Depression, Therapieabbruch

111Sternchen222
Es ist schon blöd, was dir da passiert ist, es wäre gut wenn du vielleicht mit dem Sozialpsychatrischen Dienst nach einem neuen Therapieplatz suchst.
Duloxetin hilft sehr gut bei Angststörungen/ Panikstörung lass dir da bitte nichts einreden von jemandem der es nicht dagegen genommen hat.

15.04.2023 12:09 • #16


A
Guten Morgen, danke für die hilfreichen Antworten.
Ich habe am Mittwoch einen Termin beim sozialpsychiatrischen Dienst. Habe 6 Wochen auf diesen Termin gewartet. Jetzt traue ich mich aber nicht hinzugehen, weil ich Angst habe, das mir dort Vorwürfe gemacht werden. Z.B Selbst Schuld, In der Therapie nicht richtig mitgearbeitet usw. Die Telefonseelsorge hat mir ja Trotz vorgeworfen, weil ich Suizidgedanken habe. Ich bin ziemlich verunsichert. Ich habe mittlerweile Angst, dass ich mir die Depression nur einrede. Vielleicht kann ich mir selbst nicht mehr trauen. Es ist alles ziemlich verwirrend

16.04.2023 09:52 • #17


A


Hallo anfrania,

Depression, Therapieabbruch

x 3#3


Dys
Hallo @anfrania,
ich glaube nicht das Du Dir eine Depression nur einredest. Depression hat viele Gesichter und auch die Ausprägung der Schwere ist sehr unterschiedlich. Die Einteilung in drei Schweregrade dient ja nur einer Diagnosen Erstellung und meist ist die ja weitaus breiter gefächert, als es diese Kategorien hergeben.
Ich war auch schon Klient beim sozialpsyiatrischen Dienst und meine Erfahrungen dort, waren positiv. Ich glaube Angst sollte Dir ein Besuch dort nicht machen. Abgesehen davon, wie und ob Dir da Hilfe angedeihen kann, entscheidest alleine Du. Mir wurden Hilfsangebote gemacht und welche ich dann nutzte, lag einzig bei mir. Mehr wird man Dir auch nicht anbieten. Vorwürfe wurden mir nicht gemacht, aber natürlich hat mir mein Gegenüber dort, seine Sichtweise, beziehungsweise Meinung zu bestimmten Sachverhalten, die ich äußerte, gesagt. Das sehe ich aber nicht als Vorwürfe an, sondern eben als dessen Sichtweise oder Meinung. Da kann ich mittlerweile gut Trennen.
Aber egal wie dein Besuch dort sein wird, es wird eine Erfahrung sein, die Dich weiter bringen kann, oder auch nicht. Zumindest ist es eine Erfahrung.

VG Dys

16.04.2023 12:39 • #18


A
Laut Psychiaterin habe ich eine mittelschwere Depression. Ich kann das aber irgendwie nicht glauben. Ich meine immer, ich spiele evtl nur etwas vor, also nicht bewusst, ......ich habe Angst, dass irgendwann rauskommt, dass ich ein Betrüger bin. Vom logischen Denken her ist das natürlich nicht die Wahrheit. Aber, das meine ich damit, dass ich mir selbst nicht trauen kann. Vorteile hat die Depression für mich nicht. Gehe in Arbeit aber mach halt in der Freizeit gar nichts mehr. Nur rumliegen. Also kann es kein Krankheitsgewinn sein. Wahrscheinlich bin ich einfach nur verrückt.

16.04.2023 14:30 • #19


Dys
@anfrania Aber Dir geht es doch schlecht, oder etwa nicht? Es ist auch meiner Meinung nach kaum Möglich einen „Gewinn“ aus einer Erkrankung zu ziehen. Bestenfalls erhält man Unterstützung aber das wäre dann eine, die man vielleicht als gesunder Mensch nicht bräuchte oder die einem auch eventuell nicht zugestanden würde. Wenn es dabei ums finanzielle geht, ist das letztlich auch eher eine Entscheidung von Institutionen und beruht im Zweifelsfall auf Gutachten oder was auch immer. Wenn Du die Depression nicht akzeptieren kannst, liegt da vielleicht ein anderer gesundheitlicher Aspekt zu Grunde, der vielleicht noch nicht klar herausgekommen ist. Fakt bei psychischen Erkrankungen ist, eine Diagnose basiert ja meistens auf Schilderungen der Patienten und auf dem Eindruck den sie dem Arzt oder Therapeuten vermitteln. Anders als tatsächliche Schäden am Gehirn, die sich bestenfalls durch eine Bildgebung oder andere Verfahren nachweisen lassen, ist es mit der Psyche alleine eben schwierig. Für einen selbst, aber natürlich auch bisweilen für BehandlerInnen.
Vielleicht ist die Depression ja selbst nur ein Symptom für etwas anderes, dass Dir noch nicht wirklich bewusst ist.

16.04.2023 14:47 • #20


A
Danke für die Antwort, ich werde mal darüber nachdenken. Meine Mutter hat so lange ich denken kann Depressionen. Mein Vater, der letztes Jahr gestorben ist, hat immer zu mir gesagt.....du redest dir das alles doch nur ein. Zusammenreißen. Psychische Erkrankungen galten als Schwäche. . Vielleicht hängt das damit zusammen. Aber eigentlich sollte man sich ja als erwachsener Mensch von so etwas nicht beeinflussen lassen.

16.04.2023 15:00 • #21


Ziva
Hallü du,

Zitat von anfrania:
Aber eigentlich sollte man sich ja als erwachsener Mensch von so etwas nicht beeinflussen lassen.


wenn dir das in der Kindheit und darüber hinaus immer und immer wieder gesagt wurde, dann glaubt man das. Gerade auch dann, wenn es ein Elternteil sagt. Ich kenne solche Sätze.. und es ist auch als Erwachsener noch immer sehr schwer, sich davon loszureißen, weil es mir jahrzentelang eingetrichtert wurde.

16.04.2023 15:10 • #22


Dys
Ich glaube alles im Leben beeinflusst mich und das ständig. Für mich kann nur entscheidend sein, wie ich damit umgehe. Was ich mir von den Einflüssen zu eigen mache, wenn ich die freie Wahl habe, entscheide im Prinzip ich selbst. Bewusst oder auch mal unbewusst und sicher im Hinblick wie etwas gesellschaftlich etabliert erscheint. Für mich persönlich ist es wichtig, eine Erkrankung erstmal überhaupt als eine Erkrankung zu erkennen. Wie andere diese dann bewerten ist deren Sache und ändert ja erstmal nichts an der Erkrankung selbst.

16.04.2023 15:14 • #23


A


Hallo anfrania,

x 4#9


A
Ich bin mir halt einfach nicht sicher, ob ich eine Depression habe. Oder ob ich einfach unbewusst ein Lügner bin. Geht es mir wirklich so schlecht,? vielleicht übertreibe ich einfach. Bin ich evtl nur ein guter Schauspieler, natürlich nicht bewusst. Was will ich evtl. damit erreichen. Meiner Psychiaterin habe ich diese Gedanken erzählt, sie wollte mit mir darauf nochmal einen Depressionstest machen, damit ich das schwarz auf weiß sehe. Aber das habe ich abgelehnt, da ich ja nicht weiß, ob ich die Wahrheit sage. Ich habe seit mehreren Jahren die Diagnose, aber erst seit Anfang diesen Jahres quälen mich diese Gedanken. Weil einfach auch nichts hilft, versuche ich mir die Situation so zu erklären. Vorher hatte ich mit der Akzeptanz der Depression keine Probleme.

16.04.2023 19:15 • #24

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