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Extreme Hoffnungslosigkeit

Greta
Zitat von Steventhefloor:
Leider kann ich diese Frage nicht beantworten was sich ändern müsste.

Sorry, ich glaube, ich habe die Frage auch falsch formuliert.
Ich meinte eher, was du dir wünscht wie dein Leben sein soll; wenn du dir ein anderes Leben aussuchen könntest, wie wäre dieses Leben?
Zitat von Steventhefloor:
mich von jeglichem Druck zu befreien

Ich denke, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Sich selbst akzeptieren mit allen Eigenheiten und auch mit allen Einschränkungen. Sich nicht mit anderen zu vergleichen und nicht zu versuchen, jemand zu sein, der du nicht bist bzw. im Moment nicht sein kannst.
Zitat von Steventhefloor:
Nach dem aufwachen ist es schrecklich

Das Morgentief ist ganz normal bei einer Depression.
Ich weiß, du hast schon jede Menge Therapie- und Medikamentenerfahrung, aber dennoch ... vielleicht gibt es ein Medikament, das diese schreckliche Morgenzeit etwas abmildert?
Zitat von Ziva:
Ich finde es erstaunlich, was du alles schon geschafft hast !

Das sehe ich genauso!
So wie ich überhaupt @Ziva s Beitrag komplett unterschreiben könnte.

17.12.2021 10:27 • x 2 #16


Kitten
Hallo @Steventhefloor

Schön, dass du dich hier im Forum angemeldet hast und deinen Leidensweg aufgeschrieben hast. Willkommen. Das ist ein erster Schritt, den du machen konntest aus deiner Hoffnungslosigkeit heraus. Du wirst sehen, dass viele von uns auch durch dunkle Zeiten gingen und aktuell noch gehen und dass der gegenseitige Zuspruch sehr hilfreich sein kann.

Ich war sehr erschüttert, als ich von deinen Erfahrungen im Internat gelesen habe - da ist dir sehr viel schlimmes angetan worden, woran du bis heute zu kämpfen hast.
Maya hat dich ja gefragt, ob du eine Traumatherapie machst? Dieses Trauma aus der Kindheit/Jugend wiegt sehr stark und verunmöglicht ein normales Leben. Ich kann mir vorstellen, dass die Verarbeitung des Traumas der Schlüssel ist. Eine Traumatherapie könnte ein Versuch sein, einen Weg in ein neues Leben zu begehen.

Bei Medikamenten ist es ja häufig so, dass zuerst verschiedene Sachen ausprobiert werden müssen, bis dann das Richtige anschlägt. Da möchte ich dir Mut zusprechen, dass du da dran bleibst.
Wie ist denn derzeit so das Verhältnis zu deinem Psychiater oder Thearpeut? Spürst du da Vertrauen? Kannst du über alles reden? Das ist m.E. der wichtigste Punkt in einer Therapie.

Wie schon einige vor mir geschrieben haben, ist es erstaunlich, was du alles schon geleistet hast in deinem noch jungen Alter! Mit 25 bist du noch jung und du hast noch viele Perspektiven!
Sei nicht zu streng mit dir. Erlaube dir Ruhepausen, die du benötigst. Eine gute und enge Begleitung durch diese schwere Krise wird notwendig sein. Ich wünsche dir auf diesem Weg viel Kraft und Durchhaltewillen.

17.12.2021 15:41 • x 1 #17


A


Hallo Steventhefloor,

Extreme Hoffnungslosigkeit

x 3#3


Jana7
Hallo,
Dein Beitrag hat mich doch sehr berührt und ich bin etwas beunruhigt.
Ich recherchiere generell viel zum Thema Depression und habe jetzt mit dem Stichwort Anhedonie recherchiert.

Ich habe einen wirklich sehr interessanten Artikel gefunden.
Hoffentlich findest Du die Kraft, ihn zu lesen. Auch wenn er länger ist...
Es wird u.a. ein spezielles Medikament (Pramipexol) empfohlen.
https://www.spektrum.de/news/anhedonie-...en/1755470

Für alles was über diese typischen SSRI hinausgeht, muss/sollte man dann wirklich zum Facharzt gehen.

Aber ich glaube, der Artikel macht es auch schon deutlich: Die Psychiater sind alle sehr unterschiedlich (engagiert, informiert, flexibel).
Mir ist klar, dass man im Grunde die Kraft eines Gesunden benötigt, um den richtigen zu finden. Es könnte sich zB lohnen, den Weg zu einem der genannten Psychiater auf sich zu nehmen.

Wie dem auch sei. Der Artikel endet mit den Worten eines Betroffenen:
Mit ihrem Leid ist sie allerdings nicht länger allein. »Als ich in deinem Alter war, litt ich drei Jahre lang unter Anhedonie«, antwortet ihr ein User, der sich Cyrano nennt. Er habe einen Suizidversuch hinter sich, sei nun aber froh, dass er noch lebt. »Mit den Jahren habe ich viele Dinge gelernt. Heilsam ist für mich, für andere da zu sein. Ich weiß, wovon ich spreche, wenn ich dir sage: Gib nicht auf.«

Es wäre sehr hilfreich, wenn Dir gelingen könnte, das Rauchen aufzugeben. Niemals im kalten Entzug einfach keine Zig. mehr rauchen. Man sollte es wirklich schleichend tun und das geht nicht mit Zig..
Ideal sind Nikotinpflaster. Es gibt sicherlich Alternativen, wenn man recherchiert.

Dasselbe gilt für Medikamente. Nicht retardierte Tabletten zerteilen, retardierte Kapseln öffnen und Kügelchen zählen, reduzieren. Immer die Halbwertszeiten googeln, damit man weiß, wieviel Wirkstoff ungefähr noch im Körper ist und man herausfinden kann, in welcher Geschwindigkeit man abdosiert.
Abgesehen davon gibt es ein Forum, das sich mit dem Abdosieren beschäftigt: ADFD

Diese Entzugssymptome sind stärker als Medikamente. Nikotin führt zudem zum schnelleren Abbau der Medikamente.

19.12.2021 11:31 • #18


bones
Das Forum adfd kommt immer wieder zu Wort. Ich halte nix vom den Forum. Die Methode dort sind meines Erachtens übertrieben, auch die Schritte dort sind für mich falsch. vielleicht bei benzos mag dies gut sein. Aber alles andere wie Antidepressiva, neuroleptika oder stimmungsstabilisator ist für mich unnötig in die Länge gezogen. Auch sind dort die Menschen keine Fachärzte, sondern wie hier alle Laien. Es ist daher eher ratsam besser auf Ärzte zu hören. Und es verunsichert einen nur. Auch kann das triggern. Wer sich bisschen mit medis beschäftigt, der ist auch in der Lage mit Verstand zu reduzieren. Das man langsamer reduzieren soll, wenn Symptome auftreten oder gar ne Pause einlegen sollte, muss jeden klar sein. Dafür braucht man kein Forum wie adfd. Es sind in dem Forum überwiegend Menschen, die Probleme mit absetzen haben. Die keine Probleme haben, wird man in der Regel dort nicht treffen.

19.12.2021 11:51 • x 1 #19


S
Ich muss mich an dieser Stelle entschuldigen.

Ich habe nicht mit so viel Rückmeldung gerechnet und habe auf viele Fragen keine Antworten gewusst bzw. keine Ahnung was ich da jetzt schreiben sollte.

Die Ansätze waren schon richtig von fast allen Antwortenden und es wäre auch sinnvoll das Rauchen aufzuhören — ohne frage.

Hat allerdings keine Prioritäty ich habe Gefühlt 100 Baustellen da bei der einzigen anzufangen die mir aufgrund der Sucht das Gefühl von halt gibt finde ich (als leihe) sehr gefährlich.

Weiters kann ich heute nicht sagen ob ich den morgigen Tag überlebe.

Also Rauchen aufhören für was?
Für die Gesundheit/die Zukunft?


Hatte heute leider wieder ein schlimmes Erlebniss, und obwohl ich hier schon so viel rausholen durfte will ich Wissen wie ich vorgehen soll..

Mir wurde auf der Reha eine Traumateraphie nahegelegt da die aktuellen Therapien absolut nichts bringen. Das Trauma aufgrund der Kindheit wurde da erst "gefunden".
Ich dachte vorher dass es einfach so gekommen ist da ich keinen Übergang feststellen konnte.

Leider auch die Therapeutin und psychiaterin nicht.

Mir wurde nahegelegt dass ich mich wieder in einen Stationären Aufenthalt begebe um auf Spravato eingestellt zu werden.

Es half als mir mein Arzt auf der Reha sagte: "da sie noch keinen Tharapieerfolg hatten kann ich ihre Hoffnungslosigkeit verstehen, umso wichtiger ist es einen Therapieerfolg zu erzielen und dies sollte und spätestens mit spravato gelingen".


So weit so gut.
Heute war ich eben bei meine Psychiaterin. Diese war am Anfang schon etwas genervt das mich ihre Vertretung "reingeschoben" hat.

Ich arbeitete 5 KM von der Bundesgrenze entfernt und da ich im gleichen Haus arbeitete wie die Psychiaterin bekam ich den Termin spontan— Wartezeit bei den andren 6 Monate.

Bei den letzten 2 besuchen war ich nicht mehr bei der Vertretung sondern bei der, der die Ordination gehört.

Beim vorletzten Termin wurde meine langjährige schwere Depression die mehrmals von verschiedenen Einrichtungen diagnostiziert wurde umgeändert auf eine Anpassungsstörung und dazu geraten sofort wieder Arbeit zu suchen und nebenbei eine Therapie zu machen.

Ich fühle mich absolut nicht so weit.
Das wurde mir auch auf der Reha bestätigt dass ich nicht belastbar geschweige denn Arbeitsfähig bin.

Heute war ich eben wieder bei ihr.
Ich hatte den Plan mit Traumatherapie und der neuen Medikation. Auf Reha wurde mir auch empfohlen zuerst nochmal die duale Behandlung zu erhöhen vor dem Versuch mit spravato.

Demnach kam ich heute mit der Erwartung einer einfachen Erhöhung der aktuellen Medikation.

Leider war die Reaktion anders.

Konnte mir nur die Sätze merken die mich am meisten trafen. Ich übertreibe hier nicht es viel wortwörtlich:

Sie: Ahh schön sie waren auf Reha
Ich: ja, leider hat es mir weniger gebracht als erhofft.
Sie: gibt es nicht. Ich kenne niemanden dem die Reha nicht geholfen hat vor allem da diese Einrichtung sehr gute Rezessionen hat. Außerdem sehen sie gesund aus.
Ich: Ja. Sie bemühten sich sehr um jeden einzelnen zu helfen dort, aber im laufe der Reha wurde festgestellt dass ich unter einem Trauma leide und dieses nicht unter der Reha behandelt werden darf sondern nur in laufender Therapie da sie diese nicht abschließen können.
Sie: Von ihrem Trauma lese/höre ich das erste mal.
Ich: Ja. Es wurde erst dort festgestellt dass es weitreichender ist als vorerst angenommen. Empfohlen wird Erhöhung der dualen Medikation und sollte es nichts helfen dann Spravato. Auf der andren Seite eben die Traumatherapie mit Stationärem aufenthalt. Dies stellt allerdings der behandelnde Psychologe fest, da eine Traumatherapie nicht zu jedem Stadium angefangen werden kann.
Sie: Ich kann mir nicht vorstellen dass ihnen Medikamente helfen sie brauchen eine Therapie, auch wenn ich die Traumatherapie nicht empfehlen würde, aber auf ihren Wunsch hin schreibe ich eine Überweisung für die Klinik obwohl ich dieses Medikament nicht kenne.
Ich: Danke, es wurde aber vorerst eine Erhöhung empfohlen
Sie: Medikamente bringen so und so nichts bei ihnen sie halten maximal ihren aktuellen Zustand —(keine Besserung von der ersten Einnahme weg)— es wird nur eine Psychotherapie helfen.


Leider habe ich den genauen Wortlaut für die andren Themen vergessen aber es ging darum dass ich bis 9.Jänner krankgeschrieben bin und sie wissen wollte was ich vorhabe.

Als ich dann den Abschluss krönte mit der Aussage dass ich zZ so unter meinem Zustand leide dass es mir unmöglich vorkommt meinen Alltag wie z.n. Duschen/Wäsche waschen/Zähne putzen und und und zu bewältigen und ich mir nicht vorstellen kann einen "Job im Geschützen bereich" anzunehmen (man bekommt Arbeitslosengeld und Arbeit zu gewissen Zeiten 5 Tage die Woche. Ein paar Stunden täglich) .

Jetzt steht im überweisungsschreiben drin:

"Wir bitten um eine Einstellung auf Spravato da dies ambulant nicht möglich ist, da der Patient angibt (was schwer zu verstehen ist) dass er den Alltag nur mit größeren Anstrengungen bestehen könne."


Das war alles, aber ich fühle mich so unendlich verarscht.

Wenn ich bisher gesagt habe dass es mir schlecht geht wurde mir zumindest geglaubt.

Fühle mich grade noch mehr in die Ecke getrieben aus folgenden Punkten:

Mein letzter ganz kleiner Hoffnungsschimmer wurde aufgebaut auf Medikamente. Nicht dass ich glaube mir gehts nach 2 Wochen wie neu geboren durch sie, aber zumindest mehr Antrieb oder irgendwas wäre nett. Diese Hoffnung gab mir der Arzt in der Reha Klinik (hatte auch die Sorge darum dass ich alles falsch mache da ich keine Verbesserung finde und vielleicht ist ja irgendwas besser aber ich sehe es nicht).
Weiters war er die Meinung dass eine normale Therapie keinen Sinn macht sondern mehr auf mein Trauma eingegangen werden sollte.
Dies funktioniert aber nur wenn man sieht dass es einen ausweg gibt. Hoffnungslos in eine Therapie macht keinen Sinn.

Also habe ich 2 komplett widersprüchliche Meinungen
Auf der einen Seite sollte ich sofort arbeiten auf der andren kann ich nicht
Ich habe ein Trauma aber dieses Trauma ist unwichtig da es bisher nie auffiel.
Medikamente sind DIE Lösung aber sie bringen mir garnichts weil AUSSCHLIESSLICH eine Psychotherapie helfen wird.



Ich bin durch mit den Nerven und noch verzweifelter als vorher.

Wollte es wortwörtlich und emotional unbelastet wiedergeben da ich mir alles an den Kopf werfe aber mich so unendlich verletzt und missverstanden fühle.

Kann mir wer helfen.

Hat es wirklich nicht gepasst, oder rede ich mir das nur aufgrund meines Zustands ein und es könnte doch was dran sein ?!

Ich kann nicht mehr

21.12.2021 22:23 • #20


Kate
Hi, hast Du in der Reha keinen Bericht bekommen, wo das alles detailliert für die Weiterbehandlung drinsteht?
Da bräuchtest Du Dich nämlich auch überhaupt nicht erklären und als Bittsteller dastehen, sondern Ärzte haben dies festgestellt und geben eine Empfehlung für die Weiterbehandlung. Zumindest lief das bei mir so ab.
Ich drück Dir die Daumen, dass es noch in die richtigen Bahnen gelenkt werden kann.

LG Kate

21.12.2021 22:35 • x 3 #21


S
@Kate ja das ist eben das "lustige".

Es gibt einen Befund. Den habe ich ihr vorgelegt aber sie hat ihn keine 30 Sekunden überflogen und stellte ihr eigenen Theorien auf und das ohne großartige Fragen. Hatten da auch erst 1x 30 min und den Bericht der Vorgängerin der ganz anderes aussagt und schlüssiger ist im vergleich zum Reha Befund.

Aber wieso muss mir meine Psychiaterin dermaßen Negativ reingreifen ?

Wenn sie einmal einen der Befunde (egal welchen) durchgelesen hätte würde sie wissen wie schwer ich mir tue überhaupt zu überleben…

Aber jetzt stelle ich auch wieder alles in Frage. Auch wenn sie meiner Meinung nach unangemessen war, ist sie dennoch eine ausgebildete Psychiaterin. Wie soll ich soeben vertrauen? Wie irgendwem von denen Vertrauen wenn sowas aus dem nichts kommen kann?

Will natürlich nicht gegen alle hetzen da bisher nur emphatische und nette hatte, leider trifft es mich dennoch.

21.12.2021 22:43 • #22


Kate
Zitat von Steventhefloor:
Wie soll ich soeben vertrauen? Wie irgendwem von denen Vertrauen wenn sowas aus dem nichts kommen kann?

Mein erster Therapeut, bei dem war ich zum Glück nur 5 Stunden, hatte mit mir anhand einiger Fragebögen eine Art Diagnostik gemacht. Als es dann zur Auswertung dessen kommen sollte, sagte er zu mir, er könne mir das nur bei einem gemeinsamen Kaffe in einem Café sagen. Ich bin nach kurzer Skepsis mitgegangen, der knallte er mir mein desolates Ergebnis vor den Latz und meinte, so jemanden wie mich hätte er noch nie gesehen und könne er nicht behandeln.

Ich glaube da fühlte ich mich ähnlich wie Du, nur noch schräger.

Vielleicht suchst Du Dir einfach eine andere Psychiaterin. Ich habe jetzt seit Jahren den Weltbesten Therapeuten, warum sollst Du nicht auch Glück haben.

21.12.2021 22:50 • x 2 #23


Anneklatsche
Lieber @Steventhefloor
Ich habe zwar noch nicht viel mit Therapeuten zu tun gehabt, aber es gibt auch andere Ärzte, wo ich mir denke, wtf wieso hört der mir nicht zu oder warum stellt er mir jedes mal dieselbe Frage..
Wie @Kate schon schreibt, such dir jemand anderen..
ich weiß, dass es schwierig ist, einen anderen Arzt/Therapeuten zu finden, aber es geht hier um dich und um sonst niemanden..

21.12.2021 23:31 • #24


S
Danke, das dachte ich mir aus.

Leider habe ich aber nicht mehr die Kraft dazu alles wieder "neu" anzufangen und zu erklären nach gefühlt 100.000 Wiederholungen

Sehe keinen Sinn darin, glaube auch nicht das sich was ändert, und wenn ich ehrlich bin… wen ich von mir rede, rede ich gerne in der Vergangenheitsform vor allem in letzter Zeit.

Vonwegen — ich hab’s probiert. Ich habe es geändert. Ich war stark. Ich habe gehofft


Ich fühle mich aufgegeben und nur durch Fremdmotivation angetrieben.
Nicht aus Respekt dem Leben oder mir gegenüber ziehe ich mein Ende nicht vor…

Eher habe ich immer gekämpft und über Leute gewettert die aufgegeben haben und so asozial sind ihr Leben zu beenden und allen anderen dadurch große Schmerzen zufügen.

Aus Respekt meiner Famile und meinen Freunden gegenüber konnte ich es nie durchziehen.

Das hat sich mittlerweile geändert. Irgendwann ist der Leidensdruck größer als das schlechte Gewissen bevor man andere verletzt.

Ich schreibe das nicht aus Mitleid/emotionaler Instabilität oder Weckruf.

Traurige Realität ist es dass ich mittlerweile weiß dass ich mein Leben nicht überleben werde…

22.12.2021 00:08 • #25


Anneklatsche
@Steventhefloor
Du siehst also keinen Sinn darin? Hast keine Kraft, alles nochmal zu wiederholen?
Wieso schreibst du dann ellenlange Texte und fragst nach Hilfe?
Das macht mich wütend und traurig, was du schreibst..
Uns geht es überwiegend allen schlecht, wenn nicht genauso oder noch schlechter als dir..
Und trotzdem versuchen wir, dir zu helfen..
Und als Antwort kommt, dass du dich schon aufgegeben hast?
Das kann ich nicht akzeptieren..
Ich sehe trotzdem, in allem was du schreibst, ein Funke Hoffnung in dir, dir irgendwie helfen zu lassen, also versuche es doch bitte einfach noch mal..

22.12.2021 00:36 • x 2 #26


S
Auch hier danke für deine offene und direkte Art, das weiß ich durchaus zu schätzen.

Ja sehr leicht möglich dass es wem geht wie mir oder (Gott behüte) schlechter. Habe mich hier auch schon sehr viel durchgelesen und sehr viel kam mir vertraut vor.

Allerdings wollte ich dies womöglich noch los werden als Bestätigung… Keinen Plan.

Weder Freunde noch Familie würde ich jemals vorwarnen da sie mich zum Leben überreden wollen würden und auch schon erfolgreich gemacht haben. Hier kann ich wenigstens noch dass bedrückende loswerden bevor ich mich für den nächsten Schritt entscheide, was vor allem in meiner jetzigen Phase einiges bedeutet.

Finde deine Ansicht jedoch wirklich nachvollziehbar und ich würde nie wem unterstellen eine Notlage vorzutäuschen. Ebenso wenig wie ich es tue.

Insofern danke nochmal für alles und für mich war es das vorerst hier, ich sehe die Tage was ich mache.

Schöne Feierage und einen guten Rutsch .

22.12.2021 00:44 • #27


A


Hallo Steventhefloor,

x 4#13


bones
Zitat von Steventhefloor:
Ich muss mich an dieser Stelle entschuldigen. Ich habe nicht mit so viel Rückmeldung gerechnet und habe auf viele Fragen keine Antworten gewusst ...

Nun ich würde nicht so viel Gewicht rein legen an den Aussagen deiner Psychiaterin. Denn sie mag zwar ausgebildet sein, aber wenn ich so Sätze wie " sie sehen doch gesund aus" oder Medikamenten helfen so oder so nicht" oder noch ein Satz , der auf sich hat wie " mit Reha ,dass sie zum ersten Mal hört, dass sowas nicht vorgekommen ist".
das sind Aussagen , die eigentlich ein sehr guter Arzt nicht sagen würde.
1. keiner weiß, ob das Medikament helfen bzw. nicht helfen kann.
2. nicht jeder kann man helfen dort, es gibt immer wieder Fälle, wo Faktoren aufeinander prallen, wo wo anders erstmal therapiert werden muss, eher die Reha einem helfen kann.
3. du hast nix Falsches gemacht.

nun die Frage, die ich stelle ist bei spravato, die man das handhaben tut? Weil meines Wissen muss man dafür immer zum Arzt. Ist zwar nicht täglich , aber sehr umständlich. Aber soll gute Ergebnisse haben. Nur langfristig ist es ein Aspekt, wo jeder überlegen sollte, ob man sowas macht.
besser wäre für mich , ne richtige ketamin-Behandlung stationär zu machen.

wenn das dann besser wird, dann kann es bei dir mit Therapien auch besser geholfen werden. Aber in deinen Zustand weiß ich nicht, ob da nun eine Therapie Sinn macht.

22.12.2021 17:20 • #28

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