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Ehefrau trennt sich nach Aufenthalt in psychosomatischer Klinik

W
Hallo, meine Geschichte ist recht lang und kompliziert. Meine Frau hat seit ich sie kenne immer wieder schwierige Phasen. Bei ihr wurden in einer psychosomatischen Klinik rezidivierende Depressionen diagnostiziert. Wir haben uns 2003 kennengelernt. Von Beginn an zeigte sie schwierige Beziehungsmuster, ein regelmäßig wiederkehrendes komm her-geh weg, das Einreden eines schlechten Gewissens und Bloßstellungen habe ich all die Jahre ertragen und ich habe nicht bewusst wahrgenommen, wie mich das ausgesaugt hat. Zudem wurde ich von ihren Eltern nie vollständig akzeptiert. Immer wieder machte man mir Vorwürfe, weil wir nicht zu ihren Eltern in den Norden gezogen sind. Meine Frau schaffte es nie, vor ihren Eltern klar hinter mir zu stehen, dabei hat sie mir den Heiratsantrag gemacht.
Ihr Vater wollte nie Kinder und so hat er es bis heute nicht geschafft, sie väterlich zu lieben und zu stützen. Damit hat sie heute noch Probleme. Außerdem hat auch ihr Vater schon seit jungen Jahren regelmäßig Depressionen und Klinikaufenthalte gehabt. Beides haben wir erst letzten Sommer erfahren.

Als Jugendliche hatte meine Frau eine Essstörung und blieb nur zuhause, während ihre Freunde sich trafen.

Wenn sie mir bereits zu Beginn unserer Beziehung zu verstehen gab, dass ich gehen soll, dann hielt sie mich davon ab, wenn ich gehen wollte. Das kam mehrmals vor.

Durch ein berufliches Burnout, dass bereits 2018 begann, spitzten sich ihre Depressionen zu. Sie erhielt eine leitende Funktion, die ihr eine Kollegin nicht gönnte. So begann Mobbing und die Spaltung des Teams. Das hat meiner Frau immer mehr zugesetzt. Ich habe nicht bemerkt, dass sie wirklich Depressionen hat. Die Tage wurde immer unerträglicher. Täglich ist die Stimmung extrem gereizt gewesen, sie verteilte täglich Rundumschläge an unsere Kinder und mich. Wir konnten meiner Frau kaum mehr was recht machen und ich bin als Ehemann vollkommen überfordert gewesen. Ich konnte nichts weiter tun, als meine Hobbys hinten anzustellen und zuhause zu sein, um sie zu entlasten, irgendwie. Es gelang mir nicht.

Im Februar 2020 wurde sie dann in einer psychosomatischen Klinik aufgenommen. Dort ist sie 8 Wochen gewesen. Ich hatte große Hoffnung, dass wir nun an unserer Ehe weiterarbeiten können. Vor der Klinik hatten wir bereits zwei familientherapeutische Sitzungen. Kurz nachdem sie wieder zuhause war wurde mir klar, dass sie mich in der Klinik betrogen hatte und zwar mit einem schwer traumatisierten Mitpatieten. Meine Frau erzählte mir, er sei vom Vater als Kind schwer misshandelt und als Ministrant S. missbraucht worden.
Dann teilte sie mir mit, dass sie sich nach 16 Jahren von mir trennen will. In einem Brief, den sie noch in der Klinik an mich schrieb, entschuldigte sie sich für ihr Umsichschlagen den Kindern und mir gegenüber, sie wolle mir wieder eine liebevolle Frau sein und sie freue sich darauf, mich wieder so zu lieben, wie ich es verdiene.

Als sie mir die Trennung mitteilte, verfiel ich in Panik und Depression. Schließlich musste auch ich in eine psychosomatische Klinik. Diagnostiziert wurde eine schwere depressive Episode. Ich nehme abends aktuell 30 mg Mirtazapin.

Als ich in der Klinik gewesen bin, musste sie unseren Kindern ihren neuen Freund vorstellen, sie ließ die Kinder nachts alleine, als sie zelten wollten und ging zu ihm. Meine Kinder sind 11 und 13 Jahre alt. Am vergangenen Freitag ist sie nur zum Wäschewaschen hier gewesen. Sie sieht schlecht aus, es geht ihr offensichtlicht trotz Verliebtseins nicht gut. Sie hat abgenommen, das konnte ich gut erkennen. Freunde meinten immer, wir seien das perfekte Paar, das dachte ich auch. Ich dachte, dass ich endlich angekommen bin. In der Klinik erarbeitete ich für mich mit den Therapeuten, dass ich 16,5 Jahre lange eine Projektionsfläche für sie gewesen bin. Eine Projektionsfläche für ihre Wut ihrem Vater gegenüber. Diese Wut hat sie mit ihren Beziehungsmustern aausgedrückt. Ich habe versucht, sie irgendwie zu retten, bin selbst in einem sozialen Beruf tätig, mit therapeutischer Zusatzausbildung. In den letzten Wochen kamen Sätze wie vielleicht kann ich das mit den Kindern nicht, ich bin nicht belastbar, vielleicht werde ich gar nicht mehr gesund, würdest du auch beide Kinder nehmen? usw.

Nun soll ihr Freund hier her ziehen. Meine Sorgen nehmen weiter zu. Meine Depressionen sind unerträglich. Zwei Menschen, die so sehr belastet sind.

Meine ältere Tochter will bei mir bleiben, die jüngere möchte es mit Mama und ihm probieren. Ich bin bereits zum zweiten Mal verheiratet. Die erste Ehe ist schon sehr schwierig gewesen. Meine erste Frau wurde als Kind von ihrer Mutter schwer misshandelt und als junge Frau ist sie Opfer einer Vergewaltigung geworden. Ich wünsche mir sehnlichst, dass mein Leben wieder in Ordnung kommt und dass ich eine Frau finde, um die ich nicht ständig kämpfen muss, die mich so nimmt, wie ich bin.

Seit der Trennung ist sie ständig mit ihm im Camper unterwegs, ist für unsere Kinder wenig greifbar. Er lebt ca. 450 km weit von hier, ist aber immer abrufbereit hier.
Danke schon mal für Eure Unterstützung!

01.09.2020 17:20 • x 5 #1


W
Ich möchte noch etwas ergänzen. Mir gegenüber verhält sie sich meist aggressiv, als hätte ich sie betrogen. Trotz ihrer Depressionen habe ich nicht eine Sekunde an Trennung gedacht. Sie behauptet, ich sei nicht für sie da gewesen, hätte sie nicht gehalten. Wenn sie micht an sich herangewachsen hat, dann ist mir das sehr wohl gelungen. Ich musste immer den richtigen Zeitpunkt erwischen. Unsere ältere Tochter kann ihr schon sehr lange Zeit nichts mehr recht machen. Das bemerkten auch Freund von uns. Unsere ältere Tochter ist genau wie sie Erstgeborene, doch ich liebe meine Töchter, nehme sie in meine Arme, tröste sie...
Das erträgt meine Frau nicht. Sie ist der Überzeugung, dass ich nicht mit ihr an einem Strang ziehe.
Mir fallen sicher noch weitere Detaills ein.

01.09.2020 18:07 • x 3 #2


A


Hallo Waleran,

Ehefrau trennt sich nach Aufenthalt in psychosomatischer Klinik

x 3#3


F
hallo lieber Waleran,

oh das macht mich echt betroffen, was du gerade erragen musst. Da hast du alles für deine Frau gegeben, bist jeden

Tag zu ihr gestanden, bei Tag und Nacht, und dann so etwas. Du meine Güte, und dann geht sie mit diesem Kerl durch,

versucht immer mehr Liebe und Annahme zu finden, die ihr kein Mensch geben kann. Denn das kann sie sich nur

selbst geben. Und dieser neue Mann im Leben deiner Frau, wird das auch nicht lange aushalten. Irgendwann wird

deine Frau zurück kommen. ..............

Oh diese so was von verlogenen Depression, voll schlimm. Sie nimmt uns voll gefangen, zerstört uns. Wir denken falsch,

wir fühlen falsch, machen uns Dinge vor, die gar nicht wahr sind, und immer sind nur die anderen schuld.......

Jetzt darfst du und musst du deine Frau los lassen, auf dich selbst schauen.

Versuche so klar wie möglich zu denken, lasse dich von deiner Frau nicht mehr anlügen, fertig machen. Sei wahr, in allem was du jetzt tust, und in allem was DU bist, sei und bleibe DU.

Verseuche wieder aufzustehen, zu dir zu stehen. DU selbst bist das Kostbarste was DU hast. Nimm dich selbst wichtig mit allem was zu dir gehört und dich ausmacht. Pflege dir gegenüber eine Haltung größer Wertschätzung und Respekt dir selbst gegenüber. Sage dir den Satz, ich stehe zu mir selbst immer wieder vor.

Stehe zu deiner Wahrheit. Lasse nicht dein Leben von den Lügen deiner Frau bestimmen. Natürlich bestimmt die Depression deine Frau. Aber jetzt musst du erst einmal auf dich selbst schauen.


in guten Gedanken für dich,

liebe leise Grüße,

Frederick

01.09.2020 18:30 • x 2 #3


S
Das erste was mir sofort in den Kopf schoss , nimm all deine Kraft zusammen vergiss die Frau , und denk jetzt nur noch an dich und deine Kinder

01.09.2020 18:41 • x 4 #4


W
@Frederick1
Da ist wohl gerade ein Text von mir verloren gegangen.
Danke für Deine Worte!
Ja, wenn ich ehrlich bin, dann wünsche ich mir meine Frau zurück.
Es gab vor ihrem Klinikaufenthalt auch liebevolle Momente, wenn sie zulassen konnte.
Ihre Mutter hatte in ihrer Familie die Hosen an, da ihr Vater bei der Bundeswehr gewesen ist und nur an Wochenenden nachhause kam. So wurde die Bindung zu ihrer Mutter sehr eng. Deshalb ist meine Frau nach ihrer Ausbildung nicht zurück nachhause, sie blieb hier. Dieses komm her-geh weg, das Einreden eines schlechten Gewissens und ihre Bloßstellungen sind extrem gewesen und trotzdem liebe ich sie. Diese Muster hatte sie auch schon vor unserer Beziehung. Es ist nicht einfach, nur bei mir und den Kindern zu bleiben. Meine Depressionen machen sich auch körperlich bemerkbar. Die Sprunggelenke und Füße sind unruhig oder schmerzen, ähnlich geht es den Beinen und der Rücken schmerzt.

01.09.2020 18:56 • x 1 #5


W
Man muss sich vorstellen, dass sie gut 8 Wochen in der Klinik gewesen ist und wir seien als Paar kein Thema gewesen. Ihr berufliches und familiäres Bornout ist dagegen bearbeitet worden.
Ihre Eltern haben mich auch nicht vollständig respektiert, weil ich kein Akademiker bin. An mir mäkelte sie immer wieder wegen meines doch eher kleinen Bauches herum, generell bin ich durch meinen Laufsport eben sportlich. Ihr neuer Freund dagegen habe einen niedrigen Bildungsstand und sei weit weg von sportlich. Diese Informationen habe ich alle von ihr. Weshalb hat sie mir das alles erzählt? Sie schafft es sogar mich hier zu demütigen. Eigentlich dürfte ich daher nichts mehr für sie empfinden.
Noch etwas sehr Fragwürdiges. Er schenkte kürzlich meiner älteren Tochter ein neuwertiges Fahrrad, das seine Frau nicht mehr möchte und meine jüngeren Tochter bekam ein neuwertiges Smartphone. Das alles hält sie für völlig in Ordnung. Wo ist hier eine angemessene Distanz? Ich könnte platzen vor Wut. Was würdet Ihr hier zukünftig tun?

01.09.2020 19:52 • x 2 #6


W
Heute fühle ich mich überhaupt gar nicht gut. Ich hatte morgens noch zwei Träume. Im ersten Traum scheinen wir wieder zusammengekommen zu sein und im zweiten haben wir wohl gestritten. Die Trennung ist im April gewesen. Es schmerzt immer noch so sehr. Oft denke ich, dass ich das nicht schaffe, doch ich liebe meine beiden Mädchen. Ich will wieder raus aus dieser Depression, ich weiß nicht, wie lange ich das noch ertragen kann.

02.09.2020 10:20 • x 3 #7


F
lieber Waleran,

selbst bin ich bei meinen Schwiegereltern auch nicht akzeptiert, weil ich nur Hauptschule habe. Aber das macht mir inzwischen nichts mehr aus. Wir beurteilen uns leider oft nur äußerlich, dabei sind unsere inneren Werte viel wichtiger.

Ich vermute das deine Frau wieder zurück kommt. Wenn sie merkt, das verliebt sein kein Zustand für alle Tage ist.

Viele suchen sich heute neue Beziehungen, rennen von Partner zu Partner, ohne je glücklich und erfüllt zu werden.

Aber wenn du deiner Frau wieder vergeben kannst wenn sie zurück kehrt, das finde ich echt super von dir. Vergeben

geht über das Verzeihen von Kleinigkeiten hinaus. Es wäre gerecht, wenn deine Frau das wieder gut macht, was

sie dir brutalst angetan hat.. Doch wenn sie nicht will oder kann, hast du selbst die Möglichkeit, dich von dem Ver-

gangenen zu lösen, indem du bewusst auf einen Ausgleich verzichtest.

Du entscheidest dich, nicht mehr zu erwarten, dass du nicht mehr erwartest, dass deine Frau alles wieder gut macht,

was sie dir angetan hat. Du verzichtest freiwillig darauf.

Nicht weil das gerecht wäre, sondern weil du selbst ja auch wieder frei leben willst.

Wenn du erwartest, dass deine Frau handelt, wartest du vielleicht lange darauf, und bleibst innerlich gefangen.

Verzichtest du hingegen auf einen Ausgleich, bist und bleibst du frei.


in guten Gedanken für dich,

liebe Grüße an dich,


Frederick

02.09.2020 18:46 • x 2 #8


W
@Frederick1
Lieber Frederick,
Deine Worte lesen sich gut und sie geben mir Kraft weiter zu machen. Sie treffen die Thematik auf den Punkt.
Gerade ist ein guter Freund bei mir gewesen. Ich habe ihn etwa ein Jahr nicht gesehen. Durch dieses Gespräch wurde mir noch klarer, dass sie durch ihr Verhalten ihre Jugend nachholen möchte. Endlich ist sie frei, kann tun und lassen, was sie möchte, ist unterwegs, hat keine Verpflichtungen.
Er berichtete mir, dass sie nie eine willkommene Gesprächspartnern für ihn gewesen ist, weil sie ausnahmslos korrekt sein musste, nie authentisch sein konnte. Das tut mir persönlich weh, aber ich habe das eigentlich immer selbst wahrgenommen. Auch die Bloßstellungen hat er wahrgenommen, die ich immer schön beiseitegeschoben habe.
Wie auch immer, ich muss nach vorne schauen, auch wenn das wahnsinnig schwierig ist. Eigentlich ist das ihr Freundeskreis, mit dem ich selbst sehr gut befreundet bin, aber sie sind alle für mich da.
Danke, dass auch Du mir mit Deinen wohl gewählten Worten zur Seite stehst.

Waleran

02.09.2020 23:56 • x 4 #9


W
Heute Nacht ist meine Stiefmutter verstorben. Nun muss ich mich noch mehr zusammenreißen. Dieses Jahr ist ein Seuchenjahr für mich. Hoffentlich komme ich aus diesem verdammten Loch wieder heraus.

03.09.2020 09:34 • x 2 #10


W
@Frederick1
Heute ist sie hier gewesen und meinte mit mir sprechen zu wollen. Sie wusste, dass wir heute das Gespräch mit dem Bestattungsunternehmen wegen der Beisetzung meiner Stiefmutter hatten.

Anschließend sind meine Töchter und ich noch einkaufen gewesen. Zuhause räumten wir die Einkaufssachen auf, kochten nebenbei noch ein Mittagsessen und sie meinte, ich hätte adhoc Zeit für sie. Sie meinte, sie mache sich täglich Vorwürfe, dass alles so gekommen ist. Ständig kamen Spitzen von ihr.

Ich habe ihr nichts getan, worauf sie antwortete, dass genau dies das Problem gewesen sei. Sie hat nur niemanden mehr an sich herangelassen, als es ihr vor der Klinik über Monate so schlecht ging. Ich hätte sie doch nicht mit Gewalt in meine Arme nehmen können verdammt noch mal! Sie habe sich getrennt, weil sie keine Gefühle mehr für mich hat. Sie habe auch negative Gefühle für mich. Ich kann mir nicht erklären, weshalb. Ich weiß es wirklich nicht.

Ich hätte gerne eine Chance für unsere Ehe.
Hast Du Erfahren damit, dass Paare wieder zusammengefunden haben? Ich weiß nicht, wie ich das anstellen soll. Ich habe auch in den schwierigen Phasen zu ihr gestanden, habe ihr aber bei Überforderung auch gesagt, dass ich sie so nicht aushalte. Das wirft sie mir vor. Ich habe sie da bestimmt verletzt, ich konnte aber vor Überforderung nicht anders.

04.09.2020 17:36 • x 2 #11


F
lieber Waleran,

Liebe ist nicht nur ein Gefühl, Liebe sind auch Worte und Taten. Als nicht perfekter Mensch habe ich auch nicht jeden

Tag Hochgefühle für meine liebe Frau. Aber ich habe JA gesagt, und dazu möchte ich stehen. Wir Menschen mit

Depression sind sehr oft gefühlsbetont. Einen Tag lang sind wir voll gut drauf, am anderen Tag wieder ganz tief

unten. Uns fehlt der Ausgleich, die Ausgeglichenheit zwischen meinem Verstand und meinem Gefühl..

Es ist aber auch natürlich und normal, das wir auch einmal überfordert sind. Gerade wenn du deine Frau lange begleitet

hast, das kostet brutal viel Kraft. Leider können wir depressiven Menschen das nicht mehr so schätzen. Deshalb erwarten

wir Menschen mit Depression, oft zu viel von anderen Menschen. Selbst können wir keine Liebe und Annahme geben,

verlangen das aber von anderen Menschen.

Vermutlich hat deine liebe Frau in ihrem Elternhaus wenig Liebe und Annahme erfahren. Und darum kann sie sich heute

selbst keine eigene Liebe mehr schenken. Weil sie sich nicht bewusst ist, wie wertvoll sie eigentlich ist.

Helfen kann, wenn wir uns selbst, und unseren Ehepartner so gut es geht, annehmen und lieb haben, so wie er ist.


Das wir einen Kanal finden, welche Art von Liebe bei unseren Partnern am besten ankommt. Jeder Mensch drückt seine Liebe auf seine ganz eigene Art aus. Jeder Mensch hat seine eigene Sprache in der Liebe.

Und diese Art von Liebe gilt es heraus zu finden, durch einen offenen und ehrlichen Umgang miteinander.

Mache Menschen mögen gerne Geschenke,ein von Herzen kommendes Geschenk kann tief berühren. Andere Menschen

reagieren eher auf Berührung, Kuscheln, Küssen, Umarmen.

Andere mögen es, möglichst viel Zeit miteinander zu verbringen. Oder wertschätzende Worte sagen.

Oder ganz praktische Hilfen und Unterstützung.

Es lohnt sich genau hin zu sehen, was den anderen Menschen freut. Wenn du weißt, was deine Frau sehr gerne hat,..

Man bleibst selbst, aber man richtet sich auch auf die Partnerin aus. Im Laufe der Zeit lernt man, die Sprache der Partnerin zu verstehen.

Sage deiner Frau, das es dir leid tut, das du manchmal falsch reagiert hast. Vielleicht tun ihr dann ihre eigenen unguten Reaktionen leid. Redet miteinander, versucht euch so gut ihr könnt, einander zu verstehen, warum ihr unterschiedlich reagiert. Es gibt noch Hoffnung für eure Beziehung,.................


liebe, leise Grüße,

Frederick

04.09.2020 19:02 • x 3 #12


W
@Frederick1
Du wärst ein guter Paartherapeut.
Wenn ich ihr solche Dinge sage, dass mir mein Fehlverhalten Leid tut und ich meine Gefühle für sie nicht einfach abschalten kann, dann wird sie wütend. Sie will das nicht hören.

Wenn sie in ihrer Depression verletzend wurde, dann hätte ich mich ihr gegenüber durchsetzen, hätte sie in den Arm nehmen müssen. Ich mache mir Vorwürfe, weil ich keinen Zugang gefunden habe, wenn sie so schwierig gestimmt gewesen ist.

Ich bete oft und wünsche mir, dass sie wieder gesund wird und wieder Liebe für mich empfindet.
Von der Klinik aus schrieb sie WhatsApp mit dem Inhalt, dass sie stolz auf mich sei, mich liebe, uns nicht aufgeben wolle, sie sich auf mich freue, wenn ich sie abhole. In ihrem Brief schrieb sie, dass sie ein schlechtes Gewissen wegen ihrer Verletzungen, die sie mir zufügte, habe. Sie habe an unserer Ehe festhalten und arbeiten wollen.

Heute sagte sie, dass sie sich täglich Vorwürfe mache, weil alles so gekommen ist. Ihr gehe es auch nicht gut. Wie kann das sein, wenn sie doch neu verliebt ist?

Heute hat sie den Kühlschrank kontrolliert, obwohl sie hier nicht mehr wohnt. Sie hielt mir vor, dass ich überfordert sei, weil sie eine angeschimmelte Melone vorfand. Sie musste früher immer alles millimetergenau an seinen Platz zurückstellen, nachdem sie nach ein paar Tagen wieder nachhause kam. Sie stellte ihre Koffer ab und fing damit an. Was hatte sie heute am Kühlschrank zu suchen?

04.09.2020 21:56 • x 2 #13


F
lieber Waleran,

DU mache dir bitte bitte keine Schuldgefühle, wir sind alles nur Menschen und alles andere als perfekt. Ja oft hilft

nur noch beten, und ich bete für dich und deine Frau, das sie wieder zu dir zurück kommt. Oft ist es mit einem depressiven

Menschen brutalst schwer auszuhalten. Meine Mutter hat wie ich auch an dieser Depression gelitten.

Und wie meine Frau mich schon viele lange Jahre ertragen konnte, ist für mich immer noch ein Wunder. An guten Tage

versuche ich einiges wieder gut zu machen, aber es ist schwer.

Deine Frau wurde ohne Liebe erzogen, sie musste funktionieren wie ein Kühlschrank. Und diese Vergangenheit steckt

noch ganz tief in ihr drin. Sie möchte anders leben, denken, handeln, fühlen, aber sie schafft es einfach nicht. Und dann

flieht sie immer vor sich selbst, läuft sich selbst davon.

DU, was Worte nicht vermögen, bewirkt vielleicht ein Blick voll Liebe. Dieser Blick kann deine Frau in ihrer ganzen Unsicherheit erreichen.

Bevor sie vielleicht wieder in völlige Verzweiflung stürzt, kannst du sie vielleicht mit einem liebevollen Blick auffangen.

Der Blick deiner Liebe kann ihr sagen, sie ist trotz ihrer nicht guten Vergangenheit von dir bedingungslos geliebt.

Vielleicht kann da etwas die harte Mauer, mit der sie sich immer wieder zu schützen versucht, durchbrechen.

Das ihre Selbstschutzwand Risse bekommt....................................

Liebe beginnt mit dem Sehen auf deine Frau. Du siehst in ihr immer noch etwas Einzigartiges, Besonderes. Du schaust

tief in ihre Augen, und erkennnst, wie wertvoll sie doch ist, das tief in ihrem Innersten viele Schätze verborgen sind.

Aber sie sind gerade blockiert.

Wahrnehmen deiner Frau und ihre Annahme hängt eng zusammen.Ja deine Frau hat sich negativ verändert.

Und da wünsche ich dir ganz arg viel Liebe, Liebe die dich und deine Frau verändern darf. Das Größte ist die Liebe,

der Glaube, das vieles wieder gut werden darf. Und das wünsche ich dir ganz feste,


in guten Gedanken für dich und deine Frau,

liebe Grüße,


Frederick

06.09.2020 11:18 • x 2 #14


A


Hallo Waleran,

x 4#15


W
@Frederick1
Als sie am Freitag hier gewesen ist, hat sie mich genauso bloßgestellt, wie sonst auch. Sie musste etwas finden, womit sie mich verletzen kann. Sie muss ihre Wut unbedingt bei mir abladen. Das kann sie bei niemandem so gut wie bei mir. Ich sagte ihr, dass sie in dieser Wohnung gar nichts mehr zu kontrollieren hat und dass es ständig nur um sie geht. Sie fordert durch ihr Verhalten ständig Aufmerksamkeit. Bei ihr muss immer alles perfekt, ja, steril sein. Sie sitze kerzengerade am Tisch, ist kaum authentisch, kann kaum einfach nur mal Blödsinn reden, Gespräche müssen tiefgreifenden sein. Ein Freund berichtete, als er sie den ersten Ausbildungstag in der Mensa sah, saß sie absolut korrekt, wie keine andere Person am Tisch. Die Kinder müssen vor dem Klavierunterricht immer die Haare ordentlich haben uvm. Eigentlich muss sie einem Leid tun.

All das bringt mich nicht dazu, mich zu entlieben. Wenn ich sie so beschreibe, das sind doch nicht nur Depressionen oder?

06.09.2020 12:20 • x 2 #15

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