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Depressive Episode und die Arbeit

Bassmann72
Hallo Molly,

ich klinke mich mal ein. Ich würde dir, wie gesagt, dringend zu einer Therapie raten. Bietet dein Psychiater/Psychotherapeut neben den üblichen Terminen auch eine Psychotherapie an?
Dass du so Angst hast von einem Anschiss, zeigt, wie dünnhäutig du geworden bist, sehr typisch für einen depressiven Menschen (neben anderen Dingen). An dieser Stelle mal die Frage: Was für ein Anschiss und warum überhaupt? Weil du krank ausgefallen bist? Dafür kassiert man doch in aller Regel keinen Anschiss. Möglich, dass du dich da negativ hineinsteigerst? Das wäre ein weiteres Kennzeichen einer echten Depression.
Wie fühlst du dich denn, wenn du mal etwas nicht schaffst? Mich haut das immer völlig aus den Schuhen...

19.09.2022 10:02 • x 1 #16


M
@Bassmann72 sorry für mein Hochdeutsch, ich meinte nicht Anschiss von Kollegen ich meinte. Das ich denke; oh nein morgen wieder arbeiten gehen kakt mich an... ich verstehe nicht warum ich so denke, denn ausser ein paar ausnahmen hat mir der job immer gefallen. wie schon mal erwähnt: ich sagte zu meiner besseren hälfte immer: ich habe ein tolles leben, super beziehung, super job und eine tolle
wohnung.
sorry für mein schlechtes Deutsch, ich spreche und schreibe sonst schweizerdeutsch... ‍️

19.09.2022 10:10 • #17


A


Hallo Molly84,

Depressive Episode und die Arbeit

x 3#3


Bassmann72
Zitat von Molly84:
sorry für mein schlechtes Deutsch, ich spreche und schreibe sonst schweizerdeutsch...

Schweizerdeutsch? Wie interessant... Ich bin vom Studienberuf her Sprachwissenschaftler, solche Infos finde ich immer sehr spannend.

Sei mir nicht böse, und bitte versteh das jetzt nicht falsch, aber alles super und toll... das macht mich immer ein bisschen misstrauisch dahingehend, dass man andere Probleme - möglicherweise? - nicht sieht, vielleicht unbewusst verdrängt... Wie gesagt, ich formuliere das mit großer Vorsicht und ich will dir das auch nicht unbedingt unterstellen, aber ich habe das schon sehr oft in meinen Gruppentherapien erlebt, wenn Leute so von ihrem Leben daheim gesprochen haben.

Jedenfalls, wenn dich die Situation dauerhaft bedrückt und du dich so oft so schlecht fühlst, dann spricht einiges dafür, dass du Hilfe brauchst. Es geht darum, wie du dich fühlst - und zwar wenn du ganz ehrlich in dich hineinschaust, ohne es müsste... und eigentlich.... Auch wenn dein Leben objektiv betrachtet gut ist (oder sein müsste), schau, was in dir los ist. Dabei hilft dir der Therapeut dann auch...

19.09.2022 10:34 • x 1 #18


M
Ja das stimmt. Es gab natürlich auch Sachen die mich belastet hatten zb. den Tot meiner Grossmutter, da konnte ich nicht richtig trauern. Es gab auch eine Zeit auf der Arbeit die recht stressig war.
Meine einzige Angst ist es nicht zu wissen wieso ich angst und keine Lust auf meinen Job habe... Wie schon erwähnt geht es zu Hause wirklich besser, aber wenn ich ans arbeiten denke, geht es mir schlechter. weisst du was ich meine? Ich verstehe nicht ist das die depression die solche Gedanken machen oder ist er der Beruf der mir aufeinmal nicht mehr gefällt?
Am Freitag darf ich zum psychiater/psychologe.

19.09.2022 12:26 • #19


Bassmann72
Ja, ich verstehe. Also, wirklich beantworten kann dir diese Frage sicherlich nur ein Therapeut - zu dem du ja demnächst gehst. Die anderen Kolleg*innen hier haben dir ja auch schon Einiges dazu geschrieben, vor allem auch eigene Erfahrungen.
Und sollte der Job nicht mehr der richtige sein, warum auch immer, dann kannst du dir ganz in Ruhe, nicht überstürzt, etwas Anderes suchen, wenn es dir wieder besser geht, d. h., wenn keine Würge-Reize mehr bei dem Gedanken Arbeit auftreten.

Ein Todesfall in der Familie braucht zudem Zeit, da weiß ich ziemlich genau, wovon ich spreche. Ich weiß ja nun nicht, wie lange das bei dir her ist... Und nicht richtig trauern zu können, das holt einen immer ein.

19.09.2022 12:47 • x 2 #20

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