Zitat von mrsrobot:Betreffend der Krankschreibung, ich habe jetzt einen Rehaantraag fertig gemacht, da ich mich nicht in der Lage sehe, so immer weiter zu machen. Ich werde immer wieder krank und habe keine Kraft und auch Lust mehr dazu. Das geht seit über 20 Jahren so. Ich möchte mich mit der Kernproblematik auseinandersetzen und sehen, was geht und was nicht. Eine 2wöchige Therapie reicht da nicht. Hast Du das immer mit dem Job oder nur jetzt?
Ich kenne mich da nicht aus, aber stellt man den Rehaantrag bei seiner Krankenkasse, oder? Ich hoffe aber auf alle Fälle, dass das für dich klappt
Also ich bin jetzt insgesamt an die 5/6 Jahre im Berufsleben. Meine erste Stelle habe ich nach 1,5 Jahren gewechselt, weil ich schon gemerkt habe, dass das nicht so meins ist. Dann war ich 3 Jahre bei einem anderen Arbeitgeber. Und da gings dann das letzte halbe Jahr bevor ich gekündigt habe los, dass ich schlechter geschlafen habe, dass ich nur noch für die Arbeit gelebt habe. Und alles was mit Freizeit zu tun hatte wurde zur Pflicht. Also ich war in einem Du MUSST doch noch das und dies und jenes tun-Teufelskreis. Und irgendwie ging mir dann die Kraft aus. Ich glaube ich hatte das insgeheim gespürt und dachte das beste sei den Job zu wechseln. Also habe ich mich spontan beworben und sofort eine neue Stelle bekommen. Also alten Job gekündigt und nach zwei Wochen Resturlaub im neuen Job angefangen. Ich war so darauf fixiert, dass jetzt wieder alles besser wird, dass ich wieder zu Kräften komme und ich wieder mehr Freude habe, aber dem war nicht so. Und da war das erste Mal Schicht im Schacht. Ich wurde dann in der Probezeit gekündigt.
Danach hat mich mein alter Chef nochmal angehauen, ob ich nicht zurückkommen möchte. In der Zwischenzeit habe ich mich auch dazu durchgerungen eine Therapie zu beginnen. Und in Absprache mit meiner Therapeutin war es eine gute Idee und gute Lösung wieder in den alten Job mit bekannten Aufgaben und Kollegen zurückzukehren. Auch mit weniger Wochenstunden, etc. Aber leider hat das dann nach ca. 3 Monaten auch nicht mehr geklappt. Also wieder Kündigung. Danach habe ich erstmal ein Jobcoaching und eine ca. 2-monatige Fortbildung gemacht. Und während dieser Zeit habe ich mich neu beworben und den Job angenommen, den ich Anfang des Jahres angefangen habe.
Anfangs lief alles super: ich war mega motiviert, hab höchsten Einsatz gezeigt und habe glaube ich echt viel gemacht und mich zusammengerissen, um ja selbstbewusst und stark aufzutreten. Ich wollte jedem gerecht werden und ja nicht meinen Chef enttäsuchen. Ich muss dem Gehalt und allem ja gerecht werden. Ich habe schon gemerkt, dass mir schon wieder bissl die Puste ausgeht und ich wieder auf nichts Lust habe. Aber ich habe es verdrängt. Dann kam diese ganze Corona-Sache, die natürlich auch dazubeigetragen, dass nicht nur bei mir weiterer Stress aufkam sondern im ganzen Unternehmen. Ab da war ich dann nur noch blockiert. Ich habe nichts mehr zustande bekommen. Also wirklich nichts mehr. Dann gabs noch eine Mini-Auseinandersetzung mit meiner Mutter und ab da hat dann bei mir nicht nur der Kopf gestreikt sondern auch mein Körper.
Jetzt bin ich seit 3 Wochen krankgeschrieben und weiß nicht so recht weiter. Soll ich im Job bleiben? Was will ich sonst machen? Was kann ich denn überhaupt? Wird es in einem anderen Job wirklich besser? Liegt alles nur an meiner Einstellung und an meinem zu geringen Selbstbewusstsein? etc.
Ich weiß, dass mich bestimmte Bereiche in meinem Job ziemlich überfordern und mich ängstigen. Kann ich diese Angst jemals ablegen und sicherer in meinem Tun werden? Ich weiß es gerade wirklich nicht...
Mein Chef steht aktuell noch zu mir und hat gesagt, ich soll mir Zeit nehmen und mir helfen lassen. Das schätze ich wirklich sehr an ihm. Solche verständnisvollen Chefs gibt es sicher nicht wie Sand am Meer. Aber trotzdem habe ich solche Angst seinen Erwartungen einfach nicht gerecht werden zu können...
Seit wann bist du denn bei deinem aktuellen Arbeitgeber?