur irgendwie vorstellen, was für eine tiefe Wut, worauf ?, da in meinen Eltern steckt haben muss.
----------------
Wenn ich damals nicht durch die Eltern meines damaligen Freundes nicht Hilfe gehabt hätte, wer weiß,
ob ich noch am Leben wäre.
Die innere Kind Therapie, war auch für mich Überlebenswichtig, um überhaupt in Kontakt zu meinem
inneren Kern - meinem eigentlichen Ich finden zu können !

Die Bezeichnung das innere Kind steht auch nur für eine Metapher u. in meiner Therapie hieß es auch eher,
frühe Kindheitserfahrung.
An der Bezeichung, inneres Kind, daran stoßen sich auch sehr viele u. fib´nden es deshalb auch Befremdlich,
gar bis Lächerlich.

LG Jedi

26.12.2020 18:29 • x 4 #90

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