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Depressive Partnerin hat sich getrennt

M
Liebes Forum,
ich wende mich an euch und bitte um Unterstützung in der bisher dunkelsten Phase meines Lebens. Meine Frau möchte sich von mir trennen und ich habe auch noch meinen Arbeitsplatz verloren.
Also ich bin seit 2006 mit meiner Partnerin verheiratet. Wir haben ein Kind (7 Jahre) und sind über die Jahre durch viele Höhen und Tiefen gegangen. Wir sind Anfang 40.
Meine Frau leidet an einer Depression (Sie ist in Behandlung). Ich habe/ hatte auf meiner Arbeitsstelle sehr viel Stress und Ärger. Diesen brachte ich oft mit nach Hause und es gab hin und wieder Spannungen. Ich konnte es nicht immer recht machen und habe oft versagt und damit die Beziehung belastet.
Ich möchte euch um Rat Fragen, da ich nicht mehr weiss wie ich mit meiner Frau umgehen soll bzw. ob ich noch etwas retten kann. Ich liebe sie und möchte Sie auch nicht verlieren. Auch unser gemeinsames Kind soll nicht ohne beide Eltern aufwachsen.
Ich fange mal an

Die Depression meiner Frau ist erst seit 2018 bekannt. Ich habe immer gehofft, dass es eine Phase im Leben ist und es sich wieder bessert Leider musste ich nun erfahren, dass es immer schlimmer wird. Ich habe es auch bis jetzt nicht wirklich warhaben wollen und habe so manches Signal falsch verstanden.

Meine Frau ist sehr genau, alles muss aufgeräumt und sauber sein. Ich konnte aufgrund meiner Belastung auf der Arbeit nicht immer mithalten, d.h. ich habe Sie nicht immer unterstützt beim Putzen und hatte auch Probleme mich 100%ig um unser Kind kümmern. Es hat mich alles genervt. Ich habe nur an die Arbeit gedacht. Nun bin ich seit Monaten zu Hause und das ist eine Belastung für die Beziehung.
Wir hatten wie gesagt Höhen und Tiefen. Es gab auch Streit, aber nach klärenden Gesprächen haben wir es immer geschafft obwohl es mit der Zeit immer schwieriger geworden ist.
Ich muss dazu sagen, dass meine Frau bei einem Streit kein Halten kennt, Sie geht immer noch einen Schritt weiter anstatt einen zurück. Oft sagte Sie dann verletzende Dinge.

Nach und nach veränderte Sie sich. Sie machte keinen Schritt mehr auf mich zu und es wurde immer schwerer den Streit zu schlichten. Es ging meistens um banale Dinge, welche aber für sie einen sehr wichtigen Stellenwert hat (dazu später mehr). Ich habe sie dann in Ruhe gelassen. Anfangs mehrere Stunden, dann auch mal 1 oder 2 Tage an denen wir kaum geredet haben. Das hat letztlich auch nicht mehr funktioniert.
Nun sind wir seit 2 Wochen getrennt. Sie hat mir gesagt, sie möchte das mal auf Probe Ich habe dann aber immer wieder den Fehler gemacht, vorzufühlen, ob wir nochmals einen Neustart wagen könnten. Sie ist dann, wie beschrieben, noch einen Schritt weiter gegangen und hat gesagt, es sei dann jetzt endgültig.
Zu dieser Zeit war sie offensichtlich nicht mehr in Behandlung und auch die Tabletten waren aufgebraucht. Ich gehe davon aus, dass sie dadurch in ein tiefes Loch gefallen ist und deshalb alles so schwarz gesehen hat.

Im Moment gebe ich mir sehr viel Mühe, unternehme viel mit unserem Kind und ich unterstütze sie. Sie sieht , dass ich mich geändert habe, vermutet aber, dass ich das nicht für immer machen kann, da ich ja mehrere Jahre anders war. Ich mache halt immer wieder den Fehler zu fragen. Sie ist komplett abgeklärt und in ruhig, mir kommen dann immer die Tränen.
Ich will euch einmal sagen, wie sich ihre Krankheit auswirkt:
Wir wohnten anfangs bei ihrer Tante, dort hatte Sie sich nicht mehr aus dem Haus getraut, wenn ich nicht da war. Sie wusste noch nicht dass sie eine Depression hat. Einige Jahre später wohnten wir in Miete. Ich hatte damals Probleme auf der Arbeit. Ein oder zwei Wochen nach meinen Problemen wollte sie sich trennen. Wir haben es geschafft gemeinsam da raus zu kommen. Wiederum einige Jahre Später hatten wir eine Eigentumswohnung und unser Kind kam zur Welt. Nach einiger Zeit hatte sie wieder große Probleme mit den Eigentümern über uns, Sie hatte Angst das Haus zu verlassen wenn ich nicht da war. Es gab in diesen Zeiten auch Trennungsgedanken von ihr. Wir haben es aber wieder geschafft.
Wir haben uns entschlossen ein Haus zu bauen. Aktuell sind wir in den letzten Arbeiten aussen. Sie hat mir gesagt, dass sie nun endlich angekommen ist und ohne Angst leben kann. Doch nun plötzlich liegt alles wieder in Trümmern und schlimmer als zuvor. 2 Wochen nachdem ich meinen Job verloren habe ging es dann los mit der Trennung.

Ich gehe davon aus, dass sie es nicht verarbeiten kann, wenn es ihr gut geht. Sie muss sich selbst verletzen wenn sie mir sagt dass sie sich trennen will.
Man könnte fast sagen, dass sie sich mit Worten so sehr verletzen muss um den Rückweg komplett zu verbauen.

Ich bin jetzt an allem schuld, Kleinigkeiten haben plötzlich einen hohen Stellenwert (zum Beispiel haben wir einmal in Urlaub Streit bekommen, als ich unserem Kind am Frühstückstisch nicht erlaubt hatte Schokolade zu essen vor dem Frühstück. Auch dieser Streit eskalierte und sie wollte sich trennen (damals war es nur einige Monate hin bis sie ärztliche Hilfe bekam). Es geht nur um solche Dinge.
Auch hat sie in der Zeit keinen Kontakt mit ihrer Mutter und Schwester gewollt. Sie wollte nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Ich habe auch einige Versprechen nicht eingehalten (so habe ich unser altes Auto nicht verkauft wie ich es ihr versprochen hatte. ich konnte mich nicht davon trennen und habe es weggestellt).
Ich war in ihren Therapiegesprächen immer mal wieder diffus ein Thema. Im Grunde genommen waren es immer andere Personen, welche bei ihr Probleme verursachten.
Ihre Tante, Mutter, Schwester, die Eigentümer über uns damals. Doch plötzlich bin ich zum Problem geworden.

Wie kann ich weitermachen? Ich möchte sie nicht verlieren. Zudem wäre es eine seelische Belastung für unser Kinde wenn es nur mit einem Elternteil aufwächst. Wir würden unser Haus verlieren, das was sie sich immer schon gewünscht hatte Ich kann es nicht mehr verstehen, all das aufzugeben.
Sie sagte, dass Sie nun keine Druck mehr auf der Brust hat. Vorher hat Sie Angst gehabt, dass ich austicke (das ist nicht meine Art! Warum sie das sagt kann ich nicht verstehen) wenn Sie mal einen Besuch mit nach Hause bringt. In der Vergangenheit habe ich mich ihrer Meinung blamiert, denn ich hatte dann den grill geputzt oder den Kamin gereinigt. Das wäre dann dem Besuch aufgefallen und der hätte komisch reagiert. Das kann ich leider nicht sagen.
Ich vermute, dass es vorher immer Andere waren, die ihr Angst gemacht haben und nun bin ich es durch solche Themen.
Was könnt ihr mir raten? Ich bin durch diese Situation sehr belastet und habe im Moment auch selbst große Probleme. Das wirft mich also völlig aus der Bahn.

Allerdings ist es für mich nicht klar, wie ich wieter machen kann wenn sie einfach eine solch unüberwindbare Mauer aufgebaut hat. Ich bin mir noch nicht mal sicher was sie denkt und fühlt. Wie kann ich die Mauer einreißen wenn ich noch nicht mal weiss ob sie mich noch liebt. Sie hat einmal gesagt, dass da noch etwas übrig ist aber es in der aktuellen Situation schwierig ist.
Ich mache mir einfach sehr große Sorgen, dass sie sich da in etwas verrent hat, eine Art Einbahnstrasse, aus der sie offensichtlich allein enicht rauskommt bzw. es ihr so besser geht? Das kann ich nicht verstehen, denn ich leide sehr. Ich habe mittlerweile keine Kraft mehr. Ich bin so dünnhäutig geworden, dass ich in bestimmen Situationen direkt Tränen in die Augen bekomme. Ich muss stark bleiben, das ist wichtig denke ich für sie. Ich muss mich auch aufraffen um wieder einen Job zu bekommen. Das ist denke ich auch ein wichtiges Signal. Natürlich habe ich bereits Bewerbungen laufen, allerdings sind auch schon Absagen gekommen. Die Situation ist aktuell schwierig. Ich habe sehr viel Rückhalt von Freunden und der Familie. Nach vorne soll ich schauen. Das gelingt mir eigentlich nicht. Ich sehe nur zurück.

Letztes Wochenende ist dann etwas passiert. etwas was mir sehr weh getan hat. Ich lass das einfach mal so stehen.
Danach gab es heute Morgen ein längeres Gespräch. Es war von meiner Seite aus ehrlich und emotional. Ich habe ihr versucht zu erklären dass wir diese Situation als stabile Basis für einen Neuanfang nehmen könnten da wir im Grunde genommen wissen was wir wollen und was nicht. Sie war etwas zugänglicher also sonst. Das liess mich hoffen.

Heute Abend allerdings hat sie dann wieder mit dem Thema angefangen, dass für sie alles so zerstört ist dass es keinen Sinn mehr hat. Ich habe einfach das Gefühl, dass die Krankheit von ihr keine logischen rationalen Schlüsse zulässt. Könnt ihr mir etwas Klarheit verschaffen? Ich habe das Gefühl dass sie komplett zumacht und auf ihrer Meinung beharrt. ( also dass alles so weiterläuft wie bisher. es fehlten Umarmungen, Zärtlichkeiten, und der liebevolle Umgang, wir haben die Achtsamkeit uns gegenüber aus dem Auge verloren).

Im Grund genommen sehe ich das im Moment so: ich verzeihe was passiert ist. Ich weiß eigentlich ganz genau was nicht so toll gelaufen ist und kann es besser machen. Besser gesagt sollten wir das. Sie ist aber immer noch der Meinung dass das nix bringt. Es wäre alles so kaputt. Das sehe ich einfach nicht so. Liegt es daran dass ich anders denke? Hat es mit ihrer Depression zu tun? Ich weiß dass wir es schaffen. Sie sieht es nicht.

Da sie es nicht sieht ist unsere Existenz gefährdet (Haus muss versteigert werden da es keiner von uns halten kann, wir gehen mit Schulden aus der Nummer und keiner wird dann gewinnen außer die Anwälte und Bank, wir lösen ein schweres Trauma an unserem Kind aus, was mich schwer belastet).

Die Trennung bedeutet für sie dass sie nicht am Ende des Tunnels sieht. Wenn sie alleine ist. Aber der Weg dorthin ist u endlich schwierig und belastend. Das macht für mich keinen Sinn. Warum ist sie so verbohrt? Was soll ich machen? Diskussionen und Erklärungen führen offensichtlich nicht weiter. Ich könnte mir auch vorstellen dass es entweder etwas mit den Wechseljahren oder ggf. mit einer midlife Krise zu tun haben kann. Eventuell ist der Hormon Spiegel durcheinander. Ich setzte viel Hoffnung auf ein gemeinsames Gespräch mit den Therapeuten.
Macht es Sinn weiter zu erklären dass es besser wird oder sollte ich mir das schenken. es tut mir weh. Aufgrund der Tatsache dass wir auch immer noch zusammen wohnen kann es auch nicht besser werden. Es ist eine verdammt schwierige Situation die mich an den Rand der Belastbarkeit und darüber hinaus bringt.

Ich erwähnte bereits, dass sie immer noch einen Schritt weiter geht obwohl der Bogen bereits mehr als gespannt ist. Gestern war wieder so ein Moment, sie hat dann unserem Kind mehr oder weniger gesagt dass wir uns scheiden lassen. Die Verzweiflung in den Kinderaugen hat mich innerlich zerrissen. Wie kann man das einem Kind antun?
Es ist nicht verständlich warum sie alles kaputt macht. Jeden Tag ein Stück mehr. Seit über einem Monat wird es immer schlimmer. Ich bin am Ende.
Ich weiß nicht was ich noch machen soll. Langsam gebe ich auf.
Vielleicht spielt Angst eine wichtige Rolle, kombiniert mit mangelnder Selbstliebe und keinem Selbstbewusstsein. Das hatte ich bei ihr zufällig aufgefangen .
Mittlerweile gefährdet sie durch diese Aktionen unsere gemeinsame Zukunft und das seelische Wohl unseres Kindes.

Mir geht es richtig schlecht. Ich habe keine Kraft mehr. Jeder Versuch zu reden bringt nichts mehr.
Im Gegenteil, der Therapeut sagte ich muss jetzt aufhören permanent ein Gespräch zu suchen.
Es würde sonst noch schlimmer werden. Sie mauert extrem. Wie gesagt der einzige Strohhalm an den ich mich jetzt noch klammere:
Kein Selbstwertgefühl, keine Eigenliebe, einsickern Panzer um sich führt zu dem dass sie keine Liebe geben kann.
Auch ein Gespräch mit wirklich guten Freunden blieb unklar.
Sie kann nicht sagen was sie will.

Was mich aber so belastet ist aber dass sie mir gegenüber sehr hart ist. Ein gemeinsames Abendessen fand nicht statt. Ich hatte extra gekocht. im Trennungsjahr muss Tisch und Bett getrennt sein. Das war die Antwort
Das tat mir sehr weh.

Ich setzte alles auf unser Gespräch am kommenden Montag

Eventuell könnt ihr mir helfen mit der Situation zurecht zu kommen und erläutern wie sie sich fühlt und was ich noch tun kann.
Vielen Dank

19.08.2020 08:34 • #1


Laurien
Hallo @Mandmin

herzlich Willkommen hier im Forum. Vielen Dank für die vielen Informationen. Ich habe das jetzt mal für mich gedanklich ein bisschen sortiert. So ganz grundsätzlich zum Verhalten deiner Frau (abweisend, kalt, mauern, etc.), das ist recht typisch für Depressionen. Diesbezüglich möchte ich dich gerne auf den Sammelthread aufmerksam machen. Einfach auf irgendeiner Seite einsteigen mit dem Lesen, dir werden immer wieder Parallelen begegnen. Wenn du Fragen hast, einfach mitschreiben, gerne auch gezielt jemanden im Thread ansprechen, wenn du an diese Person eine bestimmte Frage hast.

Aber nun zu deiner aktuellen Situation. Was ich meine, verstanden zu haben:

- ihr habt beide einen Rucksack mit den unterschiedlichsten Problemen zu tragen,
- ihr habt beide einen Therapeuten (finde ich sehr gut, gehe davon aus, dass es unterschiedliche Therapeuten sind?),
- du möchtest die Beziehung aufrecht erhalten,
- deine Frau möchte (inzwischen) die Trennung,
- weitere Gespräche haben derzeit keinen Sinn, da deine Frau immer mehr mauert,
- die Situation ist inzwischen ziemlich verfahren,
- es besteht insgesamt ein hohes Stresslevel auf beiden Seiten (deine Frau verliert inzwischen völlig die Fassung und rastet aus).

Was ich beim Lesen deiner Situation für ein Gefühl hatte:

- die Situation muss dringend entspannt werden, nicht nur um euretwillen, sondern insbesondere für euer Kind,
- dir wird bis auf weiteres nichts anderes übrig bleiben, als den Trennungswunsch deiner Frau zu akzeptieren, du hast verschiedene Gespräche angeregt, sicherlich auch Vorschläge unterbreitet, wie es in der Zukunft aussehen kann, aber sie kann/will nicht (mehr),
- ihr braucht dringend eine, ich nenne es jetzt mal physische und psychische Trennung voneinander, damit ihr beide unabhängig voneinander mit euren Therapeuten an euren Problem arbeiten könnt und zur Ruhe kommt,
- so lange ihr aufeinander sitzt, treibt euch schon die Situation an sich den Puls hoch und ihr kommt nie zur Ruhe (das meine ich mit psychischer Trennung),
- evtl. ist dann irgendwann wieder eine Basis da, auf der man bzgl. einer gemeinsamen Zukunft aufbauen kann (denke da aber eher in Monaten als in Wochen).

Wie könnte man die Situation entspannen? Das ist sicher nicht einfach. Aus ein paar Informationen vermute ich, dass es finanziell bei euch eher eng sein wird (Arbeitslosigkeit, Hausbau,). Aber dennoch möchte ich ein paar Überlegungen in den Raum stellen, evtl. könnten die Eltern/Schwiegereltern in der ein- oder anderen Form unterstützen:

- komplette Trennung mit all den von dir genannten negativen Aspekten (Versteigerung des Hauses etc.), würde aber auch auf einer gewissen Art und Weise Ruhe in die emotionale Situation zwischen euch bringen,
- Trennung auf Zeit, bis ihr etwas zur Ruhe gekommen seid und ohne Hauruck-Aktion überlegen könnt, ob und wie es weitergehen kann, ohne noch mehr verbrannte Erde zu hinterlassen als es sowieso schon ist:
o bestünde evtl. die Möglichkeit, für deine Frau bis auf weiteres ein kleines Appartement in der Nähe zu mieten (trotz aller Probleme habe ich den Eindruck, dass du im Moment eher in der Lage bist, dich um euer Kind zu kümmern),
o könnte deine Frau evtl. vorübergehend zu ihren Eltern ziehen,
o in-House Trennung: bestünde evtl. die Möglichkeit, einen separaten Bereich für deine Frau innerhalb des Hauses zu schaffen?

Die letzte Variante hat jetzt der Mann einer Freundin vollzogen. Für ihn gibt es im Moment auch nur die Trennung (nicht Scheidung). Sämtliche Vorschläge meiner Freundin, die Trennung der vier Kinder wegen zu vermeiden hat er abgelehnt und jetzt auf diese Art und Weise Fakten geschaffen. Das Haus gibt es von den Räumlichkeiten allerdings her. Wenn man eine bestimmte Tür schließt, entstehen zwei separate Bereiche mit jeweils Küche, Bad etc. Klingt im ersten Moment nach einer guten Lösung. Die Kinder leiden allerdings wie angeschossene Hunde, ihr Mann meint dazu nur, dass sie sich schon daran gewöhnen werden. Die Kinder bekommen ungebremst mit, dass der Vater zwar sagt, wie wichtig ihm seine Kinder wären, aber er zieht z. B. sichtbar für die Kinder in seine Freizeit los (Wandern, Radfahren, etc.) ohne auch nur ein Kind zu fragen, ob es gerne mitkommen möchte. Halte ich persönlich für schlimmer als die räumliche Trennung meiner Eltern damals. Spuren bei den Kindern hinterlässt jede Trennung. Deine (schwierige) Aufgabe ist es jetzt, das hoffentlich geringste Übel zu wählen.

Es ist sicher nicht völlig ausgeschlossen, dass ihr wieder zueinander findet, auf absehbare Zeit aber eher nicht so wahrscheinlich. Ihr braucht meiner Meinung nach jetzt beide erst einmal Zeit und Ruhe für euch.

Vielleicht ist etwas dabei, was dir weiterhilft.

LG

20.08.2020 07:00 • x 2 #2


A


Hallo Mandmin,

Depressive Partnerin hat sich getrennt

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M
Hi, Laurien,

vielen Dank für Deine Einschätzung.
Ich werde versuchen Deine Einschätzung mit weiteren Infos zu konkretisieren:
Wie sind beide bei unterschiedlichen therapeuten in einer Gemeinschaftspraxis. Ich habe aufgrund meiner beruflich sehr angespannten Situation damit angefangen, meine Thematik zu besprechn. Meine Frau hat den Kontakt hergestellt.
Ich möchte an der Beziehung definitiv festhalten. Wir haben im Leben viel erreicht und haben ein tolles Kind. Grundsätzlich läuft es auch ganz gut in unserer Beziehung, ich bin aber dem Meinung dass der Corona Lockdown auch eine grosse Belastung war. Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass meine Frau tief in Innern auch noch etwas empfindet. Das meine ich in ihren Augen zu sehen wenn sie mich ansieht.

In den letzten Wochen habe ich versucht alle Punkte, welche sie stört, zu entschärfen. Es sind immer Kleinigkeiten, welche dann gesammelt werden und dann bei einem Tief von ihr herausgeschüttet werden:
- Versprechen nicht gehalten und das alte Auto nicht verkauft
- Umgang mit unserem Kind und ihr -- das war manchmal sehr sdchwierig für mich, da ich beruflich permanent unter sehr hohem Druck gestanden habe. Naja, das hat sich ja jetzt auch erledigt.

Es fehlten ihr auch Umarmungen etc. Dazu kann ich nur sagen, dass es mir nicht möglich war, solche Dinge zuzulassen da sie in letzter Zeit sehr oft blockierte. Dann habe ich sie in Ruhe gelassen. Wir waren mit unserem Part als Eltern und dem Hausbau sehr eingebunden. Da blieb eigentlich nicht viel Platz für die Liebe, das tut mir auch leid. Ich kann die Zeit leider nicht mehr zurückdrehen. Ich kann es nur in zukunft besser machen. Und das glaubt sie mir im Moment nicht.
Hinsichtlich der finalziellen Belastung ist es bei uns (wenn wir zusammen bleiben würden) entspannt. Sie verdient gut, ich bekomme noch bis Ende Oktober 2020 mein volles Gehalt, welches auch sehr gut war/ist.
Wir müssen eigentlich nur einen Weg finden, dass sie mir vertrauen kann. Sie hat im Moment kein Vertrauen.
Und wenn ich alles richtig verstehe, dann kann auch ein Mensch, welcher kein Selbstvertrauen mehr hat, und mit sich komplett uneins ist (keine Selbstliebe) eigentlich keine Partnerschaft aufrecht erhalten. Das Thema physische Trennung ist vom Tisch. Sie wohnt im Gästezimmer. Auf die Frage hin, wie wir weitermachen, antwortete sie so wie bisher. Ein Asuziehen von mir oder ihr ist nicht geplant.
Ich kann nur nochmals wiederholen, dass meine Frau gerne bis ans Äußerste geht und darüber hinaus. Einmal in Fahrt macht sie einfach weiter... Trennung, Trennungsdjahr (getrennte Konten, gentrennte Betten, kein gemeinsames Essen mehr). Sie geht den Weg, auch wenn sie eventuell innerlich gerne zurückrudern möchte.
Aber warum macht man dann trotzdem weiter? Sie sagt sie sieht Licht am Ende des Tunnels. Ich habe ihr gesagt, dass Sie das Ende nicht erreicht und glücklich ist. Auf dem Weg dorthin hat jeder von uns alles verloren.
Das kommt aber irgendwie nicht bei ihr an. Sie ist sehr oft bei ihren Eltern, leider mischen sie sich doch sehr in unseren innersten Beziehungskreis ein. Sie wissen jedes kleinste Details (Beziehung, finanzielle Situation, etc.). Das schlimme daran ist, dass sie ihr offensichtlich 100% recht geben und ich die ganze Schuld an der Situation abbekomme. Ich hätte erwartet, dass sie ihr einmal gut zureden und ggf. die Sache mit der Scheidung überdenken würde...
Ich werde mir den anderen Post mal anschaun und verswuchen Parrallelen zu finden.
Wie schaffe ich es, dass meine Frau mir wieder vertraut? Ich weiss, dass das monate dauern kann. Aber ich bin bereit dafür.

20.08.2020 11:30 • #3


Laurien
Hallo @Mandmin

was in deiner Frau vor sich geht, warum sie sich so verhält, kann ich aufgrund eigener Erfahrung mit der Krankheit leider gar nicht einschätzen. Aber ich denke, entscheidend für den weiteren Verlauf bist meiner Meinung nach du. Du kannst sie, ihre Auffassung bzgl. der Beziehung und ihr Verhalten nicht ändern nur deine Einstellung/Haltung zur Situation. Mir ist ein Satz besonders ins Auge gefallen: Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass meine Frau tief in Innern auch noch etwas empfindet. Das meine ich in ihren Augen zu sehen wenn sie mich ansieht..

Unabhängig davon, wie widersprüchlich sich deine Frau im Moment vielleicht verhält, unabhängig davon, was du meinst, in ihren Blicken zu sehen oder sehen zu wollen, unabhängig davon, ob sie tatsächlich noch Gefühle für dich hat oder nicht, unabhängig davon, ob sie gerade vielleicht ein Opfer ihrer selbst wird und Dinge tut, die sie eigentlich nicht will, entscheidend für dich sollte erst einmal sein, was dir deine Frau explizit sagt. So bitter das für dich ist, weil du nach wie vor an sie und die Beziehung glaubst und auch daran arbeiten willst (das ehrt dich!), aber sie sagt, sie möchte die Trennung. Ihr verfolgt leider im Moment unterschiedliche Ziele.

Die selbe Situation kann ich derzeit bei der Freundin von mir sehen. Da ist es ihr Mann, der sich jeglicher Alternative zur Trennung völlig verschließt und Fakten geschaffen hat, die auch objektiv vom Umfeld gesehen, vieles einfach nur zerstört. Ihr Mann sieht es aber nun mal anders, er ist der Auffassung, ihm geht es jetzt besser so und seine Meinung muss ihm zugestanden werden, auch wenn man sie als falsch erachtet oder sie vielleicht auch tatsächlich falsch ist.

Und so respektiert und akzeptiert sie seine Entscheidung und lässt ihn ohne weitere Gespräche bzgl. der Beziehung machen, wie er meint, auch wenn sie, so wie du auch, anderer Auffassung ist. Vielleicht sieht er in ein paar Monaten die Dinge anders und sie können wieder Gespräche bzgl. einer Fortführung der Beziehung aufnehmen. Wenn nicht und er ins Verderben rennen sollte, dann ist das so. Vielleicht ist er in ein paar Monaten auch ganz glücklich damit, wie er sich jetzt entschieden hat. Das wird die Zeit zeigen. Eins ist sicher, je mehr man aktiv versucht, etwas herbeizuführen, desto mehr Widerstand wird einem entgegen gebracht werden.

Und damit sind wir wieder bei einem Thema, das im Sammelthread immer wieder aufkommt: das Loslassen. Auch wenn es sich jetzt wahrscheinlich böse anhört, es ist nicht böse gemeint: lass los, Dinge bei deiner Frau zu sehen, die du dir wünscht, während sie dies selber aber nicht äußert oder danach handelt, sondern genau das Gegenteil. Das heißt nicht, dass du nicht weiter der Meinung sein darfst, dass eure Beziehung noch zu retten ist und ihr die Tür weiterhin offenhalten kannst. Du kommst nur noch weiter vom Weg ab, wenn du den bisherigen Kurs weiter verfolgst (der von der ursprünglichen Pause in der Trennung geendet ist), dass sie eigentlich ja meint, obwohl sie nein sagt und immer wieder auf ein von ihr ausgesprochenes ja hinarbeitest.

Respektiere und akzeptiere (beides meines Erachtens unerlässlich für Vertrauen in den jeweils anderen) ihren Trennungswunsch und lass die Zeit arbeiten. Lass den bisherigen Weg los, der führt definitiv nicht zum Ziel. Kümmere dich um euer Kind, das ist wichtiger als alles andere.

LG

20.08.2020 21:08 • x 1 #4


M
Hallo @laurien,

Deine Worte sind einerseits Fluch und Segen für mich. Ich verstehe dass ich akzeptieren muss was im Moment passieirt. Jedoch tut mir das so weh. Ich habe permanenten Druck auf der Brust. Ich Frage mich halt wie lange wir das noch so weiterführen können. Ich unternehme viel mit unserem Kind und es macht mir viel Freude in glückliche Kinderaugen zu schauen.
Aber die Situation mit meiner Frau bedruckt mich jedoch sehr.

Ich habe morgen einen Termin beim Therapeuten. Am Montag soll dann das gemeinsame Gespräch stattfinden....

20.08.2020 21:44 • x 1 #5


M
Sehe es genauso wie Laurien.

Ich denke der Druck auf deiner Brust wird besser, wenn du ein bisschen Druck rausnimmst. Lass deine Frau doch einfach ein bisschen machen und lenk dich ab.
Damit schaffst du für dich Ruhe und für sie.
Wenn du ausgeglichener wirkst, fühlt sie sich evtl. eher wieder zu dir hingezogen.

20.08.2020 21:52 • x 1 #6


M
Ja das versuche ich ja. Aber ich habe immer ein ungutes Gefühl dass sie was dummes macht. Schliesslich hat sie auf die falschen Freunde gehört und etwas richtig dummes getan.
Ich habe Angst dass sie in den aktuellen Gemütszustand sehr empfänglich für Liebe Worte von irgendwelchen Personen ist.
Schliesslich haben die nur darauf gewartet zu hören dass wir getrennt sind.

20.08.2020 22:03 • #7


M
Hmm...

Aber denkst du nicht, dass sie eh nicht auf dich hört? Und du sie stattdessen weiter wegtreibst?

Sie ist erwachsen und wenn du denkst, dass sie sich falsch verhält, dann könnte das so wirken, als würdest du sie nicht ernst nehmen. Und das ist absolutes Gift für die Beziehung.

20.08.2020 22:25 • x 1 #8


J
Zitat von Mandmin:
J Schliesslich hat sie auf die falschen Freunde gehört und etwas richtig dummes getan.


Das ist deine Wertung und dein Empfinden. Aber vielleicht fühlt es sich für sie ganz anders an. So gibts es zu jeder Tatsache unterschiedliche Realitäten.

Je mehr du klammerst, desto mehr geht sie auf Distanz.

Wie schon von meinen Vorschreibern erwähnt, du musst den Focus auf dich und euer Kind legen und etwas los lassen. Wenn sie noch Gefühle für dich hat wird die auf dich zukommen, wenn es ihr besser geht. Falls nicht, führt dein bisheriges Verhalten ohnehin zu nichts.

Ebenso ist deine Wertung ihres Verhaltens wenig zielführend. Sie ist weiterhin ein mündiger Mensch und sollte auch so behandelt werden. Stichwort... auf Augenhöhe bleiben.

Also hab vertrauen und lass ihr die Zeit und den Freiraum den sie braucht !
Mit etwas Übung gelingt das mit der Zeit immer besser.

LG
Just_me

21.08.2020 00:14 • x 1 #9


M
Guten Morgen,
Vielen Dank für euer Feedback.
Ich werde versuchen das so gut wie es eben geht umzusetzen.
Leider tickt meine Frau anders. Das bedeutet sie macht Sachen die sie eigentlich nicht will, eventuell möchte sie eine Reaktion von Anderen provozieren oder eben die verwendet ihr Agieren um sich komplett den Rückweg zu verbauen. Ich sehe das fasst so wie wenn man sich körperlich verletzt, sie jedoch macht es mit Worten.
Ich bin im Moment komplett hilflos. Sie spielt so als wäre alles in bester Ordnung.
Und wenn ich sage dass sie sich mit den falschen Freunden eingelassen hat dann ist das leider so.
Die haben sie dahin gehend ausgenutzt um an intime Details zu kommen (Bilder, etc.).
Ich war schockiert. Ihrer Mutter gegenüber sagte Sie dass das so passiert sei und eigentlich nicht weiß warum...
Als ich sie damit konfrontiert habe sagte sie dass wir getrennt sind und jeder machen kann was er will...
Das hat mich sehr getroffen.
Das ist nun auch der Grund warum ich ihr Nicht vertrauen kann.
Ich will nicht dass sie weiterhin etwas dummes macht was sie später vielleicht bereut.
Vermutlich spielt auch noch eine Midlife Krise eine Rolle. Eventuell irgendwelche Wünsche die in unserer Beziehung so noch nicht besprochen worden sind bzw. ausgelebt wurden?!?
Könnt ihr verstehen was ich meine bzw. wie ich mich in solch einer Situation fühle?

21.08.2020 06:57 • #10


J
Und nochmal, du bist nicht ihr Vater!

Wenn sie etwas komplett dummes tut, dann ist es ihre Entscheidung und Ihre Verantwortung.

Was sie möchte oder was ihr fehlt kann sie dir nur selber sagen - Wenn sie es möchte!

Glaskugeln haben wir leider auch nicht, auch wenn das manches wirklich einfacher machen würde....

Lg
Just_me

21.08.2020 07:14 • #11


Laurien
Hallo @Mandmin

so ganz grundsätzlich hat deine Frau recht, wenn sie sagt, dass ihr getrennt seid und jeder somit machen kann, was er will. Sie ist da ja schon in sich konsequent. Sie sagt, sie will die Scheidung und so, wie du es in deinen vorherigen Posts geschildert hast, lebt sie auch die Trennung von Tisch und Bett (Trennungsjahr). Nun habt ihr für diese Konstellation eine, wie ich persönlich finde, sehr ungute Situation mit getrennt unter einem Dach auf der einen Seite und auf der anderen Seite die grundsätzlich richtige Folge, dass nun eigentlich jeder machen kann, was er will. Wenn das einer so auslebt, dass der andere das zwangsläufig irgendwie mitbekommen muss, nun gut, darauf gehe ich jetzt mal nicht näher ein. Der Mann meiner Freundin plant auch, sein zukünftiges neues Leben an den Fenstern der alten Familie vorbeizuführen. Ich persönlich bin da eher für eine räumlich weit genug auseinanderliegende Trennung.

Das andere ist, dass du glaubst, dass deine Frau Dinge tut, die sie eigentlich gar nicht tun möchte und es hinterher bereut. Du möchtest sie davor bewahren, Dummheiten zu machen. Du kannst erwachsene Menschen nicht davor bewahren, Dummheiten zu machen. Irgendwann ist jeder, der im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist, alt genug, um für sich und sein Handeln selbst verantwortlich zu sein. Sie scheint sich ja offensichtlich genau zu wissen, was sie tut. Mit um die 40 ist sie nun wirklich alt genug, um zumindest hinterher festzustellen, dass es Zustände in ihrem Leben gibt, die sie dazu veranlassen, Dinge zu tun, die ihr wahrscheinlich bis zu einem gewissen Grad leidtun. Wenn der Leidensdruck bei ihr groß genug werden sollte, besteht sicher die Möglichkeit, dass sie das Thema in Form einer Therapie o. ä. angehen könnte.

Du kannst auf das Verhalten deiner Frau keinen Einfluss nehmen, nur sie, wenn sie es überhaupt für nötig erachtet. So sehr scheint sie darunter nicht zu leiden (ist halt so passiert...), dass sie eine bestimmte Art von Fotos etc. von ihr durch die Gegend schickt und auch weiter verbreitet werden könnten, als einem vielleicht lieb ist. Du kannst nur für dich entscheiden, ob du dieses Verhalten entschuldigen (oder tolerieren) kannst/willst, oder nicht. Wenn ja, ok, dann drück ein Auge zu und schau mit dem anderen weg. Wenn nein und du darunter leidest, Konsequenzen ziehen. Damit muss sie dann halt gegebenenfalls leben.

LG

21.08.2020 13:45 • x 2 #12


M
Als Frau und als Außenstehende lesen sich deine Nachrichten sehr kontrollierend und wenig wertschätzend.

Vielleicht kannst du versuchen weniger über ihre Fehler nachzudenken und euch beiden mehr Raum zu geben.

21.08.2020 13:59 • x 3 #13


M
Hallo Milla, ich bin seit über zwei Monaten in dieser sehr schlimmen Situation. Sollten meine Nachrichten wenig wertschätzend klingen, bitte ich dies situationsbedingt zu entschuldigen.
Im Moment bin ich in einer für mich sehr schlimmen Situation. Und ich muss noich funktionieren, schliesslich möchte ich unser Kind nicht weiter belasten und ihr das Leben so angenehm wie möglich gestalten in dieser Situation.
Wir hatten heute unser Paargespräch und ich muss euch leider sagen, dass das Gespräch nicht gut verlaufen ist...
Ich versuche seit Wochen unsere Beziehung zu retten, nichts desto weniger hängt auch unsere gesamte Existenz davon ab.
Hier einmal kurz ein keliner Auszug aus dem heutigen Gespräch:
- Die Situation ist immer noch die gleiche, wie die ganzen Male davor. Es gab Absprachen, welche ich nicht eingehalten habe. zum Beispiel habe ich das alte Auto nicht verkauft.
- Sämtliche Diskussionsthemen werden von ihr falsch interpretiert. Ihre Mutter hat leider die gesprächsinhalte zu ihren Gunsten gedreht und somit stehe ich immer im schlechten Licht
- Ich hatte angesprochen, dass sie bei unangenehmen Lebenssituationen die Tendenz hat wegzulaufen, was ja im aktellen Fall bedeutet, dass sie die Scheidung will. Darauf hin erklärte sie, dass ich hierbei dann mitgemacht habe, sodass ich dann am Schluss der Auslöser war, heisst z.B sie hat sich damals nicht mehr aus der Wohnung getraut, wenn jemand im Gang war (ihre Tante) weil ich ihren Onkel morgens abgefangen habe und ihn zurecht gewiesen hatte, dass ich es nicht dulde wenn er unsere Katze misshandelt. Also sieht sie für jedes Verhalten irgenwie eineSchuld bei mir
- Sie ist dem Typen, ihrem besten Freund ?!?! auf irgend eine Art hörig, denn er versteht es ihr das zu sagen was sie hören will. Heißt für mich wiederum sie zieht sich zurück, läßt mich und das Kind alleine und hängt nur am Handy. Ich habe Angst, dass er noch dazu beiträgt dass sie weiter an ihrem Plan festhält. Für mich ist diese Person ein perverser, da er meine Frau für seine Zwecke manipuliert. Sie hat heute gesagt, dass sie TS hatten, und dass das vollkommen ok ist, da wir getrennt sind.
Sie führt eine Art Doppelleben, mit den Fantasien mit dem Typen und auf der anderen Seite ist da noch die Family. Seine Frau weiss nichts davon. Ich bin mir nicht sicher, ob es denn Sinn maht, ihr das zu sagen damit es aufhört.

Ich hatte mich nicht im griff und musste mit zittriger Stimme sprechen und hatte viele tränen in den Augen. Sie war sehr gefasst und kalt.
Die Frau, meine Frau, welche mir seit TAgen gegenüber sitzt ist mir vollkommen fremd. Sie ist eiskalt, kaltherzig und für mich eine art gefühllöses Monster. Sie hat auf die Frage der Therapeuten hin gesagt, dass sie an ihrem Plan festhält.
- Sie hat auch nochmals im Gespräch bekräftigt, dass sie keine Liebe mehr empfindet, auf dem Pakplatz hab ich das nochmals angesprochen.
Wenn jemand kein Selbstvertrauen mehr hat und mit sich nicht im reinen... wie verdammt kann er denn Liebe für jemand anderen aufbringen?
Ich habe sie nochmals darauf angesprochen, sie konnte es dann nicht mehr sagen und meinte nur wir sollten das heute Abend besprechen. Aus den vielen Gesprächen vorher weiss ich dass das nichts bringt.
- Ich hatte ihr den Vorschlag gemacht, mal 1 bis 2 Monate in eine Ferienwohnung zu ziehen, Sie sagte warum ich das denn nicht mach. Ich sagte dass Sie sich trennen möchte und soich mal gedanken machen sollte. Sie sagte dann dass Sie aber finanziell (zumindest im Moment) besser aufgestellt ist und somit das Haus bezahlen kann. Daher geht sie nicht

Resumierend möchte ich doch gerne mal von euch wissen, das ich denn alles so schlimmes getan hab, dass sie die ganze Familie ins Unglück stürzt. Man kann doch über alles reden. Aber sollte es zur trennung kommen wird unser Kind darunter sehr leiden, wir haben das HAus verloren und gehen mit enormen Schulden aus der Nummer... War es das alles wert?
Alles was ich je gesagt habe wird schlimmer und verdreht dargestellt, die falschen Schlüsse gezogen und mir um die Ohren geklatscht. Ich bin mittlerweile so am Boden, dass ich nicht mehr weiter weiss...
Ich sehe hier auch keine wirkliche Verbesserung bei ihren Sitzungen. Das ganze ist so schlimm geworden, dass eine Therapie in einer Klinik aus meiner Sicht ggf. unabdingbar erscheint.

Was soll ich machen?

24.08.2020 12:04 • x 1 #14


A


Hallo Mandmin,

x 4#15


M
Update: Ich versuche seit 2 Monaten die jetzt extrem gewordene Veränderung meiner Frau zu erklären. Ich bin mir fast sicher dass ich nun eventuell auf dem richtigen Weg bin.
Das Hauptproblem mit dieser Situation im Moment auszukommen besteht darin im Grunde genommen nicht auf ihren Standpunkt einzugehen (Scheidung, Hausverkauf, usw). Versuche ich das, nehme ich in dem Moment eine andere Rolle ein, und zwar die Gegenseite. Ich versuchte dann permanent mit unterschiedlichen Ansätzen zu erklären warum ihre Entscheidung eventuell noch mal zu überdenken ist. Dies führt leider nie zum Erfolg sondern verschlimmert die Situation eigentlich nur.
Was ich ganz krass finde ist, dass es im Laufe der Gespräche immer andere Gründe sind, die sie anführt.
Mal ein Beispiel: Sie hat vor ein paar Wochen gegrillt (ich war irgenwie noch am Aufräumen im Garten - keine Ahnung mehr, hatte die Situation auch eigentlich schon vergessen). Ich sagte nur, dass die Würstchen eigentlich am schluss drauf kommen und dann möglichst auf die rechte Seite, die Hähnchenflügel sollten eher links liegen (Gasgrill - hat Gründe).
Wisst ihr was bei ihr ankam: Du hast mich blosgestellt vor unseren Freunden, dass ich zu blöd bin Würstchen zu grillen?!? Im Grunde genommen verdreht sie Tatsachen so wie sie sie sehen will.
Diese Eigenschaft im Zusammenhang mit Trennung usw. lies mich auf eine Paartherapie Webseite aufmerksam werden - Stichwort Toxische Beziehung.
Und was ich da las lies mich zusammenzucken. Plötzlich scheint es klar zu sein. Sie leided wahrscheinlich an einer paranoiden Persönlichkeitsstörung (ICD-10 60). Die Auslöser in der Kindheit passen und auch sonst ist das Verhaltensmuster. Auch passen 4 oder mehr Eigenschaften aus dem ICD.
Ich habe auch gelesen, dass in solchen Fällen die der klassische Therapie Ansatz auf der Couch weniger geeignet ist ggf. sogar mit ungünstigen Auswirkungen- genau das beobachte ich auch.
Bitte helft mir. Ich sehe uns ins Verderben rennen. Es wird jeden Tag schlimmer und sie ist immer noch der Meinung auf dem richtigen Weg zu sein....
Das ist ein Hilferuf: Sie schadete unserem Kind, mir und unserer gemeinsamen Zukunft...
Vielen Dank

26.08.2020 07:29 • #15

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