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Ehefrau trennt sich nach Aufenthalt in psychosomatischer Klinik

F
lieber Waleran,

eigentlich müsste dir deine Frau leid tun. Keine Freude Im Leben, immer nur perfekt sein müssen, funktionieren müssen,

so wurde deine Frau erzogen. Und jetzt will sie ausbrechen, schnappt sich den nächst besten Mann. Sie versucht jetzt

alles nachholen, die ganzen Freiheiten die ihr gegeben worden..

Und weil sie überperfekt ist, muss sie alles kritisieren, auch laufend dich. Sie klagt dich laufend an, was du alles falsch

machst. Sie wirft dir sogar Dinge vor, auf die du keinen Einfluss hast. Deine Gefühle, deine Stimmungen, deine Launen.

Dann weiß sie immer alles besser, weil sie ja die bessere Schulbildung hat als du.

Du wirst nicht mehr gelobt, alle deine guten Eigenschaften werden ignoriert..........

Das alles ist brutalst schwer zu ertragen. Da brauchst du schon eine ganz große übermenschliche Annahme und Liebe.

Ohne sie kannst du nicht leben, mit ihr aber auch nicht.

Das Beste daraus machen.........traust du es dir zu, deiner Frau zu helfen, oder macht es dich selbst noch depressiver.

Wenn ja, wäre eine Trennung fast besser, auch für deine Kinder. Sage ihr die Wahrheit ins Gesicht................................

Vielleicht kommt ja etwas in Bewegung bei ihr...


in guten Gedanken für dich,

liebe, leise Grüße,


Frederick

07.09.2020 18:16 • x 3 #16


W
@Frederick1
Vor Wochen ist sie damit eiverstanden gewesen, nicht mehr in der Wohnung zu schlafen. Sie kam gestern und sagte, dass sie die nächsten Tage hier schlafen wird. Als ich sagte, dass ich das nicht will antwortete sie schnippisch, dass das mein Problem sei. Mir fällt nichts mehr ein. Ich könnte explodieren. Wie kann man nur so krank sein? Ist das die Achsamkeit, die man in der Klinik lernt? Sie provoziert ständig und ich gehe dabei kaputt. Mir gehen ständig negative Gedanken durch den Kopf, dass ich drauf gehen werde. Ich kann nicht mehr, weil ich diese Frau noch liebe und ich große Zukunftsängste habe. Meine eigenen Depressionen lassen mich nicht los!

09.09.2020 08:58 • x 2 #17


A


Hallo Waleran,

Ehefrau trennt sich nach Aufenthalt in psychosomatischer Klinik

x 3#3


F
lieber Waleran,

ja leider ist es so, das manche Therapeuten selbst einen Therapeuten bräuchten. Diese Erfahrung musste ich leider auch schon machen. Da wird von manchen Therapeuten empfohlen, fremd zu gehen, damit das Selbstbewusstsein größer wird.

Und die Kinder und der Mann haben daran schwer zu schlucken.......................

Deine Frau versucht gerade Selbstvertrauen zu spielen, lasst ihre ganze Wut, ihre Angst, ihre Unsicherheit an dir raus.

Doch mit Wut und Hass kannst du Unterdrückung erzeugen, aber keine Liebe.

Angst und Liebe schließen sich eigentlich aus. In dem Raum, der von der Liebe eingenommen wird, hat die Liebe keinen Raum mehr. Deine Frau versucht jetzt mit kontrollierendem Verhaltensmuster Sicherheit, Selbstvertrauen zu gewinnen.

Sie denkt, du wird jetzt das tun was sie möchte, wenn sie es sich erzwingt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Du fühlst dich eingeengt, möchtest am liebsten die Flucht ergreifen.

Deine Frau sollte sich eingestehen, das sie hungrig ist nach Wertschätzung und Aufmerksamkeit, nach Zärtlichkeit.

Aber sie ist noch zu stolz, sich das einzugestehen......Und sich von der Erwartung befreien, dass du ihr immer alles geben musst.

Dich zu bitten, du kannst mir meine Bedürfnisse nach Liebe und Annahme erfüllen, du musst aber nicht, das wäre das Ideale für euch beide, Freiheit für euch beide, in eurer Beziehung.

Das ihr euch größtmöglichste Freiheit gebt............................

Versuche mit ihr wertschätzend zu reden, damit sie ihren Stolz besiegen kann. Aber, wenn sie nicht reagiert, dann musst du aus Liebe und Annehme zu dir selbst, ein ganz klares NEIN sagen, auch wenn es weh tut......


in guten Gedanken für dich,

liebe, leise Grüße an dich,

Frederick

09.09.2020 16:30 • x 3 #18


W
@Frederick1
Heute ist sie wieder gegangen. Sie fährt zu ihm.
Bevor sie ging, haben wir gestritten. Sie kann einfach nicht vollständig nachvollziehen, was ihre Demütigungen vor anderen Leute, ihr komm her-geh weg und ihr Einreden eines schlechten Gewissens den aus mir gemacht hat, der ich heute bin. Es hat sie verletzt, als ihre Freundin letztes Jahr mit Hund und Kindern für einige Tage hier gewesen ist und mir das nicht passte. Das war nicht in Ordnung von mir, machte aber meine Belastung deutlich. Sie hätte gerne mehr Zeit mit mir alleine verbracht, mal 3 Tage ohne Kinder irgendwo hinfahren. Beruflich haben wir als Familie wenig Zeit miteinander verbracht, so ist es auch bei vielen anderen Familien.
Sie schläft gerne bei offenem Fenster, auch im Winter, ich dagegen nicht. Unser Schlafzimmerfenster liegt zur Hauptstraße hin, da ist ganz früh morgens nicht mehr an schlafen zu denken. Es verletzte sie, dass ich bei anderen Leuten fröhlich gewesen bin, nur nicht mehr bei ihr. Das sind Gründe dafür, dass sie keine Gefühle mehr für mich hat.
Für Ihren schwer belasteten Freund aber wohl schon.
Ich habe sicher nicht alkes richtig gemacht. Trotzdem habe ich viel aus Liebe ertragen und mitgetragen. Ich hätte sie auch dazu gebracht, die Leitung in der Arbeit zu übernehmen. Sie erwähnte allerdings, dass sie weiß, dass sie in der Ehe auch ekelig gewesen ist. Was macht das mit dem Ehepartner, wenn man immer wieder ekelig zu ihm ist. Sie ist sich ihrer Art bewusst, hat sich trotzdem getrennt.

10.09.2020 11:47 • x 2 #19


W
Ich habe genug von meinen eigenen Depressionen, ertrage sie nicht mehr, diese Traurigkeit. Auf der einen Seite ist sie eine wundervolle und auf der anderen Seite eine kräfteraubende Frau. Ich mache mir ständig Vorwürfe, weil ich es nicht geschafft habe, dass sie mit mir glücklich bleibt. Ich liebe diese Frau. Was hätte ich anders in meiner Verletzung machen können? Sie umarmen? Vielleicht würde ich das heute schaffen. Täglich kommen mir Gedanken, wie schön es wäre, wenn wir noch zusammen wären, uns wertschätzten, lieben, gemeinsam etwas unternehmen würden. Ich will raus aus dem depressiven und trauernden Loch. Es wird noch dauern, am liebsten würde ich morgens gar nicht mehr aufwachen wollen. Sie ist die Frau meines Lebens. Wie kann das nach all den Demütigungen sein? Ich kann einfach nicht mehr.

11.09.2020 10:54 • x 2 #20


M
Ist das noch Liebe ? Oder gleicht es vielleicht eher einem anderen Bild ......

Eine Liebe ist wie ein Tanz ......und irgendwann und bei manchen Leuten wird dieser manchmal unharmonisch......sehr unrhytmisch ....es ist nichts mehr da von früher ( außer die Illusion ) - und TROTZDEM tanzen sie weiter .....

Es ist wie eine Sucht - und sosehr wir auch wissen, das diese Substanz ( was auch immer ) uns schadet - wir wollen Sie trotzdem !

UND : Jeder lehnt sich so weit aus dem Fenster, wie er/sie kann. Deine Frau weiß, wie sich dich benutzen kann - und das DU ihr nie eine Grenze gibst! Fang JETZT damit an !

DU bist etwas Wert - mehr Wert, als nur ein Sandsack zum drauf dreschen zu sein!

Werde egoistisch ! Werde DUUUUUU !

11.09.2020 14:44 • x 3 #21


F
lieber Waleran,

zu einer Partnerschaft gehören immer zwei Menschen. Und zwei Menschen sind oft zwei verschiedene Sichtweisen. Selbst

finde ich es nicht immer einfach, wenn zwei Menschen mit Depression zusammen leben. Auf der anderen Seite aber sollte

dann auch mehr Verständnis da sein. Das man sich eingestehen kann, ja wir sind zwei vom Leben gebrochene Menschen,

aber wir gehen den weiteren Weg gemeinsam..Kein Mensch ist perfekt, deshalb sollten wir in einer Beziehung nachsichtiger

miteinander umgehen, rücksichtsvoller.

Aber vielleicht muss sich jetzt deine Frau beweisen, Stärke zeigen, kann ihre Depression nicht annehmen, akzeptieren.

Natürlich fällt das schwer, aber was wir nicht annehmen können, können wir auch nicht verändern. Habe selbst lange 7

meine Depression nicht annehmen und akzeptieren können, mich selbst abgelehnt. Aber das hat mich nur noch mehr

runter gezogen..................

Versuche nicht alles auf dich persönlich zu beziehen. Was deine Frau gerade tut, tut sie für sich, nicht gegen dich.

Du weißt ja auch nicht, was sie alles ihrem Therapeuten über dich erzählt hat. Das heißt jetzt nicht, das du jedes Verhalten

deiner Frau entschuldigen musst. Doch es kann dich selbst entlasten, wenn du nicht alles persönlich auf dich selbst

beziehst, wenn deine Frau ihren Frust, ihre Enttäuschungen im Leben, jetzt alles bei dir raus lässt.

Wichtig ist jetzt für dich, das du mehr auf dich selbst, auf deine eigenen Bedürfnisse, und die deiner Kinder schaust.

Eure Bedürfnisse nach Freiheit, Sicherheit, Entfaltung, Erhalt eurer Existenz, Regeneration, Beziehung, Lernen, Nahrung

usw....Sind deine wichtigsten eigenen Bedürfnisse erfüllt, was du jetzt gerade für dich brauchst, dann findest du auch

eher wieder Frieden mit deiner jetzigen Situation.

Tue dir selbst wieder etwas Gutes, warte nicht, bis es andere Menschen tun.

Setze deiner Frau ganz klare Grenzen! Deine Frau überschreitet gerade deine persönlichen Grenzen, Sie ist fordernd, tut und sagt Dinge, die für dich unangemessen sind. Werde stark und sage ein klares NEIN!

Sage es deiner Frau ganz klar, wenn sie wieder deine Grenzen überschreitet. Vielleicht merkt sie es gar nicht, oder

sie zerstört bewusst deine Grenzen. Entferne dich, wenn es dir zuviel wird. Sage es deiner Frau freundlich, aber ehrlich und direkt, verlasse das Zimmer. Lasse dich auf keine Diskussion und keinen Streit, keinen Krieg ein...

Versuche freundlich und klar zu bleiben, lasse dich nicht provozieren und zerstören. Sage deine Wahrheit ehrlich, offen und klar. Lasse sie stehen, wenn sie nicht in Ruhe mit dir reden kann.

Mögest du trotz allem wieder Ruhe und Frieden für dich finden.


in guten Gedanken für dich,

liebe Grüße an dich,


Frederick

11.09.2020 17:57 • x 3 #22


W
Gestern habe ich einen Bekannten getroffen, der vor zwei Jahren mit dem Freund meiner Frau in der gleichen Klinik gewesen ist. Mich hat das schockiert. Er ist demnach mindestens zweimal wegen Depressionen in dieser Klinik gewesen. Er wird also immer wieder Depressionen haben. Ich habe Angst um meine Kinder. Wie soll eine solche Beziehung denn zukunftsfähig sein?

12.09.2020 09:09 • #23


W
Gestern habe ich einen Bekannten getroffen, der vor zwei Jahren mit dem Freund meiner Frau in der gleichen Klinik gewesen ist. Mich hat das schockiert. Er ist demnach mindestens zweimal wegen Depressionen in dieser Klinik gewesen. Er wird also immer wieder Depressionen haben. Ich habe Angst um meine Kinder. Wie soll eine solche Beziehung denn zukunftsfähig sein?

Wenn ich ehrlich bin, dann weiß ich gar nicht, wer ich bin. Das hätte ich während unserer Ehe nie gesagt. Ich hatte keine Ängste, wenn ich mit mir alleine gewesen bin, ich bin stolz darauf gewesen, dass meine Frau mich wollte, habe meinen Selbstwert spüren können usw. Das ist alles verschwunden.

Vielleicht liegt das daran, dass ich mit meiner Schuld hadere. Sie sagte, dass sie sich getrennt hat, weil ich nachts nicht bei gekipptem Fenster schlafen wollte, weil das Fenster zur Hauptstraße zeigt, ich an Wochenenden nicht alleine mit ihr irgendwo hingefahren bin. Ich hätte unseren Kindern gegenüber ein schlechtes Gewissen gehabt. Sie kommen jetzt in ein Alter, in dem sie bei Freunden übernachten können, wenn Mama und Papa ein Wochenende wegfahren. Uns ist bewusst gewesen, dass diese Zeit kommen wird.

Sonntags habe sie morgens alleine dagesessen, weil die Kinder und ich ausschlafen wollten und mussten, weil meine Frau uns die Kräfte geraubt hat.

Wenn sie Gründe anbringen würde wie, ich wäre nie zuhause gewesen, hätte sie bei der Erziehung und Haushalt nicht unterstützt, hätte mich ständig in Kneipen aufgehalten, hätte nur Fußball im Kopf usw., dann würde ich das verstehen. Genau so bin ich nicht. Vorne dran steht und stand immer die Familie.
Wie kann ich herausfinden, wer ich bin? Wie komme ich da raus, mir ständig selbst Vorwürfe zu machen, wie komme ich wieder zu meinem Strahlen, um für andere Frauen wieder interessant zu werden, wie schaffe ich es, wieder eine Beziehung eingehen zu können ohne Angst, dass es mir wieder so ergehen könnte?

12.09.2020 09:45 • x 2 #24


W
@Frederick1
Hallo Frederick,
gestern habe ich erneut einen Freund getroffen, der vor zwei Jahren mit ihm in der Klinik gewesen ist. Ich schrieb darüber zuletzt.
Er erzählte, dass er sich nicht vorstellen könne, dass ihr Freund seine Heimat längerfristig verlasse. Er sei jedes Jahr krank und arbeite nie längerfristig, sei immer wieder arbeitsunfähig. Er fahre immer wieder zu Freunden und Bekannten, dass sei so etwas wie eine Therapie für ihn. Wie soll das alles funktionieren? Kurz mal arbeiten, krank sein und dann zu Freunden und Bekannten fahren, vor sich selbst flüchten.
Im Umgang mit Kindern habe er kein gutes Händchen. Die Gruppe aus der Klinik treffe sich in regelmäßigen Abständen, mein Freund könne an Wochenenden aber nie, da er da immer seine Kinder habe. Dafür zeige der Freund meiner Frau nie Verständnis, mache Vorwürfe. Er hat meinen Töchtern ein neuwertiges Fahrrad und ein neuwertiges Smartphone geschenkt. Er scheint also wirklich kein gutes Gefühl zu haben.
Wie soll das unter diesen Umständen funktionieren? Das wird sich auf Paarebene auswirken und dann auf die Kinder. Meine große Tochter will nicht zu ihm in eine Wohnung ziehen, wisse aber nicht weshalb. Wahrscheinlich spürt sie bei ihm irgend etwas. Wer so extrem belastet ist, strahlt offensichtlich entsprechendes aus.
Meine Bedenken und Ängste sind, dass es zu einer Katastrophe kommen wird, auf Paarebene. Sie scheibt davon auszugehen, ihn retten zu können.
Was denkst Du darüber?

24.09.2020 12:43 • x 2 #25


F
lieber Waleran,

nein ich finde diese Beziehung auch nicht gut. Aber ich darf darüber auch nicht richten. Unsere Depressionsstuktur macht

uns Menschen harmoniebedürftig, ja schon fast harmoniesüchtig. So sind wir laufend auf der Suche nach neuen Be-

ziehungen, so lange, bis wir wieder enttäuscht werden. Das kenne ich auch aus meinen eigenen Erfahrungen, nach

jeder Enttäuschung machen wir depressive Menschen, auf den Weg nach einer neuen Beziehung. Bis wir wieder

enttäuscht werden. Oh es ist ein Teufelskreis. Deine Frau wurde in ihrem Leben schon so oft verletzt, das sie mit

Enttäuschungen nicht mehr gut umgehen kann. Doch wir Menschen enttäuschen uns immer wieder, auch wenn wir

es nicht wollen............

Aber in der Klinik hätten die Ärzte deiner Frau helfen müssen, ihre Konflikte mit ihren Beziehungen zu verstehen, und das

deine Frau ihr Verhaltensmuster ändern kann...............Das ist der ganz normale Wahnsinn, deine Frau hat ihre Gefühle

noch nicht im Griff. Gefühle sind wichtig, aber sie alleine dürfen unser Leben nicht bestimmen, auch unser Verstand

gehört dazu.......

Psycholgen verdienen ihr Brot damit, Erklärungen dafür zu finden, Auswege aus mancher verfahrenen Situation zu finden.

Aber ob sich jedes menschliche Verhalten erklären lässt, und mit Therapie und Willensanstrengung sofort verändern lässt?

Der Machbarkeitswahnsinn unserer Zeit sagt uns, alles ist nur eine Sache der richtigen Methode.............aber angesichts

der Grausamkeit, die deine Frau dir und deinen Kindern antut............

DU kannst meiner persönlichen Meinung nur darauf warten, das dieser Mensch deine Frau so verletzt, das sie aus ihrem

verliebt sein aufwacht, wieder an dich und deine Kinder denkt.


Das wünsche ich dir von Herzen,

liebe leise Grüße an dich..


Frederick

28.09.2020 18:29 • x 2 #26


W
@Frederick1

Lieber Frederick,
vielleicht habe ich Dir das irgendwo in meinen Texten bereits geschrieben, dann wiederhole ich mich eben. Du scheinst ein ganz besonderer Mensch zu sein, ein ganz besonders liebevoller. Du hast unglaublich viel Lebenserfahrung.

Sie scheint vor allem von ihrem Vater verletzt worden zu sein. Ja, und sicher in Extremsituationen auch von mir, weil ich massiv überfordert gewesen bin.
Ich bin oft hin und hergerissen in dem Gedanken, ob ich sie wieder zurück haben möchte oder eben nicht. Es gab auch gute Zeiten, die immer wieder durch Bloßstellungen gestört wurden. Ich stand innerlich im Grunde ständig unter Strom, das habe ich aber nur wahrgenommen, wenn ich auch wirklich hin gespürt habe. Schnell habe ich das Gefühl dann wieder beiseite geschoben. Wahrscheinlich um nicht dahinterzukommen, wo das wirklich her kommt. Heute weiß ich es. Das Gefühl kam daher, dass ich mir ihrer Liebe nicht sicher sein konnte und das innere kleine 3 1/2 Jahre junge Kind hat sich bemerkbar gemacht, weil es in diesem Alter seine Mutter verloren hat.
Sie hat mich bestimmt geliebt und trotzdem immer wieder weggestoßen, so wie sie es auch mit unserer älteren Tochter seit Jahren immer wieder macht. Das hat sogar die Tanzlehrerin unserer Kinder bemerkt und viele andere Leute ebenfalls.

Ich wollte immer als Familie zusammen etwas unternehmen, weil unter der Woche im Alltag so wenig Familie stattfinden konnte. Das ist sicher bei den meisten Familien so. Sie hätte mehr Freiräume gebraucht, ich habe sie da nie verstanden. Wenn die Kinder sonntags nicht wandern wollten, dann regte sie sich darüber auf, das ist die Kehrseite.

Ich suche nach einem Weg, der es mir ermöglicht, aus meiner eigenen depressiven Episode herauszukommen, mich selbst zu lieben, wertzuschätzen und anzunehmen. So, wie es bei mir ist, wenn ich mich geliebt fühle. Ich muss nach vorne schauen, ohne Angst, eher mit Zuversicht. Ich weiß nicht, wie das geht.
Ich danke Dir von Herzen! Dich würde ich gerne kennen!

28.09.2020 18:58 • x 2 #27


W
Heute hatte ich Therapie. Die erste Stunde nach dem Kennenlernen. Geliebt werden ist Thema gewesen. Ich habe vor etwa 20 Jahren jemanden verletzt. Eine Kollegin, mit der ich zusammen gearbeitet habe. Wir haben uns verliebt und ich hatte nicht genügend Mut, mich von meiner ersten Frau zu trennen. Sie und ich, das wäre schön gewesen. Sie hat sich Hoffnungen gemacht, die ich leider kaputt gemacht habe. Ich habe all die Jahre regelmäßig an sie denken müssen. Es hat sich damals wirklich echt und gut angefühlt. Bei meiner Frau war es nicht so. Ich war zwar verliebt, stand aber ständig unter Strom, weil irgend etwas nicht gut gewesen ist.
Letzte Woche habe ich meine damalige Kollegin nach dieser langen Zeit auf ihrer Arbeit angerufen, sie war sehr überrascht. Ich möchte mich bei ihr entschuldigen. Heute habe ich ihr einen Brief geschrieben, in dem ich mich entschuldigt habe. Ich habe ihr erklärt, wie es damals für mich gewesen ist. Sie hat mich immer so angestrahlt, sie hat mich geküsst und nach einem Abend kurz vor Weihnachten sind wir damals in einer Musik Kneipe gewesen. Dort hat es ordentlich zwischen uns geknistert. Die Nacht habe ich bei ihr verbracht. Es war schön. Ich bin damals ein Schisser gewesen. Es hat einfach gestimmt zwischen uns. Den Brief, den ich vorhin geschrieben und abgeschickt habe, habe ich vorher mit meinem Therapeuten besprochen. Ich habe mich entlich für die Verletzung bei ihr entschuldigt. Mal sehen, ob sie mich treffen möchte. Bin ich damals dumm und feige gewesen. Wir haben uns gewollt und ich habe sie verletzt, so dass sie damals plötzlich keine Wochenenddienste mehr mit mir gemeinsam machen wollte.

29.09.2020 17:02 • x 2 #28


W
Meine Depression finde ich einfach nur beschissen. Ich mag nicht mehr! Seit Beginn meiner Depressionen gab es nicht einen einzigen Tag, an dem ich mit einem guten Gefühl in die Zukunft schauen konnte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es wieder besser, gut wird. Mein Körper fühlt sich überfahren an, auch meine Seele. Ich suche einen Ausweg für meine Situation, finde ihn aber nicht. Ich will mich nicht damit zufrieden geben, dass die Zeit schon heilen wird. Ich will das so nicht mehr, täglich diesen verdammten Schmerz zu ertragen. Wann hört das endlich auf? Mittlerweile sehe ich mir hier und da wieder Frauen an. Ich kann mir noch nicht vorstellen, dass mich wieder eine Frau will. Wer sollte diese Frau sein? Ich würde mich gerne wieder verlieben, in eine Frau, bei der ich in ihren Augen erkennen kann, dass sie glücklich ist mit mir, die mich so nimmt, wie ich bin. Ich will wieder glücklich sein!

11.10.2020 14:44 • x 2 #29


A


Hallo Waleran,

x 4#15


S
Das wirst du , wieder Glücklich klar

11.10.2020 14:50 • x 2 #30

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