Freundin hat Panikstörung und Ängste - Hilfe

M
Hi an alle.

Ich bin neu hier im Forum und bin Angehörige. Meine beste Freundin leidet seit längerem an Depressionen und auch Angstzuständen. Erfahren haben wir es Mitte letzten Jahres, aber ich denke, dass es sich im Grunde schon über mehrere Jahre angedeutet hat, nur wir haben es nie gesehen oder erkannt.
Wir wohnen zusammen in Irland seit 2011, ein erster Teil unseres Traumes, den wir uns erfüllt haben. Wir haben uns während des Studiums (Tourismus) kennengelernt und waren 2007 zu nem Praktikum in Irland. Da es uns hier so gut gefallen hat und ich schon immer von Irland geträumt hab, haben wir es 2011 dann endlich geschafft, hier nen Job zu finden.

Leider ging der Start hier nicht so gut los, meine Freundin wurde schnell gekündigt und hat dann mind. 6 Monate keinen Job gefunden. Wir sind dann direkt nach Dublin gezogen, weil es da für 2 einfach bessere Möglichkeiten gibt. Sie hat dann auch was gefunden, was im Grunde die Depression noch verschlimmert hat, was wir aber erst im Nachhinein jetzt erkennen...Die Arbeitsbedingungen waren schlecht und die Kollegen auch nicht hilfsbereit. Sie ist dann auch zusammengebrochen...Da uns ihre Gesundheit wichtiger war und sie auch immer Angst hatte morgens schon zur Arbeit zu gehen, hat sie dann gekündigt. Gott sei dank, fand sie dann wieder einen Job, der war zwar befristet aber körperlich nicht anstrengend.

Es war im Tourismusbereich, aber sie war nicht glücklich weil es einfach nicht das ist,was ihr liegt...Leider haben wir in der ganzen zeit, keinen anderen gefunden, trotz hunderter von Bewerbungen...Dadurch ging es ihr auch nie so richtig gut und der Vertrag ist dann auch im Oktober 2012 ausgelaufen. Seitdem ist sie wieder arbeitslos und fleissig am Bewerbungen schreiben...Leider ist es in Irland so, dass du oft gar keine Rückmeldung bekommst auf die Bewerbung...naja, daran haben wir uns aber schon gewöhnt...Im Grunde bin ich also die einzige, die das Geld verdient und uns seit Jahren versorgt. Mich stört es nicht, ihr finanziell unter die Arme zu greifen, auch wenn wir eine Zeit hatten, wo es extrem hart war und ich Hilfe von meinen Eltern bekommen habe. Niemand in Ihrer oder in meiner Familie wissen allerdings von Ihrer Depression und das soll auch so bleiben...es wissen auch nur 2 andere Freunde davon, mehr will sie es noch nicht sagen...das kann ich auch verstehen bzw akzeptieren. schliesslich muss sie entscheiden wann und wem sie es sagen möchte...

Ich hab schon soviel gelesen, als dass ich weiss, dass ich sie zu nichts zwingen soll/kann. Das bringt sie nur mehr Schritte zurück als vorwärts. Davon mal abgesehen, dass sie sich dann auch eingeengt fühlt. Wir wohnen mittlerweile ausserhalb von Dublin in einem kleinen Haus, was sehr schön ist mit Wintergarten und mehr Platz. Und die Miete ist auch günstiger als vorher Es geht uns also etwas besser hier als in Dublin selber wo alles immer so hektisch war/ist - Großstadt eben...

Jedenfalls möchte ich hier einfach mal Meinungen bekommen und mich austauschen...ich werde viel von der Arbeit aus schreiben, einfach weil ich mich zuhause mehr um meine Freundin kümmere, da sie den ganzen Tag allein ist...

08.04.2013 13:31 • #1


M
So, das Wochenende ist vorbei...

am Freitag hatte meine Freundin nach ueber einem Jahr wieder ein Vorstellungsgespräch. Sie hat sie auch den ganzen Tag gut gefühlt, wir sind vorher noch spazieren gegangen, weil das Wetter so schön war. Beim Interview selbst war sie sehr nervös, was ich auch gut verstehen kann. Mir ist auch nicht so wichtig, ob das jetzt gleich beim ersten Interview was wird. Wichtig ist, dass sie es durchgezogen hat für sich. Bin stolz auf sie und freu mich dass sie es gemacht hat. Wir haben uns dann zuhaus ein paar Stunden ausgeruht und sind abends dann noch weggegangen, sie hat sich also wirklich gut gefühlt
Samstag war dann Food-Shopping angesagt. und da nachmittags die Sonne total schön geschien hat, haben wir die Gartenmöbel sauber gemacht und es uns mit Kaffee und Keksen gemütlich gemacht. Das war sehr entspannend und tat total gut nach dem für Irland sehr langen und kalten Winter. Seit gestern ist es auch wieder bewölkt, deswegen haben wir Samstag das beste draus gemacht. Sonntag war dann etwas schwerfällig aber alles in allem ein relativ gutes Wochenende.
Wir hatten schon öfter das Thema Selbsthilfegruppe. Da die dichteste doch mind 30min mit Auto entfernt ist und die Strecke im Dunkeln nicht ganz so angenehm für meine Freundin, sind wir bisher noch nie da gewesen. Ich hatte ihr immer angeboten, sie zu fahren, weil sie hier noch zu sehr Angst hat Auto zu fahren (zumal wir auch nen Unfall im September letzten Jahres hatten). Deshalb fahr ich momentan immer, was auch okay ist...Jedenfalls hat sie mich jetzt gefragt, ob wir das Thema Selbsthilfegruppe jetzt aufgreifen können und ob ich sie da dann regelmäßig hinfahre Das freut mich wirklich, das ist ein Schritt vorwärts und ich hoffe, dass es ihr hilft.

So, das war's erstmal....hoffe, ich überfordere euch nicht. Würde mich über Feedback/Anregungen freuen.

08.04.2013 13:32 • #2


A


Hallo Mellymouse,

Freundin hat Panikstörung und Ängste - Hilfe

x 3#3


G
Ich finde die Idee mit der Selbsthilfegruppe sehr gut. Ich bin ja selbst Betroffene und muss sagen ohne Therapie und das Forum hier (was sozusagen meine Selbsthilfegruppe war/ist) wäre ich da nicht wieder rausgekommen. Ich hatte auch so ähnliche Jobprobleme und glaube mir in D. sieht das mit den Bewerbungen auch nicht besser aus. Fachkräftemangel, da kann ich nur drüber lachen.

Ich sehe auch, dass deine Freundin nicht aufgibt. Das ist ein sehr gutes Zeichen. Denn wenn kämpft, der will leben, der will was erreichen. Werte das als positiv, das ist auch wichtig für dich. Vergiss bitte aber bei deinem ganzen Einsatz nicht dich selbst. Das ist ebenso wichtig. Sprich, habe auch Freunde, kümmere dich um deine Interessen. Das ist auch nicht egoistisch, sondern es hilft auch ihr. Denn wenn ihr beide zusammenklappt, ist niemanden geholfen.

08.04.2013 13:44 • #3


M
Ja, ich finde die Selbsthilfegruppe auch ne gute Idee. wie gesagt, wir hatten das Thema eigentlich von Anfang an. Wir waren dann auch 1x hin (die haben verschiedene Standorte). Dann sind wir umgezogen und seit dem kam es nicht mehr dazu...ihr hat einfach der Mut gefehlt und dann bei schlechtem Wetter im Auto sitzen, auch wenn es nur als Beifahrer ist, war ihr nicht geheuer. Umso mehr freut es mich, dass sie es von sich auch jetzt wieder angesprochen hat.

Es ist für mich schwer, etwas nur für mich zu machen. Seitdem wir uns kennen, was jetzt 7,5 Jahre ist, haben wir (sofern wir im gleichen Ort gewohnt haben), doch alles oder zumindest fast alles zusammen gemacht. Wir haben halt sehr viele gemeinsame Interessen. Sind hier auch zusammen im Chor, oder haben den gleichen Musikgeschmack, was dafür sorgt, das wir ab und an ins Pub gehen und uns live musik anhören von unseren Freunden (haben ein paar Musiker-Freunde hier mittlerweile).
Wir versuchen auch regelmässig Spaziergänge zu machen oder uns etwas sportlich zu betätigen und haben ein Kaninchen, was unsere Aufmerksamkeit möchte...Auch wenn ich vielleicht etwas finde/machen möchte, so hätte ich ein schlechtes Gewissen, sie im Stich zu lassen, weil sie ja so schon den ganzen Tag allein ist...Und irgendwie hab ich auch noch nichts gefunden, was ich alleine machen möchte.

Naja, wenn Sie dann regelmässig in die Selbsthilfegruppe geht, vielleicht kann ich in der Zeit was für mich tun...lesen oder so...mal sehen

08.04.2013 14:21 • #4


Katie
Hallo Mellymouse,

ja die Unterstützung aus der Selbsthilfegruppe wird euch beiden wahrscheinlich gut tun.
Ich verfolge immer den Gedanken der Resilienz und stelle ihn gern in den Mittelpunkt meiner Pläne, dass jeder einen gewissen Druck aushalten kann.
Dem hältst du ja seit geraumer Zeit auch stand und trägst für deine Freundin etwas mit, wo sie grad Unterstützung braucht.
Man kann sich also Druck eine geraume Weile aussetzen *und* auch schadlos anpassen.
Wenn man selbst über Ressourcen verfügt, die im Innern lebendig bleiben und dich rasch wieder stark werden lassen, in deine ursprüngliche
Stärke zurückkehren lassen, wenn die Zeiten des Drucks abnehmen. (Beispiel Stehaufmännchen)

Darauf sollte man gut achtgeben, um sich diese Quelle zu bewahren und nicht zu sehr zu verschütten.
Pflegt bei allem Druck, der auf euch lastet, grad dieses Bewusstsein dafür. Ich meine, das habe ich auch aus deinem Beitrag herausgelesen.
Ihr seid, so gesehen, auf einem guten Weg, denn Selbsthilfegruppen vermitteln auch grad da Anregungen, aus denen man was für sich mitnehmen kann.
Liebe Grüße

08.04.2013 14:54 • #5


M
Hi Katie,

auch dir danke für deine Worte. Ich denke, wenn ich so darüber nachdenke, bekomme ich Kraft, wenn ich sehe, dass es ihr nach schweren Phasen wieder besser geht und sie auch nach vorne schaut. Natürlich weiss ich, dass es nicht immer leicht ist, positiv zu denken, aber ich versuche in dem was sie tut/entscheidet, das Beste draus zu machen.
Wir haben unseren Traum vom eigenen Hotel hier in Irland und auf den arbeiten wir hin, egal wieviel Steine uns in den Weg gelegt werden. Die ersten Jahre hier waren nicht einfach und doch sind wir noch hier in Irland. Und wir wollen auch gar nicht zurück, sondern arrangieren uns hier ganz gut.
Einfach abschalten zwischendurch beim Lesen oder Musik hören oder halt im Chor tut ganz gut. Und da ich zur Arbeit allein mit dem Auto unterwegs bin, kann ich da hören was ich will ohne das jemand sagt, er hat darauf gerade keine Lust. Das tut echt manchmal gut.
Ich hab hier auch Arbeit auch Kollegen mit denen ich ab und an mal ganz gut reden kann, ich würde sie jetzt noch nicht als Freunde bezeichnen aber nah dran auf jeden Fall.
Sicher hab ich manchmal Momente wo ich denke, warum reagierst du denn jetzt schon wieder so gereizt auf banale Sachen. Aber Gott sei Dank hab ich mich dann oft schnell im Griff und weiss, dass sie es so nicht meint sondern auch erstmal für sich erkennen muss, dass es keine große Sache ist...Kleinigkeiten, auf die ich jetzt mehr achte, die sie momentan schneller reizen als früher. Aber man lernt damit umzugehen nach und nach.

Ich hab manchmal nur das Gefühl, dass ich ihr nicht genug helfe oder falsch helfe...aber vielleicht bin das auch nur ich, die so denkt...ich weiss es nicht

08.04.2013 15:15 • #6


M
Ich/sie/wir brauchen dringend Hilfe. Ohohoh das wird noch ein laaaanger steiniger Weg

15.04.2013 01:17 • #7


Sarah
Zitat von Mellymouse:
Ich/sie/wir brauchen dringend Hilfe. Ohohoh das wird noch ein laaaanger steiniger Weg


Was ist denn passiert?

15.04.2013 07:44 • #8


Knoten
Hallo mellymaus,

Irland ist wirklich ein faszinierendes, schönes Land! Das Gras ist ganz anders und die Menschen leben einen anderen Rhytmus. Im Grunde habt ihr euch ein Land mit deutlich gesünderem Denken ausgesucht, als Deutschland je sein wird.
Das deine Freundin in die Depression abgerutscht ist, ist ein ganz schlimmer Gedanke. Die Last, die auf deinen Schultern liegt ist beachtlich.

Ich möchte dir einen kurzen Umriss meiner Situation geben, damit du dir ein Bild von mir machen kannst. Es ist, so denke ich, besser zum Verständnis.
Mein Partner rutscht leicht in eine Depression und nimmt Medikamente. Er steht im Berufsleben. Ich bin Bipolar und medikamentös eingestellt, sodass ich einigermaßen gut Leben kann und bin Erwerbsunfähigkeitsrentnerin.
Wie du siehst eine explosive Mischung. Dennoch kommen wir, dank des Wissens um der Krankheit, gut zurecht.

Beim Lesen deiner Zeilen wandern meine Gedanken in die Richtung, ob ihr euch mit der Krankheit Depression soweit auseinander gesetzt habt, um zu Wissen was dabei passiert und welche Möglichkeiten es gibt, dem zu begegen.
Eine Selbsthilfegruppe kann auf jeden Fall eine gute Unterstützung sein. Das ist eine Gute Sache, die euch sicher helfen wird.

Ein bisschen Lektüre zu dem Thema wäre jedoch auch nicht schlecht. Im Wikipedia wird das Thema Depression gut beschrieben.
Mein Freund hat, bei seinem letzten Termin beim Psychologen, den Rat erhalten das Buch Grundformen der Angst zu lesen. Depressionen entstehen meist durch Ängste und/oder Überforderung. Paradoxer Weise gibt es sogar Menschen die durch Unterforderung in eine Depression gerutscht sind. Einsamkeit ist ebenso ein Auslöser und auch Heimweh. Diese Aspekte können Hand in Hand gehen.

Um eine Depression besser verstehen zu können, macht es auch Sinn sich mit dem Thema Neurotransmitter auseinander zu setzen. Im besonderen Noadrenalin, Adrenalin, Dopamin und Serotonin. Diese Botenstoffe spielen in einer Depression eine wichtige Rolle. Eine Überprüfung der Schilddrüse wäre auch sinnig.

Natürlich ersetzt all das Wissen nicht den Psychiater, der auf die Individualität der Person eingeht. Das wäre der Erste und wichtigste Schritt, um deiner Freundin zu helfen.
Ich muss hier ganz klar zum Ausdruck bringen, dass du nicht in der Lage bist die Depression deiner Freundin zu heilen. Du bist kein Therapeut und kein Psychiater. Somit ist das Gefühl nicht genug helfen zu können, ein Gefühl das völlig OK ist. Du bist mit der Krankheit überfordert! Deine Freundin gehört in eine Behandlung. Einen Beinbruch, bei dem offensichtlich ist was getan werden muss, könntest du auch nicht heilen, oder? ;-))

Ich hoffe ich war nicht zu direkt in meiner Antwort, dass ist leider eine meiner Schwächen.

Liebe Grüße, Knoten

15.04.2013 07:47 • #9


M
Zitat von Sarah:
Zitat von Mellymouse:
Ich/sie/wir brauchen dringend Hilfe. Ohohoh das wird noch ein laaaanger steiniger Weg


Was ist denn passiert?


Wir hatten ein sehr anstrengendes Wochenende...Freitag Chor-Konzert, was sehr schön war und auch für eine Charity die Mental Health hier in Irland unterstützt. Abends hatten wir dann Besuch von Freunden, was ebenfalls sehr schön war, allerdings ist das eine eine etwas komplizierte Freundschaft, was auch schon fast 2 Jahre jetzt so ist, seit wir die kennen...Leider haben wir dadurch nur 2h geschlafen und hatten Samstag 3 Std Chor-Probe für das Jahresabschlusskonzert. Sehr anstrengend aber dann okay abends, sind dann relativ früh ins Bett...Gestern wollten wir es uns dann eigentlich nur gemütlich machen...es gab Frühstück im Bett, weil meine Freundin noch etwas ko war und ihr sowas ganz gut tut dann...Sind dann spontan abends doch noch nem Auftritt von unseren Freunden (sind Musiker) und danach war's dann vorbei. Meiner Freundin war das alles zuviel und hat dann die schlimmsten Gedanken überhaupt gehabt - ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr, mich braucht niemand, mich wird niemand vermissen usw. Hab dann versucht mit ihr zu reden, was sie dann aber nicht wollte....sie wollte erstmal nur allein sein, was ihr morgens auch ganz gut getan hat, während ich Frühstück gemacht hab...Hab ihr Zeit gegeben, aber immer wach gewesen und sie von oben beobachtet, weil ich einfach Angst hatte/habe...Hab in der Zwischenzeit einiges über Suizidgefahr usw gelesen, um mir im klaren zu werden, wie ich v@orgehen kann/sollte und wo ich die nötige Hilfe hier in Irland bekomme...naja, nach einiger Zeit kam sie dann wieder hoch und wir haben die ganze Nacht bis um 5 Uhr morgens geredet, dann ist sie eingeschlafen...Ich hätte um 6 Uhr eigentlich aufstehen müssen und zur Arbeit, aber erstmal war ich überhaupt nicht in der Lage dazu aufgrund des Schlafmangels und dann konnte ich es mit meinem Gewissen auch nicht vereinbaren, sie allein zu lassen. Als sie dann wach wurde, haben wir noch etwas geredet, es ging ihr wesentlich besser als heute Nacht. Hatten wieder Frühstück im Bett und sind etwas spazieren gegangen an ihrem Lieblingsort hier...Sie hat mir auch gesagt, dass ihr das Reden von heute Nacht geholfen hat, auch wenn sie es nachts nicht wahrgenommen hat...

Naja, jetzt schläft sie wieder etwas, ihr Körper braucht die Ruhe...Ich bin froh, dass es erstmal wieder etwas besser ist und die ganz extrem negativen Gedanken wieder weg sind momentan. Ich weiss ich darf das nicht unterschätzen und werde es auch nicht...Und ich denke auch das Thema Selbsthilfegruppe ist noch nicht vergessen. Wir mussten das letzte Woche aus gesundheitlichen Gründen leider verschieben auf diese Woche...naja, ich werd mal sehen, wie es Mittwoch dann aussieht...

@ Knoten: Ja, mit Irland hast du Recht, es ist ein tolles Land und definitiv die richtige Wahl für uns. Was das Thema Depression im Allgemeinen angeht, haben wir beide schon einige Bücher gelesen, sind in Foren angemeldet um uns auszutauschen. Es gibt hier auch eine Charity, die sich nur mit dem Thema Depression beschäftigt, wo wir ständig lesen und wo es dann auch hoffentlich zu der Supportgruppe geht am Mittwoch für sie...Soweit dass Sie ne Therapie anfängt ist sie noch nicht, deshalb hoffe ich dass ihr die Selbsthilfegruppe dann hilft. sie war dort schon einmal, was ihr ganz gut gefiel. Aufgrund unseres Umzuges ist das dann auf der Strecke geblieben...naja abwarten...

15.04.2013 16:09 • #10


Knoten
Oh, Wow...
Hat deine Freundin Suizidgedanken, wird es dringends notwendig sich Hilfe aus dem Fachbereich zu holen! Ich befürchte das eine Selbsthilfegruppe nicht ausreichend sein wird. Auch wenn es für den Moment wieder ok ist, sind diese Gedanken die höchste Alarmstufe!

15.04.2013 18:45 • #11


M
Hallo Mellymouse,

ich sehe das so wie Knoten. Eine Selbsthilfe reicht da nicht aus - sie braucht dringend ärztliche Behandlung.
Ich bewundere es, wie du ihr beistehst aber mit (heftigen) Suizidgedanken wird dir eine Verantwortung zugeschoben, der du auf längere Zeit nicht gewachsen bist. Wenn da etwas schief geht, hast du den schwarzen Peter. Was glaubst du, wie du damit fertig werden könntest? Gefährliche Sache....

16.04.2013 11:58 • #12


M
Hi Knoten, hi Martina,

ihr habt ja Recht und ich hab mich auch schon mal etwas schlau gemacht, an wen ich mich wenden kann. Das Problem ist, dass sie derzeit noch nicht bereit ist, in ärtzliche Behandlung zu gehen. Wir haben 2 Nächte stundenlang gesprochen und reden auch tagsüber sehr viel, auch über ihre Gedanken usw. Aber wie gesagt, ärtzliche Hilfe ist derzeit noch nichts, worauf sie sich einlassen kann/will. Ich hoffe, dass es ihr entweder mithilfe der Selbsthilfegruppe und mithilfe des Forums, wo sie täglich reinschaut und sich austauscht, besser geht und sie von den krassen Gedanken wegkommt. Scheint momentan sich wieder etwas gelegt zu haben. Klar, kann ich das nicht abhaken und bin auch immer auf der Hut, aber was soll ich machen? Sie zwingen?

17.04.2013 11:49 • #13


M
Zitat von Mellymouse:
aber was soll ich machen? Sie zwingen?
Nein, zwingen kannst du sie nicht. Immer weiter reden, reden.....

Trotzdem kannst du sie im akuten Fall einweisen lassen- zum Schutz vor sich selber - du kannst nicht immer auf sie aufpassen.

17.04.2013 12:04 • #14


A


Hallo Mellymouse,

x 4#15


M
Zitat von Martina:
Zitat von Mellymouse:
aber was soll ich machen? Sie zwingen?
Nein, zwingen kannst du sie nicht. Immer weiter reden, reden.....

Trotzdem kannst du sie im akuten Fall einweisen lassen- zum Schutz vor sich selber - du kannst nicht immer auf sie aufpassen.


ja, reden tun wir viel zurzeit und sie hat mir auch gesagt, dass die 2 Nächte ihr gut taten...

17.04.2013 12:32 • #15

Weiterlesen »




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag