hallo ,
ich bin neu hier,31 jahre alt und nicht depressiv..aber auf dem besten wege denke ich , da ich seit einem jahr mit einem schwer depressiven mann zusammen bin und mich seit es ihm schlecht geht ( 5 monate) extremst auspowere um ihm in dieser situation zu helfen.
ich habe mich hier eigentlich eingeloggt um meine geschichte aufzuschreiben in der hoffnung,dass ich ihn besser verstehe und vielleicht einen weg finde ihm zu helfen.
aber nachdem ich eure ganzen posts gelesen habe,die mich abwechselnd zum heulen und zum vor wut was an die wand schmeissen gebracht haben , habe ich meine antworten zum großteil bekommen.
ich komme aus der medizinischen ecke..also muss ich glaube ich ein recht empathischer,verstehender mensch sein. sobald emotionen im spiel sind ,verliert man diese gabe aber.da kann man noch so viel über depressionen wissen.
es ist ganz schwer für mich zu verstehen,wie ihr einerseits so dankbar euren partnern gegenüber sein könnt und andererseits ihr leid seht und teilweise nichtmal ein ich liebe dich über die lippen bringt.
diese leute verausgaben sich und leiden wie die hunde teilweise unter der krankheitsbedingten rückzugsgeschichte ..nur weil sie euch lieben und auch in schlechten zeiten unterstützen wollen!ich frage mich .. gibt das einem depressiven menschen garnichts? zu wissen,dass man nicht alleine ist?dass man trotz seiner krankheit geliebt wird?dass jemand immer und immer wieder anruft,auf die gefahr hin abgewürgt zu werden weil ihr grad keine kraft habt zu reden? dass jemand seine gefühle immer offen zeigt und nicht mal mehr erwartet etwas zurück zu bekommen weil es in so einer krise nunmal nur um den erkrankten geht ?
meiner meinung nach gibt es kein grösseres zeichen der liebe , wenn ein partner in so einer für alle beteiligten schweren situation bleibt,leidet,seine hoffnung nicht verliert und jeden funken kraft den er noch in sich hat in den anderen investiert und verzweifelt darum betet,dass dieses leiden sich bald bessert und der ursprungsmensch in den man sich verliebt hat wieder zum vorschein kommt.
bitte bitte versteht meinen post in keiner weise als angriff!!!!
ich habe mir nur eure denkweise durchgelesen die ich im hinblick auf die krankheit auch verstehen kann. ich bin durch eine harte schule gegangen mit meinem freund..glaubt mir.ich möchte euch nur mal die kehrseite der medaille zeigen und euch nahebringen wie es dem gesünderen partner geht.
meiner meinung nach kann man sich die situation,die unangezweifelt furchtbar ist , viel viel einfacher machen wenn man ab und ann , sobald man gerade kann , seinen partner etwas darin bestärkt,dass er es nicht umsonst macht.
einfache rechnung:
ich gebe etwas ..von mir aus minimales , mein partner,der mit nichts leben musste ..oder sogar noch mit verletzungen und zurückgestossen werden wird stärker,bekommt mehr hoffnung und gibt es mit doppelt und dreifach zurück.
wahrscheinlich verdammt ihr mich jetzt alle...aber so und schlimmer geht es menschen ,deren liebster unter depressionen leidet.
liebe grüße und danke fürs zuhören