Gefühlsschwankungen bei Depressionen - Tiefpunkt am Nachmittag

Glasscherbe
Hallo, sicher kennen das viele von euch: Irgendwann am Tag hat man einen Tiefpunkt, an anderen Momenten vielleicht auch Hochpunkte.
Mir gehts gerade um die Tiefs. Bei mir ist es im Moment so, dass ich morgens relativ neutral aufwache, dann die Stimmung sinkt und ich gegen Mittag den Tiefpunkt erreicht habe. Ich hab dann manchmal das Gefühl, sofort weg zu müssen, wegzulaufen, zu schreien, mich irgendwie aus meiner Situation befreien zu müssen. Es ist teilweise schon unerträglich. Dann werde ich nach und nach ruhiger und gegen Nachmittag geht es dann, manchmal bin ich dann sogar gut drauf.

Nun meine Frage: Jeden Tag läuft es gleich - dennoch gelingt es mir nicht, diesen Tiefpunkt einfach zuzulassen und zu beobachten. Ich fühl mich so hilflos dann, hab aber auch niemanden, wo ich meine Gedanken rauslassen kann in dem Moment (geht halt nicht im Büro). Wie geht ihr mit solchen immer wieder kehrenden Situationen um? Habt ihr Verhaltenstricks? Oder geht es euch wie mir?

LG!

02.08.2011 08:25 • #1


David Spritz
Mir ging es vor 3 Jahren wie Dir. Allerdings in etwas abgewandelter Version: Morgens war ich wie tot, konnte nichts fühlen, mich über nichts freuen, alles war kalt und grau, und auch ich war kraftlos und mir war eiskalt, selbst mitten im Hochsommer. Irgendwann im Laufe des Tages gab es dann ein aktivierendes Ereignis, ab dem ich mich plötzlich besser fühlte, und bis abends war dann alles halbwegs erträglich. Dieses Ereignis kam manchmal schon um 11 Uhr vormittags, manchmal auch erst abends um 8, aber ich konnte mich darauf verlassen, dass es irgendwann kommt. Vor dem Schlafengehen beschlich mich dann immer die furchtbare Vorahnung der vor mir liegenden schalflosen Nacht, so dass ich die negativen Gefühle dann meistens mit DVDs und Süßigkeiten betäubt habe. Anschließend begann der ganze Zyklus wieder von Neuem, und das jeden Tag. Furchtbar! Ich dachte dann immer, wie schön es wäre, jetzt einfach zu sterben, und alles wäre überstanden. Hätte man mir eine Suizid-Fernbedienung in die Hand gedrückt, ich hätte den Knopf gedrückt. Aber für einen realen Suizidversuch fehlte mir die Energie, bzw. in den Phasen, wo ich die Energie hatte, ging es mir nicht mehr schlecht genug, um sterben zu wollen.

Wenn man so tief drinsteckt wie ich damals bzw. Du jetzt, dann gibt es meiner Erfahrung nach kaum etwas, das man tun kann, außer durchhalten, warten und versuchen, nicht zu versumpfen. Wenn an einem Tag z.B. ein Anruf von einem Freund dafür gesorgt hat, dass es mir etwas besser ging, konnte ich mir fast sicher sein, dass die selbe Sache am nächsten Tag nicht noch einmal funktioniert. Das einzige, was mir da geholfen hat, war, dass ich mich jeden Tag versucht habe mit angenehmen Dingen zu beschäftigen, die möglichst keinen praktischen Nutzen für irgendjemand außer mir selbst haben, in der Hoffnung, dass es mir dadurch irgendwann besser geht, was auch tatsächlich der Fall war. Es hat allerdings einige Wochen gedauert, und die Zeit bis dahin war die Hölle. Ich konnte auch nicht fühlen, dass es mit mir wieder bergauf geht, sondern musste auf das Urteil meines Verstandes vertrauen und mir immer wieder selbst einreden, dass ich nicht aufgeben soll.

Was mir bei diesem Prozess sehr geholfen hat, war das Buch Wenn das Leben zur Last wird von Rolf Merkle. Kann ich sehr empfehlen, wenn man ganz ganz tief unten ist.

Und hast Du schon mal über einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Tagesklinik nachgedacht? Dort ist man unter Gleichgesinnten und wird von geschultem Personal wieder aufgepeppelt.

03.08.2011 22:03 • #2


A


Hallo Glasscherbe,

Gefühlsschwankungen bei Depressionen - Tiefpunkt am Nachmittag

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David Spritz
Hoppla! Habe mich hier gerade richtig in einen Rausch reingeschrieben. Geht es Dir überhaupt so schlecht wie ich vermute?

03.08.2011 22:06 • #3


Glasscherbe
Hallo David,

danke für deine Antwort. Ich habe sie jetzt fünfmal gelesen, aber ich möchte noch darüber nachdenken, bevor ich antworte. Deine Antwort hat etwas angestoßen in mir, was ich allerdings noch nicht so in Worte fassen kann. Ich antworte aber, sobald es geht.
Danke dafür.

04.08.2011 08:18 • #4


David Spritz
Aber keine Dummheiten machen in der Zwischenzeit!

04.08.2011 19:22 • #5


Glasscherbe
Hallo David,

ich habe gestern einen Termin zur Therapie gehabt, der sehr gut lief. Sehr positiv. Die letzten beiden Tage kehrte endlich die lang ersehnte Ruhe ein, die mein Hirn so dringend braucht. Dadurch, dass der Termin so gut lief, bin ich natürlich jetzt auch zuversichtlicher. Ich versuche, das positive zu fassen und festzuhalten und negative Gedanken mit positiven zu entkräften. Gelingt natürlich nicht immer. Aber das ist ja kein Grund, zu verzagen.
Generell ist es bei mir so, dass Ablenken nur schlecht funktioniert. Es gibt sogar Tage, wo ich gar nicht ins Forum kann hier, weil ich, sobald ich Beiträge lese (egal, ob es Parallelen zu mir gibt oder nicht), sofort falle. Dann legt sich ein dunkler Schatten über mich - was mich sehr traurig macht, denn ich bin gern hier. Ich lese gern hier und helfe gern, wenn ich es kann.
Ich muss eher nach der Methode der Objektivität arbeiten. Sprich: Einen Schritt zurück und das Geschehen aus der Entfernung anschauen. Funktioniert leider nicht immer. Aber wenn es funktioniert, dann kann ich viele negative Gedanken entkräften. Ich denke, daran sollte ich arbeiten. Mit der Therapeutin. Mein Freund wollte gestern gleich alles wissen, was in der Sitzung passiert ist und hat mich sehr gelobt, dass ich offen zur Therapeutin war. Das hat mir sehr gut getan. Er ist ein toller Mensch, der mich so lieb hat, wie ich bin. Auch eine schöne Erfahrung, die hilft.

09.08.2011 14:26 • #6


David Spritz
Hallo Glasscherbe!

Das beantwortet meine Frage, ob es Dir wirklich so schlecht geht. Anscheinend tut es das.

Tut mir Leid für Dich. Aber wenn Du weiter an Dir arbeitest und nichts verzagst, dann kommst Du bestimmt irgendwann da raus und kannst das ganze Trauerspiel der Depression hinter Dir lassen, mit etwas Glück vielleicht sogar für immer!

Ich kenne diesen Zustand, den Du beschreibst, wo das Hirn sich fast überschlägt vor lauter Gedanken und mal dringend eine Pause bräuchte, aber man kann nicht aufhören zu denken, zu denken und immer weiter zu denken. Selbst wenn man merkt, dass sich die Gedanken mal wieder nur im Kreis drehen und im Grunde zu nichts führen, kann man trotzdem nicht damit aufhören. Ist das bei Dir auch so?

Mir hilft es dann an dieser Stelle, mir klar zu machen, dass diese vielen Gedanken im Grunde nur eine Flucht vor den Gefühlen sind, die man sich in seiner Vorstellung noch viel, viel schlimmer ausmalt als das Gedankenkreisen jemals sein könnte. Es ist die kindliche Angst, an zu starken Gefühlen möglicherweise sterben zu müssen. Man flieht aus dem Hier und Jetzt in die Vergangenheit oder die Zukunft, in der Hoffnung, sich dort sicher fühlen zu können, aber dort verrennt man sich dann. Dann versuche ich, in meinen Körper hinein zu spüren, was da gerade für Gefühle am Start sind und wo vielleicht Blockaden, Verspannungen etc. sind. Manchmal kommen richtig schlimme Dinge hoch, die mich zum Weinen bringen oder mich maßlos wütend machen, aber manchmal fühlt es sich auch schön an. Seit ich das tue, haben die Grübeleien ein Ende.

Außerdem hat mir die CD Angst verwandeln in Gelassenheit von Werner Eberwein sehr geholfen, die ich von meiner damaligen Therapeutin bekommen hatte. Allerdings musste ich die Übung 20 oder 30 Mal machen, bevor sie langsam begann, ihre Wirkung zu entfalten. Am Anfang hat sie mir eher noch mehr Angst gemacht, aber dann wurde es nach und nach besser, und inzwischen brauche ich sie nur noch ca. alle 2 Wochen, und sie hält dann eine Weile vor. Loslassen heißt das Zauberwort, dann geht alles leichter.

11.08.2011 23:19 • #7


Glasscherbe
Hallo David,

mir geht es derzeit gar nicht mehr so schlecht, weil ich Licht am Ende des Tunnels sehe. Zum einen, weil ich endlich den Therapieplatz hab und der Draht zur Therapeutin gleich von Beginn an gut war und zum anderen, weil ich in den letzten beiden Wochen begonnen habe, mich von einigen wesentlichen Dingen abzuschotten, die mich vorher runter gezogen haben. Ich lass beispielsweise den Job vor der Tür, wenn ich heim komme. Das war vorher anders.

Zitat von David Spritz:
Mir hilft es dann an dieser Stelle, mir klar zu machen, dass diese vielen Gedanken im Grunde nur eine Flucht vor den Gefühlen sind, die man sich in seiner Vorstellung noch viel, viel schlimmer ausmalt als das Gedankenkreisen jemals sein könnte. Es ist die kindliche Angst, an zu starken Gefühlen möglicherweise sterben zu müssen. Man flieht aus dem Hier und Jetzt in die Vergangenheit oder die Zukunft, in der Hoffnung, sich dort sicher fühlen zu können, aber dort verrennt man sich dann.

Das trifft es ziemlich genau. Ich konnte das nie so in Worte fassen - ich find das grad echt klasse, was ich da lese. Es hilft mir, mich zu erkennen. Vielen Dank!

Zitat von David Spritz:
Dann versuche ich, in meinen Körper hinein zu spüren, was da gerade für Gefühle am Start sind und wo vielleicht Blockaden, Verspannungen etc. sind. Manchmal kommen richtig schlimme Dinge hoch, die mich zum Weinen bringen oder mich maßlos wütend machen, aber manchmal fühlt es sich auch schön an. Seit ich das tue, haben die Grübeleien ein Ende.

Manchmal schaffe ich das auch, dieses Gedankenknäuel zu entwirren und mich zu fragen: Was genau ist es, das mich wütend/traurig/unsicher macht? Am Ende ist es eigentlich nur Unsicherheit, die Wut oder Traurigkeit bedingt. Das weiß ich. Manchmal dringe ich aber auch gar nicht durch das Gewirr durch. Dann würde ich am liebsten abhauen, raus aus meinem Körper und ganz weit weg laufen. Dann nämlich machen mich die Gedanken schier wahnsinnig. Es ist so ein komisches Gefühl, so ein ich halt das nicht mehr aus. Das tut weh auf irgendeine Art und Weise. So ähnlich, wie wenn der Zahnarzt beim Bohren auf den Nerv trifft (sorry an alle, die das jetzt lesen und Gänsehaut kriegen).
Manchmal hab ich auch richtig böse Gedanken anderen Menschen gegenüber. Ich fühle mich hinterher dann immer sehr schlecht, weil ich so böse Dinge gedacht habe. Ich mag mich so nicht. Aber sicher liegt auch das wieder in der Unsicherheit begründet. Ich habe irgendwie Angst vorm Verletztwerden. Wenn man sich öffnet und vertraut, steigt die Möglichkeit, verletzt zu werden. Und wenn ich unsicher bin, dann denke ich immer: Der/die meint es eh nicht ernst. Der/die lacht sicher über meine Blödheit, dass ich ihm/ihr vertraue. Und dann werde ich wütend und böse ... und hinterher merke ich, wie dumm das war. Das macht mich sehr traurig. Ich bin dann so unzufrieden, weil ich mich verhalten habe wie ein kleines Kind.

12.08.2011 11:06 • #8


David Spritz
Du gehst aber hart mit Dir ins Gericht!

Dazu fällt mir das hier ein:

12.08.2011 20:24 • #9


Glasscherbe
Tu ich das? Woran machst du das fest? Hilf mir mal ... ich verstehs nicht. *sorry*

16.08.2011 12:25 • #10


Sarah
Hallo Glasscherbe,

es freut mich zu lesen, dass du im Moment mal ein bisschen Pause von den Tiefs hast Aber vielleicht wäre genau jetzt der Zeitpunkt dir - vielleicht auch zusammen mit der Therapeutin - Werkzeuge zurecht zu legen, wenn diese Phasen wieder kommen. Ich hab gerade mal ein bisschen überlegt, vielleicht kommt eine der Möglichkeiten für dich in Frage:

- wenn du bei deinen Tiefpunkten immer am gleichen Ort bist hilft dir vielleicht ein Bild als Gedankenanker. Etwas schönes oder lustiges, dass du dir auf den Schreibtisch stellen kannst. Und das dir als Erinnerung daran dient, dass das Tief auch wieder vorbei geht. Ich finde einen äußeren Impuls teils leichter umzusetzen als nur der Gedanke daran
- wenn du eher der auditive Typ bist, kannst du dir vielleicht ein Musikstück, was dich beruhigt und aufheitert, etwas das du mit einer schönen Erinnerung in Verbindung bringst, auf einen mp3-Player oder dein Handy ziehen und es mitnehmen.
- keine Ahnung, ob sowas funktioniert - aber alternativ zu Musik/Bild geht vielleicht auch ein Geruch(Duftöl, Parfüm o.ä.) oder Geschmack (Bonbon)
- mir hat es bei kreisenden Gedanken geholfen, die Dinge aufzuschreiben - meist wurden es völlig wirre und unzusammenhängende Stichpunkte. Aber in einer solchen Phase sind die gedanken ja auch selten strukturiert Alleine dadurch, dass ich die Sachen aufgeschrieben habe, fühlte ich mich oft erleichtert und hatte das Gefühl, manches ablegen und aus der Entfernung betrachten zu können. Außerdem ist es eine Bürotaugliche Technik, da es nicht auffällt, wenn man etwas tippt. Meist habe ich die Datei dann einfach später gelöscht. Selten habe ich sie mir per Mail nach Hause geschickt und sie später ausgedruckt und mit in die THerapie genommen

LG

Sarah

16.08.2011 18:42 • #11


Glasscherbe
Hallo Sarah,

Danke für die Ideen. Passender Weise komme ich gerade von meiner Therapeutin. Sie hat mir ein Stopschild geschenkt (also ein kleines) wobei ich denke, dass das nicht so wirkungsvoll ist bei mir. Geschenk Nummer 2 schon eher: ein simples Gummiband am Handgelenk. Wenn die Gedanken zu heftig werden, kann ich es schnipsen lassen. Das ist für mich ein viel deutlicheres Zeichen als das geduldige Papierschild.
Ausserdem habe ich mit ihr bisschen meine Gedanken erörtert und wir haben rausgefunden, was ich eigentlich schon weiss: meine Hauptprobleme sind meine Ängste in Verbindung mit meinem geringen Selbstwertgefühl. Und wir haben über irrationale Einstellungen gesprochen, in denen ich mich (leider) doch sehr wieder erkannt habe. Aber auf dem Weg, sie abzustellen, bin ich offenbar schon nicht mehr nur am Anfang. Ich versuche, aus positiv bewältigten Situationen für später folgende positive Impulse zu ziehen, was laut ihr schon Stufe zwei ist. Es gilt, alte, eingetrampelte Pfade im Hirn zu verlassen und neue,positive zu finden.
Sie hat mir noch ein Buch gegeben, es heisst Gefühle verstehen Probleme bewältigen. Sicher werd ich heut lange wach sein. ich will endlich was verändern.

16.08.2011 20:29 • #12


David Spritz
@Glasscherbe: Woran ich es festmache, dass Du hart mit Dir ins Gericht gehst? Na schaun wir doch mal...

Zitat von Glasscherbe:
Manchmal hab ich auch richtig böse Gedanken anderen Menschen gegenüber. Ich fühle mich hinterher dann immer sehr schlecht, weil ich so böse Dinge gedacht habe. Ich mag mich so nicht.

Jeder hat mal böse Gedanken anderen Menschen gegenüber. Wir wurden nur so erzogen, dass wir das nicht zeigen dürfen, weil es angeblich böse ist. In Wirklichkeit ist es völlig in Ordnung, solche Gedanken zu haben, man muss sich dafür nicht verurteilen. Nur weil man sich vorstellt, wie man jemanden umbringt (mal nur so als Beispiel), heißt das ja noch lange nicht, dass man es auch wirklich tut. Die Gedanken sind frei, und man darf ruhig den Mut haben, sich auch an den grausamen Gedanken zu erfreuen. Schließlich sind sie auch ein Teil von Dir, und Du solltest keinen Teil von Dir verurteilen, damit machst Du Dich nur selbst fertig.

Zitat von Glasscherbe:
Der/die lacht sicher über meine Blödheit, dass ich ihm/ihr vertraue.

Hallo? Welche Blödheit? Ich kenn Dich zwar nicht, aber blöd bist Du sicher nicht. Sag (oder schreib) sowas nicht über Dich selbst! Dann ist es kein Wunder, wenn es Dir schlecht geht!

Zitat von Glasscherbe:
Und dann werde ich wütend und böse ... und hinterher merke ich, wie dumm das war. Das macht mich sehr traurig. Ich bin dann so unzufrieden, weil ich mich verhalten habe wie ein kleines Kind.

Auch die klügsten Leute verhalten sich mal dumm oder kindisch. Und das ist auch gut so!

Verstehst Du jetzt, was ich meine? Dass es Dir selbst nicht aufgefallen ist, spricht dafür, dass Du schon sehr lange schlecht mit Dir umgehst und es inzwischen zu einem Automatismus geworden ist. Solche selbstzerstörerischen Gedankenmuster solltest Du versuchen aufzuspüren und zu durchbrechen. Das erfordert viel Aufmerksamkeit und Zeit, aber es macht sich schon nach wenigen Monaten bezahlt.

Sei ein bisschen milder zu Dir. Du bist in Ordnung so wie Du jetzt bist. Mit Depressionen, Selbstzweifeln und allem Anderen, was zu Dir gehört. Du musst Dich dafür nicht schämen.

16.08.2011 21:12 • #13


Glasscherbe
Danke - ich finde es gut, dass du so ehrlich bist. Es stimmt, ich bin schon lange so zu mir. Aber immerhin: ich hab es erkannt und will es ändern. Dass ich erkannt habe, dass ich was ändern muss, ist ein erster Schritt, auf den hoffentlich noch viele positive folgen. Am Wochenende kommt die nächste Prüfung: mein Freund will mit mir auf eine Party. Dort will ich tanzen, ganz viel. Einfach die Gedanken an: die schauen mir alle zu! weg schieben und tanzen. Weil ich gern tanze. Alles kleine Etappen.

16.08.2011 21:21 • #14


A


Hallo Glasscherbe,

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David Spritz
Oops! Habe jetzt erst Deinen letzten Beitrag gelesen. Na, dann bin ich ja mit meinem Beitrag offene Türen eingerannt! ;-)

Rolf Merkle hat einige gute Bücher geschrieben. Ich habe z.B. Wenn das Leben zur Last wird und So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen gelesen. Bei der Übung, wo man sich eine Woche lang alle automatisierten negativen Gedanken aufschreiben sollte, war ich völlig schockiert. Es waren jeden Tag über 100 Stück, einer übler als der Andere, wobei viele natürlich doppelt waren. Danach ging's mir erst mal richtig dreckig. Aber nach einigen Tagen habe ich bemerkt, dass diese Gedanken mich seither in Ruhe ließen, da ich sie ja durchschaut hatte.

Da fällt mir ein, ich hab meine Liste sogar noch. Willst Du sie mal lesen?

16.08.2011 21:23 • #15

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