Hallo,
ich bin gestern aus der Klinik entlassen worden. Hätte ich im Vorfeld geahnt, was da auf mich zu kommt, ich hätte vielleicht doch noch länger gezögert.
Insgesamt war ich jetzt 10 Wochen dort. Meine Ärztin hatte mir eine Krankenhauseinweisung geschrieben, doch ich konnte gar nicht in diese Klinik und so musste ich noch in eine andere Klinik fahren, dort landete ich dann für drei Wochen auf die Geschlossene, das war für mich echt der absolute Horror die Station wurde gerade umgebaut, und wenn wir nach draußen wollten, um eine zu rauchen, dann standen wir dort mit ca. 10 Leuten in einem kleinen Bretterverschlag. Dann kam ich endlich auf die offene Station , das erste , was ich machte war ein Spaziergang. In dieser Zeit schnitt ich mich noch 2x und ich musste die Station wechseln, weil man mir angeblich auf der Station besser helfen könnte, das war aber nicht mit der Therapeutin abgesprochen und so musste ich mich auf eine neue Therapeutin einlassen. Die Station war für Suchtleute und Borderliner, ich fühlte mich völlig fehl am Platze, im Gegenteil, ich hatte auch Angst vor der Lautstärke und dem Verhalten einiger Suchtleute.
Irgendwie habe ich es dann geschafft und ich möchte sagen, dass ich es geschafft habe, Hilfestellungen habe ich kaum erfahren, es hieß immer : kommen sie in 10 Minuten wieder.
Ich denke, in den nächsten Tagen wird noch einiges wieder hochkommen,was in der Klinik passiert ist, aber ich werde versuchen nach vorne zu schauen und so langsam meinen Alltag wieder zu gestalten und dann am 16.8. eine Wiedereingliederung in den Dienst beginnen. Ich hoffe wirklich, dass ich stabil genug dafür bin.
Wozu
30.07.2021 23:03 •
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