Heute fand der 2. Diagnosetermin statt. Vor lauter Aufregung habe ich erst in der falschen Straße geparkt und
erst 10 Minuten vor dem Termin gemerkt, dass ich falsch war! Ich war völlig verpeilt!
Schwitzend und 1 Minute vor Terminbeginn kam ich somit an. Da war ich schon ziemlich aufgelöst.
Es ging weiter um Diagnosefindung - (soziale) Ängste und mein größtes Trauma. Wobei es nicht direkt darum
ging, sondern um die Folgen davon. Ein extrem schwieriges Thema bei mir, und die Tränen flossen.
Er sieht dringenden Bedarf für eine Therapie. Er sagte aber auch ganz ehrlich und deutlich, dass die Hoffnung
auf einen Therapieplatz in der Praxis sehr unwahrscheinlich ist. U.a. sei einer der Therapeuten krankheitsbedingt
länger abwesend. Es gibt in knapp 2 Wochen einen 3. Diagnosetermin. Aber das war's dann wohl auch schon.
Ich kriege dann so einen Zettel mit den Diagnosen und einem Dringlichkeitscode (?), wo ich mit zur Krankenkasse gehen soll.
Allerdings zweifele ich gerade daran, ob ich das auch richtig verstanden habe.
Ich kann gar nicht sagen, wie ich mich danach fühlte. Ernüchtert? Frustriert?
Erst heute Abend merke ich, wie sehr mich das doch runterzieht. Es war immerhin eine klitzekleine Hoffnung da.
Die nun gestorben ist.
Ich fühle mich zerbrechlich wie Glas. Verloren. Einsam.
Und schon sind sie wieder da: die dunklen Gedanken. Gedanken ans Aufgeben.
Diese Gedanken sind alte Gefährten und Begleiter. Sie sind mir gut bekannt. Zu gut.
Ich weiß nicht, ob ich die Kraft habe, mich nächste Woche um weitere Erst-Termine zu kümmern.
WANN HÖRT DAS AUF?
26.05.2023 23:01 •
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