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Gehe ich richtig mit meinem depressiven Partner um?

Bennyhuggi
@MB1635 Hallo,jetzt hast Du eine Antwort. Diese ist zwar schmerzlich,aber die vorige Situation war ja auch nicht auszuhalten. Es ist schön das Du ein kleines Ziel vor Augen hast. Viel Glück!

03.03.2023 08:16 • x 2 #6796


Cathy098
@ElfenWeide

Ich schließe mich den anderen Meinungen an.

Du bist Anfang 20, schreibst es wäre deine erste richtige Beziehung.

Mit der heutigen Sicht würde ich in deiner Situation erstmal schauen, was die Welt für mich bereit hält. Geh raus, geh deinen Hobbys nach, lerne viele neue Menschen kennen, probier neues aus und kümmere dich um dich und deine Persönlichkeitsentwicklung.
Es lohnt sich meiner Meinung nach auch immer mal einen Blick auf Bindungs-und Verlustängste zu richten sowie emotionale Abhängigkeiten für sich selbst zu thematisieren.

Du kannst entscheiden, in welche Richtung dein Leben sich drehen soll. In deinem Alter gibt es noch sooooo viel zu entdecken .

Alles Gute dir!

03.03.2023 08:49 • x 4 #6797


A


Hallo Sandra-k,

Gehe ich richtig mit meinem depressiven Partner um?

x 3#3


A
@ElfenWeide

man merkt, dass du sehr unter der Situation leidest, was absolut verständlich ist.
Ich fürchte, du musst aber gerade für dich akzeptieren, dass die Beziehung, die du dir zu ihm wünschst so gerade nicht für ihn möglich ist. Ich kenne das mit den knappen Antworten nur zu gut und das Ausweichen zu Fragen zur Beziehung zueinander und wie es da weitergeht.
Ich wollte das auch so gerne zusammen mit ihm durchstehen und sein Anker sein. Aber ich glaube, ich und mein Wunsch nach einer richtigen Beziehung haben ihm eher mehr Druck gemacht und nicht geholfen.
Damit will ich sagen, wenn er aktuell für sich entschieden hat, dass er gerade keine Beziehung führen kann, kannst du daran nichts ändern und musst es irgendwie akzeptieren und ihm seinen Raum geben, den er gerade braucht. Ich bin mir auch sicher, dass es nicht an dir und euch liegt, sondern an der Depression, aber dass er da gerade einfach nicht rauskommt und eine Beziehung bei ihm Druck aufbaut.
Du bist für ihn da, wenn er das möchte und das wird er auch wissen. Für alles andere musst du ihm irgendwie die Zeit geben. Mein Freund hat es mir so beschrieben, dass er den ganzen Tag unerträgliche schwankende Gedankenkarussells hatte, die ihm aber nie eine Erkenntnis gebracht haben. Wenn das bei deinem Freund auch der Fall ist, schätze ich, dass du daher auch schwankende Antworten von ihm erhältst, je nachdem ob er gerade einen besseren oder schlechteren Moment hat.

Am Ende kannst nur du allein wissen, welchen Weg du gehen willst und ob du das mittragen kannst und willst. Aber du wirst es gerade nicht erzwingen können.Ich vermute auch, dass du damit mehr kaputt machen könntest, als dass es euch hilft.
Du musst ja nicht gleich ganz loslassen. Aber ich denke auch, dass ein bisschen Zurückhaltung euch ganz gut tun würde (nur meine persönliche Meinung).
Und ich möchte dir auch etwas Mut machen. Das muss kein Dauerzustand sein. Es kann sich auch alles wieder ändern, so wie du es dir gewünscht hast. Nur im Moment eben leider nicht.

03.03.2023 08:51 • x 3 #6798


A
@MB1635

Das tut mir leid. Aber schön zu lesen, dass es dir ganz gut geht und du erstmal Pläne für dich machst. Das finde ich super und ist bestimmt genau das Richtige!

03.03.2023 08:53 • x 3 #6799


A
@Cathy098

ein sehr schner Beitrag. Dem schließe ich mich an.
@ElfenWeide
Wenn gerade deine Wunschbeziehung so nicht funktioniert und du ihm Zeit geben willst. Nutze die Zeit für dich, was du magst, wie deine Bedürfnisse sind, was dir gut tut. Kümmer dich um dich und versuche die schönen Dinge des Lebens zu sehen! Es lohnt sich und du wirst dabei auch viel über dich selbst lernen und dich auf Dinge fokussieren, die du beeinflussen kannst und die dich glücklich machen. Das macht dich glücklich, stark und unabhängig.

03.03.2023 08:59 • x 3 #6800


Claudi2023
@MB1635 das tut mir sehr leid, aber momentan ist es für euch beide evtl so besser.
Bei mir war das letzte Treffen am Mittwoch ein totaler Reinfall. Mein Mann kam nach seiner ambulanten Therapie zu uns und ich merkte direkt es geht ihm nicht gut. Sein Therapeut beendet die Zusammenarbeit in 3 Wochen mit ihm, da mein Mann weder eine Widereingliederung noch ein zurück in seine alte Arbeit möchte. Sein Leben wiederholt sich in der Dauerschleife und er unternimmt nichts dagegen. Er hat mir erneut gesagt, dass er nicht zu uns zurückkommen wird und er letztes Jahr wohl schon keine Gefühle mehr zu mir hatte….. das er mich aber nicht mehr liebt, spricht er nicht aus. Er sagt es immer nur verdeckt. Auf das Thema Scheidung geht er ebenfalls nicht ein. Das Ergebnis war dann, das er die Kleine an sich gedrückt, in eine Ecke starren und schweigend auf der Couch saß und ich völlig am Ende nur noch geweint habe. Auf meine Nachfragen warum er mich noch geheiratet hat und die Behandlung durchgezogen hat, bekam ich keine Antworten. Eigentlich führte ich am ende ein Monolog und er reagierte nicht mehr. Meinen Verlobungsring wollte ich ihm mitgeben, ich möchte ihn nicht behalten. Er hat sich aber geweigert ihn mitzunehmen, er würde ihn irgendwann mitnehmen. Gestern schrieb er mir dann wegen der Haushaltsauflösung, was ich unter aller Sau finde. Ich befinde mich mitten im Wochenbett und habe vor 2,5 Wochen ein Kind bekommen und hab aktuell genug um die Ohren. Habe ihm dann geantwortet das ich dieses Thema nicht jetzt und auch nicht via whatsapp führe. Das war dann aber ok für ihn.
Ich verstehe ihn nicht mehr. Er will sein komplettes Leben ändern. Nicht mehr in seinen alten Job zurückkehren der ihm immer viel Spaß gemacht hat, mich hat er aus seinem Leben gestrichen, in seiner neuen Wohnung fühlt er sich auch nicht wohl und möchte da nicht auf Dauer bleiben. Jetzt steht er bald ohne Job und Therapeuten da und spaziert tagsüber um sich abzulenken durch die Gegend. Ich habe nicht das Gefühl das ihm die 10 Wochen Klinik etwas geholfen haben. Ich denke langsam er will überhaupt nicht heilen, sondern hofft das sich alles löst indem er alles hinter sich lässt. Sein altes verhaltensmuster, immer davonlaufen wenn es schwierig wird.
Wahrscheinlich hat das sein Therapeut auch erkannt und hat ihm jetzt dieses Ultimatum gestellt, entweder zurück in die Arbeit oder Abbruch der Therapie.

Ich bin/war wirklich am Ende.

03.03.2023 09:31 • x 3 #6801


Stefan1985
Zitat von ElfenWeide:
@Stefan1985 Danke für deine Gedanken dazu. Falls du meinen Beitrag davor nicht gelesen hast. Er hat sich im September getrennt, obwohl er kurz davor ...

Hey,
Ja ich habe diese Zeilen auch gelesen.
Ich verstehe gut das dich das verwirrt , mich hat es selbst auch verwirrt und fertig gemacht .

Von meinen Gefühl her und mit meiner Erfahrung, würde ich dir ,so schwer mir diese Zeilen fallen zu schreiben , raten erstmal keinen neuen Versuch starten.
Auch eine Hoffnung das er diese Situation die in ihm ist recht schnell überwindet, scheint mir aus deinen Aussagen nicht all zu schnell lösen zu sein.
So wie du es beschreibst ,scheint er am Anfang zu sein und er benötigt noch einiges an Zeit.

Die Sorge besteht leider allerdings bei einen neu Start der Beziehung, das die Depression auch auf dich übergeht . Nicht selten greift diese auf Partner bzw Partnerin mit über .

Glaub mir diese Zeilen schreibe ich nicht einfach nur so dahin. Ich habe selber Depression und hatte mal eine kurze Beziehung mit einer Frau die bei mir bleiben wollte trotz Depression. Sie sah sie und ich hatte nur ein paar klare Momente wo ich mich entschied lieber die schmerzhafte Trennung zu haben als sie in diesen Depressionscheiß mit rein zu ziehen .
Auch ich sagte ihr das es mit ihr besser ginge als ohne sie ,doch ich wollte nicht das sie sieht wie ich leide und was ich mit mir angestellt habe . Vor allem wollte ich nicht das die Depression auf sie übergeht.

Ich verstehe sehr gut wie du dich fühlst ,denn ich habe ihren Schmerz bei der Trennung Mitgefühlt und mit empfunden. Mir ist klar das man sich das nur schwer vorstellen kann ,doch genauso war es aber.

Es ist wirklich nicht leicht wenn ich hier schreibe ,das du aus Achtung vor dir selbst , das du erst einmal auf dich achtest und ihn sofern er wirklich möchte auf dich zu kommen lässt .

03.03.2023 09:43 • x 3 #6802


ElfenWeide
@Angel_88
Vielen Dank…
Loslassen ist so schwer, das habe ich die letzten Monate versucht, als es vorerst vorbei war, er aber nicht wusste, wann und ob es wieder geht. Im Dezember hieß es dann, es wird gar nie mehr was und an Neujahr öffnete er sich, dass er das alles mit mir will, aber noch viele Ängste hat und ich mich an diese Nachricht erinnern soll, wenn er mir wieder sagen sollte, dass es nichts wird. Wir sollten so gut es geht reden. Und danach ging’s sehr gut weiter und auf einmal schwankt es. Das ist das, was mich verwirrt. Wir hatten diesen Abstand ja und durch den ging es ihm schlechter und mir auch. Da weiß ich nicht, was ich tun soll. In meinem Kopf sind die Worte, dass er’s will und versucht. Das letzte von ihm klang für mich nach einem schwachen Moment, weil das der kurzzeitig leichtere Weg ist, aber ich weiß es nicht

03.03.2023 10:50 • x 1 #6803


ElfenWeide
@Angel_88 Das versuchte ich, bis es plötzlich hieß, dass er es doch möchte und sich in der Therapie ja viel geändert hätte. Dann war alles wunderschön und jetzt bin ich überfragt

03.03.2023 10:51 • #6804


Claudi2023
@ElfenWeide diese Schwankungen sind nur schwer auszuhalten. Versuche dich davon unabhängig zu machen. Er muss diesen Weg alleine gehen und es wird ein langer und harter Weg. Ich hatte bei meinem Mann so große Hoffnungen in die Klinik gesteckt und ich bin wieder ganz tief gefallen. Er ist meiner Meinung keinen Schritt weitergekommen und ob er es wirklich will, bezweifle ich langsam.
Versuche deinen eigenen Weg vorerst zu gehen und wenn er irgendwann soweit sein sollte, lass ihn kommen. Er ist aktuell nicht in der Lage eine Beziehung zu führen und würde dich nur mit runterziehen. Wir alle hier wissen wie schwer das ist und wie sehr es schmerzt. Ich bin nach 7 Monaten immer noch nicht weitergekommen und am Mittwoch wieder völlig zusammengebrochen. Die Woche zuvor war ich wirklich optimistisch, das er endlich etwas ändern möchte und dann wieder dieser völlige Wechsel.

03.03.2023 10:57 • x 1 #6805


ElfenWeide
@Claudi2023
Ja so ist es bei mir auch mit den Schwankungen. Ich habe auch deine Geschichte gelesen und es tut mir leid, dass du immer noch so leidest. Es ist einfach schwer, loszulassen, wenn er jetzt wieder sagt, er will es. Seine ,,Okay‘‘ Antworten deute ich eigentlich so, dass er mit meinen Antworten einverstanden ist und doch mit mir versucht, wie er sich wohl in einer eventuellen Beziehung fühlt, statt dass er’s doch erstmal lässt. Aber was deute ich schon richtig..

03.03.2023 11:56 • x 1 #6806


Schlüsselkind
Zitat von Claudi2023:
Ich verstehe ihn nicht mehr. Er will sein komplettes Leben ändern. Nicht mehr in seinen alten Job zurückkehren der ihm immer viel Spaß gemacht hat, mich hat er aus seinem Leben gestrichen, in seiner neuen Wohnung fühlt er sich auch nicht wohl und möchte da nicht auf Dauer bleiben. Jetzt steht er bald ohne Job und Therapeuten da und spaziert tagsüber um sich abzulenken durch die Gegend. Ich habe nicht das Gefühl das ihm die 10 Wochen Klinik etwas geholfen haben. Ich denke langsam er will überhaupt nicht heilen, sondern hofft das sich alles löst indem er alles hinter sich lässt. Sein altes verhaltensmuster, immer davonlaufen wenn es schwierig wird.


Mein Mitgefühl, liebe @Claudi2023.

Das kommt mir leider bekannt vor, auch wenn unsere Situation natürlich nicht vergleichbar ist. Kannte ihn schon etwas länger und bin auch fast etwas vom Glauben abgefallen. Ich war zum Glück nicht mit meinem Gegenüber zusammen, habe aber irgendwann festgestellt, dass er gerne vor seinen Problemen flüchtet (u. a. hatte er irgendwann die Idee seinen Haushalt aufzulösen und mit dem Wohnmobil herumzureisen, ohne Job und ohne Geld statt sich seiner Realität zu stellen). Und dann habe ich mich später gefragt: will ich so jemanden an meiner Seite? Nope.

Zitat von Cathy098:
Es lohnt sich meiner Meinung nach auch immer mal einen Blick auf Bindungs-und Verlustängste zu richten sowie emotionale Abhängigkeiten für sich selbst zu thematisieren.


Da kann ich mich nur anschließen. Sich auch mal fragen, warum ist dieser Mensch eigentlich so interessant für mich und warum sind es andere Menschen nicht?

Zitat von ElfenWeide:
Loslassen ist so schwer


Loslassen ist nicht einfach. Aber das loslassen erschwert sich, wenn man sich noch Hintertürchen aufhält und keine eindeutigen Entscheidungen für sich fällt. Kann – wenn loslassen gewünscht ist – nur empfehlen wirklich auf 0 Kontakt zu gehen. Wenn er dann soweit ist, kann er sich ja melden und du führst zwischenzeitlich Dein Leben weiter und genießt es bitte auch!

Ganz liebe Grüße in die Runde.

03.03.2023 14:05 • x 3 #6807


ElfenWeide
@Schlüsselkind

Kann am Handy leider nicht zitieren.

Zu der Abhängigkeit und warum er mir so wichtig ist und andere nicht.. Weil ich ihm die letzten 4 Jahre anders erlebte. Er nahm immer Rücksicht, selbst als er mit mir zusammen sein wollte, ich aber keine Beziehung wollte. Er hat nie Druck gemacht und alles getan, damit ich mich wohl fühle. Hat mich sehr geliebt und es mir gezeigt. Niemand war jemals so für mich da.

Zum Loslassen. Das versuchte ich die letzten Monate mehr oder weniger. Kontakt hatten wir so gut wie nicht. Seit seinem Ausbruch, dass er das alles mit mir möchte, haben wir mehr Kontakt, bloß nicht wie früher. Er schreibt oft sehr kalt, aber bei allen ist er so. Generell hat er aktuell wenig Lust auf Menschen, da immer mehr rauskommt, wie viele Leute in unserer ehemaligen Freundesgruppe lügen und man nicht mehr vertrauen kann. Gerade ist er lieber allein, vor 2 Wochen wollte er sich noch Freunde suchen, ganz komisch.

Und sorry, dass ich auf die Beiträge der anderen Betroffenen aktuell nicht wirklich eingehen kann. Ich lese und fiebere mit und einige hier geben Tipps, denen ich mich anschließen würde. Aber diese bei einem selbst anzuwenden, ist nicht leicht.

03.03.2023 15:28 • x 2 #6808


Cathy098
@ElfenWeide

Und genau der Satz Niemand war jemals so für mich da lässt bei mir leise Glöckchen leuten.

Was ist mit deinen Eltern? Was ist mit Freunden? Können die nicht für dich da sein, wenn es dir schlecht geht und du Unterstützung und bedingungslose Liebe brauchst in schwierigen Situationen und/oder Lebenskrisen?

Was ich für mich selbst in letzter Zeit gelernt habe, ist dass es einem regelrechten Balanceakt bzw einer Gratwanderung gleicht zu entscheiden, wo fängt Verständnis an, wo sollte es aufhören, um nicht in toxische und abhängige Bereiche abzudriften. Oft sind diese Grenzen verschoben, verschwommen und nicht immer gut zu erkennen. Vor allem, wenn viele unserer kindlichen Bedürfnisse von Eltern missachtet und nicht erfüllt wurden, wird die Beurteilung dessen, was für uns noch als gut und gesund ist, im Erwachsenenalter total verzerrt.

Insofern geht es wieder darum gut auf sich selbst zu achten und gut mit sich umzugehen und auch dementsprechend zu handeln.

03.03.2023 20:27 • x 4 #6809


A


Hallo Sandra-k,

x 4#15


ElfenWeide
Schöner Beitrag.

Familie und Freunde waren und sind für mich da. Wobei meine Freunde jetzt alle ihr eigenes Leben und dementsprechend wenig Zeit haben. Es war bloß niemand auf die Art für mich da wie er. Diese Art von Liebe hatte ich nie erlebt. Bei ihm habe ich mich wirklich auch 100%ig geliebt gefühlt. Geliebt werden kann man, aber sich auch so zu fühlen und es zuzulassen ist das andere. Weißt du?

03.03.2023 21:43 • x 3 #6810

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