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Dunkelheit und Leere in mir

Super
Meine liebe Lost
Du hast bereits einen oder bist du grad auf der Suche nach einem therapeuten?
Auf jedenfall hast du bereits den ersten Schritt gemacht. Du brauchst aber Geduld, Depression geht nicht von jetzt auf gleich weg. Das braucht seine Zeit. Schliesslich hast du auch über Jahre Emotionen angesammelt die dich am Ende krank gemacht haben.Die müssen jetzt alle raus. Das heisst Aufarbeiten. Und das braucht Zeit. Also gib nicht auf und vergib dir wenn du dich aufgrund deiner Krankheit mal nicht so verhalten hast wie du es dir gewünscht hast.
Und hier hast du Menschen die dir zuhören und dich verstehen.
Also Kopf hoch. Das Leben wäre ohne dich nicht schön, du würdest fehlen, vor allem deinem Sohn und Ehemann.
Also mach dich bereit zu kämpfen und suche dir strategien wie du dich vor deiner Mutter schützen kannst. Abstand halten oder sie nicht mehr so ernst nehmen oder ihr erst gar nichts erzählen, etc. Du wirst schon den richtigen weg für dich finden. Wie siehts mit deinem Ehemann aus? Unterstützt er dich? Kannst du mit ihm über deine Gefühle reden?
Du bist nicht alleine mit deiner Krankheit, wir alle hier haben die gleiche Erkrankung.
Ich wünsche dir das du die Geduld entwickelst, die du brauchst und deine Wichtigkeit erkennst.
LG
Super

26.10.2022 23:43 • x 1 #16


Lost111
Zitat von Super:
Du hast bereits einen oder bist du grad auf der Suche nach einem therapeuten?

Hallo liebe @Super ,

ich bin gerade am Anfang der Suche, habe mir heute Abend die entsprechenden Therapeuten ausgedruckt Bist du in Therapie, wenn ich fragen darf?

Zitat von Super:
Schliesslich hast du auch über Jahre Emotionen angesammelt die dich am Ende krank gemacht haben.Die müssen jetzt alle raus. Das heisst Aufarbeiten. Und das braucht Zeit. Also gib nicht auf und vergib dir wenn du dich aufgrund deiner Krankheit mal nicht so verhalten hast wie du es dir gewünscht hast.

Ja, das stimmt. Ich habe bereits 2 Therapien hinter mir.
Aber es ist so schwer, nicht aufzugeben... Und ich kann mir selbst am wenigsten verzeihen. Wie könnte ich?
Ich lebe schon so lange mit Depressionen, und immer wieder falle ich in ein Tief. Wann hört das auf? Hört es jemals auf?
Ich dachte immer, ich hätte es akzeptiert, dass ich nun mal chronische Depressionen habe. Aber jedes Mal aufs neue verliere ich die Hoffnung und glaube nicht an eine Besserung.

Zitat von Super:
Also Kopf hoch. Das Leben wäre ohne dich nicht schön, du würdest fehlen, vor allem deinem Sohn und Ehemann.

Wie kommst du darauf? Ich habe weder Sohn noch Ehemann.

Zitat von Super:
Ich wünsche dir das du die Geduld entwickelst, die du brauchst und deine Wichtigkeit erkennst.

Leichter gesagt als getan. Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch - vor allem mit mir selbst! Und wichtig bin ich schon mal gar nicht. Ich bin nur ein Mensch, der irgendwie versucht zu überleben. Nicht mehr und nicht weniger.

27.10.2022 00:09 • #17


A


Hallo Lost111,

Dunkelheit und Leere in mir

x 3#3


Super
Ja, do hab ich früher auch gedacht, unwichtig und ich schaffs nicht und diese Depression geht niemals weg.
Heute gehts mir viel besser und mir scheint jetzt das Leben lebenswert. Ich hab auch schon sehr lange Depression. Ja ich hab einen Therapeuten. Mit ihm hab ich auch Strategien entwickelt um meine tiefs zu überwinden oder mich von dem neg. abzulenken. Etwas tun was mir Spass macht. Negative gedanken aufschreiben und in postives umwandeln. Es hat nicht sofort geklappt aber mit der Zeit immer besser.

27.10.2022 00:17 • x 1 #18


Lost111
Zitat von Super:
Ja ich hab einen Therapeuten. Mit ihm hab ich auch Strategien entwickelt um meine tiefs zu überwinden oder mich von dem neg. abzulenken. Etwas tun was mir Spass macht. Negative gedanken aufschreiben und in postives umwandeln. Es hat nicht sofort geklappt aber mit der Zeit immer besser.

Das hört sich gut an, aber erstmal muss man einen Therapeuten finden. Das ist nicht einfach, da viele niemanden mehr aufnehmen. Und ich muss erstmal den Mut finden, da auch anzurufen. Das ist eine Hürde für mich.
Ich schreibe TB. Somit kann ich die negativen Gedanken los werden (zumindest in Schriftform).
Wie schaffst du es, negative in positive Gedanken umzuwandeln?

27.10.2022 00:22 • x 1 #19


A
@HopeDiesLast

Guten Morgen, Hope
Seit 22 Jahren habe ich rezidivierende Depression.
Pro Jahr 2-3 Phasen, von leicht, mittel, schwer.
Alle 3 Jahre eine sehr schwere.
Und ich lerne immer noch dazu
Alles Gute dir.

27.10.2022 04:52 • #20


Lost111
Ich bin jetzt seit einer Woche krank geschrieben und nichts ist besser geworden. Ganz im Gegenteil.
Ich bin einfach zu (fast) nichts in der Lage.
Habe vorhin eine Einladung für Samstag zum Essen ausgeschlagen.
Das ist mir einfach zu viel, und ich habe ihr das auch so gesagt; hoffentlich nimmt sie mir das nicht übel!
Ich kann nicht mehr. Ich will einfach nur DA sein. Und wenn ich ehrlich zu mir bin, noch nicht mal das wirklich...
Aber das sind nur Gedanken.
Alles ist nach wie vor so sinnlos!
Immmerhin komme ich langsam zur Ruhe. Ich habe es zwar noch nicht geschafft, Therapeuten abzutelefonieren,
aber damit mag ich mir jetzt keinen Stress machen.

Die Momente, in denen dein Mund schweigt,
sind Momente, in denen die Seele schreit.

02.11.2022 02:13 • #21


Ziva
Liebe Lost, ich kann dich grad so sehr verstehen.
Ich lasse dir einen lieb gemeinten Drücker da

02.11.2022 02:25 • x 1 #22


Lost111
Zitat von Ziva:
Liebe Lost, ich kann dich grad so sehr verstehen.
Ich lasse dir einen lieb gemeinten Drücker da

Liebe @Ziva ,

ganz lieben Dank!
Ich habe den Post in deinem TB eben gelesen, habe aber leider nicht die Kraft, darauf einzugehen. Tut mir leid.
Das liegt nicht an dir. Aber fühle dich verstanden.

02.11.2022 02:33 • x 1 #23


Ziva
Zitat von Lost111:
Liebe @Ziva , ganz lieben Dank! Ich habe den Post in deinem TB eben gelesen, habe aber leider nicht die Kraft, darauf einzugehen. Tut mir ...

Ach du Liebe, das ist nicht schlimm. Könnte ich bei deinem Thema hier auch sagen. Ich war immer nur kurz hier und habe es nichtmal geschafft nur minimal zu antworten, geschweige denn irgendwas zu lesen.

Aber ich denke auch das ist oke. Wir wissen alle wie es uns ab und zu mal geht. Und trotzdem verlieren wir uns nicht aus den Augen.

Liebste Grüße zu dir.

02.11.2022 08:37 • x 1 #24


Marylu
Ihr beiden Lieben,
ich denke ganz fest an euch und wünsche euch alles Gute, v.a. dass ihr bald Licht seht. Ganz liebe Grüße.

02.11.2022 16:00 • x 2 #25


Lost111
Ich fühle mich schon den ganzen Tag lang verloren. Nicht existent, und wenn, dann überhaupt nur am Rande.
Ich traf mich mittags mit meiner Schwester zum Kaffee trinken. Ich ließ sie reden. Ich hatte nichts zu erzählen.
Am liebsten hätte ich gar nichts gesagt.
Sie fragte allerdings schon, wie es mir geht. Tja, was sollte ich dazu schon sagen?! Unverändert schlecht.
Und das ich am Freitag erneut zum HA gehen muss. Es hat sich einfach nichts gebessert.

Und ich frage mich wieder einmal: Was stimmt nicht mit mir?

Ich fühle mich so oft inkompatibel mit dieser Welt!

09.11.2022 02:44 • x 1 #26


EmptyLife
Zitat von Lost111:
Und ich frage mich wieder einmal: Was stimmt nicht mit mir?

Ich fühle mich so oft inkompatibel mit dieser Welt!

Mit dir ist alles in Ordnung, Liebes Es ist die Welt um uns herum, die falsch ist und uns krank macht. Sie ist das Problem, der Fehler, inkompatibel mit der gesunden Natur - unserer Seele. Erkenne wie besonders und großartig du bist!

09.11.2022 20:48 • x 3 #27


Lost111
Zitat von EmptyLife:
Mit dir ist alles in Ordnung, Liebes Es ist die Welt um uns herum, die falsch ist und uns krank macht. Sie ist das Problem, der Fehler, inkompatibel mit der gesunden Natur - unserer Seele. Erkenne wie besonders und großartig du bist!

09.11.2022 21:07 • #28


Ziva
So schöne Worte @EmptyLife, die du für Lost gewählt hast !

09.11.2022 21:24 • x 2 #29


A


Hallo Lost111,

x 4#15


Lost111
Wie erwähnt, war ich am FR wieder beim HA. Und sagte ihm, dass sich nichts verändert hat. Also weitere Arbeitsunfähigkeit.
Leider musste ich wieder etwas beichten...
Dazu kam noch, dass mein BD viel zu hoch war; und zwar ist das schon seit längerem so. Also noch ein Medi mehr.
Letzten Endes musste ich noch meine dunklen, desktruktiven Gedanken los werden; denn wem soll ich es sonst sagen?!
er sah etwas erschrocken aus, aber ich kann nur sagen, wie ich es empfinde und wie vorherrschend gerade
dieser eine Gedanke ist (und das schreibe ich hier besser nicht nieder).
Aber es ist nur ein Gedanke...

Was bleibt ist Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und Leere. Und nach wie vor die Frage nach dem: wozu?

Es gibt nicht mehr viel, was mich noch hält. Und doch mache ich weiter, Tag für Tag. Warum?
Ich habe das Liebste im Leben verloren. Und es ist nach wie vor kaum auszuhalten.

Glaubst du an die Dunkelheit?
Hörst du, wie die Nacht dich ruft?
Wie lange kannst du noch widerstehen?

15.11.2022 03:27 • x 2 #30

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