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Gefangen in negativen Gedanken

Tilu
Hallo. ich bin neu hier und möchte mir ein paar Dinge von der Seele schreiben.

Ich bin weiblich und 35 Jahre alt. Ich habe 2 Kinder und lasse mich gerade scheiden.

Seit einiger Zeit habe ich einen neuen Partner, den ich sehr liebe, aber den ich immerzu verletze, weil ich nicht aus der Spirale negativer Gedanken rauskomme. Ich fühle mich permanent angegriffen und reagiere extrem auf Dinge und Aussagen, die mich (im Nachhinein betrachtet) gar nicht betreffen.
Wenn ich Probleme mit anderen Menschen habe, lasse ich es an ihm aus. Wenn ich Stress habe, lasse ich es an ihm aus. Wenn ich unzufrieden bin, lasse ich es an ihm aus.

Ich habe eine Therapie angefangen, weil ich so nicht mehr sein möchte. Meine Therapeutin hat mir aufgezeigt, dass mein Ex-Mann ein Narzisst ist und woher als diese negativen Gedanken kommen und dass ich jahrelang manipuliert wurde.

Ich weiß nicht, wer ich bin und erkenne mich in Streitsituationen selbst nicht wieder. Ich bin dann außer mir, obwohl ich ein sehr ruhiger Mensch. Doch dieses Gefühl, mich verteidigen zu müssen, ist allgegenwärtig. Ich kann dann nicht klar denken.

Nun steht die Trennung kurz bevor und das ist das Letzte, was ich möchte. Ich möchte ihn in meinem Leben, weil er ein so großartiger Mensch ist und weil er immer für mich da ist. Ich aber leider nicht für ihn und ich erkenne das nicht mal.

Ich weiß nicht, was ich machen soll, wenn dieses Gefühl in mir hochkommt, dass ich mich verteidigen muss, obwohl er mir gar nichts getan hat.

Hat damit jemand Erfahrung? Ich wünsche mir, dass ich mich an jemanden wenden kann, wenn das Gedankenkarussell wieder beginnt sich zu drehen. Dass ich meine Gefühle beschreiben kann und mir jemand aufzeigt, wo gerade mein "Fehler" ist. Dass mir jemand hilft, besser darauf zu reagieren, statt loszurennen und Streit zu suchen.

Danke.

21.05.2021 19:39 • x 3 #1


Juju
Guten Morgen, liebe Tilu.

Vielleicht hilft es Dir die Gedanken in der Wut aufzuschreiben, Dich von der Situation zu entfernen und woanders alles rauszuschreien, wo es niemand hört, es Dich im ersten Moment aber verlässt.
Wenn Du in Therapie bist, dann wird man Dir dort sicher Wege aufzeigen wie es geht, wie es funktioniert.
Versuche es mal damit, es nicht persönlich zu nehmen.
Sage Dir immer wieder, es ist kein Angriff gegen Deine Person, vielleicht hilft es Dir.
Ich wünsche Dir, dass ihr einen gemeinsamen Weg findet und Dein Freund bei Dir bleibt.
Er hat es scheinbar nicht verdient, also versuche besonders lieb zu ihm zu sein.
Liebe Grüße, Juju

22.05.2021 07:04 • x 1 #2


A


Hallo Tilu,

Gefangen in negativen Gedanken

x 3#3


Tilu
Liebe Juju,

vielen Dank für deine Antwort und auch deinen Rat, meine Wut aufzuschreiben oder rauszuschreien. Vielleicht finde ich so auch heraus, warum und auf wen ich eigentlich wütend bin.

Er hat es tatsächlich nicht verdient, desto schlimmer empfinde ich es auch, dass ich es an ihm auslasse.

22.05.2021 11:21 • x 1 #3


Greta
Liebe @Tilu,

Zitat von Tilu:
wenn dieses Gefühl in mir hochkommt, dass ich mich verteidigen muss, obwohl er mir gar nichts getan hat.

Dieses Gefühl kenne ich leider auch. Ich fühle mich oft angegriffen und kritisiert, nehme alles schnell persönlich, ziehe mich dann aber eher zurück.
Mein Therapeut hat mir kürzlich das Kommunikationsmodell nach Thun erklärt.
Ich habe festgestellt, dass ich sehr auf der Beziehungsebene kommuniziere und höre, während mein Freund eher auf der Sachebene unterwegs ist.
Die negativen Erfahrungen mit deinem Ex-Mann könnten die Ursache dafür sein, dass auch du auf der Beziehungsebene extrem hellhörig bist.
Hier mal ein Link zum Thema:

https://www.soft-skills.com/thema/bezie...usst%20ist.

Hast du denn mit deinem Partner schon mal über deine negativen Gefühle gesprochen? Weiß er, wie es dir geht und warum du so zu ihm bist? Und weiß er, dass du in Therapie bist?
Du bist ja auf dem Weg und arbeitest an deinem Verhalten.
Wenn dein Partner ein Guter ist, wird er sicher Verständnis haben und diese schwierige Zeit gemeinsam mit dir durchstehen.

Liebe Grüße
Greta

22.05.2021 12:18 • x 1 #4


Tilu
Meine Therapeutin meint auch, dass die toxische Beziehung dazu geführt hat, dass ich mich immerzu verteidigen will. Da Narzissten eben genau das bewirken wollen...sie wollen manipulieren und ihr gegenüber beeinflussen und verändern. Aber so leicht wie es sich erkennen lässt, lässt es sich leider nicht verändern.

Mein Freund kennt meine Geschichte und hält auch schon ein Jahr mit mir aus. Am Anfang war es auch nicht so, dass ich so reagiert habe. Doch jetzt wird es häufiger, deswegen habe ich jetzt auch eine Therapie begonnen.
Er hat das Gefühl, dass wir uns nur um "mich" kümmern und seine Bedürfnisse und Wünsche an unsere Beziehung nicht gesehen werden...womit er ja auch irgendwie recht hat. Dass ich eine Therapie mache, weiß er.

22.05.2021 19:02 • #5


A
Hmm, ein selbstschädigendes Verhalten liegt bei dir hoffentlich nicht vor?

22.05.2021 19:17 • #6


Tilu
Das weiß ich nicht. Kannst du mir mehr darüber erzählen?

22.05.2021 20:05 • #7


A
Ich kenne dich nicht aber vielleicht wäre ein Gespräch mit einem von Fach viel aufschlussreicher?

25.05.2021 19:44 • #8


Kate
Zitat von amarili12:
Ich kenne dich nicht aber vielleicht wäre ein Gespräch mit einem von Fach viel aufschlussreicher?

Aus Deinen Beiträgen werde ich nicht schlau!
Sie spricht bereits mit einer Therapeutin! Das liest man aus ihren Beiträgen raus!

25.05.2021 19:47 • #9


Tilu
Ja, ich bin bereits bei einer Therapeutin gewesen, hatte aber erst zwei Termine.
Deswegen bin ich mit ihr noch nicht so weit gekommen, dass Sie schon meine gesamte Geschichte kennt. Das Problem ist, dass die Termine immer auch ein paar Wochen auseinander liegen und man zwischendurch auch mal das Bedürfnis hat, über bestimmte Dinge zu sprechen. Mein Familie gibt da leider nicht so viel Potential her und Freunde möchte ich damit nicht belasten, da sie selber auch Familien und damit auch wenig Zeit haben.

26.05.2021 09:05 • #10


A
Therapeuten sind da weniger behilflich, ich an deiner Stelle würde es mal bei einem Psychologen/Psychiater versuchen... Schreibe dir das relevante auf und genau so schilderst das, wenn das alles erzählt hast, gibt es eine Anfangsdiagnose vermutlich mit einer Einstellung

26.05.2021 17:47 • #11


Kate
Zitat von amarili12:
Therapeuten sind da weniger behilflich, ich an deiner Stelle würde es mal bei einem Psychologen/Psychiater versuchen...

ich frage mich, woher Du Deine Weisheiten nimmst?
Ohne Mist, mit Deinen permanenten Falschaussagen verunsicherst Du Mitglieder!

26.05.2021 17:50 • x 1 #12


djamila
Was ist der Unterschied zwischen Therapeut und Psychologe .

26.05.2021 18:08 • #13


Kate
Zitat von djamila:
Was ist der Unterschied zwischen Therapeut und Psychologe .

Ein Therapeut ist ein Psychologe mit mehrjähriger Zusatzausbildung. Und ein Psychiater hat immer Medizin studiert.

Ich will nicht sagen das Therapeuten besser sind, aber zumindest sind sie qualifizierter.

26.05.2021 18:14 • x 1 #14


A


Hallo Tilu,

x 4#15


Kate
Zitat von amarili12:
Zufällig an ADHS erkrankt?

Ich erkenne eine Falschaussage auch ohne ADHS Erkrankung!

26.05.2021 18:35 • #15

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