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Gehe ich richtig mit meinem depressiven Partner um?

M
Danke für eure Antworten.

Ich passe auf mich auf.

Aber es ist so schwer. Mein Partner verhält sich so widersprüchlich.

Versteht jemand, warum er nicht einmal sagt, dass er mich ne Weile nicht sehen will/ kann? Er sagt einfach nichts.
Also er könnte mir doch einfach sagen, dass er Abstand braucht oder will. Als ich das angesprochen habe, wollte er nichts von Abstand hören.

Also er hat Panik mich zu verlieren. Aber mit seinem schweigen verletzt er mich. (Hab ich ihm auch gesagt, da hat er dann beteuert, dass es ihm leid tut und er das ändert). Das geschah bisher nicht.

02.12.2020 20:16 • x 1 #3031


selly
@Milla ich verstehe genau den Gedanken. Wie oft habe ich mir diese Frage gestellt.
Ich habe nie eine Antwort darauf bekommen.... ich kann Dir nur sagen, dass ich es genauso kenne ODER maximal ein Ich brauche nur ein wenig Zeit ..... aber ohne weitere Erklärung.

Also es scheint üblich zu sein, warum weiß ich allerdings auch nicht

02.12.2020 20:34 • x 1 #3032


A


Hallo Sandra-k,

Gehe ich richtig mit meinem depressiven Partner um?

x 3#3


M
@selly

Danke das du deine Erfahrung mit mir teilst.

Ich hab ihm aktiv angeboten mich zurückzuziehen und ihm Zeit zu geben. Davon will er nichts hören.
Er will das nicht, er will die Beziehung und mich. (Das war vor Monaten, seitdem haben wir uns nicht mehr gesehen.)

Aber er kann mich gleichzeitig nicht sehen.

Unsere Nachrichten klingen so, als würden wir uns regelmäßig sehen und sind meist auch liebevoll. Also er schreibt emotional.

02.12.2020 20:51 • x 1 #3033


Jedi
Zitat von selly:
Ich brauche nur ein wenig Zeit ..... aber ohne weitere Erklärung.


Solche Erklärungen kann es evtl. schon Mitte oder gegen Ende eines Therapieprozesses geben.
Wird die Aufmerksamkeit nicht auf die Bearbeitung des Denkens u. Verhaltensmuster gerichtet,
kann man nicht zu einer Erklärung kommen.
Deshalb ist der vorzeitige Abbruch eines Therapieprozess sehr Beziehungsfeindlich,
weil die Partnerin ja Orientierung benötigt, um nicht das Gefül zu haben hingehalten zu werden oder
später, wenn die Beziehung nicht mehr besteht denken zu müssen, da habe ich meine Zeit der Hoffnung
u. Zuversicht verschwendet.
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Zitat von selly:
Also es scheint üblich zu sein, warum weiß ich allerdings auch nicht


Dein Partner hat die große Chance verpasst, durch das vorzeitige Therapieende, sein Leben u. eure Beziehung zu stabilisieren,
auf eine neue Basis zu stellen. - (auch wenn der tatsächliche Ausgang immer auch Ungewiss bleibt).
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Zitat von Milla:
Ich hab ihm aktiv angeboten mich zurückzuziehen und ihm Zeit zu geben. Davon will er nichts hören.


Wäre spannend, warum er davon nichts hören möchte, wenn er denn,
Zitat von Milla:
Aber er kann mich gleichzeitig nicht sehen.

ist ja völllig Widersprüchlich .
- Wieviel an Wahrheit darin steckt,
Zitat von Milla:
er will die Beziehung und mich.

kann ich sicher nicht beurteilen, aber Zweifel sind sicher auch vorprogrammiert.

LG Jedi

02.12.2020 22:27 • x 2 #3034


M
@Jedi
Er möchte das mit Abstand nicht aussprechen, weil er Angst hat mich zu verlieren. Das verbalisiert er auch.

An seinen Gefühlen zweifel ich nur selten.

Ich denke, dass seine Therapie keinen Platz für mich lässt. Aber genau das belastet mich.
Er muss seine Themen allein lösen, dass verstehe ich. Aber das er gar nicht sprechen kann, ist schon schwer zu verstehen.
Ich weiß nicht, wann wir uns Wiedersehen und ob er überhaupt wieder fähig ist eine Beziehung zu führen.

03.12.2020 08:34 • x 1 #3035


Jedi
Hallo @Milla !

Zitat von Milla:
Er möchte das mit Abstand nicht aussprechen, weil er Angst hat mich zu verlieren. Das verbalisiert er auch.


Aber das nicht aussprechen ist ein eher kindliches Verhalten, aber als Erwachsener muss es möglich sein,
seine Bedürfnisse mit der Partnerin kommunizieren zu können.
Das gilt nicht nur für eine Beziehung, wenn einer von Beiden psychisch erkrankt !
Zu sagen, ich brauch jetzt Abstand - ich möchte mich jetzt für eine Zeit ganz auf mich konzentrieren -
mich auf meine therapeutische Arbeit ganz einlassen, verschafft Vertrauen u. für die Partnerin Zuversicht !

Kinder besprechen aus Angst vor Liebesverlust manche Dinge nicht aus - weil sie noch nicht über duese Erfahrung verfügen.
Doch der Erwachsene sollte wissen, dass eine solche begründete Ehrlichkeit, Vertrauen schafft u. die Möglichkeit,
dass nicht alles zerbricht u. das es später Gemeinsam auch weiter gehen kann.
-----------------------------
Zitat von Milla:
Ich denke, dass seine Therapie keinen Platz für mich lässt.


Das glaube ich nicht u. ist meine Erfahrung, dass jeder Therapeut den/ die Partner als Ressource sieht,
ein stabilisierender Faktor, vor u. nach einem Therapieprozess !
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Zitat von Milla:
Er muss seine Themen allein lösen,


Sicher ist das so ! - Aber wenn es eine Partnerin/ Ehefrau gibt, werden sie auch ein Bestandteil in der Therapiearbeit
sein.
Manchmal ergibt sich auch die Möglichkeit für den TP, bei der ein oder anderen Sitzung die Partnerin mit einzuladen !
(ist keine Paartherapie, sondern dient einer gemeinsamen Betrachtung der Situation)
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zitat von Milla:
Ich weiß nicht, wann wir uns Wiedersehen und ob er überhaupt wieder fähig ist eine Beziehung zu führen.


Wenn er noch lange Dir gegenüber verschlossen bleibt, kann es schwierig werden !
Deshalb ist es für die Therapeuten auch so wichtig, dass wenn es eine Partnerin gibt, diese als einen stabilisierenden Faktor
immer im Hinterkopf zu behalten u. den Klienten spechfähig zu machen, um nach einer Therapie sich auch zu wünschen,
dass eine Beziehung/ Ehe auch wieder einen Neustart wagen kann !
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Zitat von Milla:
genau das belastet mich.


Das kenne die Therapeuten u. deshalb ist es wichtig, dass es Gespräche zwischen den Partnern geben muss,
damit nicht Beide sich mit ihrer Belastung begegnen müssen.

03.12.2020 10:00 • x 1 #3036


M
Danke @Jedi für deine differenzierte Betrachtung.

Ja, ich denke auch das er nicht gelernt hat wie ein erwachsener zu kommunizieren.

Hmm... in den Büchern von Betroffenen steht, dass sie gerade in der Zeit in der Klinik mit dem Partner am wenigsten sprechen konnten. Also das der Partner am weitesten weggeschoben wird.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Partner mich mit Absicht wegschiebt und im dunklen tappen lässt.
So gemein kann man kaum sein und er hätte auch keinen Nutzen mich auf dieses Weise warm zu halten.

03.12.2020 10:34 • x 1 #3037


Jedi
Hallo @Milla !

Zitat von Milla:
Hmm... in den Büchern von Betroffenen steht, dass sie gerade in der Zeit in der Klinik mit dem Partner am wenigsten sprechen konnten.


Was Betroffene da geschrieben haben, weiß ich jetzt nicht, ich kann hier nur meine persönlichen Erfahrungen wiedergeben,
aus meinen Erlebnissen - aus Klinik - Therapie (einschließlich Gruppentherapie u. der med. Reha, wo ich auch
Patiensprecher war u. so auch mit Angehörigen von Mitpatienten im Gespräch war.
(1x in der Woche gab es ein Angehörigen Tag, wo Angehörige etwas über Therapie erfahren konnten, aber auch mit
den behandelnden Therapeuten u. Arzt sprechen konnten.)
----------------------------------------------------------------------------
Die Therapeuten haben uns immer angehalten nicht Sprachlos zu bleiben u. baten nach Vereinbarung ,
auch gemeinsame Sprechzeiten an.
Den TP war dies immer sehr wichtig u. ich selbst hatte mit meiner Partnerin auch solche Termine genutzt !
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Zitat von Milla:
Also das der Partner am weitesten weggeschoben wird.


Und das halte ich für völlig falsch dies zu tun - denn die Partnerin/ Partner können der Anker sein,
gerade auch nach einem Klinikaufenthalt oder nach der Reha, wenn man wieder ins normale Leben zurückkehrt !
Da ist es besonders hilfreich, die Partnerin an seiner Seite zu wissen, um Hilfe u. Unterstützung
bei der Alltagsbewältigung zu haben !
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Zitat von Milla:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Partner mich mit Absicht wegschiebt und im dunklen tappen lässt.


Sicherlich nicht mit Absicht, aber da tut sich ein Verhalten auf, was nicht einem Erwachsenen entspricht.
Und ich bin mir sicher, dass in der Therapie da auch nachfragen kommen, wie der Beziehungsstatus gerade ist u.
ob Hilfe von Seiten der TP gewünscht wird.
Hängt natürlich alles vom Klienten ab, - was er berichtet - wie offen u. ehrlich ist er gegenüber dem TP -
was wünscht er (welche Hilfe, um die Beziehung nicht zu verlieren).
Denn so krank ist man nicht, um nicht auch zu wissen, dass es der geliebten Partnerin
gerade auch nicht mit dieser Situation nicht gut gehen kann !
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Zitat von Milla:
So gemein kann man kaum sein und er hätte auch keinen Nutzen mich auf dieses Weise warm zu halten.


Ich will ehrlich sein - ich habe da viel Unterschiedliches erlebt u. ich habe auch schon mitbekommen,
dass die Partnerinnen viel investiert haben, sehr sich selbst zurückgenommen haben, um diese Beziehung zu retten,
gar über einen langen Zeitraum, um dann leider auch die Erfahrung zu machen,
verlassen worden zu sein (passiert natürlich auch Umgekehrt).

Wie es sich in Deinem Fall so verhält, kann ich nicht wissen !
Aber ich finde es wichtig, ein Angebot zu machen, ich bin für Dich da, wenn Du mich brauchst,
dann aber auch das eigene Leben - die Freunde nicht zu vergessen u. nun nicht alles nachdem Betroffenen Partner
auszurichten.

Ich kann natürlich hier auch nur immer von meinen pers. Erfahrungen berichten u. verfasse so auch meine Antworten !

03.12.2020 13:36 • x 1 #3038


C
Hallo @milla,
willkommen im Forum auch von mir
Es ist hart, was du durchmachst! Seinen Partner monatelang nicht zu sehen...ich kann erahnen, wie du dich fühlen musst!
Ich stimme Jedi aber in allen Punkten zu. Aus meiner Sicht ist diese vollkommene Abschottung und Funkstille tatsächlich ein sehr kindliches Verhalten, das ich leider auch von meinem Freund nur zu gut kenne. Er hat es auch nie gelernt, wie ein gesunde Beziehung üblicherweise funktioniert. Und leider hat auch das Raten seiner Therapeutin nicht gehofen - sie sagte ihm wohl mehrfach, dass er mit mir sprechen soll. Er hat es nicht getan. Für mich ist es auch schwer nachvollziehbar, warum er es nicht einfach versucht. Offenbar spielen bei ihm wohl viele Dinge mit rein - Unsicherheit, geringes Selbstwertgefühl, Verlustangst, Angst vor Nähe und Liebe, die Erwartungshaltung an sich selbst, Schuldgefühle....
Ich habe das Glück, dass seit Beginn der Episode zumindest kleine Momente gibt, in denen ich wenigstens mit ihm telefonisch sprechen kann, in denen er zugänglicher wird. Und ich habe ihn in den vergangenen Wochen auch mal für einen Spaziergang getroffen. Aber wirklich gebracht hat es mir nichts....außer mehr Fragezeichen. Teilweise war er auch sehr abweisend mir gegenüber, was mich (trotz aller guter Vorsätze, es nicht persönlich zu nehmen) verletzt. Er kann es nicht....er kann seine Bedürfnissenicht kommunieren, er kann keinen Kontakt halten, egal was die Therapueten sagen...Mich macht das auch fertig, nicht als Energiequelle sondern offenbar als Last wahrgenommen zu werden.
Und an diesem Punkt sind wir doch wieder bei der Selbstfürsorge. Wir als Partner müssen auch auf uns schauen! Das haben Jedi und auch die anderen hier ja auch schon mehrfach betont.
Wenn unsere Partner nicht in der Lage sind mit uns zu kommunizieren und uns zumindest ein wenig einzubeziehen, dann können wir da herzlich wenig ausrichten - so bitter das ist. Es tut weh...aber wir können uns nur anbieten. Die Hand reichen. Und an einem bestimmten Punkt (den jeder für sich selbst finden und erkennen muss) muss auch einfach gut sein - wie Selly ja auch angesprochen hat. Es zerrt an den Nerven...am eigenen Wohbefinden, der Lebensualität.
Ich weiß, es ist nicht schön das zu hören (ich hasse es, wenn mich jemand daran erinnert ) und es ist noch viel schwerer sich diese Dinge einzugestehen - zu merken, dass man nicht viel tun kann und zu akzeptieren, dass ein geliebter Mensch einen so behandelt....
Ich hoffe sehr für dich, liebe Milla, dass sich trotz der langen Zeit, die Dinge langsam wieder positiver entwickeln, dass dein Partner in der Therapie möglicherweise doch noch erkennt, dass du ihm eine Stütze sein kannst und er mehr zulässt als bisher.

Fühl dich mal gedrückt!
-Cat-

03.12.2020 23:57 • x 2 #3039


C
PS.: Ich wollte willkommen ZURÜCK schreiben, weil ich in diesem Thread gefühlt schon länger nichts von dir gelesen habe... Sorry! Da ist mir ein Wort verloren gegangen...

04.12.2020 00:13 • #3040


M
Liebe @-cat-,

Danke. Freut mich, dass dein Freund sich zumindest manchmal ein bisschen öffnen kann. Das ist ein gutes Zeichen. Er vertraut dir, dass gibt ihm sicher Kraft.
Und wenn er in Therapie ist, dann gibt es bei euch definitiv Grund zur Hoffnung.

Ja. Selbstfürsorge ist wichtig und meistens schaffe ich es auch, gut auf mich aufzupassen.
Einen Schlussstrich würde ich nur ziehen, wenn er sich nicht behandeln lassen würde, oder er mir bewusst weh tut. Aber noch denke ich, dass diese Krankheit mit Geduld, einer guten Therapie und Verständnis in den Griff zu bekommen ist.

Das komische bei meinem Partner ist, dass er noch nie bewusst abweisend war. Er sagt einfach nichts. Also er macht das passiv.

Ich könnte besser damit umgehen, wenn er einmal sagen würde, dass er grade nicht kann oder nicht will.

Aber im Gegenteil, er spricht von einer langen gemeinsamen Zukunft und das er alles tut um mir ein besserer Partner zu sein. Und dann passiert Monate lang nichts.

Ich hab versucht den Druck den er sich selber macht rauszunehmen und ihm Sicherheit und Zeit zu geben.

04.12.2020 08:13 • x 1 #3041


C
Hey Milla

Zitat:
Danke. Freut mich, dass dein Freund sich zumindest manchmal ein bisschen öffnen kann. Das ist ein gutes Zeichen. Er vertraut dir, dass gibt ihm sicher Kraft.
Und wenn er in Therapie ist, dann gibt es bei euch definitiv Grund zur Hoffnung.

Naja, ich bin nicht sicher, ob er mir vertraut. Diese Woche ist der Kontakt mal wieder eingeschlafen. Er lässt mich nur wissen, was er macht, wenn ich ihn konkret danach frage. Das verunsichert mich sehr. Ich habe Hoffnung. Aber ob sie berechtigt ist oder träumerei, kann ich nicht sagen.

Zitat:
Ja. Selbstfürsorge ist wichtig und meistens schaffe ich es auch, gut auf mich aufzupassen.
Einen Schlussstrich würde ich nur ziehen, wenn er sich nicht behandeln lassen würde, oder er mir bewusst weh tut. Aber noch denke ich, dass diese Krankheit mit Geduld, einer guten Therapie und Verständnis in den Griff zu bekommen ist.

Das ist doch schon ein Anfang Klar, dass es auch schwache Momente gibt. Ich kenne sie und ich vermute, die anderen hier im Forum auch.

Zitat:
Das komische bei meinem Partner ist, dass er noch nie bewusst abweisend war. Er sagt einfach nichts. Also er macht das passiv.
Ich könnte besser damit umgehen, wenn er einmal sagen würde, dass er grade nicht kann oder nicht will.

Meiner macht das auch. Ich denke, das ist kein böser wille. Sie können einfach nicht anders. Für mich ist das auch schwer zu begreifen. Ich denke immer: es kostet doch nicht viel, einfach zu sagen, was man will oder nicht. Aber offenbar ist genau das so schwer für sie. Meiner weiß, denke ich, gar nicht, was er eigentlich will. Und kann sich deswegen auch nicht artikulieren....nur eine Vermutung. Aber so erkläre ich mir dieses Verhalten irgendwie.

Zitat:
Aber im Gegenteil, er spricht von einer langen gemeinsamen Zukunft und das er alles tut um mir ein besserer Partner zu sein. Und dann passiert Monate lang nichts.

Dieses Paradox kenne ich auch. Einerseits die Vorstellung von einer tollen gemeinsamen Zukunft und andererseit die Flucht. Wunsch und Realität liegen da oft weit voneinander entfernt und ich habe den EIndruck, dass die akute Unfähigkeit, die Wünsche zu realisieren unter anderem auch die Schuldgefühle und Ängste auslösen oder bedingen. Meiner weiß manchmal nicht, warum er sich so verhält wie er sich verhält, dass verunsichert ihn und macht ihm Angst. Das wiederum lähmt ihn....es ist alles sehr komplex und schwer zu ertragen mit anzusehen. Ich hoffe sehr, dass die professionelle UNterstützung hilft .....abwarten.

Zitat:
Ich hab versucht den Druck den er sich selber macht rauszunehmen und ihm Sicherheit und Zeit zu geben.

Das ist denk ich genau das richtige und einzige, das du tun kannst. Leider....

LG
-Cat-

06.12.2020 15:01 • x 2 #3042


B
Hallo!
Ich bin neu hier und bräuchte bitte eure Hilfe und eure Erfahrungen.
Ich bin total verzweifelt.
Mein Mann hat eine Depression und er hat sich von mir getrennt. Er kommuniziert die Trennung nach außen aber kaum bislang, auch sendet er mir immer wieder widersprüchliche Singnale. Zu Freunden sagt er aber, dass es für ihn kein zurück gibt.
Mich macht die Situation total fertig. Ich schaffe einfach den Absprung nicht.
Wenn ich mir die ganzen Erfahrungsberichte durchlese, erkenne ich ein Muster dabei. Depressive spüren die Liebe nicht mehr und trennen sich dann oft.
Hat irgendwer von euch einen Funken Hoffnung für mich, dass alles wieder gut werden kann? Ich wünsche es mir so sehr.
Alles Liebe, Bella

28.12.2020 12:52 • x 3 #3043


selly
Liebe Bella13

Ja....es gibt sogar viel Hoffnung!
Denn wie Du richtig schreibst, ging es Vielen von uns hier auch so, dass viele hier keine oder kaum mehr liebe vom Partner bekamen und diese zudem eiskalt sind, während ihrer depressiven Phase.
Es wist wirklich schlimm und kaum zu verstehen, ich habe da auch meine Erfahrungen gemacht.
Während der Depression sind die Gefühle wie taub, es ist wirklich sehr schwer für uns zu verstehen.

Meiner war 9 Monate so und wir hatten kaum Kontakt, nur wenig per WhatsApp mal.
Er ist normalerweise sehr lieb und einfühlsam und überschüttet mich mit Liebe.
Wenn er depressiv ist, ist davon nichts zu merken. Zum Glück wohnen wir nicht zusammen, sonst muss es besonders hart sein, wenn man als lebensfroher Mensch plötzlich vom Partner kaum mehr beachtet wird.

Ich kann Dir nur sagen, dass es bei meinen sehr schlimm war, nach 9 Monaten war er aus dem Tief erstmal raus und war mehr und mehr der alte und einfach unglaublich lieb und entschuldigte sich sehr oft für sein kaltes Verhalten, welches er sich im Nachhinein selber kaum erklären konnte.

Leider zog er seine Therapie aber nicht durch, brach ab nach einigen Wochen und Zack jetzt 6 Monate später ist er wieder in einer Depression, es ging ganze schnell und plötzlich.
Ich versuche ihn gerade wieder für eine Therapie zu überzeugen und schickte ihm Psychologen in seiner Nähe, welche noch freie plötzlich haben.
Er denkt drüber nach.
Auch dieses Mal besteht kaum Kontakt, zwar mehr als bei der letzten Depression, aber trotzdem kalt und ohne liebevollen Sätzen.

Unterstützen tue ich gerne , bin da und helfe wenn er es möchtet, aber ob ich nochmal so lange Monate des Nicht Sehens und nur einem kleinen Brichteil an kalter Kommunikation mitmache, steht noch in den Sternen.
Aber so wie beim letzen Mal und die Dauer, das mache ich nicht nochmal, außer ich weiß dass er komplett eine Therapie durchzieht.

Aber die Gefühle kommen wohl meistens nach der Depression wieder zurück (kann aber viele Monate dauern), sie sind nur betäubt

28.12.2020 13:09 • x 2 #3044


A


Hallo Sandra-k,

x 4#15


B
Ich hoffe es so sehr! Ich wünsche mir so sehr meinen Mann und mein Leben zurück. Er ist schon einige Monate in Behandlung, aber er kommt keinen Schritt voran. Es ändert sich nichts. Auch schlagen die Medikamente nicht an. Er scheint gegen alles resistent zu sein.
Ich würde ihm gerne beistehen in der Zeit, aber er lässt mich nicht. Er schiebt mich weg. Und dann gibt er mir doch wieder unbewußt einen Funken Hoffnung.
Manchmal denke ich, ich zerbreche daran.

28.12.2020 13:16 • #3045

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