14473

Gehe ich richtig mit meinem depressiven Partner um?

Laurien
Hallo zusammen,

@Schlüsselkind
mein Ex ist da, nach meinem Empfinden zumindest, in sich nicht konsequent. Entweder eine andere Person geht in meinem Leben oder nicht. Er sagte, er wollte den Kontakt mit mir, fand es schön, dass wir Kontakt haben. Er hat nie gesagt, ich soll ihn in Ruhe lassen oder ähnliches. So wie er zumindest sagte (ob seine Aussagen so stimmen, kann/darf man natürlich anzweifeln), wollte er mich als Person nicht aus seinem Leben weg haben. Er wollte ja, dass „wir uns erhalten bleiben“ und für ihn scheint das irgendwie klar gewesen zu sein, dass wir nach seinem wortlosen Abgang halt einfach stillschweigend wieder zurück zur Freundschaft von vorher gewechselt sind, nur weil ich den Kontakt mit ihm gehalten habe. Nur eine Beziehung mit mir geht nicht mehr, weil das ein Rückschritt in die alte, schlechte Zeit wäre. Ich als Person sollte schon weiter in seinem Leben sein, weil ich ihm so unglaublich wichtig wäre, was Besonderes, so toll usw. und ihm sehr viel an mir liegen würde. Wenn man zwei Sätze vorher eine neue vor die Nase gesetzt bekommen hat, kommt man sich bei solchen Aussagen reichlich, man verzeihe mir die Wortwahl, verarscht vor und damit stellte sich auch für mich die Frage nicht mehr, ob ich mit ihm wieder befreundet sein wollte. Ich bin keine Schachfigur, die man einfach so hinschieben kann wohin man es will ohne auch nur einmal mit mir gesprochen zu haben.

@Jedi
das schräge daran ist, dass seine richtig schlechte Zeit erst nach mir gekommen ist (die dauert übrigens bis heute an und ein Ende ist nicht in Sicht). Ich war in der Zeit mit ihm zusammen, in der es sich dahin entwickelt hat. Als es so richtig besch… geworden ist, hat er sich an die andere drangeworfen und mich darüber in Kenntnis gesetzt. Dazu hatte ich ihm dann meine Meinung geschrieben und ein paar Wochen später tauchte er wieder auf und hat mich ein dreiviertel Jahr lang belogen, dass das Thema mit der anderen erledigt wäre. Währenddessen ist er aber weiter parallel gefahren, weil er nicht wüsste, was das mit der anderen ist und sich daher nicht entscheiden könnte (eine Entscheidung war meine kommunizierte Voraussetzung dafür, falls er sich wieder bei mir melden wollen würde). Es würde sich mit der anderen wie ein Neuanfang anfühlen. Die Situation ist allerdings nach wie vor keine andere wie vor 2 Jahren, als er das erste Mal mit der anderen um die Ecke gekommen ist.

Letzten Endes für mich alles in sich nicht stimmig und die Jahre, die wir uns kennen inkl. allem, was er mir mal gesagt hat, entweder eine glatte Lüge oder er ist mental neben der Kappe und da sind wir dann aus dem Bereich der Depression m. E. raus.

LG

23.11.2022 15:01 • x 2 #6061


Cathy098
@Jedi

Ganz und gar deiner Meinung!

Und ich wage an dieser Stelle zu behaupten, dass es gesellschaftlich gar nicht erwünscht ist, wenn ein Individuum lernt, was Urvertrauen, stabile, zuverlässige Bindungen, Selbstbestimmung, eigener Wille, Problemlösungsfähigkeit und so weiter ist.

Wie sonst sollte sich erklären, dass gerade unsere westliche Gesellschaft mit Beginn der Geburt mit ihrem Verhalten und Erziehungswerten gute Arbeit darin leistet, dass es einem Kind eben schon an den grundlegendsten kindlichen Bedürfnissen mangelt?!

Für mich sind und bleiben die ersten Kindheitsjahre die prägendsten in unserem Leben und damit auch ein gewichtiger Faktor in Sachen Entstehung psychischer Probleme und Krankheiten.

23.11.2022 15:14 • x 1 #6062


A


Hallo Sandra-k,

Gehe ich richtig mit meinem depressiven Partner um?

x 3#3


Jedi
Zitat von Laurien:
das schräge daran ist, dass seine richtig schlechte Zeit erst nach mir gekommen ist (die dauert übrigens bis heute an und ein Ende ist nicht in Sicht).

Das klingt wirklich nicht gut - besonders nicht gut für Dich.
------
Zitat von Laurien:
Ich war in der Zeit mit ihm zusammen, in der es sich dahin entwickelt hat. Als es so richtig besch… geworden ist,

Mensch, da hast Du aber auch was mitmachen müssen - echt schade für Dich.
--------------------
Zitat von Laurien:
hat mich ein dreiviertel Jahr lang belogen, dass das Thema mit der anderen erledigt wäre.

Das ist ja auch wieder so ein Klassiker - dieses Zweitgleisig fahren - finde ich immer schlimm !
Nur nicht Verantwortung übernehmen u. lieber die Partnerin oder Partner dann belügen.
Ich sage auch immer wieder, keine Dreiecke - bloß nicht u. da kommt nur Mist dabei raus:
------------------
Zitat von Laurien:
Währenddessen ist er aber weiter parallel gefahren,

So kannman sich um Eindeutigkeit u. Verantwortung drücken.
----------------------
Zitat von Laurien:
weil er nicht wüsste, was das mit der anderen ist und sich daher nicht entscheiden könnte

, was es doch für so einfache Lösungen zugeben scheint
Was aber damit man einem anderen damit antut, wird dabei völlig ausgeblendet - dem Ego sei Dank,
dass es dann so möglich ist.
-----------------------------------
Zitat von Laurien:
Letzten Endes für mich alles in sich nicht stimmig und die Jahre, die wir uns kennen inkl. allem, was er mir mal gesagt hat, entweder eine glatte Lüge

Ich lese bei Dir eine große Enttäuschung heraus u. ja, Du darfst auch enttäuscht darüber sein.
Doch nun schau nach Vorne - lass altes los u. hinter Dir u. ich überzeugt, dass noch viel Gutes auf Dich wartet !

23.11.2022 15:18 • x 1 #6063


Jedi
Zitat von Cathy098:
ich wage an dieser Stelle zu behaupten, dass es gesellschaftlich gar nicht erwünscht ist, wenn ein Individuum lernt, was Urvertrauen, stabile, zuverlässige Bindungen, Selbstbestimmung, eigener Wille, Problemlösungsfähigkeit und so weiter ist.

Ich denke, dass es viele Veränderungen braucht, nicht nur was Erziehung anbelangt, sondern geht über Kitas,
Betreuungsangebote (Tagesmütter) , Schule weiter.
Unsere Schule müsste reformiert werden, es braucht dort für Kinder u. Jugendliche ein Platz,
wo ihre Talente erkennbar werden können - diese auch gefördert u. unterstützt würden.
Dies sture lernen, um gute Noten zubekommen, sollte langsam vorbei sein.
Ein 1,0 Abi macht noch keinen guten Mediziner u. da geht es dann auch schon in der UNI weiter.
Ich denke, die reine Wissensvermittlung, da müssten noch einmal deutlich andere Kriterien aufgestellt werden.
Irgendso ein einfaches Auswendiglernen u. gut behalten können, hat für mich nichts mit Wissen zutun !
-----------------
Zitat von Cathy098:
Für mich sind und bleiben die ersten Kindheitsjahre die prägendsten in unserem Leben

Die ersten 3 Lebensjahre sind die die sehr Bedeutsam sind !

23.11.2022 15:31 • #6064


Cathy098
@Jedi


Genau mein Thema .

Das fängt beim Babys Tragen an und geht über bis zur selbstbestimmten Bildung.

Um hier den Bogen mal zu psychischen Erkrankungen zu spannen, wäre es wirklich mal interessant zu schauen, in welchem Maße es in Naturvölkern und naturnahe aufwachsenden Gesellschaften zu psychischen Erkrankungen kommt oder vielleicht halt auch nicht.

23.11.2022 16:30 • #6065


Jedi
Zitat von Cathy098:
in welchem Maße es in Naturvölkern und naturnahe aufwachsenden Gesellschaften zu psychischen Erkrankungen kommt oder vielleicht halt auch nicht.

Habe dazu noch nichts wirklich konkretes gelesen.
Doch wird es da Unterschiede geben, sicher auch geben müssen.
Es hängt sicher von vielen Dingen ab - wo lebe ich (in welcher Region der Welt - wie sind dort die Lebensbedindungen
(Traditionell, ect.) - wie bin ich konditioniert - wie sind die Lebensumstände (Armut, Krieg, Klima) - welchen Zugang
gibt es zu einer ärztlichen Versorgung (gar Klinik,usw.) - spielen psychische Erkrankungen überhaupt eine Rolle
(Trauma durch Heirat, Gewalt u. Krieg) u. dazu gehört noch sehr viel mehr !

Wir hier in Europa haben nun 2 Weltkriege u. nun einen neuen Krieg, mitten in Europa -
dann die erste Industrielle Revolution u. Digitalisierung u. das alles hat Menschen hier auch überfordert.
Das hat sicherlich auch zu einer Erhöhung, von psychischen Erkrankungen geführt.
Höher-Schneller-Weiter, da bleibt sicher auch was auf der Strecke u. ist sicher nicht zu unterschätzen.
Auch die Medien- u. damit Reizüberflutung, ist für manche Psyche auch nicht mehr so gut zu Kompensieren.

Das ist ein sehr weites Thema u. dazu werden sicher, ganz viele Unterschiedliche Meinungen u. Erfahrungen geben.

23.11.2022 17:17 • #6066


Nuden
Einen guten Abend an alle,

lange war ich hier nicht mehr aktiv und ich dachte mit ich gebe mal ein Update.
Nachdem ich eine Übergriffe Nachricht meiner Ex bekommen habe wo ich in Schweden war habe ich klar meine Grenzen kommuniziert und bin aus der SItuation raus weil es das für mich war.

Mit der Zeit habe ich jemand neues kennengelernt. Eine Person die mich Dinge hat reflektieren lassen wie noch bei keiner Person zuvor, wo ich meine Ängste und Muster überwunden wollte und teilweise auch habe. Auf gut Deutsch eine total strahlende Seele und Charakter. Alles lief gut auch wenn es zwischendrin anstrengend war aus meinen Mustern raus zu kommen weil ich diese Art von offener und respektvoller Kommunikation nicht kannte.

Vor knapp 1 Monat kam meine Ex wieder, entschuldigte sich und gab ihren Fehler zu mich gehen zu lassen.
Wir haben uns ab und an getroffen, wovon alle Parteien immer wussten was abging.
Natürlich sind einige Gefühle hochgekommen da ich endlich das hatte was ich seit Monaten mir so sehr gewünscht habe.

Dadurch war ich am straucheln und habe die Beziehung mit der neuen Person beendet um da voll rein zu gehen und mit meiner Ex etwas neues aufzubauen und sich wieder kennenzulernen.
Doch kam kurz darauf kamen einige Gedanken ala Muster und dem Verhalten und mein Standpunkt der Comfortzone in der ich wieder stecken könnte wie es mal war. Auch die Kommunikation war so wie voher und nicht so wie ich es mittlerweile gewöhnt war.
Auch meine Gefühle sind nicht mehr die die sie mal waren. Natürlich hätte das Zeit gebraucht aber das bin ich nicht mehr bereit zu investieren da ich am Anfang schon so reingegangen bin.

Auch vieles was ich in meiner Therapie erarbeitet habe und mir gesetzt habe, würde ich, so denke ich, damit wieder über den Haufen schmeißen. Ergo habe ich auch das mit ihr beendet um endlich aus dieser Spirale rauszukommen.
Dieses mal ist der Kontakt komplett vorbei. Ich liebe sie als Person, was absolut okay ist aber nicht mehr als Partnerin.

Das sackt zwar gerade alles noch aber ich glaube das war die richtige Entscheidung. Ich bin halt schlecht darin Menschen aus meinem Leben gehen zu lassen zu denen ich eine Verbindung habe. Natürlich wurde mir auch einiges Vorgeworfen ala ich mache einen Fehler, ich hätte mich nicht weiterentwickelt etc. Kann ich alles verstehen an Kommentar aber bin ich nicht drauf eingegangen.

Mir ging es bis zu dem erneuten Treffen meiner Ex richtig gut, mir mangelte es an nichts und wurde dann total aus der Bahn geworfen weil halt Gefühle wieder kamen. Glaube am Schluss, auch wenn sie riesen Entwicklungen hinter sich hat und eine,fast, neue Person ist, zumidnest von meinen Eindrücken es doch besser für mich ist ein komplett neues Kapitel zu beginnen.

02.12.2022 18:15 • x 3 #6067


Schlüsselkind
Zitat von Nuden:
Alles lief gut auch wenn es zwischendrin anstrengend war aus meinen Mustern raus zu kommen weil ich diese Art von offener und respektvoller Kommunikation nicht kannte.


Hallo Nuden,

da hast Du ja eine turbulente Zeit hinter Dir. Mir sind direkt diese Textstellen ins Auge gesprungen. Kenne das, wenn man sich weiterentwickelt, fühlt sich vieles erst einmal anstrengend vielleicht sogar falsch an, weil man das was man Jahre an Strategien verinnerlicht hat, plötzlich ganz anders machen soll. Denke, dieses zunächst unangenehme Gefühl gehört aber zum Heilungsprozess dazu. Und auch, dass sich daraus dann positive Begegnungen wie von Dir geschildert endlich gut (weil positiv) anfühlen können und dürfen.

Zitat von Nuden:
Auch vieles was ich in meiner Therapie erarbeitet habe und mir gesetzt habe, würde ich, so denke ich, damit wieder über den Haufen schmeißen. Ergo habe ich auch das mit ihr beendet um endlich aus dieser Spirale rauszukommen.
Dieses mal ist der Kontakt komplett vorbei. Ich liebe sie als Person, was absolut okay ist aber nicht mehr als Partnerin.


Du bist doch auf einem tollen Weg, da braucht man viel Geduld und Zeit mit sich.

Zitat von Nuden:
Mir ging es bis zu dem erneuten Treffen meiner Ex richtig gut, mir mangelte es an nichts und wurde dann total aus der Bahn geworfen weil halt Gefühle wieder kamen.


Vielleicht ratsam immer wieder den Fokus auch auf die Verstandsebene zu richten? Du weißt ja im Grunde selbst, dass Dir die Verbindung nicht gut tut, aber lässt Dich vielleicht zu sehr noch von Deinen Emotionen leiten?

Zitat von Nuden:
Glaube am Schluss, auch wenn sie riesen Entwicklungen hinter sich hat und eine,fast, neue Person ist, zumidnest von meinen Eindrücken es doch besser für mich ist ein komplett neues Kapitel zu beginnen.


Das klingt doch gut! Meinst Du denn Du bist schon bereit für eine neue Partnerschaft? Nach deinem Erlebnis klingt es zwischen den Zeilen ehrlich gesagt noch nicht so, dass Du deine ehem. Partnerin schon ganz losgelassen hast (mein pers. Empfinden).

Alles Gute weiterhin!

03.12.2022 10:25 • x 3 #6068


selly
Zitat von Nuden:
Natürlich sind einige Gefühle hochgekommen da ich endlich das hatte was ich seit Monaten mir so sehr gewünscht habe.

Hallo Nuden.

Das kommt nur bekannt vor, so ging es mir im Sommer auch mit meinem Expartner kurze Zeit . Plötzlich steht der Mensch wieder im Leben, den man so vermisste.
Meist sind aber die vergangenen Probleme oder unterschiedliche Entwicklungen schnell sichtbar,


Zitat von Nuden:
liebe sie als Person, was absolut okay ist aber nicht mehr als Partnerin.

Das ist doch eine klare Erkenntnis und demnach sollte es so sein, dass ihr aufeinander trefft , jetzt weißt Du was Du fühlst und möchtest in Zukunft


Zitat von Nuden:
ging es bis zu dem erneuten Treffen meiner Ex richtig gut, mir mangelte es an nichts

Das wird auch wieder so kommen. Ich weiß wie einen sowas aufwühlt . Aber es war noch mal eine wichtige Erkenntnis und Du konntest Dich durch das erneute Zusammentreffen und Deine Erkenntnis, nun richtig lösen.
Die Ruhe wird somit bei Dir wieder einkehren .

03.12.2022 11:44 • x 3 #6069


Nuden
Zitat von Schlüsselkind:
plötzlich ganz anders machen soll. Denke, dieses zunächst unangenehme Gefühl gehört aber zum Heilungsprozess dazu. Und auch, dass sich daraus dann positive Begegnungen wie von Dir geschildert endlich gut (weil positiv) anfühlen können und dürfen.

Ja total. Der gesamte Umgang war ganz anders. Wie miteinander kommuniziert wird, wie Zeit miteinander verbracht wird und wie quasi Qualitätszeit miteinander geplant wird.


Zitat von Schlüsselkind:
Vielleicht ratsam immer wieder den Fokus auch auf die Verstandsebene zu richten? Du weißt ja im Grunde selbst, dass Dir die Verbindung nicht gut tut, aber lässt Dich vielleicht zu sehr noch von Deinen Emotionen leiten?

Ja das habe ich diese Woche gemerkt. Der Verstand weiß das es schwierig wird, auch wenn beide Seiten neue Wege gehen und sich verändern aber ich hatte mir halt gesagt das ich neue Wege gehen möchte mit neuen Aufgaben und Zielen für mich.


Zitat von Schlüsselkind:
Meinst Du denn Du bist schon bereit für eine neue Partnerschaft? Nach deinem Erlebnis klingt es zwischen den Zeilen ehrlich gesagt noch nicht so, dass Du deine ehem. Partnerin schon ganz losgelassen hast (mein pers. Empfinden).

Tatsächlich dachte ich das ich schon in einer neuen Partnerschaft wäre da ich nur die 2 Seiten kenne ala wir verbringen Zeit miteinander und sind ein Paar oder nicht. Mir wurde aber auf sehr nette Art und Weise nahe gebracht das ich das zu verbissen sehe und wir, wenn überhaupt, am Anfang stehen und ggf in diese Richtung gehen. Bis jetzt haben wir die Zeit miteinander sehr genossen und auch hier kenne ich nur das Ja wir sinds oder nein wird sind nicht. Mit jemanden auf einer Ebene zu sein und mit ihm Zeit zu verbingen und Dinge langsam angehen zu lassen kenne ich halt auch leider nicht, auch wenn das sehr traurig klingt.
Ich dachte ich muss direkt alle Klischees erfüllen mit riesen Gefühlen etc und habe mich gewundert warum das nach nur einigen Wochen noch nicht der Fall ist.

Wir werden beide schauen in welche Richtung das geht aber keiner möchte gerade diese Verbindung missen bzw. Aufgeben weil da soviel gutes bei entsteht.


Zitat von selly:
Das ist doch eine klare Erkenntnis und demnach sollte es so sein, dass ihr aufeinander trefft , jetzt weißt Du was Du fühlst und möchtest in Zukunft

Ja verwirrt war ich nur das sie, alles das was ich für die Zukunft möchte, durch ihre Therapie aufgearbeitet hat und quasi viele DInge wieder auf dem Tisch lagen. Ändert natürlich nichts daran das ich nicht mehr so fühle wie ich fühle weil ich mich eben auf einen neuen Weg eingestellt habe.

03.12.2022 12:26 • x 3 #6070


selly
Zitat von Nuden:
fühle wie ich fühle weil ich mich eben auf einen neuen Weg eingestellt habe.

Dann ist das Dein Instinkt und Dein Bauchgefühl diesen neuen Weg zu gehen! Eine wertvolle Erkenntnis, um auch zur Ruhe innerlich zu kommen

03.12.2022 12:34 • x 3 #6071


Jedi
Hallo @Nuden

Ich kann @Schlüsselkind u. @selly nur zustimmen !
Deine Lernaufgabe hast Du gemacht u. auch geschafft u. nun heißt Dein Thema, Loslassen !
Nicht was war, wegzuschieben oder loswerden zu wollen, sondern nicht darin hängen zu bleiben
u. nun nach neuen Perspektiven, Deinen Fokus scharfzustellen.
Was war, ist nun Vergangenheit, was kommt, bleibt erstmal so lange offen, bist Du das Neue bereit bist anzunehmen !

03.12.2022 14:36 • x 2 #6072


A
Hallo zusammen,

Ich wollte mich auch mal wieder melden.
Wie geht es euch?

Mir geht es in Ordnung bis ganz gut, würde ich sagen. Das mit der Akzeptanz, Geduld und Selbstfürsorge klappt immer besser, auch wenn es da immer mal wieder Rückschläge und Tiefpunkte gibt.
Mein Freund steckt weiterhin mittendrin und ist meist distanziert.
Letzte Woche hatte er aber unerwartet einen Abend, da ging es ihm deutlich besser. Er kam zu mir und hat mich angestrahlt und mir gesagt, dass es sich gerade so gut anfühlt. Leider war am nächsten Tag die Distanz wieder da. Aber so Momente machen mir Hoffnung.

Dann hatte ich Geburtstag und er ist wirklich gekommen, hat einen Teil meiner Familie und meiner Freunde kennengelernt, was mir viel bedeutet und ich ihm hoch anrechne, dass er wirklich gekommen ist. Ich denke, das war für ihn nicht leicht.
Das gibt mir gerade etwas Auftrieb.

Ich möchte euch und vielleicht vor allem die, die schon von Depressionen betroffen waren was fragen.
Mein Freund hat letzte Woche mit der Therapie angefangen. Ich würde euch gerne mal fragen, wie man da genau arbeitet, was man lernt, was einem hilft, wann ihr gemerkt habt, dass es euch hilft?
Ich weiß nämlich gar nicht so recht, wie ich mir so eine Therapie genau vorzustellen habe.

Ich habe ihm angeboten, dass er gerne mit mir darüber reden kann. Das weiß er auch. Aber er spricht davon sehr wenig und deshalb will ich euch einfach mal fragen und es bei ihm akzeptieren, dass er gerade nicht viel darüber reden will.

Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Liebe Grüße

19.12.2022 20:44 • x 2 #6073


Dys
@Angel_88
Hallo Angel_88,
wenn Dein Freund erst eine Sitzung hatte, passiert da therapeutisch noch nicht viel. Üblicherweise gehen ein paar Sitzungen für die Biographie und das gegenseitige Kennenlernen drauf. Dann kommt es auch darauf an, welche Therapieform gewählt wurde, denn da gibts schon Unterschiede in der Vorgehensweise. Generell wird halt über Problematiken gesprochen und es werden Lösungsansätze herausgearbeitet. In wie weit diese dann umgesetzt werden, hängt letztlich von Deinem Freund ab und ob sie fruchten, ist auch eine Frage der Zeit. Es ist in jedem Fall damit zu rechnen, das Er nicht immer gutgelaunt aus einer Sitzung heraus kommt. Manchmal wühlt einen das besprochene oder bearbeitete auch auf und das auch mal zum schlechteren.
Was mich persönlich betrifft, ich mochte es nicht, wenn ich danach gefragt wurde, was ich in den Sitzungen so machte oder worüber ich sprach. Wenn es etwas relevantes gab, das ich aus einer Sitzung mit nach draußen nahm und dort auch „anwenden“ wollte, habe ich das entsprechend kommuniziert.

VG Dys

21.12.2022 11:00 • x 2 #6074


A


Hallo Sandra-k,

Partnerschaft, Familie & Angehörige Tipps

x 4#15


Jedi
Hallo @Angel_88

Zuerst gibt es die 5 Probatorischen Sitzungen, dort lernen sich TP u. Klient kennen, so wies es @Dys
schon geschrieben hat. Dort werden auch mögliche Ziele formuliert, die der Klient erreichen möchte u.
der TP wird, wenn dann die Therapieform die richtige für den Klient ist, dann einen therapeutischen
Weg sich überlegen u. dies mit seinem Klienten besprechen.
Wichtig für jeden Klienten zu wissen, wie wird in Etwa die Reise sein, wo wird man stoppen, wann geht es
auch mal wieder ein Stück rückwärts, wie kommt man seinem Ziel näher ?
Auch sollte am Ende immer eine Evaluation stehen !
------------
Sicher ist, dass am Anfang eine biograhische Arbeit steht u. dann es erste Übungen geben kann.
Therapie ist Selbsterkenntnis u. Dys hat es richtig erwähnt:
Zitat von Dys:
In wie weit diese dann umgesetzt werden, hängt letztlich von Deinem Freund ab und ob sie fruchten,

ja, es hängt von uns Betroffenen stark ab, wie erfolgreich wir die therapeutische Arbeit für uns nutzen !
Da ist sehr viel an Eigenleistung zu erbringen - die manchmal sehr Anstrengend - auch mal Frustrierend
sein kann, aber wir gehen ja bewusst u. freiwillig in eine solche Therapie, um eine mögliche Verbessrung,
gar Heilung erfahren zu können.
Der TP ist wie ein Reisebegleiter zu sehen u. der uns immer auch ein Handlungswerkzeug an die Hand
geben wird, dass so am Ende der therapeutischen Reise, wir hoffentlich einen guten Notfallkoffer
besitzen, wo wir später immermal wenn nötig , wir ein passendes Werkzeug entnehmen können !

Therapie ist ein Prozess u. wie lange dieser Prozess dauern kann, ist sehr Individuell.
Manche benötigen ein paar Jahre, so wie auch ich erlebt habe.
Doch am Ende kann ein lebenswertes Leben stehen, wo möglich die Depression geheilt oder
der Betroffene damit einen guten Umgang finden konnte.

Über den Inhakt der Therapiesitzungen sprechen - warum sollte man mit einer Partnerin nicht auch darüber sprechen ?
Was den Inhalt bedeutet, da kann man für sich entscheiden, wie viel man da erzählt.
Aber trotzdem kann es sehr Sinnvoll sein, mit der Partnerin darüber zu sprechen, denn unsere Angehörigen
sind von unserer Eerkrankung auch sehr i Mitleidenschaft gezogen.
So habe ich es auch immer als Fairness betrachtet, mit der Partnerin über den Prozess u. Entwicklung
weiter zu informieren.
Nicht-betroffene Partner/ Partnerinnen können eine wichtige Konstante sein, wenn wir die therapeutischen
Begleitung einmal verlassen werden, um dann den Übergang in den ganz normale Lebensalltag wieder zu finden !
Dies kann uns Stabilität geben, so dass wir nicht all zu schnell , ein eine depressive Episode hineingeraten.

LG Jedi

21.12.2022 13:15 • x 1 #6075

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