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Frau verstorben und wieder ein Anruf vom Vorgesetzten

hardy
Hallo zusammen,
gerade wieder einen Anruf von meinem Vorgesetzten erhalten und wieder die Frage wann er mit mir rechnen kann. Leider hat dieser Mensch noch nicht geschnallt das Ende Dezember sowieso meine Tätigkeit endet, fragt wie er planen soll, er wünscht sich ein Gespräch mit mir wie es weitergeht. Ich bekomme seit letzter Woche Krankengeld, also muss mein AG nichts zahlen. Sollte man jetzt ein Gespräch über Aufhebungsvertrag o.ä. mit dem großen Chef führen oder die Arbeitsunfähigkeit weiterlaufen lassen so lange es geht?
Im Moment geht gar nichts, Donnerstag der Tag der Beerdigung und Freitag der Todestag meiner Frau sind jetzt die schlimmsten Tage für mich, ich muss viel weinen, komme mit dem Gedanken das sie nicht mehr da ist nicht zurecht, es wird immer schlimmer, weis nicht wie ich da arbeiten soll, wo mich dieses Umfeld in der Firma auf deutsch gesagt nur noch an..
Montag habe ich wieder einen Arzttermin und bekomme dann eine Überweisung zu einer Psychologin die mich weiter Arbeitsunfähigkeit schreiben kann. Ich bin nur noch fertig, traue mir auch nicht zu jetzt 650 km nach Augsburg zu fahren um dort mit meinem Vorgesetzten zu reden. Die Wohnung dort ist auch noch da, die ich die nächsten Monate räumen müsste, kann aber im Moment nicht dorthin fahren.
Ich weis wirklich nicht mehr was ich machen soll. Ich habe meine Frau durch die Arbeit so oft allein lassen müssen, war immer nur alle 2 bis 4 Wochen bei ihr, das hat sie alles nicht mehr so richtig verkraftet, nun liegt sie hier im Dorf auf dem Friedhof und ich kann jetzt nicht einfach wieder für paar Wochen wegfahren, das schaffe ich nicht. Keiner da der sich um ihr Grab kümmert, ich kann das nicht, weis nicht was ich am Besten tue ?

Gestern 20:01 • x 1 #1


Dys
Solange Du krankgeschrieben bist und im Krankengeld Bezug, kannst Du Dir überlegen, ob Du Anrufe des AG annimmst oder eben nicht. Prognosen zu erstellen, ist nicht Deine Aufgabe. Allerdings wäre ich persönlich so Fair, zu sagen dass ich höchstwahrscheinlich bis Ende des Jahres wohl arbeitsunfähig bleibe, wenn das auch mein Ziel wäre. Nur würde ich natürlich nicht sagen, dass es mein Ziel ist. Aber einen Aufhebungsvertrag würde ich nicht unterschreiben. Kündigen kann er ja trotzdem, wenn er das will. So wie er ja über eine Zeitarbeitsfirma Ersatz für mich bekommen kann oder er stellt jemanden befristet ein und wartet ob ich nicht doch noch gesund werde und wieder komme.

Aber, weiß denn Dein AG nicht, dass Du im Dezember in Rente gehst?

Gestern 20:27 • x 3 #2


A


Hallo hardy,

Frau verstorben und wieder ein Anruf vom Vorgesetzten

x 3#3


hardy
das ich mit 63 in Rente gehen will wird der AG sicherlich schon erfahren haben, nicht von mir aber von meinen Kollegen. Dieses Jahr wollte meine Frau und ich uns bei der Rentenversicherung ausrechnen lassen wieviel Rente ich bekommen werde da ich 13,2 % Abzüge habe da ich 20 Monate vor dem regulären Renteneintritt gehen wollte, also hundertprozentig stand das noch nicht fest. Hätten wir die Berechnung durchgeführt und es hätte gepasst dann ich ich im September dem AG offiziell mitgeteilt das ich in Rente gehe.
Im Moment kann ich noch nichts dazu sagen ob ich bis Ende des Jahres noch arbeiten kann, dazu muss ich erst den Termin beim Psychologen/in abwarten was er/sie zu meinen Problemen sagt.
Es sind ja jetzt nicht nur die psychischen Probleme, die anderen Krankheiten hoher Blutdruck, die Schmerzen im Hüftgelenk und im Rücken sind trotzdem da die auch die Arbeitsfähigkeit in den letzten Jahren beeinträchtig hatten.
Anrufe vom AG annehmen oder nicht, gestern den Anruf hatte ich angenommen, hatte ihm zumindest gesagt das er mit mir die nächste Zeit nicht rechnen muss, einen Zeitraum hatte ich nicht genannt. Alles eine blöde Situation.

Heute 09:14 • #3


Dakota
Ich würde den Anruf nicht entgegennehmen. Und wenn dann sagen, was auf der Arbeitsunfähigkeit steht. Bis wann man voraussichtlich arbeitsunfähig ist und dass ein weiterer Facharzttermin dann ansteht.

Heute 09:27 • x 1 #4


Oliver74
Zitat von hardy:
dazu muss ich erst den Termin beim Psychologen/in abwarten was er/sie zu meinen Problemen sagt.


denke du meinst Psychiater/in, da nur er krankschreiben kann. Das alles tut mir sehr leid für dich, den Lebenspartner zu verlieren den man jahrelang an seiner Seite hatte muss sehr schmerzhaft sein. Ich wünsche Dir viel Kraft dabei.
Ich finde Deine Aussage gegenüber dem AG gut und ausreichend. Bleibe im Krankengeld bis zum Schluss.

Heute 11:17 • x 1 #5


ZeroOne
Wahrscheinlich ist dein Arbeitgeber nur seiner gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen, ohne dass er dir damit zu nahe treten wollte, @hardy .

Nach sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, dir BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement) anzubieten. Dieses beginnt i.d.R. mit einer Gesprächseinladung, bei der gemeinsam die Ausgangslage sowie Lösungen und Perspektiven besprochen werden.

Als Arbeitnehmer ist man nicht dazu verpflichtet, die Gesprächseinladung anzunehmen. Das hat zunächst keine Konsequenzen für dich, kann aber als Zeichen mangelnder Kooperationsbereitschaft interpretiert werden, was ggf. die Begründung einer künftigen krankheitsbedingten Kündigung verbessert.

Wenn es deine Verfassung zulässt, wäre es ggf. ratsam, dass du dich dies bzgl. fachkompetent beraten lässt?

In Abhängigkeit deiner Erkrankung stellt sich die Frage, ob Krankengeld, bzw. ggf. EU-Rente bis zu deinem Rententritt infrage kommen würden. Oder wenn nicht, ob ein Aufhebungsvertrag mit Abfindung bessere finanzielle Perspektiven hätte, als eine krankheitsbedingte Kündigung abzuwarten, etc. Aber ich bin kein Experte bei diesem Thema - daher der Verweis auf kompetente Beratung.

Heute 11:48 • #6


Dakota
Muss die Einladung zu einem Gespräch im Rahmen des BEM nicht schriftlich erfolgen? So kenne ich das. Anrufe würde ich ignorieren.

Vor 55 Minuten • #7


hardy
Zitat von ZeroOne:
Nach sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, dir BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement) anzubieten. Dieses beginnt i.d.R. mit einer Gesprächseinladung, bei der gemeinsam die Ausgangslage sowie Lösungen und Perspektiven besprochen werden.

Das BEM Gespräch hatte ich letztes Jahr weil ich viel wegen Knie, Rücken und Hüftgelenk krank war. Es ist aber nicht viel herausgekommen da mein AG die Arbeitsplatzsituation nicht ändern wollte, ich habe diese selber in Eigeninitiative geändert das ich nicht 90% der Arbeitszeit stehen muss.
Was eine professionelle Beratung angeht das geht finanziell nicht, da wir erst eine Sterbegeldversicherung machen wollten musste ich jetzt über 5000,- Euro selber tragen.
Der Gedanke mit EU Rente wäre nicht schlecht, doch was braucht man da wieder alles für Gutachten um nachzuweisen das man nicht mehr arbeiten kann, da werden einem doch wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen.

Zitat von ZeroOne:
Oder wenn nicht, ob ein Aufhebungsvertrag mit Abfindung bessere finanzielle Perspektiven hätte,


Aufhebungsvertrag mit Abfindung wäre schön, mein Chef hat zwar Kohle aber unbedingt was ausgeben will er dann wahrscheinlich auch nicht für eine Abfindung und nach 34 Jahren kommt bestimmt einiges zusammen.

Vor 49 Minuten • #8


A


Hallo hardy,

x 4#9


hardy
@Oliver74 genau, die die bei uns in der Stadt ist ist eine Psychiaterin

Vor 27 Minuten • #9

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