Depressionen mit starker Depersonalisation

M
..... sollte ich je gesund werden, steig ich in ne maschine und flieg zu dir, um mich zu bedanken
susanne

23.12.2008 23:42 • #16


M
hallo sabine,

weihnachten war schrecklich - irgendwie hab ichs überstanden. körperlich werd ich langsam fitter, aber seelisch geht es immer mehr bergab. rationales denken kann ich komplett vergessen. es rattern nur immer gedankenfetzen, die alle nichts miteinander zu tun haben durch meinen kopf. die dp ist mega stark.
ich stehe jeden morgen auf, fernsehen an, dann robotte ich durch meine wohnung irgendwie. mach mir einen kleinen plan, was ich heute schaffen will: z.b. ein telefonat, hausflur putzen, ein brot schmieren, einen besuch irgendwo zum ablenken machen.

dabei geht es mir hundsmiserabel !!! ich weiß nicht mehr, wie man ein essen kocht, oder etwas koordiniert, ich stehe unter daueranspannung weil ich mich immer und überall verstellen muss. ich rede nicht mehr über mein befinden, weil die antworten, die bekomme mich so runter ziehen.

alle sagen, es sei ein gutes zeichen, dass ich nicht mehr auf dem sofa rumhänge. ich merke aber keine besserung an mir. ich hab eher das gefühl, dass die vielen aktivitäten eine immer größere flucht vor mir selbst darstellen.

ich hab solche angst, dass ich verrückt geworden bin. teilweise schwindet auch meine auffassungsgabe, wenn jemand mit mir spricht. ich weiß dann oft im selben augenblick nicht mehr, was der andere gesagt hat.

ich kann mich kaum noch motivieren.....weiterzumachen....

wann hört das endlich auf ????? ich bin so wütend auf mich selbst !

und immer wieder gehe ich sinnloserweise die letzten jahre durch, wann hat dies angefangen, wann kam das symptom dazu....ich grübel und grübel und komm auf keinen grünen zweig. dass ich mich überfordert habe, weiß ich....aber wie komm ich da wieder raus, wenn mich alles was ich tue zusätzlich überfordert ??
ich gehe spazieren, wie eine tote maschine. mein körper hat alle gefühle abgestellt, weil ich das alles sonst nicht ertragen würde. ich hab solche angst, dass ich über jahre so tot herumlaufen muss *heul

gruß susanne

31.12.2008 15:10 • #17


A


Hallo Meridiane,

Depressionen mit starker Depersonalisation

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E
Liebe Susanne, ich war einige Zeit nicht in diesem Unterforum, daher melde ich mich erst jetzt. Ich möchte Dir nur sagen: ich weiß genau, was bei Dir abgeht, mir geht`s seit längerem genauso und je mehr an äußeren Unannehmlichkeiten dazukommt, desto mehr fühle ich mich wie in einer Luftblase gefangen- ich kenne alle Deine Symptome.
Was mir aufgefallen ist: Du benutzt öfters das Wort traumatisiert und einmal sagst Du auch, Du bist Mißbrauchsopfer, was ja auch auf Trauma hinausläuft. Es gibt spezielle Traumatherapie, das ist etwas ganz anderes als Verhaltens- oder tiefenpsychologische Therapie, obwohl diese Ansätze natürlich auch hineinspielen. Vielleicht könnte Dir eine solche Therapie weiterhelfen?
Und was die Antidepressiva betrifft: oft muß man lange herumprobieren, bis man eins findet, das greift. Uns wenn man Pech hat, funktioniert`s nur ein Jahr lang und dann muß man wieder was neues ausprobieren- so geht`s mir seit 1995- ich habe fast alles durch. Ein Psychiater sagte mir mal, daß bei manchen Patienten die Antidepressiva nicht besonders wirken sondern nur eine Krücke sind, die Symptomatik wird nur etwas abgemildert, aber sie verschwindet nicht. Bei der Ursache Trauma helfen sie sowieso nur eingeschränkt-aber wahrscheinlich wär`s ganz ohne noch schlimmer.
Liebe Grüße

02.01.2009 16:05 • #18


M
hallo eule, hallo sabine,
herzlichen dank für eure antworten. nein, ich gehe in keine kliniken mehr, weil ich dort erst recht traumatisiert wurde. das tagesprogramm dort überfordert mich absolut ! und weil dann mein geschäft kaputt gehen würde und das würde ich gar nicht mehr verkraften. meine eigentumswohnung wäre dann auch weg.....ich weiß´nicht, was mich dann noch motivieren könnte.

ich habe keinen partner mehr, dem war meine schwere depri zu heftig, und er tat mir auch lange schon nicht mehr gut. er ist ein abgrenzungs-genie, was mich immer einsamer werden ließ. zudem betreibt er hobbys, die meine alte traumata erst angetriggert haben.

ich bin jetzt bei einem heilpraktiker in behandlung, der zunächst einmal mein nervenkostüm wieder aufbaut mit schüssler-salzen und hochgradigen vitaminen. körperlich fühle ich absolut schon besserung. als nächstes wird er mit hochpotenzen homöopathisch an die sache ran gehen. da setze ich große hoffnung drauf.

aber ich glaube auch, dass ich die falschen antidepressiva habe. und mein problem ist, dass ich sie innerlich komplett ablehne.

was ich brauche sind verhaltens-tipps, wie ich über den tag komme.

eine trauma-therapeutin hab ich gefunden, aber die hat keinen platz ! und ansonsten gibts bei uns in der nähe keinen. ich komme auch mit reden nicht weiter - ich spüre, dass ich da körperlich dran gehen muß.

für alle tipps der welt bin ich mega-dankbar !!!!

lieber gruß
susanne

03.01.2009 16:24 • #19


M
hallo eule nochmal,

ich glaube, dass ich eine schwere neurose habe - also eine neurotische depression. da helfen die Antidepressiva s ohnehin nicht so gut, hab ich gehört.
wie hälst du das seit 1995 aus ? ich bin über eine lange angstzeit gegangen bevor die ganz schwere dp und die denkstörungen kamen. es fühlt sich an wie ein endstadium. auch ängste empfinde ich nicht mehr.....gar nichts mehr.

schon letztes jahr merkte ich, dass ich immer heulen musste und mir fiel zunehmend auf, dass ich morgens nicht gut drauf war und es mit zunehmendem tag besser wurde. schließlich wurden die schwarzen wolken immer dichter und dichter. dann bin ich gestürzt - handbruch - und dann kam massivste angst dazu, die nicht mehr wegging. ich konnte nicht mehr alleine sein und klammerte an meinem partner. seit den kliniken hab ich auch die dp. und die denkstörungen, seit ich aus den kliniken raus bin.

was hast du für einen hintergrund ? und wie lebst du jetzt mit dem zustand ? arbeitest du ? und wie kamst du in die depression ? hast du noch andere diagnosen und war bei dir auch die angst so massiv ? hast du auch dp und denkstörungen ?

freue mich auf antwort.

lg
susanne

03.01.2009 16:30 • #20


M
hallo sabine,

da mein geschäft sehr bekannt ist, fürchte ich, dass man mich hier erkennt, wenn ich dir hier antworte.
gerne würde ich dir mehr schreiben .... vielleicht an deine private mail-adresse ?

ich stecke einfach in der zwickmühle. wenn ich schließe verliere ich alles - mein geschäft und meine eig.tumswohnung. mache ich weiter, wird der druck immer größer...

kannst du mir nicht noch tipps geben, wie du in der mega-schweren zeit neben medikamten die tage rumgebracht hast. was hast du praktisch getan ?
was hat dir in der 2. klinik so sehr geholfen. und was war mit deiner arbeit in dieser zeit, als du nichts mehr konntest?

gruß
susanne

05.01.2009 14:33 • #21


W
hallo ihr beiden!
ich hoffe, ihr habt nix dagegen, wenn ich mich jetzt auch mal einklinke.
bin neu hier und stecke auch in einer depression.
aber davon ab, kenne ich DPs und DRs auch SEEEEEEEHR gut!!!!!
mein erster klinikaufenthalt wurde deshalb 2006 dringend nötig...konnte nicht mehr essen,gehen, reden usw.
erst nach einer langen zeit mit einem notfallkoffer ging es langsam aufwärts.
allerdings kenn ich das gefühl(wenn man davon sprechen kann) in und auswendig und hab es auch gehasst.
wie ein roboter dinge verrichtet, nichts wirklich wahrgenommen,tot...
erst die therapie und das bewusstsein über diese fähigkeit zu dissoziieren, hat mir endlich geholfen.
google mal dissoziation.
also, mittlerweile ist klar, das es gegen diese sache kein medikament gibt. durch vieeeeel achtsamkeitsübungen, bewusstem wahrnehmen meiner bedürfnisse und gesunder abgrenzung hab ich geschafft, diese störung in den griff zu bekommen.
jetzt meldet sie sich nur noch als wahrnsignal, wenn ich in eine situation gerate, die mich triggert oder auf eine andere weise belastet.bin auch traumapatientin
und mit der traumatologie der stiftung tannenhof mehr als zufrieden.
ich kann dir nur raten, nimm noch einmal hilfe an!
auf speziellen traumastationen kann dir definitiv geholfen werden!!!
sonst musst du noch länger damit rumlaufen,wenn du nicht beigebracht bekommst, wie man damit umgeht und was man tun kann..
es gibt möglichkeiten..aber die musst du gezeigt bekommen.
außerdem brauchst du dringend eine thera die dir die angst nimmt und genau mit dir hinschaut...
ich sag dir: ES GEHT WIEDER WEG!!!!!!
aber nicht unbedingt von alleine...
also,das war mein erfahrungsbericht. ich hoffe ich konnte ein bisschen helfen.
kann auch die bedenken mit deiner arbeit und deinem kind gut verstehen, aber das wichtigste bist du...auch wenn du dich im moment nicht wahrnehmen kannst.
du bist da und dann auch wieder ganz und gar!!!!
lg,yvonne

06.01.2009 20:41 • #22


A
hallo an alle in diesem forum ich hoffe ihr nehmt euch kurz zeit für mich

mir geht es so schlecht das ist kaum noch in worte auszudrücken, ich hoffe jemand wird mir antworten.
ich bin erst einundzwanzig aber komme mir vor wie 80. erst hatte ich panickattacken im november danach
drei monate starke derealisation und seit mitte februar kann ich kaum noch denken. ich hab sachen der nahen sowie älteren vergangenheit komplett vergessen oder kann sie durch die denkstörung nicht abrufen. ich seh mich um und merke ob ich will oder nicht wie mein blick sowie meine gedanken einfach ins leere schauen. außerdem hat sich mein wortschatz vermindert, ich stottere öfters finde nicht die richtigen wörter um mich auszudrücken, stattdessen benutze ich wörter die eingentlich nicht passen aber mir eben gerade so einfallen. mein zeitgefühl habe ich kommplett verloren (zum glück gibt es tag und nacht) ich kann mich höchstens an die letzten zwei bis drei tage meines jetztigen daseins errinnern. darüber hinaus nur an wirklich besondere tage wie geburtstage oder ähnliches. nicht mal über meine besuche beim psichater oder neurologen weiß ich noch genau bescheid. serien die ich früher im tv verfolgt habe entgleiten mir total, ich will sie immernoch sehen aber weiß nicht was letzte woche darin vorgefallen ist. jemand redet mit mir und ich merke wie ich öfters denn faden verliere und nach fünf minuten gar nicht mehr weiß mir gesagt worden ist. eine chronische müdigkeit da hilft kein kaffe und kein tee nichts!!!! wenns ja nur die müdigkeit wäre. ich verspüre einen druck zwischen den augen, hab öfters kopfschmerzen was ich zuvor (vor den ersten panickattacken) nie hatte. manchmal kommt es mir vor als ab ich schlechte augen hab weil ich alles verpixelt sehe. ich kann die einfachsten zusammenhänge nicht nachvollziehen und planerisch denken ist der horror. alles wie ein böser alptraum aus dem man einfach nicht erwacht dabei ist es nur einen tick nur einen schritt von mir entfernt dieses schöne leben vor dieser hölle. ich bin eigentlich schon tot nur nicht klinisch aber geistig. ich bin so verdummt und deswegen verstummt. traue mich kaum noch mit jemandem reden erstens werd ich eh vergessen was er gesagt hat zweitens kann ich mich kaum noch ausdrücken. das macht das leben so schlimm und sinnlos. aber die liebe zu meiner mutter schwester und meinem neffen halten mich am leben, sonst nichts. und irgendwo so unrealistisch wie das ein toter wieder lebendig wird, die hoffnung auf bessere tage auf eine genesung. ich liebe es immernoch dieses leben obwohl ich es im vergleich zu (normalen zeiten) hasse. ich hab die hoffnung eigentlich schon verloren alles läuft an mir vorbei und ich bin nur ein zuschauer, gefangen hinter einer mauer, komm hier nicht mehr raus.
ich bin allein mit meinem ich obwohl ich keins mehr hab ich bin verloren. keiner weiß über mein leiden bescheid außer meine ärzte und jetzt ihr.

bitte meldet euch möchte mich so gerne mit euch austauschen, bin so verzweifelt

15.03.2009 22:49 • #23


M
hallo, ali und hallo yvonne,

yvonne: ich nehme an, dass dein erfahrungsbericht für mich meridiane bestimmt war ? bin nicht mehr sehr oft im forum, von daher war mir nicht ganz klar, wen du ansprichst.

ich bedanke mich sehr für deinen beitrag. er hat mir wieder das gefühl gegeben, nicht allein auf der welt damit zu sein.

ich habe mittlerweile gelernt, die DP als Schutz zu akzeptieren. Es ist nach wie vor die Hölle, aber es geht einfach nicht weg.

und ali - an dich: Deinen Erlebnisbericht kann ich zu 100 % unterschreiben ! Auch der eingeschränkte Wortschatz, das nicht vorhandene planerische Denken ect. Mein Rat ist - kämpfe nicht gegen die DP - nimm Sie als gegeben an und versuche ihr einen Sinn zu geben. Sie schützt Dich auf irgendeine Art. Bei mir sind es seelische Schmerzen aus den Vorkommnissen der letzten Zeit, die damit abgeflacht werden - leider spürt man logischerweise auch die schönen Dinge nicht mehr. Die Seele schaltet Gefühle eben auf allen Ebenen ab.

Ich gehe sehr viel in die Natur - habe jetzt einen kleinen Hund, der mich zwingt nach draußen zu gehen. Ich versuche täglich etwas zu schaffen. Ein bißchen Arbeiten, soziale Kontakte - soweit möglich - Hausarbeit - ein Einkauf. Und ganz viel Ruhe zwischendurch. Ich für mich möchte in keine Klinik mehr, da mir der Tumult mit vielen Patienten und Geschichten und weiteren Diagnosen zuviel ist. Mich überfordert das. Zu hause kann ich selbst bestimmen, was geht und was nicht.

lieber Gruß
meridiane

16.03.2009 12:05 • #24


A
danke merediane das du geantwortert hast,

ich hab mich die letzte zeit bisschen besser gefühlt oder glaubte mich besser gefühlt zu haben,
darum hab ich hier nicht mehr reingeschaut.
Aber heute ist wieder so ein tag wo ich fast durchdrehe.
kennst du auch diese kopfschmerzen genau oben in der mitte vom schädel, die das denken total lahmlegen? - diese hab ich heute wieder. Ich hab die letzten zweieinhalb wochen kein psychopharmaka genommen. seit fünf tagen nehme ich sie wieder
und habe das gefühl als ob diese die symptome noch verstärken. ich bin so was von abwesend das macht mir angst.

Nimmst du eigentlich noch psycchopharmaka und wirken diese überhaupt, und wenn ja, wie und welche?

bist du auch immer müde und abgeschlagen?

wie gut kannst du dich an die z.b. letzten zwei wochen errinern?

fühlst du dich auch so verdammt einsam trotz deiner Bekanntschaften Freunde und Familie?

ich wohne in München und halte diese stadt nicht mehr aus mich zieht es weg.
Mir kommt alles so monoton vor, immer das selbe irgendwie.
alles was ich mache, egal was es ist, scheint mir so sinnlos ich hab keinen halt mehr.
ich spüre die DR in meinem kopf es ist ein druck eine müdigkeit wie betäubt. ich merke es nicht nur ich spüre es organisch.

so viel erstmal.

ich würde mich sehr auf deine antworten freuen und mich noch mehr und tiefgründiger mit dir darüber unterhalten.

28.03.2009 20:21 • #25


M
hallo ali,

danke für deine mail.
nein, diese kopfschmerzen habe ich nicht. aber sonst alles andere auch, was du beschrieben hast.
ich leide aber nicht nur an dr (derealisation) sondern auch an dp (depersonalisation); d.h. ich spüre mich gar nicht mehr, habe das ich-gefühl verloren.
ich funktioniere nur irgendwie und schaue mir selbst beim machen zu. manchmal glaube ich, ich sei verrückt geworden, dennoch gehe ich einkaufen und versuche einen ablauf einzuhalten.

das denken und fühlen funktioniert überhaupt nicht mehr. entweder ist mein kopf schwarz und leer,oder die gedanken rasen.

ich nehme psychopharmaka und finde, dass sie nicht helfen - weiß allerdings nicht, wie ich mich fühlen würde, wenn ich sie wegließe. habs mal probiert, dann lieg ich körperlich flach und es geht gar nichts mehr. ich nehme cymbalta 60 mg/tag und trimipramin zur nacht, sonst ist an schlaf nicht zu denken. der schlaf ist wie narkose - bumm schlafe ich ein und bumm wache ich auf - dazwischen nichts.

ich bin auch sehr einsam und isoliert, weil es mich anstrengt, meine aufmerksamkeit gebündelt zu halten. ich bin immer müde und abgeschlagen....
erinnern fällt mir auch sehr schwer - oft weiß ich nicht mehr, was ich vor 2 stunden gesprochen habe.

ich war bereits in 2 kliniken und dort ging es mir immer schlechter. darum versuche ich mir selbst zu helfen mit arbeiten und ablenken.

freue mich wieder von dir zu hören !!

gruß
meridiane

30.03.2009 14:17 • #26


A
Hi Merediane,

ich muss zur abwechslung zu unserem alltag auch mal was positives hier reinschreiben.

da ich mich eigentlich jede sekunde mit meiner Geisteskrankheit oder was auch immer es ist beschäftige,

aber einfach keine Lösung zur Genesung finde versuche ich positiv zu denken, wenn es geht.

Auch wenn wir nur noch ein Schatten unseres alten Daseins sind und fast zu nichts mehr fähig, sogar konversation fällt mir schwer weil ich nicht weis was ich erzählen soll, (da ich vergessen hab was ich noch an diesem tag erlebt habe).,

dürfen wir nicht tieftraurig sein.

Ich seh mich als unheilbar auch wenn die Hoffnung nicht stirbt ich bin ein Kämpfer.

positiv denken macht uns nicht wieder gesund negativ denken aber auch nicht, also bleib positiv.

Mit positiv denken mein ich, lass die Hoffnung auf Genesung nicht sterben.

Hoffnung ist das Leben, wir werden unser Ziel vielleicht nie erreichen wieder gesund zu werden aber wenn der Weg das Ziel ist haben wir es schon errreicht

Verdammt nochmal wir müssen genesen, wir werden genesen und danach sind wir zufrieden wie heilige.

Nichts mehr kann uns dann noch umhauen oder uns unglücklich machen.

Das da oben sind meine Gebete die ich zu mir spreche wenn ich wiedermal hoffnungslos verzweifelt bin.
Ich hoffe sie machen dir Mut und geben dir Kraft und Motivation diese schwere Phase zu überstehen.

Es ist nur eine Phase daran musst du glauben
auch wenn mein gedanke rase wird es meinen verstand nicht rauben.
und wenn ich nicht mehr weis was ich vor zwei stunden gemacht
ich weiß in diesem moment hab ich wieder was vollbracht.

Gute Nacht.

30.03.2009 22:48 • #27


M
hallo ali,

wer du auch bist - du bist eine bombe !
mit solchen gedanken versuche auch ich den tag zu überstehen - es war dennoch hilfreich zu lesen, dass du es auch so machst.

ich denke auch, dass ich verrückt geworden bin, weil meine gedanken ständig rasen und ich mir nichts merken kann.

auch mir fallen gespräche schwer, rauben mir den letzten saft - die einsamkeit tut aber auch weh.

auch ich halte mich für unheilbar....was könnte helfen. ich hab wirklich alles versucht: ignorieren und einfach weitermachen, heulen, therpaie, kliniken, lesen, ablenken, putzen, arbeiten, leute treffen, grübeln über grübeln, natur, qui gong, feldenkrais und und und und....

ich habe innerlich aufgegeben und vegetiere mit einer fassade nach außen.

bitte erzähl mir doch mal, wie du in diese lage geraten bist ??????

danke
meridiane

31.03.2009 14:47 • #28


A
hi merediane,

lange geschichte ich versuch mich kurz zu fassen und zu erklären wie es angefangen hat.
Den genauen tag dieser Pest weiß ich nicht mehr.
auf jeden Fall war ich bis Ende März 2008 Soldat auf Zeit. Nachdem ich ausgeschieden bin hab ich im Mai einen Nebenjob
in einem Supermarkt (gleich um die Ecke bei mir) angefangen. Ab dem ersten April 08 hab ich eine Ausbildung zum Versicherungsfachmann bei der Allianz begonnen. Ausbildung in Anführungsstrichen ich bekamm 1200Netto auf die Hand und musste in meiner sechsmonatigen Probezeit eine respektable Menge an Versicherungen verkaufen. Eine riesen Herausforderung und ein absoluter Full Time Job. Ich hab dies nur bis zum 31.08.08 durchgezogen. Die hälfte der Zeit verging mit Seminaren wo ich am Tag mit acht Stunden Theorie zugebombt wurde. Dieses Wissen war Voraussetzung für eine erfolgreiche Verkaufsbillanz. Gleichzeitig hab ich Samstags meinen Nebenjob von 11:00 -20:30 fortgeführt.
Privat hab ich während der Fussball Europameisterschaft meine damalige Freundin kennengelernt. Ich war hals über Kopf verliebt hab fast ständig nur an sie gedacht, auch whärend der arbeit immer nur wann kann ich sie wieder treffen im Kopf.
Ich war kaum konzentriert hab den Allianz Job mehr wegen dem Geld und meinem ansehen gegenüber der Leute gemacht als das ich es wirklich durchziehen wollte. Zusammengefasst von Montag früh bis Samstag Abend voll beschäftigt, kaum Freizeit und die Gedanken immer bei meiner liebsten (Burnout?). Anfang-Mitte August starb plötzlich meine Oma, Mutter von meinem Vater der starb bevor ich geboren bin. Ich liebte sich sehr hab es aber zu diesem zeitpunkt irgendwie unbewusst verdrängt das sie gestorben ist. ich war so verliebt das ich kaum was realisiert hab. Anfang Sebtember floh ich für drei Wochen in den Urlaub (Ohne Freundin)um den ganzen Stress der Arbeit hinter mir zu lassen. als ich wieder in München war, krank vor Sehnsucht zu meiner Freundin, doch diese wollte plötzlich nichts mehr von mir wissen. Sie hat mir nie gesagt warum. ab diesem Tag fing ich an stark zu grübeln und war niedergeschmettert. Eines Abends Ende Oktober traff ich mich mit meinem kleinen Cusa ((18)gleichzeitig mein bester Freund), meinem älteren Cusa (30) und einen sehr guten Freund von mir.
Wir rauchten an diesem Abend Ha. (ich rauche schon seit ich sechzehn bin gelegentlich Hasch). Schöner Abend bis es ca. zwei Wochen später die ganze Familie wusste. Und seit dem ist die Familie auseinandergebrochen (Ich konnte es einfach nicht glauben erst Oma dann Freundin dann DAS). Man sieht sich gar nicht mehr. Drei Wochen später bekamm ich plötzlich Panikattacken, Nachts ich hatte angst davor einzuschlafen Herzrasen,Rhytmusstörrungen. Ich ging ins Krankenhaus EKG aber ohne Befund. Ich bekamm eine Tavor Tablette und eine Überweisung zum Neurologen/Psychater. Der Neurologe war sich sicher das es vom Dro. kamm. Ich bekamm Opripamol die Panikattacken gingen langsam zurück ich setzte sie ab dann kammen sie wieder und dann nahm ich sie wieder(die Tabletten). Seit Ende februar nehm ich sie nicht mehr kann aber trotzdem ruhig einschlafen.

Ich mach hier mal einen vorübergehenden Punkt hab was zu erledigen.

bis bald

31.03.2009 19:22 • #29


A


Hallo Meridiane,

Borderline & Persönlichkeitsstörungen Tipps

x 4#15


A
Hallo Merediane,

Versuchs doch mal mit Sulpirid-CT 50 Mg, wirkt bei mir, Gott sei Dank

22.04.2009 22:19 • #30

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