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Gehe ich richtig mit meinem depressiven Partner um?

Schlüsselkind
Zitat von ElfenWeide:
Meine Therapeutin hat mir zu unserer Situation immer nur Mut gemacht, dass es wieder wird und erklärte mir, dass es in seinem Zustand normalerweise nicht möglich ist, die Art von Nähe zuzulassen, die er bei unseren letzten Treffen zulassen konnte.


Und was hat sie Dir selbst empfohlen, um mit der momentanen Situation besser umgehen zu können?

Das muss ja nicht gleich ein loslassen bedeuten – aber praktische Empfehlungen, die man täglich umsetzen kann, würden Dir bestimmt gut tun! Aus Erfahrung kann ich sagen, dass das wirklich ungemein im Alltag unterstützt.

Zitat von ElfenWeide:
Dann ist bei mir vieles passiert, weshalb es mir sehr schlecht ging, worunter auch er litt, da er alles tat um mir zu helfen, ich mir aber nicht helfen lassen wollte.


Finde hier auch gar nicht, dass das seine Aufgabe ist, Dir zu helfen. Sicherlich kann man für den anderen da sein - nicht therapeutisch, aber als Partner und Freund – , aber letzendlich kann man nur an sich selbst arbeiten und den anderen in diesem Moment wertschätzend an seiner Seite wissen.

Zitat von ElfenWeide:
Es fühlt sich an, als wäre es nicht richtig, wenn ich ihm das jetzt nicht mal zurückgebe.


Auch hier sehe ich es wie oben. Viel kannst Du nicht tun, außer da zu sein und dich authentisch zu verhalten.

Zitat von ElfenWeide:
Denn da sagte er, er arbeitet an sich, dass es ihm besser geht und es mit uns wieder wird und wir einfach so gut es geht miteinander reden müssen in der momentanen Situation. Das klappt bloß manchmal nicht, zB. gerade. Denn gerade weiß ich nicht, was in ihm vorgeht. Ob er einen schwachen Moment hat oder warum er seine Aussagen trifft die er trifft.


Da er momentan nicht bindungssicher ist, kannst Du Dich im Grunde erst einmal nur zurücknehmen. Und die Zeit bewusst für Dich nutzen, um an Dir zu arbeiten – und er tut das gleiche. Das ist doch eine gute Möglichkeit, euch nochmal später annähern zu können, um dann noch mit einem frischen Blick zu schauen, ob eine Partnerschaft dann funktioniert.

06.03.2023 16:38 • x 1 #6826


Cathy098
@ElfenWeide

Ok, dann pass gut auf dich selbst und deine Psyche
auf und ich drücke dir die Daumen, dass sich alles so entwickelt, dass du wieder entspannt mit dieser Beziehung durchs Leben gehen kannst .

Das stimmt, Außenstehende sehen nie das große Ganze, aber Außenstehende betrachten Situationen meist objektiver mit Vertandsebene und ohne innere Gefühlskarusselle .

Ich bin der Meinung, dass kein Therapeut der Welt sämtliche innerpsychische Prozesse eines Menschen analysieren und steuern kann. Der Therapeut ist immer darauf angewiesen, inwiefern der Patient ehrlich und nach Beziehung suchend agiert. Und auch Therapeuten sind nur Menschen und damit menschlich auch manipulierbar.

Liebe ist für mich auch, wenn ich einem anderen Menschen die nötige Unterstützung gebe in dem Maße, in dem er sie braucht, ohne den Gedanken zu haben ihm zu einem anderen Zeitpunkt eine Gegenleistung dafür erbringen zu müssen .
Alles Gute dir!

06.03.2023 16:45 • x 2 #6827


A


Hallo Sandra-k,

Gehe ich richtig mit meinem depressiven Partner um?

x 3#3


ElfenWeide
Hey @Schlüsselkind ,
ich kann leider nicht zitieren.

Irgendwie hat sie mir gar nichts empfohlen. Sie hat mir genau die gleiche Frage gestellt, auf die ich wie auch jetzt keine Antwort hatte.

Das stimmt. Er meinte selbst, dass er sich zu der Zeit eher wie mein Therapeut als mein Freund fühlte, aber sein Helfersyndrom ließ ihn nicht anders handeln.

Ich habe mich doch zurückgenommen und er auch und ich dachte, dass das jetzt unsere Annäherung wäre. Zumindest hatten wir es so kommuniziert..

06.03.2023 16:51 • x 1 #6828


Schlüsselkind
Zitat von ElfenWeide:
Irgendwie hat sie mir gar nichts empfohlen. Sie hat mir genau die gleiche Frage gestellt, auf die ich wie auch jetzt keine Antwort hatte.


Sehr schade! (Habe selbst immer recht viele Übungen und Aufgaben bekommen, die ich bis zur nächsten Sitzung bearbeitet habe. Wobei das jetzt nichts mit der Situation meines Gegenübers zu tun hatte, die hat nur sehr wenig Raum während der Therapie eingenommen). Das würde Dir sicherlich helfen, mit der Situation besser umgehen zu können, am eigenem Verhalten zu arbeiten, kann dich ja nur weiterbringen.

Zitat von ElfenWeide:
Das stimmt. Er meinte selbst, dass er sich zu der Zeit eher wie mein Therapeut als mein Freund fühlte, aber sein Helfersyndrom ließ ihn nicht anders handeln.


Zitat von ElfenWeide:
Ich habe mich doch zurückgenommen und er auch und ich dachte, dass das jetzt unsere Annäherung wäre. Zumindest hatten wir es so kommuniziert..


Das ist ein langer Prozess, der Zeit und Geduld braucht. Man kann sein Verhalten leider nicht von heute auf morgen ändern und klar kommt es auch mal zu Rückfällen.

Wünsche Dir auch weiterhin alles Gute und dass es Dir gelingt, dir möglichst viel Gutes zu tun.

06.03.2023 17:10 • x 1 #6829


ElfenWeide
@Cathy098 Danke dir.

Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Nach deinem letzten Beitrag sind mir erstmal die Tränen geflossen und danach habe ich unsere alten Chats gelesen.
Nicht wie sonst, von vor einigen Monaten sondern von der Zeit, als wir gerade zusammenkamen. Da möchte ich einfach wieder hin. Was mit unserem Treffen am WE ist weiß ich auch nicht. Ich hoffe, er spricht mich nochmal darauf an. Ich will mich ja unbedingt treffen, aber habe Angst, dass das vielleicht was negatives bewirkt.. weil wir uns momentan nur treffen, wenn es ihm passt

06.03.2023 17:25 • #6830


ElfenWeide
@Schlüsselkind Das ist schön. Haben dir die Übungen weitergeholfen? Wenn du möchtest, darfst du gern davon erzählen.
Finde es auch schade, dass meine Therapeutin sowas nicht mit mir macht. Sie hat schon gemerkt, dass ich die Situation irgendwie nicht akzeptieren kann und es mich sehr beschäftigt. Der Grund, weshalb ich überhaupt dort bin, ist er. Daher ist das Thema dort ebenso fast nur er bzw wir. Momentan sehe ich sie aber nicht, ich soll mich melden, sobald ich möchte.

Das mit den Rückfällen sagte er mir auch vor ein paar Wochen. Da hieß es, dass wir vielleicht auf einem guten Weg waren/sind, seine Psyche aber immer wieder Tiefs hat. Es triggert ihn wohl, immer wieder über dieses Thema zu sprechen. Das glaube ich auch, aber ich weiß nicht, was ich sonst tun soll. Ich denke immer, dass es immer hilft, ganz viel und oft zu reden, aber nicht jeder ist so.

Man weiß leider nie, woran man ist. Gerade bin ich ja auch verwirrt. Mein naives Ich denkt, dass ich, wenn ich ihn einfach frage, ob seine Gedanken gerade echt sind oder ob sie mit seinem Tief zu tun haben und er das mit mir eigentlich will, eine rationale Antwort von ihm bekomme.. Nach dem Motto: ,,Ich habe heute einen schlechten Moment und deshalb denke ich jetzt, ich will erstmal keine Beziehung, aber das liegt an meinem Zustand und eigentlich will ich es.‘‘

Ich denke immer, ich hätte mich mittlerweile ausreichend mit Depressionen auseinandergesetzt und dennoch denke ich in meinen schwachen Momenten, ich könnte so eine rationale Antwort bekommen, sehr naiv.

06.03.2023 17:37 • x 1 #6831


Schlüsselkind
Zitat von ElfenWeide:
Das ist schön. Haben dir die Übungen weitergeholfen?


Ja, sehr empfehlenswert! Es ist natürlich wie @Cathy098 bereits schrieb, die Arbeit mit dem inneren Kind, die hier im Vordergrund steht, damit es einem besser gehen kann. Und individuell dann je nach Situation zu betrachten.

Meine Therapeutin hat Hypnoseübungen durchgeführt (werden auch Traumreisen genannt, wie ich durch das Forum hier erfahren habe). Zuerst wurde die Hypnose durch meine Therapeutin angeleitet und durch regelmäßige Übungen konnte ich sie dann abends selbst anwenden. Das erfordert ein bißchen Zeit und Übung, aber es lohnt sich und tut sehr gut!

So kann man sich in Situationen in denen man sich z. B. hilflos fühlt, wieder besser entspannen und selbst erden. Alleine die Tatsache, dass ich meine Gefühlswelt nun besser selbst lenken kann und ihnen nicht ausgeliefert bin, hat einen ein riesigen Unterschied gemacht. Auch ist es möglich, wieder einen besseren Zugang zu sich zu finden und mehr auf seine Intuition zu hören/in sich hineinhorchen.

Was mir ebenfalls geholfen hat (und was ich ebenso beibehalten habe), sind Visualisierungen, in denen es um meine Bedürfnisse und Pläne rund ums Leben geht. Das zeigt einem ganz gut wo man gerade steht und wo man hin möchte. Und man beschäftigt sich dann nochmal gezielter mit den Themen was (und wer) einem langfristig gut tut und wie man seine Ziele realistisch erreichen kann.

Aber auch das ist natürlich individuell zu betrachten. Und besser mit der Therapeutin zu besprechen, was Dir in diesem Moment am besten gut tut und langfristig hilft.

Zitat von ElfenWeide:
Sie hat schon gemerkt, dass ich die Situation irgendwie nicht akzeptieren kann und es mich sehr beschäftigt. Der Grund, weshalb ich überhaupt dort bin, ist er.


Eigentlich sollte der Grund erst einmal sein, dass es Dir wieder besser gehen kann. Erst dann kannst Du auch wieder für jemand anderen da sein.

Zitat von ElfenWeide:
Momentan sehe ich sie aber nicht, ich soll mich melden, sobald ich möchte.


Kann Dir nur empfehlen, dies in Anspruch zu nehmen. Auch wenn es für Dich eine vorübergehende Belastung darstellt, die dich sehr einschränkt, solltest Du das ernstnehmen.

06.03.2023 18:09 • x 1 #6832


ElfenWeide
@Schlüsselkind
Oh, Traumreisen und Visualisierungen… Also quasi eine Art Manifestation ?

Ich erinnere mich, das haben wir auch einmal ganz am Anfang gemacht. Da sollte ich mich innerlich an einen Ort begeben der mich glücklich macht. Naja, das war bei ihm im Zimmer und er war auch da. Ob das so gut war..?

Das Problem ist folgendes. Jedes Mal, wenn ich bei meiner Therapeutin war, war die Tage davor alles in Ordnung, sodass ich dort kaum etwas negatives zu erzählen hatte. Ich habe in den Momenten nie daran gedacht, dass ich vor einer Woche noch heulend im Bert lag und schlimme Gedanken hatte. Selbst wenn ich mir das notiere, um es nicht zu vergessen, denke ich, dass ich es nicht mehr erwähnen müsste, wenn es mir danach ein paar Tage gut geht.
Daher glaube ich, weiß sie nicht, wie schlecht es mir manchmal wirklich geht. Dafür reicht auch die Zeit nicht. Wie du siehst, kann ich mich ja hier schon nicht kurzfassen, ich könnte tagelang darüber reden…

06.03.2023 18:17 • x 1 #6833


Cathy098
@ElfenWeide

Es tud mir Leid, dass es dir momentan so schlecht geht. Ich denke viele der hier Mitlesenden und -schreibenden können dir gut nachempfinden, wie du dich fühlst.

Keiner hier kann dir vorschreiben oder sagen, was du tun sollst.

Ich kann dir aber den Anreiz geben und sagen, dass es dir überhaupt nichts bringt, diese alten Chats zu lesen und die alte Zeit herbei zu sehnen mit diesem intensiven Glücks- und Hochgefühl, wo riesige Mengen an Dopamin durch dein Gehirn fluten und dir wunderschöne Gefühle bescheren. Auch ich habe diesen Fehler vor ein paar Monaten gemacht. Es hat sich so toll angefühlt, diese ganze positive Bestätigung, Anerkennung, das Gefühl zu bekommen etwas ganz besonderes zu sein für diesen einen Menschen, so besonders, dass er das noch nie für jemanden so intensiv gespürt hat.

Dieses Hochgefühl kann süchtig und abhängig machen und lässt dich nicht mehr ansatzweise klar denken.

Keiner kann sagen, ob es mal wieder so wird wie am Anfang. Wahrscheinlich eher nicht, weil sich Situationen immer verändern und auch Menschen nie gleich handeln.

Zurücktrauern raubt dir Kraft und Nerven, die du im Hier und Jetzt brauchst.

06.03.2023 20:46 • x 1 #6834


ElfenWeide
@Cathy098
Danke dir. Ich war und bin gedanklich auch bei jedem hier im Thread, dem es genauso ging/geht.

Chats lesen ist wohl nicht gut, nein. Das habe ich am Anfang oft getan und heute nach Monaten wieder zum ersten Mal, um mich daran zu erinnern, wie er mal war..
Er hat das tatsächlich auch gemacht, hatte er mir erzählt, was ich nicht gedacht hätte.

Du hast recht. Exakt so wie am Anfang kann und soll es auch gar nicht mehr werden. Ich wünsche mir, dass wir daran wachsen und lernen können, in Zukunft besser mit uns und solchen Phasen klarzukommen.
Da denke ich immer an seinen einen Satz letztens. ,,Wir müssen so gut reden wie es gerade geht.‘‘ Es ist schwer, wenn er momentan vieles was ich frage als Vorwürfe aufnimmt und denkt, sich rechtfertigen zu müssen. Das war nie so.
Ich muss verstehen, dass vieles gerade zu viel ist. Selbst bei normalen Fragen ist er gerade so.
Und wieder will ich mir die Schuld dafür geben, weil ich hin und wieder das Thema Beziehung anspreche, weil ich einfach wissen möchte, was die Intentionen sind, wenn es einmal heißt er versucht es, mir aber manchmal das Gegenteil zeigt.
Immer wenn ich es anspreche, wird es schlechter, das hat er auch gesagt. Eben weil es Druck macht.
Ich habe solche Angst, dass ich zu viel Druck mache, obwohl ich bei jedem Satz von mir drei Mal überlege, ob und wie ich ihn sage. Aber zu einem offenen Gespräch wird er denke ich nicht in der Lage sein. Er wird selbst nicht wissen, was er will und kann oder..

06.03.2023 21:41 • #6835


EmptyLife
Huhu, ich wieder. Ich brauche nochmal eure Meinung.
Der psychische Zustand meines Freundes wird immer schlimmer. Seine eh schon vorhandenen narzisstischen Züge, mit denen ich bisher kein Problem hatte, beginnen toxisch zu werden. Im Sinne von, dass er anfängt mir eine verdrehte Wahrnehmung zu unterstellen und mich als Feind sieht, während er gleichzeitig Angst hat, dass ich gehe.
Mit seinem stichelnden Sarkasmus und seinem kindischen Verhalten kam ich bisher klar, aber nicht mit dieser Schuldumkehr. Da bin ich ein gebrandmarktes Kind mit Narzissten als Mutter und Ex-Partner.

Als außenstehende Person sehe ich an ihm Verhaltensweisen, die er nicht wahrhaben und immer mich dafür verantwortlich machen will. Denn ich wäre ja zu dominant und überhaupt würde sich alles nur um mich drehen. Dabei reiße ich mir seit Monaten alle Gliedmaßen aus, um trotz seiner schweren Krise eine Stütze für ihn zu sein und für ihn mitzudenken. Schließlich muss ich alles managen, was er nicht kann. Mein Fokus liegt also ganz auf ihm, während ich meine Angelegenheiten vernachlässige. (Ich weiß, das sollte ich nicht, aber das habe ich noch im Überblick.)
Er wusste er von Anfang an, das ich weiß, was ich will und das auch weiß um- bzw. durchzusetzen. Wenn er das nicht kann, ist das auf einmal meine Schuld? Diese innere Stärke musste ich mir auch hart erarbeiten.

Das zehrt immer mehr an meinen Nerven, weil man sich gegen die Wahrnehmung von schwer depressiven, pessimistischen Menschen nicht zu wehr setzen kann. Wenn ich ihn darauf aufmerksam mache, zieht er die Opfer-Karte. Ich kann es nicht mehr hören, dass er das alles verdient hätte und er wertlos sei.
In ihm liegen viele psychische Probleme durch seine Kindheit und Teenagerzeit begraben, und vermutlich auch noch die Erfahrungen mit seiner Ex.
Auch wenn ich nach wie vor für ihn da sein werde, so lange ich kann, muss ich mich auch schützen. Wieder in eine eigene Wohnung zu ziehen, halte ich mir mittlerweile offen, obwohl wir gemeinsam umziehen wollen.

07.03.2023 07:53 • x 2 #6836


J
Halo zusammen,

Bin zwar inzwischen glücklicherweise eher stiller Mitleser, aber jetzt muss ich doch mal schnell was dazwischen werfen, da in letzte Zeit auffallend oft hier auch Narzissmus Thema ist. Depressionen sind das eine, Narzissmus unabhängig davon das andere.
Meinen Freund habe ich und werde ich auch immer falls erforderlich durch die Depression begleiten, gar keine Frage. Aber ein Narzisst wäre absolut red flag für mich und ich würde meine Hände in die Hand nehmen und rennen. Ist mir an der Stelle nur wichtig dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat!

Lg
Just_me

07.03.2023 15:21 • x 4 #6837


Cathy098
@Just_me
Dem kann ich dir beipflichten.

Auch ich werde zukünftig gesunden Abstand zu Menschen mit einer solchen Störung wahren.

Meiner Meinung nach lässt es sich aber leider nicht immer gänzlich voneinander trennen, weil Depression auch ein Nebensymptom anderer Störungen sein kann.

Was man definitiv voneinander trennen kann, ist der Umgang mit beiden Erkrankungen.

Bei einer vorliegenden Narzissmusproblematik würde ich mich künftig auch klar abgrenzen, weil ich denke, dass solche Beziehungen zumeist destruktiv wirken.

Bei einer Depression sehe ich Angehörige als potentiellen Begleiter und Unterstützer bei der Behandlung an.

LG

07.03.2023 16:48 • x 1 #6838


ElfenWeide
Guten Abend alle miteinander

Ich lese gerade nochmal die Geschichten von einigen von euch durch, um mich wieder daran zu erinnern, wie lang und steinig dieser Weg sein kann und vor allem, dass es nicht konstant nur bergauf geht.

Ich habe eine Frage an euch, die ihr euch sicher schon selbst alle mal gestellt habt in der Zeit.
Wie geht ihr mit der Angst um, euren geliebten Menschen vielleicht doch zu verlieren? Weil er vielleicht irgendwann aufgibt, weil er denkt, nach so langer Zeit keine Gefühle mehr für euch zu haben oder denkt, er könnte nie wieder eine Beziehung führen, bzw hätte es nicht verdient?
Und auch diese gemischten Gefühle und Aussagen des anderen, das ist einfach hart.

Wie gingt/geht ihr damit um und gibt es eine Möglichkeit, dem (Ex)Partner die Sicherheit zu geben, sich (wieder) binden zu dürfen? Ohne Schuldgefühle , dem Gedanken, nicht gut genug zu sein oder oder oder… ?
Gibts was neues bei euch, was ihr gern teilen möchtet?

07.03.2023 20:10 • #6839


A


Hallo Sandra-k,

x 4#15


EmptyLife
@Just_me und @Cathy098
Jeder hat unterschiedlich ausgeprägte narzisstische Züge oder für eine Beziehung problematische Charakterzüge. Da muss jeder für sich entscheiden, ob es toxisch ist oder man damit umgehen kann. Manchmal passt es auch, wenn sich beide Partner durch ähnliche Charakterzüge in unterschiedlichen Bereichen ausgleichen.
Ich finde es aber schlimm, gleich jeden mit gewissen Zügen zu verteufeln. So wird es auch mit Borderlinern gemacht. Dabei würde ich mir die Frage stellen: Warum gibt es niemanden, der mit diesem Persönlichkeitstyp umgehen kann?

Jeder hat mal eine Krise und verändert sich bei psychischen Problemen, Stress und Druck. Bestimmte vorher unproblematische Charakterzüge verstärken sich dann ins Negative oder ganz neue kommen hinzu. Haben diese Menschen dadurch weniger Liebe verdient?

Ich finde diese wegrennen Mentalität macht das Problem nur größer. Man kann nicht vor allem weglaufen, dem man nicht gewachsen ist. Und das soll jetzt nicht falsch rüber kommen. Klar, muss man auch an sich denken und sollte sich schützen.
Aber was sagt es über die Gesellschaft aus, wenn niemand mehr Kraft für eher schwierigere und kräftezehrendere Charaktere aufbringen möchte?

07.03.2023 20:47 • x 1 #6840

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