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Erschöpft wegen anstrengender Arbeit - es zieht mich runter

Lost111
Liebe @wozu ,

vllt. ist ist es doch eine gute und richtige Entscheidung, in die Klinik zu gehen. Da passt man rund um die Uhr auf dich auf und du bist in einem geschützten Raum. Letztendlich ist das natürlich deine Entscheidung. Schlaf eine Nacht drüber und dann wirst du hoffentlich den für dich richtigen Weg finden. Ich drücke dir alle Daumen dafür.

LG Lost111

13.05.2021 00:22 • x 1 #46


Sommer69
Liebe Wozu,
endlich! Schön, dass du dich getraut hast und ernst genommen wurdest. Jetzt kann dein Weg losgehen. Ich freue mich für dich.
Liebe Grüße

13.05.2021 09:42 • x 2 #47


A


Hallo wozu,

Erschöpft wegen anstrengender Arbeit - es zieht mich runter

x 3#3


W
Hallo,
ich bin gestern aus der Klinik entlassen worden. Hätte ich im Vorfeld geahnt, was da auf mich zu kommt, ich hätte vielleicht doch noch länger gezögert.
Insgesamt war ich jetzt 10 Wochen dort. Meine Ärztin hatte mir eine Krankenhauseinweisung geschrieben, doch ich konnte gar nicht in diese Klinik und so musste ich noch in eine andere Klinik fahren, dort landete ich dann für drei Wochen auf die Geschlossene, das war für mich echt der absolute Horror die Station wurde gerade umgebaut, und wenn wir nach draußen wollten, um eine zu rauchen, dann standen wir dort mit ca. 10 Leuten in einem kleinen Bretterverschlag. Dann kam ich endlich auf die offene Station , das erste , was ich machte war ein Spaziergang. In dieser Zeit schnitt ich mich noch 2x und ich musste die Station wechseln, weil man mir angeblich auf der Station besser helfen könnte, das war aber nicht mit der Therapeutin abgesprochen und so musste ich mich auf eine neue Therapeutin einlassen. Die Station war für Suchtleute und Borderliner, ich fühlte mich völlig fehl am Platze, im Gegenteil, ich hatte auch Angst vor der Lautstärke und dem Verhalten einiger Suchtleute.
Irgendwie habe ich es dann geschafft und ich möchte sagen, dass ich es geschafft habe, Hilfestellungen habe ich kaum erfahren, es hieß immer : kommen sie in 10 Minuten wieder.
Ich denke, in den nächsten Tagen wird noch einiges wieder hochkommen,was in der Klinik passiert ist, aber ich werde versuchen nach vorne zu schauen und so langsam meinen Alltag wieder zu gestalten und dann am 16.8. eine Wiedereingliederung in den Dienst beginnen. Ich hoffe wirklich, dass ich stabil genug dafür bin.
Wozu

30.07.2021 23:03 • x 2 #48


EmptyLife
Hallo wozu,
ich finde es immer noch schrecklich, dass Menschen mit völlig unterschiedlichen Problematiken zusammengesteckt werden. Da wird man doch erst recht noch zusätzlich instabil und traumatisiert! Aber das kapiert irgendwie niemand.
Ich hoffe für dich, dass du die Erlebnisse verarbeiten kannst und wieder stabil wirst

30.07.2021 23:10 • #49


Lost111
Hallo @wozu ,

es macht mich bestürzt, dass dir so gar nicht wirklich geholfen werden konnte in der Klinik. Bist du denn weiterhin in therapeutischer Behandlung? Komm langsam zurück in den Alltag.

Alles Gute für dich.

LG Lost111

30.07.2021 23:19 • #50


W
Irgendwie hatte ich gehofft, weiter zu sein. Seitdem ich wieder zu Hause bin schlafe ich sehr schlecht,
ich wache mehrmals in der Nacht auf und frühmorgens kann ich nicht mehr im Bett liegen.
Am Montag war jemand von der APP da, so ganz sicher, was da auf mich zukommt, bin ich mir immer
noch nicht.
Ja, und dann spüre ich, dass in mir Angst hochkriecht. Angst, nicht wieder auf die Beine zu kommen
und auch die Angst vor der Wiedereingliederung. Ich kenn das nicht so von mir und bin ratlos.
Am Montag habe ich einen Termin bei meiner Therapeutin, vielleicht schaffen wir es ja, dass ich doch noch ein paar Stunden
bewilligt bekomme.
LG
wozu

04.08.2021 22:35 • #51


W
Ich möchte mich nicht wiederholen, aber meine Angst wird immer größer und ich
fühle mich immer schlechter.
Man hat mir gesagt, dass das am Anfang ganz normal ist, weil mich der Alltag
langsam wieder einholt und ich selber wieder für alles sorgen muss. Da gibt es noch
ein nettes Beispiel von einer meiner Nachbarinnen. Am 2. Tag nach meiner Ankunft
hatte ich gleich einen Zettel mit - Kellerwoche- im Briefkasten, ein dezenter Hinweis, dass ich
das jetzt machen muss.
Mein Schlaf ist immer noch sehr schlecht und tagsüber fühl ich mich nur gerädert.
Und da beginnen dann auch meine Ängste:
- ich liebe meine Beruf, werde ich es schaffen wieder Vollzeit zu arbeiten?
- wie werden die Kollegen aus dem Team mit mir umgehen?
- was passiert, wenn ich an meine Grenzen stoße und die Arbeit nicht mehr schaffe?
- bekomme ich überhaupt mit, wenn ich an meine Grenzen stoße (diesmal hat das nicht
wirklich gut geklappt) und wie lerne ich zu akzeptieren, dass es dann so ist?
Vielleicht könnt ihr mir ja Tipps geben, wie ihr mit euren Ängsten bezüglich der Wiedereingliederung und
nach der Entlassung aus der Klinik umgegangen seid.
wozú

08.08.2021 22:18 • x 3 #52


Mausi81
Hi Wozu
Ich weiß wie du dich fühlst. Ich war Dez 2019 6 Wochen in Reha. Und hatte dann noch 1 Woche Urlaub und habe dann gleich wieder voll angefangen mit Arbeiten. Der Laden sah aus Ich hab wieder versucht alles sauber zu machen und in mein altes ich zu fallen das alles perfekt sein muss. War am 1 Tag schon wieder überfordert
Sollte dann Therapie weiter machen dann kam corona.
Hab mich dann durch gekämpft. Anfangs von Corona war es chillig im Verkauf Bäckerei. Tat gut das mal nicht so viel los war. Dann wurden die Cafés eröffnet und es ging los mit dem Stress. Arbeitgeber stellte keine 3 Schicht ein ließ es so wie im Lockdown. Und nun kämpfen wir uns zu 2 durch das ist schrecklich aber interessiert niemanden.
Seit Wochen merkte ich es geht wieder los so langsam schleichend fing es an mit aggressiv, Schlafstörungen, Kunden kotzen mich an, zwinge mich freundlich zu sein, kraftlos, ausgelaugt, keine Lust auf Sport obwohl ich voll der Sportjunkie bin.......usw. Das geht garnicht das bin nicht ich. Und bin letzen Donnerstag zur Hausärztin. Sie kennt mich und holte mich 2 Wochen aus der Arbeit. Zeit für mich zu finden und das machen was mir gut tut. Schrecklich 2 Wochen krank in der Urlaubszeit omg ich hab schlechtes Gewissen klar....aber Gesundheit geht nun vor. Meine Ärztin hat eine 3Woche unter Vorbehalt notiert. Wenn ich die brauche soll ich einfach anrufen. Ich werde die 3 Woche noch in Anspruch nehmen und dann wieder versuchen zum Arbeiten.
Ich habe mich auch um eine Psychologin gekümmert. In 2 Wochen schob erstmal ein Vorgespräch. Therapieplatz werden wir sehen, wann das geht. Aber ich brauche Hilfe und denke die Psychologin wird mir helfen.
Ich bin schon wieder reif für die Reha
Werde Autogenes Training anfangen 2mal am Tag bis ich das annehme. In der Reha klappte das hineinversetzen nie kann einfach nicht abschalten das ist nicht gut.....
Aber wozu mach Eingliederung nicht so wie ich gleich wieder 5 Tage voll rein.....
Und du schaffst das ich drücke Daumen.....
Schön abend noch

09.08.2021 18:47 • #53


W
Hallo,
heute hatte ich den ersten Arbeitstag mit 2 Stunden. Es war ungewohnt und ich hatte in der Nacht vorher
auch sehr schlecht geschlafen. Heute morgen musste ich mich übergeben. Das ist sonst
auch ein Stresszeichen bei mir. Ich habe heute nur die Post gesichtet und muss jetzt morgen mal schauen,
was ich mir noch näher ansehen muss, damit ich auf dem Laufenden bin.
Nach der Arbeit war ich dann noch bei der Hausärztin und dann einkaufen. Da war der Vormittag
vorüber und ich habe mich erst mal hingelegt, was auch bitter nötig war.
Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis ich mich wieder einigermaßen wohl fühle. Jetzt könnte
ich mich schon wieder hinlegen.
Letzte Woche war ich bei meiner Therapeutin, sie ist zuversichtlich, dass sie noch einige Stunden
für mich beantragen kann. Wenn das klappt, bin ich sehr dankbar.
Gestern war schon eine erste große Bewährungsprobe für mich: ich war zum Gottesdienst und bin dort
vielen Menschen begegnet. Ich habe auch mit vielen gesprochen, die meisten haben sich gefreut, mich
wieder zu sehen. Meistens war die erste Reaktion: was bist du dünn geworden.
Ich glaube, es war gut, dass ich dort war, auch wenn es anstrengend für mich war.
Gibt es hier noch andere, die Erfahrungen mit der Wiedereingliederung haben/hatten?
wozu

16.08.2021 19:56 • #54


Mausi81
Hi Wozu
Hoffe das klappt das deine Therapeutin noch paar Stunden beantragen kann.
Du warst sehr aufgeregt am 1 Tag klar ist ganz normal.
Gehe es langsam an lass dir die Zeit die du brauchst anders geht es nicht.
Ich gehe nächste Woche wieder arbeiten. Aber ohne Eingliederung. Ich war erschöpft von der Arbeit ja aber die 3 Wochen zu Hause haben mir gut getan. Ich fange am 23.auch Therapie an und Ich denke das hilft mir dann mit Stress umzugehen das nicht so an mich ran zu lassen....Bin gespannt....
Alles Gute und melde dich wieder
LG mausi

16.08.2021 20:07 • x 1 #55


W
So, die erste Arbeitswoche mit 2 Stunden ist vorbei. Das was am Montag war ist eigentlich die ganze
Zeit weiter gegangen. Ich bin zutiefst erschöpft und wenn ich wieder zu Hause bin, muss ich
mich erst ein paar Stunden hinlegen. So hatte ich mir das nicht vorgestellt.
Ich muss mir eingestehen, dass ich nächste Woche die Stundenzahl noch nicht erhöhen kann.
Das heißt aber, dass ich auch noch mal zu meiner Ärztin muss um das umändern zu lassen und
dass ist mir schon etwas peinlich, weil ich das ja schon mal gemacht habe.
Normalerweise bin ich ja eher der Typ: Augen zu und durch - aber nun weiß ich so gar nicht
weiter. Ich kann nicht mehr und bin sehr ratlos.
wozu

20.08.2021 19:38 • #56


W
Kennt ihr das auch?- Seit knapp einer Woche habe ich wieder heftig das Gefühl, dass ich mich
verletzen muss. Ich habe mir zwar jedes mal gesagt, nein du brauchst das nicht, aber
es geht nicht mehr. Ich bin nicht suizidal aber fertig und weiß nicht mehr weiter.

23.08.2021 19:24 • #57


W
Jetzt konnte ich es doch nicht mehr aushalten und habe mich gestern verletzt.
Irgendwie musste meine Anspannung weg, aber ihr kennt das vielleicht, es in nur von
kurzer Dauer.
Gestern war ich auch bei meiner Ärztin. Sie hat echt Klartext mit mir gesprochen und
haben die Wiedereingliederung noch mal ganz umgemodelt. Noch viel langsamer und
auch keine Arbeit an den Wochenenden oder am Abend.
Dafür soll ich mich nicht so lange nach der Arbeit ausruhen nur eine Stunde hinlegen und
danach was für mich tun.
Ich musste heftig schlucken, sie hat mir aber auch die Alternative aufgezeigt: nämlich gar nicht
mehr zu arbeiten oder in 4 Wochen wieder in der Klinik zu sein.
So habe ich der Wiedereingliederung zugestimmt. Ich gehe davon aus, dass mein
Arbeitgeber das auch macht, mein Dienstvorgesetzter hat jedenfalls schon ja dazu gesagt.
Ich glaube eher, das Problem liegt bei mir. Es fällt mir so schwer zu akzeptieren, dass ich nicht so
kann, wie ich möchte. Aber vielleicht ist es ja wirklich so, dass meine Hauptaufgabe jetzt darin
liegt, wieder gesund zu werden.
Ich bin aber so müde und habe keine Kraft mehr.
wozu

25.08.2021 19:27 • #58


M
Hallo @wozu,

toll, dass deine Ärztin so aufmerksam ist und die Wiedereingliederung angepasst hat!

Ich mache auch grade eine Wiedereingliederung und heute hat die 3.Woche angefangen und ich habe von 2 auf 4 h erhöht.

Ist wirklich heftig!
Dienstag habe ich einen Arzttermin-bis dahin muss ich wissen, ob ich das wirklich schaffe.

Ich drücke dir die Daumen und gib auf dich Acht

25.08.2021 23:43 • x 1 #59


A


Hallo wozu,

x 4#15


Lost111
Hallo @wozu ,

du hast eine gute Ärztin an deiner Seite. Das ist viel wert.
Akzeptiere, dass Arbeit momentan einfach nicht mehr als wenige Stunden geht. Das hat nichts mit versagen o.ä. zu tun.
Ich kann verstehen, dass es schwer ist, sich damit abzufinden; aber deine Gesundheit steht an 1. Stelle.
Lass es langsam angehen, einen Schritt nach dem nächsten. Nur Mut!

LG Lost111

26.08.2021 00:38 • x 1 #60

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