@bones jetzt will ich endlich auf deine Frage zurückkommen, die du mir gestellt hast.
Wie ich neulich schon erwähnte, bin ich nicht zum Glauben an Jesus gekommen, nachdem ich an der Depression erkrankt bin, sondern ich war vorher schon gläubig. Ich glaube seit meinem 17 Lebensjahr an Jesus. Wie das kam? Ich habe mich schon von klein auf an Gott interessiert. Schon als Vorschulkind betete ich zu Gott. Es Säugling wurde ich meine leiblichen Mutter weggenommen und ich hätte Zeit leben Sehnsucht nach ihr, leider habe ich sie nie kennenlernen dürfen. Ich habe meine kindlichen Gedanken mit Gott besprochen und ich hatte von Anfang an ein Gefühl der Geborgenheit. Klar hätte man sagen können okay du hattest eine schwere Zeit, da hast du dich an irgendwas geklammert was dich tröstet. Ja vielleicht war es damals auch so, aber das interessante ist, dass diese Geborgenheit die ich damals gespürt habe bis zum heutigen Tag nicht vor mir gewichen ist. Selbstverständlich hatte ich als Kind noch nicht die Kenntnis von der Bibel die ich im Laufe der Jahre bekommen habe, aber ich war immer sehr angetan von dem kindergottesdienst. Dazu will ich betonen, dass ich sonst von Haus aus (ich bin als Pflegetochter aufgewachsen) keinerlei Unterstützung in diesen Dingen bekommen habe. Üblicherweise ging mein Ostern und Weihnachten zur Kirche und das war's auch schon. Ich habe damals auch meine Konfirmation sehr bewusst erlebt und habe meine konfirmationsspruch: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig Apostelgeschichte 16,31 sehr bewusst in mich aufgenommen. Zu der Zeit fing ich an darüber nachzudenken, was ist denn heißt an Jesus zu glauben. Und im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass es nicht darum geht zu wissen oder zu ahnen dass es da irgendetwas gibt. Glauben an Jesus kann ich nur, wenn ich davon überzeugt bin, dass das was in der Bibel steht wahr ist.
In Johannes 3,16 heißt es: also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, auf das alle die an ihn glauben nicht verloren werden sondern das ewige Leben haben.
Die ersten Jahre in meinem Glaubensleben habe ich mich auch sehr an Kirchens orientiert. Ich musste dann aber bald feststellen, dass das was ich in den sogenannten Kirchen oder frommen Gemeinden zum Teil erlebt habe, nichts oder wenig mit dem zu tun hatte was ich in der Bibel las. Irgendwann dachte ich: wenn das was ich hier zum Teil zu hören kriege, der Glaube sein soll von dem die Bibel sagt, dann stimmt was nicht. Und mit dieser zum Teil auch Verlogenheit will ich nichts zu tun haben. Das hat natürlich einen gewissen Zeitraum gedauert ich denke auch mehrere Jahre bis ich dahin kam. Aber irgendwann darf ich eine Entscheidung. Ich dachte mir dass es nur zwei Möglichkeiten geben kann. Entweder das mit Gott ist so wie es die Bibel sagt und es stimmt dass Jesus Christus Gottes Sohn ist und für uns am Kreuz gestorben und auferstanden ist . Ich habe mich damals gefragt, ob das denn nun stimmt auch dass wir später nach unserem sterben durch Jesus Tod am Kreuz bei Gott sein dürfen. Stimmt es wirklich, dass wir nur in den Himmel kommen werden wenn wir an Jesus glauben? Es gibt eine bibelstelle da heißt es folgendermaßen: hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus also auf Jesus Christus so sind wir die elendsten sind unter allen Menschen.. es gibt ja verschiedene bibelübersetzungen und da wird es unterschiedlich formuliert aber der Kern ist derselbe. Von daher kann ich dem nur zustimmen, wenn ich in Jesus Christus und den Glauben an ihn einfach nur das sehe, was uns in der gesamten kirchengeschichte vorgespielt wird dann ist das wirklich für die Katz wie man so schön sagt. Selbstverständlich gab es auch im Laufe der Zeit Menschen, die den Glauben so gelebt haben wie er wirklich von Gott gedacht ist. Doch all diese negativen Erlebnisse und Erfahrungen haben sich so wie eine schwarze Decke über alles gelegt was mit dem Glauben zu tun hat. Ich komme noch mal auf meine Entscheidung zurück Punkt damals habe ich mich gefragt was ist jetzt dran? Zum einen hätte ich sagen können, was geht's mich an soll doch glauben wer will ich lasse mir doch keinen Bären aufbinden. Aber zum anderen wollte ich auch wissen woran ich wirklich war. Da ich schon immer jemand war der der Sache auf den Grund ging wollte ich hier auch Klarheit haben. Und so fing ich an zu beten zu studieren also in der Bibel, zu beobachten. Ich befasste mich sehr viel mit dem Wort Gottes und habe immer wieder gesagt jesus zeigt mir wer du bist. Irgendwann kam der noch mal eine sehr klare Entscheidung wo ich dann sagte: Jesus Christus wenn es dich wirklich gibt will ich an dich glauben.
Und ich glaube bis heute und auch weiterhin, nicht nur dass Jesus Christus kein fabelwesen ist, sondern dass er der Sohn Gottes ist und dass er mich von aller Schuld freigesprochen hat und dass mein Zugang zu Gott eines Tages frei sein wird also jetzt schon ist. Was hat das nun mit meiner Krankheit zu tun? Wir wissen alle dass Gott selbstverständlich auch heute noch heilen kann. Aber ich habe im Laufe der Jahre gelernt, dass es hier um mehr geht es um geheilt zu werden. Für mich ist es die Frage wie sehr vertraue ich meinem Herrn, dass er mich auch in solchen Zeiten durchträgt. Na klar freue ich mich wenn er mir die Depression ganz wegnimmt, aber wenn er es nicht tut so weiß ich doch, dass ich in ihm geborgen sein kann. Und vielleicht noch das: was ich jetzt geschrieben habe das ist einfach nur ein lebenszeugnis von mir. Wie schon an anderer Stelle gesagt wurde, kann letztlich niemand einen anderen bekehren, sondern das ist eine Entscheidung zwischen demjenigen und Gott. Ich habe mich so entschieden und ich habe keinen Tag bereut. Nun wünsche ich dir, dass du das was für dich gut ist rausziehst und alles andere einfach ablegst. Und vor allen Dingen wünsche ich dir , dass es dir bald besser geht mit deiner Depression.
15.11.2022 18:25 •
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