Depressionen oder Persönlichkeitstörung - was habe ich?

P
Liebe Anissa,

Ich bin persönlich grad genau in der anderen Ecke, wobei ich allerdings sagen muss, das auch ich sehr lange gebraucht habe, ehe ich mir mein Problem eingestanden habe und dann auch noch von mir aus Hilfe gesucht habe.

Ich glaube grad für den gesunden Partner muss es eine wirkliche Qual sein, dem kranken Partner oft, sehr oft, hilflos zu zusehen und die vielen Schmerzen, die der Partner hat, auch noch oft still hinzunehmen.
Auch das du oft grundlos verletzt wird.

Ich für meinen Teil kann dir wirklich nur raten, dich mit dem Thema Depressionen für Dich persönlich auseinander zu setzen.
Auch deswegen um einiges, vielleicht in deinen Augen, sinnlose und konfuse Aktionen ein wenig besser nach zu vollziehen und vielleicht auch um es ansatzweise ein wenig zu verstehen.

So wie du geschrieben hast, empfindest du sehr viel für diesen Mann und ich hoffe wirklich das Beste für euch.

Es ist schwer und sehr hart, und ich wünsch dir wirklich alle Kraft dafür.

Lieben Gruß
phoebe


Tante Edith zeigt mir grad, das ich nur den 1. Post gelesen hab.

09.03.2012 08:28 • #16


P
Ohh okk nun hab ich alles gelesen und muss den Anderen, Recht geben.

Manchmal hilft es dem Kranken nur, ihn fallen zu lassen.

Bei mir persönlich hat es erst Klick gemacht, als meine Schwester mich Weihnachten angeschrieen hat und ich sie total ignoriert habe.
Die SMS, die sie mir daraufhin schrieb, hat echt wehgetan, nicht das sie beleidigend wurde, sondern, das sie mich aufgeben wollte.
Das wollte ich auf keinen Fall.
Das hat mich dann echt zum Grübeln gebracht.

Klar versteht meine Schwester mittlerweile nicht immer alles, aber sie bemüht sich und ist Tag und Nacht da für mich, grad nachdem mich mein Freund einfach so fallen gelassen hat.

Manchmal weiß man etwas erst zu schätzen, wenn man es schon verloren hat

Bei vielen Depressiven, macht es vorher aber schon Klick und wenn nicht muss man ihn fallen lassen.
So hart es klingen mag.

Depressionen sind und bleiben eine Krankheit, die behandelt werden muss.

Hoffe du findest für Dich die richtige Lösung.

Lieben Gruß

09.03.2012 08:39 • #17


A


Hallo anissa,

Depressionen oder Persönlichkeitstörung - was habe ich?

x 3#3


A
Hallo Phoebe,
danke für Deine Sicht der Sache.
Je mehr Feedback ich erhalte,desto besser kann ich
es verstehen und damit umgehen.
Es ist für mich eine große Hilfe dass ich mich gut informiert habe und mit anderen Angehörigen oder Betroffenen ausgetauscht habe.
So kann ich sein Verhalten verstehen und gebe nicht mir die Schuld.
Ich kann so zu Ruhe kommen und mich auf mich selber konzentrieren.
Kurz gesagt es schmerzt nicht so wenn man es versteht.

Mit lieben Grüßen
Anissa

09.03.2012 13:22 • #18


Ragnar
Hallo Anissa ,

ich habe schon seit früher Kindheit depressionen, damals wußte ich das natürlich noch nicht . Meine Kindertage waren nicht die besten . Und in den 70er gab es keine depressiven Kinder ,ich war halt nicht normal.
Wircklich gewußt habe ich es erst mit ca. 30 jahren und dann hat es noch mal 10 jahre gedauert bis ich bereit war .
Zu dem Entschluß etwas dagegen zu tun kamm ich erst letzten Sommer ,nach dem ich einen Suizitversuch unternahm . Ich hatte keinen erfolg und da wußte ich das es so nicht weiter geht .
Ich denk das es Männern schwerer fällt eine Therapie zu machen ,weil sie sich keine blöse geben wollen ,oder in eine Schublade gesteckt werden könnten .

Ich glaub auch das das zusammen leben mit einem menschen der unter starken depressionen leitet nicht einfach ist .
Das könnte Dich mehr belasten als Du vertagen kannst.
Da ich schon recht lange in keiner Beziehung lebe sondern allein bin bzw mich ja um meine Eltern kümmere weiß ich das nicht genau .

Du solltest auf jeden fall vorsichtig sein und Dir nicht zuviel zumuten.


LG Ragnar

10.03.2012 00:16 • #19


A
Hallo Ragnar,
danke für Deine Antwort! Auch wenn die Frage sehr persönlich war.
Woher kommt Depression in so einem frühen Alter?
Ist das genetische Vorbelastung?

Und noch etwas hätte ich Dich gerne gefragt:
Hattest Du auch Probleme eine Beziehung zu führen, sich in der zu entfalten und dadran zu arbeiten?

Liebe Grüße
Anissa

10.03.2012 03:46 • #20


Ragnar
Hallo anissa,

weiß garnicht ob sowas genetisch bedingt sein kann . Ich hab zwar öffer gesagt das ich ein Geburtstrauma hab (gibts bestimmt nicht). Ich hatte einen Kolerischen und Alcoholkranken Vater und eine gebrochene Mutter . Ich kann mich an keinen Tag erinnern an dem es keinen streit gab und nicht rumgeschrien wurde ,das ging so 22 jahre .

Ich hatte nur eine langjährige Beziehung ( 6 Jahre) und zwei kurz Beziehungen , seit ca 4 oder 5 Jahren keine mehr . Je älter ich werd desto schwieriger ist es sich auf eine Partnerin einzustellen .

LG Ragnar

10.03.2012 20:43 • #21


unart
Hallo!! Ich hab mir hier die Gespräche durchgelesen (ist ja schon kleine Zeitspanne). Vielleicht hat sich der Status Quo bei Dir und Deinem Freund zwischenzeitlich geändert...aber mag Dir trotzdem schreiben was ich denke. Erst mal finde ich es richtig taff von Dir, dass Du aktiv bist und Dir info holst. Du scheinst sehr verständnisvoll, was nicht selbstverständlich ist in unsrer leistungsbezogennen Gesellschaft. Wenn ich von mir aus gehen darf, so kenne ich in der Depression das Gefühl sich dem anderen nicht zumuten zu wollen, Dieses Gefühl hat mich dann noch schlechter fühlen lassen.... er sagt, es wäre eben sein Schicksal.,.... auch nachvollziehbar, denn er weiss ja nicht, wie es sich anfühlt wenn sich die Krankheit bessert. Sein Gehirn kennt diesen Prozess nicht. Mir persönlich ist auch immer durch den Kopf egangen:wenn ich soweit bin dass ich zum Nervenarzt muss, dann ist es schon weit gekommen mit mir...oder:wenn ich auch noch soweit bin, dass ich Tabletten brauch, dann kann ich mich ja gleich eingraben..dazu permanent schlechtes Gewissen und die selbsternannte Unfähigkeit in Bezug auf Gesellschaft.
Es hilft aber niemanden, wenn Du auch kaputt gehst. Du kannst ihn anbieten mit zum Arzt zu gehen, ihm sagen, dass er nicht alleine diese Krankheit hat....viele andere kennen das auch..und was ich sehr befreiend empfunden habe: ER IST NICHT SCHULD AN DER DEPRESSION.!!dEPRESSION IST EINE SCHWERE ABER GUT THERAPIERBARE KRANKHEIT. Angehörige von psychisch Kranken, oder Sucht-Menschen laufen Gefahr in Co-Abhängigkeit zu geraten....:Also: Pass auf Dich AUF!

In Sache Partnerschaftglaube ich, dass eine gemeinsam durchgestandene Depression zusammen schweissen kann , oder auch brechen kann. Beides heftig.

30.05.2012 03:55 • #22

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