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Depressiv will aber keine Psychopharmaka / Antidepressiva

Y
@Luna1985
Zitat von Luna1985:
Durch das Herumspielen mit den Medikamenten hast du in deinem Gehirn herumgepfuscht. Einfach von heute auf morgen abzusetzen ist nie eine gute Lösung. Vor allem da das Medikament dir offensichtlich geholfen hat. Auch wenn du das anders bewertest.


Naja also ich würde nicht sagen dass ich mit Medikamenten rumgespielt habe, ich hab wie gesagt sertralin 2 mal genommen, die stimmungsaufhellende Wirkung kam nie durch das Medikament sondern immer erst als ich mich in Therapie begeben hab bzw mich um mein Leben gekümmert habe. Ich habe es beim ersten Mal abgesetzt ohne es auszuschleichen, weil ich es nicht besser gewusst habe und nie über mögliche Folgen aufgeklärt wurde.
Beim zweiten Mal habe ich es über mehrere Wochen ausgeschlichen in Absprache mit einem Psychiater. Hatte da auch keine Probleme damit nur leider ist die Depression zurück gekommen. Jetzt hab ich einfach Angst vor den Nebenwirkungen und absolut keine lust darauf. :/ kann ja auch nichts dafür dass ich so ne Einstellung zu Psychopharmaka nun hab, aber ne Heilung haben die nie gebracht us einfach so, sie haben ja nicht mal wirklich Symptome unterdrückt.
Ich hab das genommen einfach weil es hieß, dass es mir helfen wird.
Ich will nicht mein Leben lang sowas nehmen aber ich hab das Gefühl wenn ich bei jeder Depression zu Medikamenten greife wird dieses Thema für mich nie langfristig beendet sein. Kann sein ich irre mich aber das sagt mir mein Bauch gefühl

25.11.2019 15:49 • x 1 #16


Y
Zitat von Michael808:
Mir geht es ähnlich. Ich habe Erfahrung mit Cipralex und Mirtazapin und halte beides für Gift. Und ich kann aus Erfahrung sagen, eine Depression verschwindet wieder, ohne dass man dafür Medikamente nehmen müsste.


Cipralex is doch glaub ich das gleiche wie escitalopram oder? Das hätte ich auch mal nehmen sollen und hab ne stunde nach der Einnahme extrem Nasenbluten bekommen. Ganz klar gift sonst würde das nicht passieren, und ich habe oder hatte sonst nie Nasenbluten.
Meine Therapeutin hat auch mal zu mir gesagt, dass eine Depression verschwindet ob mit oder ohne Psychopharmaka, Tabletten KÖNNEN lediglich beschleunigen dass es besser geht.

25.11.2019 16:18 • #17


A


Hallo Yogaliebe,

Depressiv will aber keine Psychopharmaka / Antidepressiva

x 3#3


Y
@Fisch611
Zitat von Fisch611:
Ich habe mich auch erst gegen Medikamente gewehrt, bei dem mittelschweren Stadium ging es auch noch ohne, als es eine schwere Depression wurde habe, habe ich meine Meinung geändert, denn ich war nicht mehr therapiefähig. Ich musste 4-5 Wochen auf eine Wirkung warten, aber ich bin froh, dass ich durchgehalten habe - es geht mir sehr viel besser und ich kann jetzt endlich das Thema Therapie angehen.


Das freut mich dass es dir geholfen hat! Was meinst du damit, dass du nivht Therapie fähig warst?

25.11.2019 16:34 • #18


bones
Zitat von Yogaliebe:
@Fisch611
Das freut mich dass es dir geholfen hat! Was meinst du damit, dass du nivht Therapie fähig warst?


Das man nicht in der Lage ist, eine Therapie zu machen. De Psyche spielt da nicht mit. Alles was man in einer Therapie vor nimmt,zum Scheitern verurteilt ist. Man ist zu depressiv um überhaupt einzugestehen, dass man was machen muss,um überhaupt raus aus der Depression zu kommen. Sei es das abc-modell, notfallplan usw. Erst wenn man mit Medikamente behandelt wird und die dunkelsten Gedanken aufheben tut, welch Symptome die Depression auch mit sich bringt, sei es Hoffnungslosigkeit, oder was auch immer, sich bessert,dass man dann statt eine schwere Depression nun nur noch eine mittlere bzw leichte Depression hat, dies zu einen Erfolg der Therapie führen kann. Daher ist es sehr oft so, auch bei mir, dass man erst therapiefähig ist,wenn man richtig medikatös eingestellt ist.

25.11.2019 20:52 • #19


M
Zitat von Yogaliebe:
Cipralex is doch glaub ich das gleiche wie escitalopram oder?

Ja, das ist es.
Zitat:
Das hätte ich auch mal nehmen sollen und hab ne stunde nach der Einnahme extrem Nasenbluten bekommen. Ganz klar gift sonst würde das nicht passieren, und ich habe oder hatte sonst nie Nasenbluten.
Nasenbluten hatte ich davon zwar nicht, aber meine Schleimhäute wurden am Tag der ersten Einnahme extrem trocken (schon alleine das halte ich für nicht tolerierbar, man ist infektanfälliger und den Zähnen schadet das auf Dauer auch). Ich bekam davon auch ein Hitzegefühl in meinen Beinen, dass ich dachte, gleich brenne ich. Was ich aber ganz schlimm fand: Ich nahm plötzlich Umgebungsgeräusche überdeutlich war, ging wie ein getriebener in meinem Zimmer auf und ab, war innerlich total unruhig. Was ist das für ein Teufelszeug? Ich nahm das damals genau 3 Tage und beschloss dann, dass das nicht gesund sein kann und ich sowas nie wieder anrühren werde (schon mehr als 10 Jahre her). Hätte mir mein Arzt dieses Jahr nicht gesagt, Mirtazapin sei ein neuerer, anderer Wirkstoff mit einer guten Verträglichkeit, hätte ich das Rezept nicht mal eingelöst und mir viele Beschwerden erspart.
Zitat:
Meine Therapeutin hat auch mal zu mir gesagt, dass eine Depression verschwindet ob mit oder ohne Psychopharmaka

Da hast du wirklich das Glück, eine gute Therapeutin gefunden zu haben. Bei mir war es erst der 3. Psychologe, der mir sagte, wenn ich es ohne Medikamente schaffen wil, wäre das langfristig besser für mich. Die anderen beiden zuvor zeichneten mir auch ein meiner Meinung nach verharmlosendes Bild der Psychopharmaka.

Übrigens: Was du mal versuchen könntest, ist die sog. Wachtherapie, der absichtliche Schlafentzug. Ich komme gerade darauf, weil mir das damals, wenige Tage nach dem ich Cipralex genommen hatte, half, die Depression über Nacht loszuwerden. Hört sich zu schön an um wahr zu sein, war aber so (leider bei meiner letzten Episode nicht reproduzierbar). Ich wusste zwar nichts von dem Konzept, aber saß die ganze Nacht am Computer und ging dadurch einfach nicht zu Bett (hatte Urlaub). Am nächsten Morgen war die Depression wie weggeblasen. Das könntest du mal versuchen, wenn du am nächsten Tag frei hast. Kostet nichts, außer die Disziplin, wirklich nicht hinzuliegen oder sonst wie einzunicken. Einen Versuch ist es Wert, würde ich sagen.Hat selbst, wenn es nicht funktioniert, den schönen Nebeneffekt, dass man am nächsten Abend einen starken Schlafdruck hat, wie man ihn mit Depression kaum mehr kennt.

25.11.2019 22:15 • x 1 #20


Hoffnung21
Hallo Yogaliebe

Ist dir bei deinem ersten Bericht eigentlich aufgefallen, dass du 2 mal etwa 7-8 Wochen nach Absetzen von Sertralin wieder depressiv wurdest? Wenn ich das lese, du aber sagst, es hat dir nicht geholfen, wundere ich mich etwas.

Niemand wird dich zwingen Antidepressiva zu nehmen, du brauchst dich auch vor niemandem für deine Entscheidung rechtfertigen, was du aber brauchst, wenn du nichts nimmst, ist sehr viel Geduld und sehr viel Zeit und eine Therapie beim Psychotherapeuten.

Meine Therapeutin war da sehr neutral, was die Einnahme von Antidepressiva anging und das fand ich gut. Weder dass ich mich FÜR noch GEGEN eine Einnahme entschieden habe, hat sie kommentiert. Aber sie wollte den Grund wissen, meine Überlegungen und hat gemeinsam mit mir überlegt, ob es Alternativen gibt. D.h., sie hat MICH angeleitet, nach Alternativen zu suchen, ohne mir IHRE Meinung aufzudrängen. So sollte m.E. ein Therapeut arbeiten.

Ich wünsche dir eine gute, positive Entwicklung, egal wie deine Entscheidung ausfällt. Ich möchte dich nicht in eine Verteidigungshaltung drängen, indem ich versuche, dich von meiner Meinung zu überzeugen.

VG Eis

26.11.2019 00:55 • x 2 #21


111Sternchen222
Zitat von Eis:
Ist dir bei deinem ersten Bericht eigentlich aufgefallen, dass du 2 mal etwa 7-8 Wochen nach Absetzen von Sertralin wieder depressiv wurdest? Wenn ich das lese, du aber sagst, es hat dir nicht geholfen, wundere ich mich etwas.

Da Gleiche hab ich auch gedacht!
Lg Sternchen und Knispel

26.11.2019 08:36 • x 1 #22


O
Guten Morgen!

Wenn wir hier von unseren Erfahrungen sprechen, möchte ich dazu auch noch was sagen.

Ich war grundsätzlich immer gegen Medikamente. Egal ob Kopfweh, Infekte oder sonst was. Dass ich jemals Psychopharmaka nehmen würde, hätte ich niemals gedacht.

Als meine Krise damals , gefühlt von heute auf morgen, begann, habe ich sofort gemerkt, dass etwas nicht stimmt und mich bereits nach einer Woche um Psychotherapie gekümmert.
Die damalige Therapeutin war zuversichtlich: Das schaffen wir ohne Medikamente.
Meine Symptome wurden von Tag zu Tag schlimmer: Schlaflosigkeit, Herzrasen, Angst. Ca. zwei Wochen lang stand ich täglich bei meiner Hausärztin. Heulend und in Panik. Das gibt sich wieder, meinte sie.
Verwandte und Bekannte legten mir nahe, bloß keine Medikamente zu nehmen.

Am Arbeitsplatz war nichts mehr möglich und mein Chef, vor dem ich mich am meisten schämte, redete auf mich ein, ich solle mich behandeln lassen.
Ich merkte, dass ich immer tiefer rein rutschte. Essen, duschen, schlafen, nichts ging mehr. Das machte mir zusätzlich riesen Angst. Meditation, Spaziergänge, etc, nichts beruhigte mich. Der Schlaf fehlte mir. Ich fühlte mich, als wäre ich aus dem Leben gefallen, abgeschnitten von der Welt.

Schweren Herzens machte ich mich auf den Weg zum Psychiater, zog für ein paar Tage zu meiner Mutter und nahm abends meine erste Tablette. Heulend an der Hand meiner Mutter. Gefühlt, als wäre das nun der Todesstoss.
Ich schlief. War am nächsten Tag kaputt. Haderte mit der Situation.
Das Ganze zog sich eine Zeit lang, ich war krank geschrieben, ging stationär, erhöhte nicht die Dosis, war kritisch, setzte wieder ab.
Therapiefähig war ich nicht. Der Zustand änderte sich nicht wirklich.
Eine Reha folgte. Ohne Medikation.

Inzwischen war ein Jahr vergangen und schwere Herzens startete ich mit Sertralin. Ebenfalls, wie von Euch berichtet, Nasenbluten in der Nacht. Ich dachte, jetzt sterbe ich.
Umstieg auf Citalopram. Laaaaaangsame Dosissteigerung. Ich wurde ruhiger und konnte wieder schlafen. Endlich war auch Therapie möglich.
Nach und nach wurde ich wieder ich.
Ich war dankbar. Dankbar schlafen zu können. Essen zu können. Dankbar, dass ich wieder normal aussah (vorher hatte ich ein verbissenes Gesicht. Die Mundwinkel zogen immer nach unten. Die Zähne fest zusammen gebissen).

Dankbar, zu leben.

Mag sein, dass bei manchen kein Präparat verträglich ist. Mag sein, dass manche Depression von selbst ausheilt.
Wissenschaftlich belegt ist jedoch, dass die Kombination von Antidepressiva und Psychotherapie die besten Erfolge erzielt. Und das ist es, was ich auch erfahren habe.

Es geht mir nicht darum Medikamente als Allheilmittel darzustellen, sondern den Menschen, die eine schwere depressive Episode haben Mut zu machen, doch was einzunehmen bevor sie an ihrer Krankheit zugrunde gehen.

Nachdem ich Jahre später eine weitere schwere Krise hatte, nehme ich noch immer mein Antidepressivum. Ich hätte schon längst die ärztliche Empfehlung zu reduzieren und abzusetzen, hatte aber Angst vor einem Rückfall.

Erst jetzt wage ich mich ganz lamgsam daran und reduziere: Es funktioniert.
Langsam. Gleichzeitig wieder Vertrauen zu mir zu finden. Mit dem Wissen, was mein Notfallplan ist: die von vielen verteufelten Psychopillen. Ja, das Gift.

Sorry für den Roman.

26.11.2019 10:25 • x 7 #23


bones
Genau so ist es. Sehr gut geschrieben. Kann ich nur zustimmen.

26.11.2019 10:36 • x 3 #24


Fisch611
Auch ich kann dem Roman von ohneFuktion komplett zustimmen. So habe ich es auch erlebt. Das Eindosieren war furchtbar, aber ich war einfach nicht therapiefähig ohne Medikamente, es gab null Fortschritt, ganz im Gegenteil. Für mich gab es keine Alternative.

26.11.2019 11:48 • x 2 #25


L
bei mir auch. Ist jetzt fast 25 Jahre her.

Eigentlich kann man froh sein, dass es überhaupt solche Medikamente gibt. Auch wenn ich nicht immer dafür bin, so möchte ich auf meins momentan nicht verzichten müssen.

26.11.2019 12:02 • x 1 #26


Hoffnung21
Mir ging es ähnlich, hab es lange OHNE versucht. Bin jetzt mit Antidepressiva wieder ein Mensch, der am sozialen Leben teilnehmen kann. Ich hätte NIE NIE NIE gedacht, dass ICH jemals ein Antidepressiva nehme und jetzt bin ich froh darum.

VG Eis

26.11.2019 12:29 • x 2 #27


Blume71
Vielen Dank @ohneFunktion für Deinen offenen Bericht!

26.11.2019 14:36 • x 2 #28


MichiS
Jeder muss selbst entscheiden, ob er sich mit Hilfe der Pharmaindustrie vergiften lassen will. Klar wirken viele Medikamente sehr gut, ob positiv oder negativ. Aber ob das langfristig gesund ist? Generell behandeln Medikamente nur Symptome. Um Ursachen zu behandeln braucht es bei psychischen genauso wie bei körperlichen Erkrankungen ein gesundes Leben mit gesundem Essen, Licht, Luft, Bewegung und soziale Kontakte. Da es heutzutage schwieriger ist, sich optimal zu ernähren, nehme ich so einige Nahrungsergänzungsmittel. Während kurze depressive Phasen (z.B. Novemberverstimmung) manchmal nur auf einen Mangel an Vitamin D zurückzuführen sind, ist es bei schwereren und längeren Depressionen viel komplizierter. Und vielen Menschen fehlt die Kraft, das ohne medikamentöse Unterstützung durchzustehen. Bevor es zu Schlimmerem kommt, würde ich nie von einem Besuch beim Psychiater abraten.
Mir hat die Pharmaindustrie in mehreren kleinen depressiven Phasen nie geholfen. Das einzige Medikament, das bei mir Wirkung gezeigt hat, war Mirtazapin. Eine halbe Stunde nach der Einnahme konnte ich nur noch ins Bett taumeln. Ich war dann nur noch dumpf im Kopf und nicht mehr ich selbst.
Jeder, der sich nicht in der Lage fühlt, eine notwendige Psychotherapie ohne medikamentöse Begleitung zu starten, sollte sich auf jeden Fall professionell beraten lassen. Ich würde aber keinem Arzt blind vertrauen, sondern mir immer mehrere Meinungen aus verschiedenen Richtungen anhören.
Auch wenn es sicher Ärzte und Chemiker gibt, die den Menschen helfen wollen, geht es meiner Meinung nach bei der gesamten Gesundheits- und Pharmaindustrie in erster Linie um Profit. Und nur weil jemand Medizin studiert hat, heißt das nicht, dass er kompetent und willens ist Menschen zu heilen. Weitere Worte würde nur in Verschwörungstheorien enden.
An manchen schweren Tagen bin ich auch kurz davor, mich mit ärztlicher Unterstützung betäuben zu lassen, nur um diese dunklen Gefühle nicht mehr fühlen zu müssen. Aber Gefühle müssen gefühlt werden. Gefühle zu unterdrücken ist m.E. auch nur eine symptomatische Behandlung. Mir helfen Achtsamkeitsübungen, Meditationen und Gespräche, solche Phasen durchzustehen.
Um langfristig psychisch stabil zu werden gibt es eine Menge von Therapien. Ich habe meine Zweifel, ob reine Gesprächstherapien, die kurzfristig durchaus hilfreich sein können, langfristig zur Heilung führen. Es sei denn man ist in der Lage aus seinen eigenen Geschichten zu lernen. Denn nach meinen Erfahrungen hören Psychotherapeuten nur zu, ohne wertvolle Tipps zu liefern. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und um muss im Wesentlichen selber für seine Gesundheit arbeiten.
Ich denke, ich bin mit der Logotherapie auf einem guten Weg. Bei mir geht es darum, zu hören, was meine Seele zu sagen hat und herauszufinden, wo der Unterschied liegt zwischen dem wie ich Lebe und was meine Seele will. Das hört sich vielleicht erst mal etwas esoterisch an, aber obwohl ich eigentlich immer ein Kopfmensch war, ist mir klar geworden, dass es noch mehr gibt als die Wissenschaft erklären kann.
Also kann ich nur empfehlen, sich selbst einen Tritt zu verpassen und den Allerwertesten hoch zu bekommen. Wer soll den für mein Leben verantwortlich sein, wenn nicht ich selber? Auch wenn sich die meisten Menschen in so einer Situation nicht in der Lage fühlen, muss man sich klar machen, dass man die Heilung niemand anderem überlassen kann.

14.12.2019 14:45 • x 1 #29


A


Hallo Yogaliebe,

x 4#15


Anima
Wenn ich daran denke, wie sehr bei mir die Medikamente meine Persönlichkeit verändert haben, bin auch ich kein Fan von Psychopharmaka. Sicherlich ist das bei jedem anders, aber es wird meiner Meinung nach zu schnell mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Als ich mich damals gegen Venlafaxin gewehrt hatte, wurde mir nur gesagt, es ist nur die Eingewöhnungsphase. Mir ging es damit NIE gut. Ich war emotional völlig aus dem Tritt. Mein Hausarzt hat mir dann geholfen. Meine Leberwerte sind immer schlechter geworden, ich musste eine Entscheidung treffen. Seit dem vergangenen Frühjahr habe ich die Medikamente ausgeschlichen. Nein, die Zeit war nicht schön. Ich vertrage das Zeug einfach nicht. Früher habe ich Johanneskrautpräparate genommen und ich kam damit klar.
Ja, ich bin depressiv und ich habe meine Phasen. Zudem bin ich austherapiert. Es wäre mir im Nachhinein lieber gewesen, eine Therapie mit weniger bis keinen Medikamenten zu machen also so. Ich bin viel konzentrierter als davor, klarer im Kopf und im Willen, trotz der Depression. Wenn ich eine solche Phase habe, treffe ich keine Entscheidungen.

Eine depressive Phase ist der Horror, keine Frage. Ich sage mir immer wieder, Depression ist eine Stoffwechselstörung im Gehirn.
Wenn man nicht so funktioniert, wie andere das wollen, wird man fallen gelassen. Ob man depressiv ist oder nicht.
Mein Leben steuere ich selbst und das gebe ich nicht mehr her und wenn es mir noch so dreckig geht.

15.12.2019 12:12 • x 2 #30

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