Hallo chaotine,
ich kenne das Komplimente nicht annehmen zu können, sich nicht mehr verändern zu wollen, wusste bislang aber noch nicht das es mit Sicherheit zu tun hat, danke dafür.
In erster Sache hat mir mal geholfen das mir mal jemand sagte wenn ich das weiter so mache wird bald niemand mehr was nettes sagen, seitdem versuche ich nicht gleich mit den Worten das stimmt doch gar nicht zu kommentieren.
Du beschreibst es ganz gut das es Flucht und Scham auslöst. Dabei ist eine gesunde Reaktion wohl Freude und Selbstwert. Genau das was fehlt. Ich bin grad schon wieder am grübeln was ich positives über mich auszusprechen hätte. Fällt mir wie immer nichts ein wo ich 100 Prozent hinter mir stehe.
Was macht denn für Dich den Wert eines Menschen aus? hübsch u schlank?
Veränderung da läuft es ähnlich. Ich weiß ich sollte ....verändern aber schieb es ....weil ich Angst vorm Neuen und unbekanntem Negativen hab.
Tja, mit Arbeit ablenken geht nicht immer.
Sei herzlich gerüßt
Zitat von chaotine:Hallo an Alle,
Ich bin seitdem ich denken kann depressiv, bei meiner Familie auch kein Wunder. Psychisch kranke Narzisstin als Mutter die sich als Krankenschwester toll darstellen wollte und prügelnder Alk. als Vater. Ich habe schon früh den Gedanken gehabt: Es KANN nur an mir liegen
Mir wurde immer wieder klargemacht: so wie ich bin, bin ich nicht richtig. So wie ich bin, bin ich immer falsch. Meine eigene Mutter hat mir als Kind häufiger gesagt, dass sie von der ständigen Prügel weiß. O-Ton: Ich weiß ja, dass Papa dich schlägt. Aber er macht das ja nur, weil er sich an mich nicht rantraut. Denn würd er mich schlagen, dann wär ich mit deinen Geschwistern sofort weg
Ich hab da einfach realisiert, dass ich ihr am Ar. vorbei gehe. Es war nicht so, dass sie mich nicht schützen konnte, sie WOLLTE es einfach nicht.
Ich habe bis heute trotz zahlreicher Therapien, früher genommenen Medikamenten und mehreren Klinikaufenthalten dieses Gefühl selbst wertlos zu sein nie ablegen können.
Momentan schlägt es ganz besonders stark zu. Ich fühle mich wie der letzte Müll. Wie abartiger, widerlicher Dreck der einfach nur in den Schmutz getreten und zurückgelassen gehört. Wie eine Kreatur die kein Glück, keine Zuneigung, keine Liebe verdient.Optisch auch durch massives Übergewicht und eine natürliche, ausgeprägte Hässlichkeit leider auch sehr abartig. Wobei es nicht wirklich ein Gefühl ist, sondern eher das Bewusstsein, DASS ich all das einfach bin.
Ich habe einige Aspekte meiner Erkrankung bereits bekämpfen können, aber das blieb als Kern meines Wesens immer da. Dazu kommen noch ausgeprägte Ängste vor Veränderungen die mich selbst in der schlimmsten sch. noch selbige festhalten lassen. Einfach weils bekannt und damit sicher ist.
Ich habe nur eine handvoll Menschen um mich rum und bemühe mich schon, alles was in mir vorgeht von ihnen fernzuhalten. Ich weiß, dass ich anstrengend bin und verstehe selbst nicht, warum sich diese paar Menschen überhaupt mit mir abgeben. Sagt mir irgendwer was Nettes, will ich sofort flüchten und es ist mir unglaublich peinlich. Sagt mir wer was negatives, denke ich sofort: Stimmt und ich habs natürlich verdient und es ist meine Schuld.
Ich krieg das nicht weg. Ich kriegs einfach nicht weg.
Therapien haben mich vieles erkennen lassen, aber das habe ich nie beseitigen können. Anti-Depressiva haben bislang alle bei mir nach kurzer Zeit massive Fressattacken oder Kreislaufbeschwerden ausgelöst und mussten deswegen abgesetzt werden. Ich weiß einfach nicht weiter, will mich aber auch nicht geschlagen geben.
Momentan sitze ich bedingt durch einen Ausfall seit Februar ja zu Hause und hab dazu noch Husten. Macht meine Laune nicht besser.
Hat irgendwer mit so einem Mist Erfahrung?