Hi zusammen!
Ich hab über die Jahre schon viel ausprobiert und durfte auch schon Schlaf-Hygiene-Schulungen besuchen. Was da an Ritualen, etc. vorgestellt wurde, hat mir wenig geholfen, denn immer wenn ich das vor dem Zubettgehen praktizierte, wurde mir dadurch erst recht bewusst, dass es gleich wieder Zeit zum Schlafen ist und das hat mir noch mehr Druck und Angst gemacht, einmal mehr nicht schlafen zu können.
Was mir aber (zumindest öfters mal) hilft, ist die feste Regel, dass ich
nach spätestens 30 Minuten wieder aufstehe, wenn ich nicht einschlafen kann und das mache, wozu ich Lust habe, bzw. wozu mein Körper und Geist um diese Zeit noch in der Lage sind.
Das mag so klingen, als ob die
30-Minuten-Regel erst recht Druck macht, innerhalb dieser Zeit unbedingt einschlafen zu müssen, aber tatsächlich entspannt sie mich, weil ich weiß, dass es kein Beinbruch ist, wenn ich nicht innerhalb dieses Zeitfensters einschlafe, weil ich dann locker wieder aufstehen kann und es irgendwann später erneut ganz zwanglos probieren kann.
So praktiziere ich das nicht nur beim Zubettgehen, sondern auch, wenn ich nachts aufwache und nicht mehr einschlafe.
Ob diese Technik nun hilft, oder nicht. Aus psychologischer Sicht sollte man so oder so aufstehen, weil im Kopf der Schlafraum wirklich mit dem Thema Schlaf, Ruhe und Entspannung verknüpft ist. Konditioniert man das ungewollt im Unbewusstsein in
Schlafraum = Unruhe, Schlaflosigkeit, Gedankenkarussell, Wut, etc. um, weil man sich im Bett wälzt und wahnsinnig macht, weil man endlich einschlafen will, dann wird man vielleicht ein noch nachhaltigeres Schlafproblem auf Dauer erzeugen.
Nur so meine Ideen dazu. Wenn's nicht passt, in die Tonne damit.
LG
ZeroOne