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Dunkelheit und Leere in mir

W
Zitat von Lost111:
Er weiß, wie schwer mir das fällt. Und natürlich habe ich ihn auch nicht gefragt, ob er da was tun könnte...
Andererseits sehe ich auch ein, dass ich das irgendwie hinkriegen muss. Aber ich werde ihn beim nächsten Termin demnächst danach fragen.

Wenn er das Wissen hat, sollte er von sich aus den Hörer in die Hand nehmen und telefonieren,denn er als
Arzt erreicht mehr als du als Patientin die privat anruft. Ich brauchte meinen Arzt damals nicht darum bitten für mich
zu telefonieren, er sah wie schlecht es mir ging und hat von sich aus die Initative ergriffen. Mit deinen Ängsten musst
du nicht noch mehr den Druck ausgesetzt sein dich zu fürchten und deshalb geht es bei dir in Sache Hilfe nicht voran.Dein Arzt sollte dir schleunigst helfen, von sich aus. Aber offentsichtlich tut er das nicht und wenn du dich traust,dann sprech ihn darauf an.
Zitat von Lost111:
Ich habe heute einige Therapeuten abtelefoniert, bei einem stehe ich auf der Warteliste; bei den anderen muss ich die kurzen Sprechzeiten nutzen, um da überhaupt Jemanden zu erreichen. Und ich werde versuchen, die Dringlichkeit zu betonen.
Alleine das wird mich alle Kraft kosten, die ich habe.

Gratuliere , ein Grund auf dich selbst stolz zu sein und dir auf die Schulter zu klopfen.
Ja, du solltest selbst zu dir sagen - hey ich kann das, ich habe die Kraft dazu, mir ist nichts passiert.
Sag es dir selbst, du wirst merken das dich deine Worte innerlich stärken. Viele Erfolg dabei-und du schaffst
es auch weiterhin. Glaub doch einfach mal an dich.
Zitat von Lost111:
Die Angst davor ist zu groß. Und ich möchte nicht noch einmal auf die Geschlossene. Mich überfordert das gerade total!
Ich kann es mir aktuell nicht vorstellen. Das wäre die letzte Option für mich.

Natürlich kann ich diese Ängste von dir sehr gut verstehen liebe Lost.
Aber macht es dir nicht auch Angst, was für dunkele Gedanken in deinen Kopf kreisen ? Was dein innerliches
dir einreden will ? Wenn du mit deinem Arzt besprechen würdest ,eine ganz normale stationäre Therapie machen zu wollen, so kommst du sicherlich nicht auf die geschlossene vor der du dich so fürchtest. Du würdest freiwillig gehen
und das ist dann eine ganz andere Situation.

16.11.2022 20:21 • x 2 #46


Lost111
Zitat von Wolkenlos:
Mit deinen Ängsten musst du nicht noch mehr den Druck ausgesetzt sein dich zu fürchten und deshalb geht es bei dir in Sache Hilfe nicht voran. Dein Arzt sollte dir scheunigst helfen, von sich aus. Aber offentsichtlich tut er das nicht und wenn du dich traust,
dann sprech ihn darauf an.

Ich nehme es mir fest vor!

Zitat von Wolkenlos:
Gratuliere , ein Grund auf dich selbst stolz zu sein und dir auf die Schulter zu klopfen.
Ja, du solltest selbst zu dir sagen - hey ich kann das, ich habe die Kraft dazu, mir ist nichts passiert.
Sag es dir selbst, du wirst merken das dich deine Worte innerlich stärken. Viele Erfolg dabei-und du schaffst
es auch weiterhin. Glaub doch einfach mal an dich.

Danke. Aber leider stellt sich das Gefühl nicht bei mir ein, etwas richtig gemacht zu haben geschweige denn stolz auf mich zu sein. Aber du hast recht, ich darf deswegen stolz auf mich sein! Ich bin tätig geworden!
Und die - trotzdem vorhandene - innere Stimme, dass das nicht ausreicht, versuche ich, zum Schweigen zu bringen.
Ich und an mich glauben - das ist auch wieder so ein Thema...

Zitat von Wolkenlos:
Natürlich kann ich diese Ängste von dir sehr gut verstehen liebe Lost.
Aber macht es dir nicht auch Angst, was für dunkele Gedanken in deinen Kopf kreisen ? Was dein innerliches
dir einreden will ?

Ganz lieben Dank für dein Verständnis. Direkt Angst machen mir diese Gedanken nicht, sind sie doch schon so lange ein Teil von mir. Für mich ist das normal. Du schlägst jetzt wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammen, aber ich sage es so, wie es ist.

16.11.2022 20:33 • x 2 #47


A


Hallo Lost111,

Dunkelheit und Leere in mir

x 3#3


Wuslchen
Zitat von Lost111:
Die Angst davor ist zu groß. Und ich möchte nicht noch einmal auf die Geschlossene. Mich überfordert das gerade total!
Ich kann es mir aktuell nicht vorstellen. Das wäre die letzte Option für mich.

Ich kann dich absolut verstehen, meine Ängste diesbezüglich sind ebenfalls riesig und ich weiß woher das bei mir kommt.
Nur was ich mir beim lesen deiner Zeilen gedacht habe war, dass die Geschlossene wesentlich wahrscheinlicher ist, wenn es so weiter geht wie bisher und du richtig tief abrutschst. Dann wird es nämlich schnell mal akut und das ist - so wie ich dich bisher lese - ein Fall für die Geschlossene. Wenn du aktuell selbst hingehen würdest und sagst, dass du Hilfe brauchst, eben genau um nicht in der Geschlossenen zu landen, wäre die Gefahr viel geringer und die Möglichkeit dir zu helfen auch viel höher. Denn je tiefer du unten bist, desto schwieriger ist es auch wieder da rauszukommen und je schneller dir geholfen wird, desto besser können die Hilfsangebote greifen.

Auf jeden Fall ist es großartig, dass du schon angefangen hast die Therapeuten anzurufen! Das ist ein riesengroßer erster Schritt!

16.11.2022 21:44 • x 5 #48


Lost111
Zitat von Wuslchen:
Ich kann dich absolut verstehen, meine Ängste diesbezüglich sind ebenfalls riesig und ich weiß woher das bei mir kommt.
Nur was ich mir beim lesen deiner Zeilen gedacht habe war, dass die Geschlossene wesentlich wahrscheinlicher ist, wenn es so weiter geht wie bisher und du richtig tief abrutschst.

Liebe @Wuslchen ,

danke für deine mitfühlenden Zeilen.
Aber alles in mir lehnt einen Klinikaufenthalt ab.
Ich werde meinen HA auf jeden Fall dringlich bitten, mich zu unterstützen. Und zwar mit Taten. Drück mir die Daumen!

Zitat von Wuslchen:
Auf jeden Fall ist es großartig, dass du schon angefangen hast die Therapeuten anzurufen! Das ist ein riesengroßer erster Schritt!

Vielen Dank. Wie bereits erwähnt, kann ich das nicht wirklich als Erfolg verbuchen. Ist schon irre, oder?!
Ich bleibe aber am Ball. Ich habe mir schon den Wecker für morgen früh gestellt.

16.11.2022 21:56 • x 2 #49


W
Liebe Lost,
ich war in der vergangenen Zeit ja auch ein paar mal für längere Zeit in der Klinik.
Es ist wirklich ein Vorteil, dass mir dadurch zeitnah geholfen wurde und ich dadurch auch die Kraft fand, Therapeuten abzuklappern.
Ich habe verstanden, dass du Angst vor der Klinik, hauptsächlich vor der Geschlossenen hast, das kann ich sehr gut verstehen. Ich sehe es ähnlich wie Wuslchen, wenn du zu lange wartest, wird die Wahrscheinlichkeit größer, dass du auf der geschützten Station landest.
Ich habe beim letzten Mal zu lange gewartet.
Eine Frage habe ich noch: Du sagtest, dass du einen Psychiater hast, warum besprichst du dann alles mit dem HA?
Ich wünsche dir viel Kraft, den Mut weiterhin die Therapeuten anzurufen und eine gute Nacht.
wozu

16.11.2022 23:06 • x 3 #50


Lost111
Zitat von wozu:
Ich habe verstanden, dass du Angst vor der Klinik, hauptsächlich vor der Geschlossenen hast, das kann ich sehr gut verstehen. Ich sehe es ähnlich wie Wuslchen, wenn du zu lange wartest, wird die Wahrscheinlichkeit größer, dass du auf der geschützten Station landest.

Liebe @wozu ,

ich weiß deine Worte echt zu schätzen, danke dafür. Aber wie gesagt, ich zähle jetzt erstmal auf die Hilfe meines HA.

Zitat von wozu:
Eine Frage habe ich noch: Du sagtest, dass du einen Psychiater hast, warum besprichst du dann alles mit dem HA?

Weil meine Psychiaterin nicht wirklich die Zeit hat, mir zuzuhören. Das letzte Mal hat sich noch nicht mal gefragt, wie es mir geht. Das scheint mir nur Abfertigung zu sein, aber leider sind Psychiater in meiner Region rar gesät.
Zu meinem HA habe ich vollstes Vertrauen. Deshalb weiß er mehr von mir als z.B. meine nahestehenden Personen.

Zitat von wozu:
Ich wünsche dir viel Kraft, den Mut weiterhin die Therapeuten anzurufen und eine gute Nacht.
wozu

Vielen Dank! Dir auch eine gute N8!

16.11.2022 23:14 • x 2 #51


A
@Lost111

Hallo, Lost111.
Wenn du deinem Hausarzt vertraust, vertraue dich ihm an.
Bitte.
Bei uns kommt man dann auf die Geschlossene, wenn man sich was antun will und das auch umgesetzt hat,
oder es gleich umsetzen will.
Nicht wenn man Gedanken daran hat, was in unserer Situation jeder mal hat.
Es kommt um die Intensität der Gedanken an.
Alles Gute, dir.

17.11.2022 05:38 • x 4 #52


W
Zitat von Lost111:
Ich nehme es mir fest vor!

Für dein Vorhaben drücke ich dir sehr die Daumen. Bleib unbedingt am Ball.
Weist du, ich würde an deiner Stelle auch nicht erst auf den nächsten Arzttermin warten, sondern deinen Arzt
jetzt und gleich kontaktieren. Du solltest im Telefonat erwähnen, das du unbedingt seine Hilfe brauchst, das du gewillt bist etwas für dich zu tun, aber das du es wegen deiner Ängste alleine nicht schaffst die Iniative zu ergreifen.
Warte nicht erst bis zum nächsten Termin, du bist Zuhause, du bist krank geschrieben. Daheim kommst du nur noch mehr auf dunkle Gedanken.
Zitat von Lost111:
Danke. Aber leider stellt sich das Gefühl nicht bei mir ein, etwas richtig gemacht zu haben geschweige denn stolz auf mich zu sein. Aber du hast recht, ich darf deswegen stolz auf mich sein! Ich bin tätig geworden!
Und die - trotzdem vorhandene - innere Stimme, dass das nicht ausreicht, versuche ich, zum Schweigen zu bringen.
Ich und an mich glauben - das ist auch wieder so ein Thema...

Eben, du darfst und du kannst stolz auf dich sein. Lass dir das von deiner inneren Stimme nicht anders einreden.
Weist du Lost, dein Gehirn kennt es doch gar nicht anders als nur das negative zuzulassen. Es weiß doch gar nicht wie es sich anfühlt positiv zu denken und auch Selbstliebe zu lernen, Selbstachtung. Bei mir war es genauso wenn ich das schreiben darf. Mein Gehirn kannte auch nur die negativen Seiten. Schon klar, es wurde die ganzen vielen Jahre nur
mit abwertenden Dingen gegen mich selbst gefüttert. Irgendwann hats dann aber bei mir Klick gemacht, nachdem ich ein interresantes Buch über unser Gehirn gelesen habe, das Phänomen Gehirn. Darin wurde unter anderem beschrieben,wie man sein Gehirn umprogramieren kann, neuen Strömen beibringen kann. U.a. geht es eigentlich darum, das sobald du selbst merkst, das dir deine innere Stimme negatives vermittelt, das du in dem Moment selbst zu dir und deinem Gehirn sagst; Stopp, das ist nicht wahr, das was du mir einreden willst. Du hast es nicht anders gelernt und ich arbeite nun daran das es mir unddir besser geht.

Weist du, es hört sich vielleicht blöd an, aber auch bei mir kommen noch ganz oft Gedanken die ich nicht haben will,
innere Stimmen die mir vieles vermiesen wollen. Aber dann spreche ich tatsächlich mit meinem Gehirn und sage ihm,das es endlich aufhören soll. Lass mich in Ruhe sage ich ihm, du hast immer nur negatives erfahren, wie willst du wissen wie es auch anders sein kann? Ich bringe dir/uns jetzt bei das es auch durchaus anders geht. Und weist du was Lost ? Es funktioniert tatsächlich und macht mich dazu noch selbstbewusst. Weil ich einfach den Mut habe gegen
meine schlechten Gedanken, gegen mein eigenes Niedermachen anzugehen, ihm Paroli zu bieten.
Wer mag, kann das gerne belächeln, aber mir geht es wirklich damit besser.
Zitat von Lost111:
Aber alles in mir lehnt einen Klinikaufenthalt ab.
Ich werde meinen HA auf jeden Fall dringlich bitten, mich zu unterstützen. Und zwar mit Taten. Drück mir die Daumen!

Gehe behutsam mit dir um, versuche Kontakt zu deinem Inneren aufzunehmen.
Spreche gut mit deinem Inneren, so als wäre es deine Freundin.Erzähle deinem Inneren das es dir schlecht geht und
das du unbedingt möchtest, das es dir besser geht. Erzähle deinem Inneren das es sich sicherlich besser für dich
und dein Inneres anfühlt, wenn ihr gemeinsam im Einklang seit. Eine gute Freundin würde dir nach deinen Worten
nicht im Wege stehen und dich runterziehen,sie würde dir Mut zusprechen und dir helfen und dich unterstützen.
So solltest du es auch zwischen dir und deinem Inneren sehen-macht euch gegenseitig Mut.

17.11.2022 15:01 • x 2 #53


Lost111
Zitat von Wolkenlos:
Für dein Vorhaben drücke ich dir sehr die Daumen. Bleib unbedingt am Ball.

Das ist lieb von dir, danke. Das Problem ist auch oft, dass ich nicht wirklich reden kann; für den Fall habe ich mir schon überlegt, mir einen Zettel zu machen; damit ich im Notfall darauf zurückgreifen kann. Der Termin ist heute in 2 Wochen. Bis dahin werde ich gucken, was ich alleine schaffen kann.

Zitat von Wolkenlos:
Weist du Lost, dein Gehirn kennt es doch gar nicht anders als nur das negative zuzulassen. Es weiß doch gar nicht wie es sich anfühlt positiv zu denken und auch Selbstliebe zu lernen, Selbstachtung. Bei mir war es genauso wenn ich das schreiben darf. Mein Gehirn kannte auch nur die negativen Seiten. Schon klar, es wurde die ganzen vielen Jahre nur
mit abwertenden Dingen gegen mich selbst gefüttert.

Natürlich darfst du das schreiben. Also ist es möglich, negative Gedanken quasi in positive umzuwandeln? Gelesen habe ich davon auch schon, aber ich kann mir das schlecht vorstellen. Wie soll ich mir, wenn ich negative Gedanken habe, einreden, dass alles toll ist? Das ist jetzt überspitzt gesagt. Hat das was mit NLP zu tun?

Zitat von Wolkenlos:
Und weist du was Lost ? Es funktioniert tatsächlich und macht mich dazu noch selbstbewusst. Weil ich einfach den Mut habe gegen
meine schlechten Gedanken, gegen mein eigenes Niedermachen anzugehen, ihm Paroli zu bieten.
Wer mag, kann das gerne belächeln, aber mir geht es wirklich damit besser.

Warum sollte ich das belächeln, wenn es dir hilft? Ich finde es richtig gut, dass das bei dir so gut klappt und möglich ist!
Du bist auf dem richtigen Weg und dafür wünsche ich dir alles Gute!

Ich habe es heute Morgen tatsächlich geschafft, einen Termin für ein Vorgespräch für den 28.11. zu bekommen!
Bei der 2. Therapeutin, die ich kontaktiert habe, würde es mit einem Termin nicht vor einem Jahr (!) klappen. Das hilft mir nicht weiter. Nach den 2 Anrufen war ich innerlich total aufgeregt und musste mich erstmal wieder beruhigen.
Zu weiteren Anrufen war ich dann allerdings nicht mehr in der Lage. Nun ja, ich bin doch ein bisschen stolz auf mich... Nun muss ich nur noch überlegen, wie ich die Dringlichkeit rüberbringen soll.

Zitat von anir:
Wenn du deinem Hausarzt vertraust, vertraue dich ihm an.
Bitte.

Ich werde mein Bestes versuchen, danke. Es fällt mir so schwer, über meine Gedanken und Gefühle zu sprechen!
Wie schaffst du das, wenn ich fragen darf?

17.11.2022 19:33 • #54


W
Zitat von Lost111:
Das ist lieb von dir, danke. Das Problem ist auch oft, dass ich nicht wirklich reden kann; für den Fall habe ich mir schon überlegt, mir einen Zettel zu machen; damit ich im Notfall darauf zurückgreifen kann. Der Termin ist heute in 2 Wochen. Bis dahin werde ich gucken, was ich alleine schaffen kann.

Dann schreib dir alles auf was dir wichtig ist, was ist daran schlimm ? Gar nichts !
Weist du, ich kann mich noch erinnern, das ich in einer ähnlichen Lage war wie du. Ich wollte mich unbedingt meinen Arzt so mitteilen, das es für ihn verständlich rüberkommt, hatte aber Angst mich nicht richtig auszudrücken, das ich die Hälfte vergessen könnte und das ich mich nicht traue auszusprechen was mir auf den Herzen lag.Also habe ich mich ans Laptop gesetzt und habe meinen Arzt einen Brief geschrieben über all das wie ich mich fühle, was mit mir los ist und was in mir vorgeht. Als ich den Brief geschrieben hatte ging es mir zunächst gut, denn ich hatte mir schonmal mein Anliegen niedergeschrieben, irgendwie wie soll ich sagen Luft abgelassen.Als ich dann beim Arzt war, da war es mir erst unangenehm ihn den Brief zu geben.Ich überlegte ob ich das jetzt wirklich mache oder nicht. Ich habe es dann getan.Habe meinen Arzt gesagt das ich ihm einen Brief geschrieben habe, indem ich alles verständlich rüberbringen möchte.Ich sagte ihm das mir all die Dinge in diesem Brief wichtig sind und ob er meinen Brief lesen würde anstelle eines Gesprächs. Ich glaube ich bin bei der Frage gar errötet weil ich Angst auf seine Reaktion hatte.

Aber er lächelte mich an und meinte gar, das er es richtig gut finde, das ich mir die Mühe gemacht habe alles schriftlich festzuhalten um es ihm dann auf diesen Weg zum Ausdruck zu bringen.Da war ich schon einmal erleichtert.Er nahm den Brief und las ihn sich in aller Ruhe durch. Danach führten wir ein sehr ausgiebiges und hifreiches Gespräch.
Vielleicht wäre das auch für dich eine Option. Ich habe das übrigens nicht nur einmalig gemacht.
Zitat von Lost111:
Natürlich darfst du das schreiben. Also ist es möglich, negative Gedanken quasi in positive umzuwandeln? Gelesen habe ich davon auch schon, aber ich kann mir das schlecht vorstellen. Wie soll ich mir, wenn ich negative Gedanken habe, einreden, dass alles toll ist? Das ist jetzt überspitzt gesagt. Hat das was mit NLP zu tun?

Nunja, ich glaubte auch erst nicht so recht daran. Ich versuchte es ganz oft mich darauf einzulassen, das ich mir
immer wieder bei unangenehmen Dinge sagte Hey das stimmt nicht....rede mir das nicht ein Hm..wie oft habe ich dann zu mir gesagt Ach Schei...ß was drauf, dieser Mist hilft dir nicht, gib es auf. Aber ich habe nicht aufgegeben.
Denn das war es ja was mein Innerliches, mein Gehirn von mir wollte.Es wollte mich wie schon immer von dem
negativen Überzeugen, mir das schlechte als Gutes darstehen lassen und das Gute als etwas schlechtes.Ich war sehr
oft völlig down weil mein Wille da war, doch ich immer wieder schwächelte und die Flinte ins Korn geschmissen habe.
Doch ich habe nicht aufgegeben, habe gekämpft gegen dieses Ungetüm und ich habe es dann wie gesagt irgendwann
geschafft. Heute z.B. hatte ich auch eine Situation in dem es mir plötzlich schlecht ging, weil mein Gehirn mir auf
einmal schlechte Gedanken schickte, ich spürte wie es mir die Kehle zuschnürte- aber ich habe sofort dagegengesteuert und das was es mir einreden wollte umgewandelt ins positive.Es hat funktioniert. Alles brauch sein Zeit Lost, das hat auch bei mir nicht von heute auf morgen geklappt.
Zitat von Lost111:
Warum sollte ich das belächeln, wenn es dir hilft? Ich finde es richtig gut, dass das bei dir so gut klappt und möglich ist!
Du bist auf dem richtigen Weg und dafür wünsche ich dir alles Gute!

Vielen Dank, das ist nett von dir. Schön wäre es, wenn auch du es schaffen würdest.
Du musst einfach daran arbeiten mehr an dich zu glauben, dich nicht von deiner Vergangenheit Zeit deines
Lebens mürbe machen zu lassen.
Zitat von Lost111:
Ich habe es heute Morgen tatsächlich geschafft, einen Termin für ein Vorgespräch für den 28.11. zu bekommen!

Herzlichen Glückwunsch, das fühlt sich doch sicher gut an, nicht wahr ?
Horch mal in dich rein, schenke dir selbst ein Lächeln dafür und sei stolz auf dich.
Ja, übertreibe es mal richtig- Schau in den Spiegel, lächele dich an und sag deinem Spiegelbild;
Ich habe es geschafft etwas zu erreichen.

Was meinst du wie oft ich das mache ? Und manchmal lache ich mich danach selbst aus das getan zu haben.
Ja und ? Mir geht es gut damit.

17.11.2022 20:36 • x 1 #55


Lost111
Zitat von Wolkenlos:
Also habe ich mich ans Laptop gesetzt und habe meinen Arzt einen Brief geschrieben über all das wie ich mich fühle, was mit mir los ist und was in mir vorgeht. Als ich den Brief geschrieben hatte ging es mir zunächst gut, denn ich hatte mir schonmal mein Anliegen niedergeschrieben, irgendwie wie soll ich sagen Luft abgelassen.Als ich dann beim Arzt war, da war es mir erst unangenehm ihn den Brief zu geben.Ich überlegte ob ich das jetzt wirklich mache oder nicht. Ich habe es dann getan.

Das ist schon sehr mutig von dir gewesen. Respekt. Ich weiß nicht, ob ich den Mut dazu hätte...
Das Schreiben wäre nicht das Problem, sondern das Aushändigen. Ich glaube, dann müsste ich die Flucht ergreifen. Keine Ahnung, ich werde mir das mal durch den Kopf gehen lassen. Mir bleibt ja noch eine Schonfrist von 2 Wochen.
Bei mir dauert es immer etwas länger, bis ich mich mit sowas beschäftigen kann bzw. es bei mir ankommt.
Natürlich spielt da diese doofe ANGST immer eine Rolle - du kennst das ja auch. Aber vielleicht bin ich auch erleichtert - so wie du - wenn ich mich schriftlich mache. Ich weiß es nicht. Vielleicht wäre es ein Versuch wert, denn was habe ich zu verlieren?!

Zitat von Wolkenlos:
Heute z.B. hatte ich auch eine Situation in dem es mir plötzlich schlecht ging, weil mein Gehirn mir auf
einmal schlechte Gedanken schickte, ich spürte wie es mir die Kehle zuschnürte- aber ich habe sofort dagegengesteuert und das was es mir einreden wollte umgewandelt ins positive.Es hat funktioniert. Alles brauch sein Zeit Lost, das hat auch bei mir nicht von heute auf morgen geklappt.

Die Macht der (positiven) Gedanken. Gedanken steuern Gefühle.

Zitat von Wolkenlos:
Schön wäre es, wenn auch du es schaffen würdest.
Du musst einfach daran arbeiten mehr an dich zu glauben, dich nicht von deiner Vergangenheit Zeit deines
Lebens mürbe machen zu lassen.

Das ist extrem schwer, denn ich will gar nichts mehr. Kennst du dieses Gefühl auch? Wenn (fast) nichts mehr von Belang ist?

Zitat von Wolkenlos:
Herzlichen Glückwunsch, das fühlt sich doch sicher gut an, nicht wahr ?
Horch mal in dich rein, schenke dir selbst ein Lächeln dafür und sei stolz auf dich.
Ja, übertreibe es mal richtig- Schau in den Spiegel, lächele dich an und sag deinem Spiegelbild;
Ich habe es geschafft etwas zu erreichen.

Danke. Ich kann gerade nicht wirklich sagen, ob sich das gut anfühlt. Oder wie es sich überhaupt anfühlt.
Habe mich gerade im Spiegel angelächelt - es sah traurig und verloren aus.

Zitat von Wolkenlos:
Was meinst du wie oft ich das mache ? Und manchmal lache ich mich danach selbst aus das getan zu haben.
Ja und ? Mir geht es gut damit.

Alles, was dir gut tut, ist richtig! Egal, wie sinnlos es auch erscheinen mag.

17.11.2022 21:04 • x 1 #56


Marylu
Ach du liebe Lost, wie du schon schreibst, du hast einfach NICHTS zu verlieren. Viel schlechter kann es dir nicht gehen. Was soll denn noch passieren, damit du endlich Mal an DICH und nicht an die anderen denkst. Wir sind alle bei dir. Sei ganz fest umarmt.

17.11.2022 22:24 • x 2 #57


Lost111
Zitat von Marylu:
Ach du liebe Lost, wie du schon schreibst, du hast einfach NICHTS zu verlieren. Viel schlechter kann es dir nicht gehen. Was soll denn noch passieren, damit du endlich Mal an DICH und nicht an die anderen denkst. Wir sind alle bei dir. Sei ganz fest umarmt.

@Marylu Einfach nur danke.

17.11.2022 22:28 • x 1 #58


Marylu
Gerne meine Liebe

17.11.2022 22:33 • x 1 #59


A


Hallo Lost111,

x 4#15


Lost111
Ich beginne, schon wieder an allem zu zweifeln.
Warum sollte ich den Termin am 28.11. überhaupt wahrnehmen? War/ist das die richtige Entscheidung?
Auch wenn ich dort einen Therapieplatz bekommen sollte - was fraglich ist - , wie lange muss ich dann darauf warten?

Tut mir leid, wenn ich wieder am Jammern bin und mich nur wiederhole.

Jeder neue Tag einfach ist einfach nur schwer. Ein immerwährender Kampf.
Gefühlt kämpfe ich diesen Kampf schon mein Leben lang. Und es wird immer so bleiben...

Glaubst du alles, was du siehst?
Glaubst du an die Dunkelheit?
Hörst du, wie die Nacht dich ruft?
Wie lange kannst du noch widerstehen?


Es ist ein schmaler Grat zwischen den Welten.

18.11.2022 02:17 • #60

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