Depression oder Burn-Out - beides / Unterschied?

T
Hallo, ich habe mich schon einmal vor einem Jahr vorgestellt und zwischendrin ging es mir auch wieder gut, aber ob es an den Paar Stunden bei der heilpraktischen Therapie gelegen hat, weiß ich nicht. Jedenfalls hat die Depression wieder zu geschlagen und ich nehme seit einem halben Jahr 300 mg Moclobemid, wobei ich allerdings keine Besserung feststellen kann. Eine Freundin sagt sogar, ich wäre mittlerweile ganz am Boden und es würde gar nicht mehr gehen. Dabei habe ich ihr noch nicht einmal von dem Hang zu SVV erzählt. Naja jedenfalls war ich heute krank zu Hause und werde mal sehen wie es weiter geht. Nachdem der Hausarzt außer dem Tablettenverschreiben keine weitere Schritte unternimmt, habe ich jetzt auf eigene Faust einen Therapietermin für Anfang Juli vereinbart. Fühle mich dadurch jetzt erstmal etwas besser.

Also dann noch einmal zu meiner Geschichte:

Eigentlich habe ich schon seit Jahren den Hang zu depressiven Perioden, welche meines Erachtens mit S. Störungen bis zur totalen S. Unlust begonnen haben, die sämtliche Beziehungen bereits in der Frühphase kaputt gemacht haben. Es bestanden auch schon seit Jahren Schlafstörungen (teilweise nur bei Licht und Fernseher), Organisationsunfähigkeit (Wohnung aufräumen, Briefkasten leeren etc.) bis hin zu totaler Lustlosigkeit zu allem. Dabei habe ich versucht, die Gründe auf alles Mögliche zu schieben, wie Umgebung in der ich mich nicht wohl fühle, fehlender Freundeskreis und habe mich vollkommen in die Arbeit gestürzt, was aber glaube ich nunmehr den Teufelskreis erst richtig in Gang gesetzt hat.

Mittlerweile ist es jedoch soweit, dass die Arbeit gar keinen Spass mehr macht und ich mit extremsten Widerwillen zur Arbeit gehe, die Konzentrationsfähigkeit ist gerade zu gleich Null und ich fühle mich kaum noch in der Lage die Verantwortung in dem Job wahrzunehmen. Freizeitaktivitäten gibt es mittlerweile gar nicht mehr, da meine ganze Kraft dafür verwendet wird, den Haushalt in den Griff zu bekommen. Dazu kommt auch das Gefühl am liebsten nur mit vertrauten Menschen zu sprechen und sich sonst zu vergraben. Eine Kontaktaufnahme in fremden Menschen bzw. das Zusammensein mit einer größeren Anzahl von Menschen verursacht Angst und Panik. Dies geht teilweise so weit, dass ich Probleme habe, einfachste Termine wie Autoreparatur u.ä. per Telefon zu vereinbaren. Auch das ist beruflich kaum tragbar, da ich telefonisch Auskünfte geben muss. Ich fühle mich mit den einfachsten Aufgaben überfordert und habe das Gefühl irgendwie fremd in meinem Körper zu sein. Ich kann es selbst kaum beurteilen, aber ich habe von einer Freundin/Arbeitskollegin gehört, dass ich eigentlich überhaupt nicht arbeitsfähig bin und sie das Gefühl habe ich wüsste gar nicht wie schlimm die Situation tatsächlich wäre. Ich habe auch selbst den Eindruck, dass durch den Job die Situation immer schlimmer wird, jedoch habe ich panische Angst etwas zu verändern, obwohl es tatsächlich andere berufliche Alternativen gäbe. Ich habe das Gefühl, dass es aus der Situation keinen Ausweg mehr gibt.

Liebe Grüße

Tiger

21.06.2010 21:58 • #1


dragon
Hallo Tiger,
das was du an dir beschreibst klingt sehr nach Depression. Allerdings kann auch BEIDES GLEICHZEITIG, also depri und burn out vorliegen. Ich bin natürlich kein Arzt sondern schreibe nur aus eigener Erfahrung.
Gruß
Dragon

22.06.2010 01:02 • #2


A


Hallo tiger725,

Depression oder Burn-Out - beides / Unterschied?

x 3#3


uniquenessy
Hallo Tiger,

ich finde es gut, dass du dir schon etwas Hilfe gesucht hast. Vielleicht solltest du dir noch einen Psychater/ Neurologen suchen, es kann ja durchaus möglich sein, dass das Antidepressiva nicht mehr das richtige ist?!

Auch ich kenne diese Situation der Überforderung nur zu gut, so ging es mir letztes Jahr auch.
Hast du überhaupt schon mal Spaß an diesem Job gehabt?
Wenn dein Bauchgefühl sagt, du könntest etwas ändern, in dem du den Job wechselst, dann solltest du das auch tun.
Bist du jetzt ertsmal krank geschrieben?
Ich habe damals eine Stundenreduzierung vorgenommen, dass hat mir sehr geholfen.

Gruß
Uniquenessy

22.06.2010 06:46 • #3


T
Danke für Eure Antworten. Ich denke die Idee mit dem Pychiater ist ganz gut. Krankgeschrieben bin ich nicht, aber ich versuche es einigermaßen zu handeln...es geht auch solange ich nur das Notwendigste arbeite. Außerdem habe ich ab Mitte nächster Woche zweieinhalb Wochen Urlaub, so dass ich mich da jetzt erstmal hinhangel.

Ob der Job Spaß gemacht hat...naja ich würde sagen phasenweise ja, solange ich nicht in eine verantwortungsvolle Position gekommen bin. Ich glaube einfach, dass ich nicht der Typ für Organisation und Personalführung bin, sondern als Sachbearbeiter besser aufgehoben bin. Jedenfalls sind mit den neuen Aufgaben die Probleme schlimmer geworden,

22.06.2010 20:05 • #4


T
So jetzt fühle ich mich noch schlechter.....ich hatte vor heute die Kündigung auf den Tisch zu legen, damit ich Ende September rauskann und wollte mir einfach ein paar Monate für mich gönnen und erst Anfang Januar wieder einen neuen Job suchen. Und was passiert? Ich war wieder zu feige. Dabei weiß ich dass ich erst mal zu mir finden muss und mit mir selbst klarkommen. Es funktioniert dieser Job nicht und ein neuer momentan auch nicht...Warum bin ich so verdammt feige???? obwohl jeder sagt, ich würde sofort was anderes finden, da ich nicht mal ortsgebunden bin....aber meine verdammte Zukunftsangst stellt mir immer ein Bein.....und es wird nicht besser. Ich weiß nicht mehr weiter....und wenn ich es bis 30.6. nicht schaffe, dann komm ich erst Ende Dezember raus....warum bin ich selbst dazu zu blöd???? und dann noch ein ganzes Wochenende zuhause allein, weil ich eh nicht unter Leute kann...ich packe das nicht mehr!

25.06.2010 18:34 • #5


J
Hallo Tiger!
Wieso willst Du kündigern, Du kannst dich doch krankschreiben lassen und warten, wie die Therapie anschlägt. Bist Du eigentlich in Therapie? Von was willst Du leben, wenn Du den Job kündigst und erstmal zu Hause bleibst, also da kann ich deine Zukunftsangst durchaus nachvollziehen!
Du bist krank, wenn man krank ist, geht man zum Arzt und läßt sich krankschreiben, oder?

25.06.2010 19:02 • #6


T
Was das Finanzielle betrifft wäre es erstmal kein Problem für ein paar Monate und Personalberater rufen wöchentlich an. Also gäbe es schon Möglichkeiten. Therapie beginne ich im Juli. Krankschreiben ist ein Problem, da mein Hausarzt mich nicht ernst nimmt.

25.06.2010 20:37 • #7


T
Warum können sich alle Leute an dem Wetter erfreuen?? Warum gehen Leute draußen spazieren, unternehmen etwas mit Freunden?? Warum schaffen sie alles, sind nicht mit allem überfordert??? Warum bin ich nur vom Einkaufen so erschöpft, dass ich nur noch schlafen will....

Fragen über Fragen

:-(

26.06.2010 14:03 • #8


L
Hallo Tiger,

also wenn dich dein Arzt nicht ernst nimmt, dann solltest du den Arzt wechseln. Mein Arzt würde mich sofort krankschreiben, aber ich hab Angst, dass es dann noch schlimmer wird. Gehe zu einem Psychiater, der findet sicher eine Lösung und schreibt dich erstmal krank.
Lg LadyKatha

26.06.2010 14:35 • #9


T
ich weiß auch nicht ob es mir danach besser gehen würde....ich habe jetzt bald urlaub und denke eigentlich dass ich es wegen erschöpfung brauche, aber ich habe auch etwas angst davor, dass ich nur zuhause sitze....

26.06.2010 14:47 • #10


L
Kündige auf jeden Fall nicht, gehe jetzt in Urlaub und schau , dass du schnell nen Termin bei einem Psychiater bekommst.

26.06.2010 15:12 • #11


T
ich werde auch Urlaub nehmen, versuchen mich auszuruhen und dann kann ich weiter sehen...ich bin auch auf der Suche nach einem neuen Job. Nur macht es momentan wahrscheinlich in der Verfassung auch gar keinen Sinn etwas neues anzufangen. Da ist altbewährtes, auch wenn es nicht perfekt ist, wahrscheinlich besser.

Und nachdem ich deine älteren Beiträge gelesen habe - ich denke auch ich merke, dass ich mir nicht eingestehen kann krank zu sein. Ich denke immer andere schaffen das auch. Aber die sind auch gesund. Ich glaube dazu muss man lernen zu stehen.

26.06.2010 15:22 • #12


L
Also ich würde mir keinen neuen Job suchen, allefalls du denkst es liegt daran.

26.06.2010 19:32 • #13


T
ich glaube nicht dass es nur daran liegt...ich denke ich habe es aber durch den übertriebenen Arbeitseinsatz schlimmer gemacht und projeziere jetzt meinen Hass auf die Arbeit

26.06.2010 19:42 • #14


A


Hallo tiger725,

x 4#15


L
Ich wollte auch kündigen, aber habs nicht getan. wenn man nen neuen Job anfängt, hast erstmal die Probezeit die du überstehen musst, wieder ne Belastung. Ich bin froh, den ich bin immer öfter krank und da in nem neuen Job, ich wäre weg vom Fenster.
Weisst du woran es liegen könnte , ausser der Arbeit?

26.06.2010 19:54 • #15

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