Hallo @Wusseldussel !
Zitat von Wusseldussel:Ich habe die letzten Tage viel Zeit investiert um das Thema Depression besser zu verstehen
Ich würde Dir empfehlen, da keine weitere Zeit darin zu investieren.
Eine Depression verstehen würde bedeuten, woher stammt die Depression.
Soll heißen, dass für die Entwicklung einer Drepressionserkrankung ganz verschiedene Ursachen gibt,
die Zugrunde liegen u. die durch eine Therapie erst herausgearbeitet werden sollte.
Wenn die Ursache bekannt ist, dann wird der Therapeut seine Therapiestrategie mit dem Klienten zusammen festlegen.
Du kannst daran erkennen, dass Therapie ein Prozess ist u. der beginnt mit der Ursachenerforschung !
Dazu dienen auch die 5 Propatorischen Sitzungen:
Therapeut u. Klient lernen sich kennen u. beide schauen, ob es eine gemeinsame vertrauensvolle Zusammenarbeit
geben kann u. der Klient berichtet, warum er die Hilfe einer Therapeutischen Begleitung möchte u.
es kommt zum Einstieg, wo der Klient anfängt über sein Leben u. seine Erfahrungen zu berichten.
Zitat von Wusseldussel:dabei viel mit einer Freundin und meinem Vater darüber gesprochen.
Das hilft wirklich viel.
Wenn es Dir hilft darüber zu sprechen, dann ist das OK !
Bedenke aber immer dabei, dass es allgemeingültige Aussagen über die Depression sind u. bleiben u.
haben mit der Depressionsursache u. dem Verhalten des Betroffenen oftmals wenig zu tun.
Selbst ich, als von Depression u. Ängsten -Betroffener, kann nur immmer von meinen ganz individuellen Erleben u.
Erfahrungen, der Depression berichten !
Eine Depression hat sehr verschiedene Ursachen u. zeigt sich in ganz vielen unterschiedlichen Gesichtern.
Wenn man hier im Forum einmal quer liest, wird man sehr unterschiedliche Erlebnissen mit der Depression
erfahren - aber Alle sind an einer Depression erkrankt !
Ich persönlich empfehle auch nicht, die unzählig vielen Bücher zu lesen, die es über Depression gibt,
denn schnell versucht man Schilderungen, die dort beschrieben stehen , auf den Betroffenen Partner/ in
anzuwenden.
Aber schon allein, ob es sich um eine Melancholie, eine schwache Zeitgebundene -, mittelgradige oder schwere Depression
handelt, macht schon den Unterschied.
Oft zeigen sich noch weitere psychische Störungen, die im Laufe einer Therapie deutlich werden.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zitat von Wusseldussel: mir auch viele Zweifel daran genommen hat, ob ich das schaffe ist,
Schaffen u. das habe ich den Angehörigen hier im Forum immer versucht zu vermitteln,
wird nur gehen, wenn Du/ Ihr gut für Euch selbst sorgt - auf Euch achtet u. Euer Leben, so wie immer weiter lebt.
Der Betroffene muss für sich sorgen u. erkennen, dass er Hilfe annehmen sollte u. kann !
Der Betroffene ist für sich selbst Verantwortlich u. der Partner/ in kann signalisieren, ich bin da,
wenn Du mich brauchst.
So war es auch zwischen mir u. meiner Partnerin ! - Sie hat komplett ihr Leben weiter gelebt, aber war da,
wenn es mal nötig war.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zitat von Wusseldussel:Ehrlich gesagt hatte ich aber gehofft, es wird mit den Antideppressiva erstmal besser,
Nun, dass ist nun meine ganz persönliche Meinung, die sich aber auch in Therapeutenkreisen mit meiner deckt,
Antidepressiva sind gut zur ersten Unterstützung, aber im besten Falle , solte eine AD-Behandlung u. eine Psychotherapie
Hand in Hand gehen.
Erst der Therapie-Prozess, durch den der Betroffene gehen sollte - die Selbsterkenntnis u. Selbsterfahrung,
kann die Depression ganz heilen oder der Betroffene lernt, mit der Depression umzugehen.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Mir haben die Antidepressiva damals in der ersten schweren Phase sehr gut geholfen u. das ich recht schnell
in einer Psychiatrischen Klinik eingewiesen war u. dort mit der Psychotherapie beginnen konnte.
Denn bei mir war es nicht nur die physische Erschöpfung -die Depression, sondern auch die Ängste
die behandelt werden mussten.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zitat von Wusseldussel:Sie nimmt jetzt wohl seit einer Woche die max Dosis und hat sich soweit ich sagen kann komplett zurückgezogen.
Die Frage wäre jetzt, was für ein Antidepressiva nimmt sie ein - braucht es erst die Sättigung des Wirkspiegels -
ist es das passende Medikament (das kann natürlich nur ein Facharzt feststellen u. Sie auch dabei begleiten)
u. hat Sie schon Psychotherapie ?
Das sind jetzt so meine ganz persönlichen Meinungen u. Erfahrungen, die ich Dir zu Deiner Frage schreiben kann.