14473

Gehe ich richtig mit meinem depressiven Partner um?

Y
Du wirst dich wundern, wie schnell das halbe Jahr vergeht

Es tut immer mal wieder weh , aber die Tage werden weniger und ich glaube die Aktzeptant und das zulassen von deinen Gefühlen sind so die beiden wichtigsten Bausteine und aber auch die schwersten.

Mir tut es sehr leid , dass du auch an solch einen Punkt gelangt bist und ich kann es mehr als gut fühlen was du fühlst.

Danke für dein Lob. Wir haben hier auch gemeinsam getauert oder waren wütend , manchmal sogar verzweifelt. Also lass es hier ruhig raus bei uns.

27.01.2022 16:06 • #5236


selly
Zitat von Jedi:
finde es schade für Dich, auch für , nur haben sich eure Partner nun einmal so entschieden.

Nun ja , mein Expartner ist ja noch immer aktiv den Kontakt wieder aufzubauen. Aber ich bin nicht mehr gewillt

27.01.2022 16:25 • #5237


A


Hallo Sandra-k,

Gehe ich richtig mit meinem depressiven Partner um?

x 3#3


selly
Zitat von Jedi:
versuche in diesem Thread einfach mal eine andere Sicht hier hereinzubringen, die ich durch meine lange

Also mir hat das vielfach auch geholfen manche Dinge anders zu betrachten, auch wenn ich nicht bei allem der gleichen Meinung bin/war.
Aber das eine oder andere regt schon mal zum nachdenken an und das brauche ich auch hier.

27.01.2022 16:29 • x 3 #5238


selly
Zitat von Jedi:
Wenn es so nicht mehr gewünscht ist, dann würde ich mich natürlich auch hier auch aus dem Thread

Das wäre sehr traurig , denn es sehr gut verschiedene Sichtweisen zu lesen und ich schätze jede.
Also bitte dabei bleiben

27.01.2022 16:38 • x 3 #5239


Jedi
@Laurien

Zitat von Laurien:
Dass ich noch mehr oder weniger an ihn, über ihn und das warum nachdenke, lässt sich nur nicht so einfach ein- und ausschalten,

Ich weiß, dass das ein Prozess ist u. Du sollst selbst entscheiden, wie Du mit dem Prozess umgehen möchtes,
dass ist wohl selbstverständlich.
Hoffe, bzw. Dir , dass Du es bald schaffst, umso für Dich neue Perspektiven entdecken zu können.

LG Jedi

27.01.2022 18:18 • x 5 #5240


Jedi
Zitat von selly:
auch wenn ich nicht bei allem der gleichen Meinung bin/war.

Das braucht es auch gar nicht u. war nie mein Ansinnen !
Mal eine andere Sicht hier hereinzubringen, mal eine andere Perspektive u. Impuls, nicht mehr u. nicht weniger !

27.01.2022 19:21 • x 1 #5241


selly
Zitat von Jedi:
Das braucht es auch gar nicht u. war nie mein Ansinnen ! Mal eine andere Sicht hier hereinzubringen, mal eine andere Perspektive u. Impuls, nicht ...

Das ist doch super!

27.01.2022 19:26 • x 1 #5242


F
So zum Feierabend und nach einem echt massiv stressigen Tag melde ich mich hier auch einmal zu Wort oder versuche hier hoffentlich die passenden Worte zu finden.

Ich denke, wir sind hier alle erwachsen und ich glaube, jeder weiß hier oder ich hoffe, dass jeder hier einschätzen kann, wie viel Schriftverkehr an Intention schlucken kann und außerdem auch, wie sehr auf die Meinung anderer im Notfall gegeben werden kann, wenn sich das für einen selbst wirklich einfach falsch anfühlt. Aus Sicht einer Angehörigen kann ich verstehen, wie schlimm es ist, aus einer Depression heraus/mit einer Depression/unter Vorschub einer Depression (was es sicherlich auch gibt) nicht nur verlassen zu werden, sondern dann auch noch ohne wirklich zu wissen, was genau passiert ist, ohne die Möglichkeit nachzufragen und von jemandem, der psychisch in der Ausnahmesituation ist, gegebenenfalls wirklich wahrhaftige Antworten zu erhalten. Man sitzt ziemlich unerwartet auf einer kalten Treppe vor einem Haus, wo man vorher noch willkommen war und geliebt wurde, im Regen, mit Sch am Schuh und dann fährt auch noch ein Auto auf der Straße vorbei und man hat den ganzen Dreck von der Straße auch noch drauf. Ich persönlich erhebe keinen Anspruch darauf, dass es mir in dem Moment schlechter geht als dem Partner/Angehörigen (wem auch immer), aber gut tut diese Situation nun wirklich nicht.

Ich denke auch, dass eine Depression von unterschiedlichen Menschen unterschiedlich erlebt wird. Die Depression eines Jedis hat vielleicht mit der Depression einer ... weiß ich nicht ... Wem auch immer, im Notfall auch potentiell meiner eigenen persönlichen durchaus Gemeinsamkeiten, aber gleich wird sie wohl nicht sein. Das kann man von außen einsehen und von allem was man so aus Erfahrungsberichten aus dem Innenleben eines Depressiven liest auch ein wenig von innen sehen. Entweder schlafe ich mehr, oder weniger. Entweder nehme ich ab, weil ich mich nicht zum essen motivieren kann, mache nehmen zu, weil sie die Leere auffüllen. Wenn es so schwer für das Fachpersonal ist, Depressionen zu diagnostizieren, weil es eben kein eines Gesicht gibt, dann wird das Innenleben wahrscheinlich genauso divers um die Ecke kommen. Es gibt wahrscheinlich viele Depressive, die sich aus Verzweiflung, Gefühlslosigkeit, Entfremdung, Wut und Frust, Ballast abwerfen, Partner schützen und was weiß ich für Gründen vom Partner trennen und dies im Nachhinein bitter bereuen. Kann man sich darauf verlassen - nein. Weil es durchaus sein kann, dass diese durch Depression genommen Gefühle eben auch genommen bleiben. Oder Denkweisen bleiben. Oder einfach kein Platz mehr für einen Partner ist auf nicht-absehbarer Zeit oder weil man eben doch der Buhmann ist, der an die Depression erinnert und und und. Letzten Endes kann nur der Erkrankte selbst erzählen, wie es war - wenn überhaupt, weil ich auch oft höre, dass im Nachhinein die Gedanken und Gefühle so wenig nachvollzogen und selbst von Erkrankten nicht mehr verstanden werden, dass es unmöglich ist, genau das einem Außenstehenden zu erklären. Ich lese überall, dass Depressionen das nicht können ist und mit wollen, wenig am Hut hat. Und wenn man nicht mal mehr weiß, wer oder was man ist und was man will... ich glaube, ihr wisst was ich meine (und auch ich hab nicht den totalen Durchblick und das absolute Verständnis).

Ich persönlich finde manch gemachte Aussagen oder geteilte Meinung hier teils ein wenig... weiß ich nicht. Nicht unbedingt böswillig und auf jeden Fall durchaus erweiternd, aber vielleicht nicht unbedingt konstruktiv. Mich persönlich hat es nicht verletzt, ich denke auch nicht, dass ein Rückzug aus dem Forum oder aus diesem Thread unbedingt nötig ist. Ich denke, man kann sich durchaus auch mal schreiben, wenn etwas vorschnell oder hart geurteilt war oder es so rüberkommt und sich so liest. Wenn ich das gelesen hätte, als das noch alles frisch war, dann hätte es mich sehr tief getroffen, kann ich sagen. Man zweifelt sowieso an allem, auch als Angehöriger und das dann zu lesen, wäre härter gewesen, als ich es hätte verkraften können, sprich auf der Treppe sitzen im Regen ... und dann wird mir noch ein Betonklotz von oben draufgeknallt gewesen.
Letzten Endes bin ich aber nicht mehr frisch dabei, ich kann mich nicht erinnern, dass mir hier irgendjemand etwas am Anfang gesagt hat, was es alles noch schlimmer gemacht hat, ich denke Diskurs ist das beste was einem passieren kann und andere Perspektiven einnehmen sowieso.. und ein Ar. ist auch manchmal echt (bei mir) nötig und das beste, was einem ab und zu passieren kann.

In a nutshell: ich hoffe, das alles war nicht zu unerwünscht und wichtigtuerisch meinerseits. Ich kann hier nur sagen, dass ich ohne diesen Thread und ohne dieses Forum wahrscheinlich nicht so schnell über den Berg oder im Sinne der Depression aus dem Tal gekommen wäre und das liegt an jedem hier, ob nun aktiv in diesem Thread oder nicht, der sich traut hier etwas mitzuteilen, zu raten und zu helfen. Und wenn dabei die eine oder andere Ecke aufgekratzt wird, dann denke ich, sollte man das sagen und kritisieren dürfen und die Möglichkeit geben, das zu erklären. Das passiert den Besten.
Ihr habt mir mehr geholfen, als ihr euch das vorstellen könnt und ich habe hier Menschen oder Avatare kennengelernt, die mein Leben wirklich sehr bereichert haben und ich fänd es persönlich sehr schade, wenn ein ehrlicher, offener Austausch nicht mehr möglich ist, weil man hier auf Eierschalen rumwackelt. Und erst recht in einem Thread, der bis zu diesem Punkt immer mehr Angehörige involviert und weitergeholfen hat.

27.01.2022 20:42 • x 7 #5243


selly
Zitat von Freshdaex:
Wenn ich das gelesen hätte, als das noch alles frisch war, dann hätte es mich sehr tief getroffen, kann ich sagen. Man zweifelt sowieso an allem, auch als Angehöriger und das dann zu lesen, wäre härter gewesen, als ich es hätte verkraften können

Da möchte ich Dir sagen, ja so ging es mir auch. Als es alles frisch war, da war ich auch oft sauer über so harte Antworten, egal von wem hier, aber es hat mich getroffen und ich fühlte mich nicht verstanden in meinem Schmerz.
Jetzt mit dem Abstand merke ich, da tut es auch mal gut Klartext zu lesen, regt meine Gedanken nochmal anders an



Zitat von Freshdaex:
Ich kann hier nur sagen, dass ich ohne diesen Thread und ohne dieses Forum wahrscheinlich nicht so schnell über den Berg oder im Sinne der Depression aus dem Tal gekommen wäre und das liegt an jedem hier, ob nun aktiv in

So sehe ich es auch

27.01.2022 21:05 • x 3 #5244


Y
Danke fresh. Ich muss sagen , ich mag deine Art zu schreiben. Ich muss jedesmal schmunzeln. Ich saß gerade echt auf dieser Treppe gedanklich, hab gefroren , die sch. gerochen und das kalte Wasser gespürt.
Ich fand es auch super, wie du die Depressionen zusammengefasst hast.
Mir hat das forum auch schon mehr als einmal sehr geholfen. Alleine wäre ich ratlos und völlig desorientiert durch die Gegend gelaufen , wie ein Huhn ohne Kopf.
Hier habe ich sehr viel erfahren und gemerkt, ich bin nicht alleine. Die selbstzweifel wurden dadurch besser.

Vielen Dank euch allen

27.01.2022 21:20 • x 4 #5245


Jedi
Hallo @Freshdaex

Danke für Deinen Beitrag

Ich kann sehr gut verstehen, dass manche meiner Antworten hier, beim ersten lesen hart klingen mag,
dessen bin ich mir auch bewusst. Aber ihr könnt sicher sein, jeden Satz, den ich hier im Thread schreibe u. geschrieben
habe, habe ich nicht einfach so gedankenlos dahergeschrieben, sondern war mir immer sehr bewusst, was u. warum
ich so geantwortet habe.
Mir war auch immer dabei bewusst, dass es bei dem Leser schwierig ankommen kann.
Da ich hier schon so lange, als Betroffener mitschreibe, weiß ich aber auch um die Wirkung dessen,
wenn es euren Schmerzkörper nicht mehr so trifft u. ihr das, was ich geschrieben hatte, mal mit einer anderen Sicht
darauf schauen konntet.
Dies ist mir des öfteren bewusst geworden, wenn hier durch Angehörige, die mal hier auch geschrieben haben,
nun nicht mehr hier sind, genau mir das als PN geschrieben haben, Jedi, manchmal habe ich mich über Deine Antworten
geärgert u. fühlte mich nicht verstanden, aber dann kam die Zeit, wo ich besser verstehen konnte, welche Botschaften
deine Antworten enthielten u. dann haben mir diese deine andere Sicht auch sehr geholfen.

Schreibe dies gerade, weil ich Euch damit sagen möchte, dass ich eure Empfinden sehr ernst nehme u.
ich vor Euch als Person u. eure schwierigen Situation u. wie ihr damit umgeht, davor den Allerhöchsten habe.

So wünsche ich euch, dass ihr immer besonders achtsam u. liebevoll mit Euch selbst umgeht !

LG Jedi

28.01.2022 14:35 • x 4 #5246


Laurien
Hallo zusammen,

@Jedi es ist nicht so, dass mir deine Argumente fremd wären. Im Gegenteil. Meine Begleiter sind zwei ganz lästige Typen, der eine schaut aus wie ein Engelchen und sitzt auf der einen Schulter, und der andere schaut aus wie ein kleiner Satansbraten und sitzt auf der anderen Schulter. Und die zwei streiten sich immer wieder ganz hervorragend. Der Satansbraten schreit, verschwende keinen weiteren Gedanken an den Typen, vergiss den so schnell wie es geht, was der sich alles erlaubt hat, geht gar nicht. Und das Engelchen hält tapfer dagegen und sagt z. B. sowas:

Zitat von Freshdaex:
Wenn es so schwer für das Fachpersonal ist, Depressionen zu diagnostizieren, weil es eben kein eines Gesicht gibt, dann wird das Innenleben wahrscheinlich genauso divers um die Ecke kommen. Es gibt wahrscheinlich viele Depressive, die sich aus Verzweiflung, Gefühlslosigkeit, Entfremdung, Wut und Frust, Ballast abwerfen, Partner schützen und was weiß ich für Gründen vom Partner trennen und dies im Nachhinein bitter bereuen. Kann man sich darauf verlassen - nein. Weil es durchaus sein kann, dass diese durch Depression genommen Gefühle eben auch genommen bleiben. Oder Denkweisen bleiben. Oder einfach kein Platz mehr für einen Partner ist auf nicht-absehbarer Zeit oder weil man eben doch der Buhmann ist, der an die Depression erinnert und und und. Letzten Endes kann nur der Erkrankte selbst erzählen, wie es war - wenn überhaupt, weil ich auch oft höre, dass im Nachhinein die Gedanken und Gefühle so wenig nachvollzogen und selbst von Erkrankten nicht mehr verstanden werden, dass es unmöglich ist, genau das einem Außenstehenden zu erklären. Ich lese überall, dass Depressionen das nicht können ist und mit wollen, wenig am Hut hat. Und wenn man nicht mal mehr weiß, wer oder was man ist und was man will... ich glaube, ihr wisst was ich meine (und auch ich hab nicht den totalen Durchblick und das absolute Verständnis).


Die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen, das gilt allerdings für das positive wie auch das negative gleichermaßen. Dadurch, dass hier eine Krankheit mit reinspielt, fällt es mir bei ihm schwerer, ihn einfach aus meinem Leben zu entfernen, selbst wenn er das scheinbar mit mir ohne Probleme konnte, obwohl er immer das Gegenteil behauptet hat. Er wollte ja nie, dass ich gehe. Er hat sich in Wortwahl oder Tonfall mir gegenüber nie vergriffen, er hat allerdings Gedankengänge und Assoziationen, welche für mich verletzend sind, weil er mich verschiebt wie eine Schachfigur, aufgrund dessen ich letzten Endes den Kontakt beendet habe. Selbiges Verhalten ohne diese Krankheit wäre eine längst abgeschlossene Sache für mich.

LG

28.01.2022 15:27 • x 4 #5247


Schlüsselkind
Zitat von Laurien:
Selbiges Verhalten ohne diese Krankheit wäre eine längst abgeschlossene Sache für mich.


Und was müsste nun passieren, dass du die Sache mit dieser Krankheit für dich abschließt?

28.01.2022 15:59 • x 3 #5248


Laurien
@Schlüsselkind

Nichts, es dauert nur länger. Das ist alles, nicht mehr, nicht weniger.

28.01.2022 16:06 • x 4 #5249


A


Hallo Sandra-k,

x 4#15


Jedi
Zitat von Laurien:
es ist nicht so, dass mir deine Argumente fremd wären. Im Gegenteil. Meine Begleiter sind zwei ganz lästige Typen, der eine schaut aus wie ein Engelchen und sitzt auf der einen Schulter, und der andere schaut aus wie ein kleiner Satansbraten und sitzt auf der anderen Schulter. Und die zwei streiten sich immer wieder ganz hervorragend. Der Satansbraten schreit, verschwende keinen weiteren Gedanken an den Typen, vergiss den so schnell wie es geht, was der sich alles erlaubt hat, geht gar nicht. Und das Engelchen hält tapfer dagegen und sagt z. B. sowas:

Super

28.01.2022 16:40 • x 2 #5250

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