Erneute Depressionen trotz Medikament - wie damit umgehen?

V
Hallo zusammmen

Ich habe jetzt seit 11 Jahren wiederholte Depressionen. Nachdem ich zwei Jahre lang stabil war habe ich (im Zusammenhang mit meinem Arzt) verschiedene Medikamente abgebaut und fühlte mich auch erst gut. Im letzten halben Jahr ging es mir aber immer schlechter, ich schob es auf Stress mit meinem kranken Vater. Ihm geht es jetzt aber besser und mir immer schlechter, ich habe alle möglichen Ängste aufgebaut.
Mein Arzt verschrieb mir Sertralin zusätzlich zu meinen anderen Medikamenten. Ich hoffe es wirkt.
Aber nun zu meinem Problem: Ich kann gar nicht damit umgehen, dass ich wieder depressiv geworden bin, ich dachte doch ich sei wieder gesund, bis auf ein paar Tabletten.
Geht es anderen auch so?

Liebe Grüße
Vergissmeinich

24.04.2017 09:16 • #1


N
Guten Abend,
dass sich der Zustand für dich schlecht anfühlt, kann ich gut nachempfinden. Immer wenn ich eine neue depressive Episode bekomme, reißt es mich um. Ich bin dann jedes Mal wieder so überrascht, da ich die Hoffnung habe, dass dann keine Episoden kommen. Eine schwierige Erkrankung....
Aber hier im Forum findest du ganz viel Verständnis und andere, den es auch so geht. Du bist nicht allein.
Alles Liebe
Neeri

25.04.2017 20:46 • #2


A


Hallo vergissmeinich,

Erneute Depressionen trotz Medikament - wie damit umgehen?

x 3#3


V
Hallo Neeri,
danke für deine tröstenden Worte.
Das du überrascht bist kann ich verstehen. Es geht mir auch so, ich habe ja so gehofft und geglaubt und mir eingeredet ich sei schon wieder gesund, dass es ein echter Schock war und ist. Wird das denn nie wieder so wie es einmal war?
Werde ich nie wieder ganz gesund? Ach das sind nur so Gedanken die mir durch den Kopf gehen.
Ich fühle mich auch so ausgegrenzt, Montag war ich beim Sport und konnte mich vor und nachher gar nicht richtig unterhalten, es fühlte sich so surreal und falsch an.
Tut mir leid, wenn ich so jammer.
Liebe Grüße
Vergissmeinich

26.04.2017 08:14 • #3


N
Guten Abend,

du jammerst gar nicht....ich sehe dass so, dass du deine Gedanken und deine Gefühle schilderst. Natürlich ist man verzweifelt, weil man diese Krankheit ja unbedingt wieder loswerden möchte. Seit 2011 ist mein Leben auch ein anderes, als es mal war.
Sich fremd fühlen oder surreale Empfindungen wahrzunehmen, ist ein Symptom, wie auch verzweifelt sein, Einsamkeit zu spüren, etc. Davon kann ich ein Lied singen und ich weiß, wie sich das anfühlt.
Hast du jemanden in deiner Umgebung, mit dem zu sprechen kannst?
Du kannst mir gerne schreiben.
Schlaf gut.
Neeri

26.04.2017 21:47 • #4


V
Guten Morgen Neeri,
ich glaube du hast recht, sich fremd fühlen usw. sind Symptome dieser fiesen Krankheit. Vielleicht sollte ich glücklich sein, dass ich sie spüren kann, denn ich hatte auch schon Phasen in denen ich gar nichts mehr gespürt habe. Das war noch schreckicher.
Ich kann mit meinem Mann sprechen, aber der versteht mich nicht und meine Freundinnen auch nicht. Wie soll ich so eine Krankheit erklären? Aber sie hören zumindest zu und das ist ja auch schon gut. Obwohl es immer gut ist, wenn man verstanden wird oder auch mal eine andere Meinung hört.
Danke für deine lieben Worte und für dein Angebot dir schreiben zu dürfen.
Liebe Grüße
Vergissmeinich

27.04.2017 08:59 • #5


A
Guten morgen

Ich leider jetzt seit fast 2 jahren unter depressive Episoden.
Eins hab ich festgestellt keiner wirklich aucz keiner kann uns wirklich so richtig verstehen nicht mal die Ärtzte'!
Diese krankheit kann man nicht mal beschreiben weil du jedesmal mit neuen symptpme dich verfassen musst ;(
Ich meine kopfschmerzen, bauchschmerzen knieschmerzen husten fieber alles alles hat eine therapie möglichkeit aber Seelische krankheit ist echt ein grosses problem leider;(((
Ich vermisse meine gesundheit ;( es ist aber auch so das das leben halt weiter geht ob glücklich oder nicht;(
Würde mich gerne weiterhin mit euch unterhalten

28.04.2017 08:43 • #6


V
Hallo AllesGut,
ich finde auch, dass es ganz schwer ist diese Krankheit anderen zu beschreiben, da sie die Krankheit nicht haben können sie es nicht nachempfinden.
Ja, es geht mir auch so, ich vermisse meine Gesundheit und diesmal umso mehr da ich ja schon auf einem so guten Weg war, glaubte ich.
Es ist so schwer zu akzeptieren krank zu sein finde ich. Geht das anderen auch so?
Liebe Grüße
Vergissmeinich

28.04.2017 14:41 • #7


A
Hallo Vergissmeinich

Es ist echt unbeschreiblich ängstlich hoffnungslos aber das leben geht weiter ;( ich habe zwei kinder die brauchen mich meine Frau braucht mich. Obwohl ich garnicht stark bin versuche stark zu werden es kostet viel kraft.
Obwohl es mit beschissen geht tue ich so als wäre alles gut ist es aber nicht. Vor zwei jahren hat alles bei mir begonnen. Druck im bauch angsr gefühle unterschiedliche Symptome...
1 jahr habe ich anti depressiva mirtazapin benutzt. Die ersten monaten tat mir das sehr gut aber die weiteren monaten wurde alles schlimmer die sypmtome wurden schmimmer so das ich 6 monaten krank geschrieben war.
Die tabletten haben mir erhebliche nebenwirkung zu geballert
- gesichstkribbeln
-Benommenheit
-herzrasen
-todesangst
-engegefühle usw
Habt ihr auch diese symptome ?
Mit freundlichen Grüßen

28.04.2017 18:48 • #8


V
Hallo AllesGut,
es ist sicherlich sehr schwer für dich mit zwei Kindern und einer Mutter um die du dich kümmern musst.
Als ich krank wurde waren unsere vier Kinder (Patchworkfamilie) alle in der Pubertät. Hier war schon einiges los und ich habe mit den Jahren zig Krankenhausaufenthalte erlebt. Das war wirklich eine große Belastung.
Ich habe von deinen Nebenwirkungen bei all den verschiedenen Medikamenten nur die Benommenheit gespürt, das ist schon echt fies aber ich habe es als angenehmer als die Depression erlebt.
Derzeit habe ich durch Neueinführung von Sertralin Durchfall, leichten Schwindel und eine Tremorverstärkung.
Schlimmer ist, daß ich immer noch depressiv und voller Angst bin. Ich komme auch immer noch nicht damit zurecht nicht gesund geworden zu sein sondern diese Krankheit immer noch mit mir herum zu schleppen.
Wie kann ich nur besser damit umgehen, weiß jemand Rat?

29.04.2017 20:59 • #9


A
Hallo Vergissmeinich

Ja es ist wirklich sehr schwer vorallem weil die kinder noch sehr klein sind. Es tut einfach weh wenn man die kinder anguckt und dabei immer denkrn muss das man eigenrtlich krank ist aber für die kinder trotzdem stark werden muss!
Diese krankheit ist eine kraftsaache geduldsache karaktersache. Wer wirklich sehr sensible ist wird es enorm schwer haben.
Ich glaub nicht das diese krankheit heilbar is es ist nach einer zeit vielleicht kontrollierbar aber zu 100 prozent werden pschyische kranke nicht wieder kern gesund das mann sollte man wissen.
Ich sage immer es gibt wirklich schlimmere sachen krankheiten.
Benommenheit ist aber wirklich schei. ;( diese unsicherheit als ob was passieren wird ist schei..
Ich finde es auch wirklich sehr krass wenn die sonne scheint das es uns dann gut geht aber sobald die sonne weg ist das der alptraum wieder weiter geht ist auch unmöglich.
Ich bin der meinung mann sollte die chemischen tabletten zurzeite legen die helfen wirklich nicht das ist nur eine betäulbung. Ist bicht gesund für unser Körper! Ich hab damit einfach aufgehört ohne mein Artzt zu fragen hab sogar mein Artzt verlassen die Ärtzte vielleicht nicht alle aber die meisten pyschiater helfen dir doch garnicht hören dir 10 min zu und dann ballern sie dir die schei. tabletten zu! Bekommst nach drei monaten einen neuen termin wenn es nicht gut geworden ist neue medikamente!
Den ist es doch schei. egal die kssieren ja ihhgrr geld.
Ich würde andere therapien vorbehmen nur keine tabletten!
Pflanzlich ja aber chemisch no!

30.04.2017 08:37 • #10


V
Hallo AllesGut,
es ist schön, wenn du ohne Chemie auskommst auch wenn es nicht leicht ist.
Ich schaffe das leider nicht, dann geht es mir zu schlecht und ich würde mein Leben wahrscheinlich beenden. Aber ich habe auch Glück. Geht es mir nicht gut habe ich wöchentliche Termine bei meinem Arzt sonst werden sie entsprechend meinem Gesundheitszustand angepasst. Auch kann ich im Notfall immer auch am gleichen Tag vorbeikommen.
Bis Donnerstag muss ich jetzt noch warten, dann habe ich meinen nächsten Termin. Da wird das Sertralin bestimmt auf 50 mg angehoben. Eine positive Wirkung spüre ich noch nicht wirklich, vielleicht ein klein wenig mehr Antrieb.
Warum werde ich nicht wieder gesund?

30.04.2017 11:37 • #11


A
Hallo vergissmeinich

Ja gute frage warum werde ich bzw wir nicht gesund ;( die frage tut schon weh... ich glaub daran nicht das wir wieder kern gesund werden das ust nicht einfach unsere psyche ist einfach beschädigt das ist nicht heilbar wie gesagt evtl kontrollierbar ;(
Ich sage immer es gibst noch schlimmere krankheiten.
Wir hatten heute super wetter war gut gelaunt plötzlich sonnenutergang schon gings mir beschissen meine freunde lachen weiter sind alle lustig drauf und ic mh tue so als würde es mir auch gut gehen was ich innerlich durchziehe weis kein schwein ;(
Ja zu den tabletten kann ich es nur abraten aber wenn dz meinst geht nicht kann ich auch nichts sagen

30.04.2017 23:15 • #12


V
Hallo AllesGut,
was machst du um stabil zu werden. Also was machst du, um dich einigermaßen wohl zu fühlen?
Ich brauche einen geregelten Tagesablauf und meine Medikamente, Spaziergänge und wenn es mir einigermaßen gut geht Sport.
Trotzdem bin ich wieder depressiv geworden, und habe Angstzustände bekommen.
Das ist echt Mist! Ich will doch nur gesund sein.

01.05.2017 11:49 • #13


A
Hallo Vergissmeinich

Mir gings vor zwei monaten recht gut aber jetzt seit paar wochen wieder depressiv ich weis nicht warum obwohl ich nicht gestresst bin;( man kann es leider nicht steuern.
Dein tagesablauf ist wichtig aber eins ist wichtig du musst deine krankheit akzeptieren und damit leben.
Ich bin der meinung keiner der psychischen probleme hat wird kern gesund leider ;(
Angstzustände wovor hast du zb angst?
Wie kommen die wann kommen die ?
In den ersten zeiten war es zb bei mir so:
Ich konnte mich bei einer versammlung menschenmenge nicht aufhalten hatte sofort herzrasen angstzustände bekommen.
Auf dem weg zur arbeit hatte ich angstzustande bekommrn hatte dann immer überlegt abzuhauen bin sogar immer abgehauen!
Eines tages habe ich gesagt NEIN so geht es nicht weiter ich muss meine angst überwinden!
Ich hab mich immer dort aufgehalten wo viele Menschenmassen waren!
Bin immer arbeiten gefahren obwohl ich angst hatte und nach ner zeit haben die angstzustande nachgelassrn wo es mir jetzt viel besser geht also ich meine meine angstzustände.
Du darfst einfach nicht abhauen!
Was mich sehr belastet ist diese benommenheit ;(

01.05.2017 12:40 • #14


A


Hallo vergissmeinich,

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Eloise
Hallo ihr beiden,

ich glaube man wird nie wieder so ganz gesund, aber das hat irgendwie auch seinen Sinn.

Ich für mich sehe es so, dass mein Verhalten, meine Art zu denken, mein Lebenswandel etc. mich in eine Depression geführt hat, weil daran irgendetwas für mich nicht gut war. Und sie kommt wieder oder bleibt, wenn es wieder so ist. In dem Sinne gesund, dass ich auf Dauer einfach funktionieren kann, dass ich tue was andere von mir erwarten, dass ich meine Bedürfnisse ignorieren kann, werde ich nie wieder sein. Und das ist verdammt gut so!

Mich versöhnt dieser Gedanke damit, dass ich nicht mehr einfach nur machen kann. Depression - mein persönliches Alarmsystem sozusagen. Jetzt muss ich nur noch lernen die frühen Signale wahrzunehmen. Das fällt mir noch schwer, so dass ich nun wieder in ein Tief gestolpert bin. Aber ich bin zuversichtlich.

01.05.2017 15:34 • #15

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